Die Monatsbotin November 2021 // Notizen aus dem vierten Stock

Hier kommt die dreiundneunzigste Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel – mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!

Wem sie gefällt: liebend gern weiterempfehlen! Eine kurze Mail mit dem Hinweis „Monatsbotin gewünscht“ an kontakt@karen-susan-fessel.de – und schon liegt sie Monat für Monat im virtuellen Briefkasten … Wer lieber Ruhe wünscht, desgleichen!

Viel Spaß beim Lesen wünscht Karen-Susan Fessel!

Was war?

Der Oktober begann mit einem Paukenschlag: Unser brandneuer Podcast „Butchfunk – Lässig. Lustig. Lesbisch.“

Butchfunk: Der Podcast. Mit Manuela Kay (links), Ina Rosenthal und Karen-Susan Fessel (rechts)

schlug richtig gut ein und kletterte gleich mal auf einen sagenhaft guten Platz 6 in den Apple Podcast Charts in der Kategorie Gesundheit und Fitness: Sexualität. Letzteres mag vielleicht nicht die passendste Rubrik sein, denn über Sexualität reden meine Mitstreiterinnen Manuela Kay und Ina Rosenthal und ich zwar eigentlich gar nicht mit unseren Gäst*innen, aber die US-Amerikaner*innen bieten eben nur eine begrenzte Anzahl an Rubriken.  Dennoch ein schöner Erfolg, der uns drei natürlich weiter beflügelt …

Dass der Podcast eine gute Reichweite hat, erwies sich für mich dann gleich auch bei meiner einzigen Lesung im Oktober am 8. 10. in der Alten Schmiede in Lichtenberg. Im Rahmen der „Lichtenberger Pride Weeks“ hatte der Verein Leslefam e.V. mich eingeladen, und das zahlreich erschienene Publikum lauschte nicht nur interessiert meiner Lesung aus „In die Welt“ und „Mutter zieht aus“, sondern stellte hinterher viele Fragen und rückmeldete nur Positives zum Podcast. Eine höchst erfreuliche Lesung, die mich beschwingt in die Lichtenberger Nacht entließ.

Mein zweites Ghostwriterprojekt habe ich im Oktober abgeschlossen, auch die Arbeit am Roman für den Querverlag lief weiter, zudem die Online-Workshops, vor allem der achtwöchige für die Aids-Hilfe NRW, der sehr gut angenommen wird. Jeden Dienstagabend bin ich also von 18-21h damit beschäftigt …

Und was kommt?

… nur in der ersten Novemberwoche nicht, wenn ich zur Bad Harzburger Jugendbuchwoche in den Harz reisen werde.  Jeden Tag werde ich das Vergnügen haben, in unterschiedlichen Schulen in Bad Harzburg, Liebenburg und Goslar aus meinen Kinder- und Jugendbüchern vorzulesen. Desgleichen auch am 19. November in Osnabrück, wo ich drei Lesungen für die Fünft- bis Zehntklässler der Bertha-von-Suttner-Oberschule halten werde. Und vom 22. bis zum 26. November reise ich dann ins schöne schweizerische Luzern, um dort an acht Lesungen in unterschiedlichen Schulen meine Bücher zu präsentieren.

Der Veranstaltungsmonat November endet dann am 30. mit einer neuerlichen Lesung in der Stadtteilbibliothek Falkenhagener Feld in Berlin-Spandau, wo ich wieder einmal das Vergnügen haben werde, Drittklässler mit den Abenteuern von Frieda Fricke zu erfreuen.

Bleibt nur zu hoffen, dass die Bahn mich komplikationslos nach Osnabrück und in die Schweiz fährt, anders als am 25. Oktober, als ich aufgrund von Zugausfällen um ein Haar die Beisetzung meiner langjährigen guten Freundin, der Philosophin, Psychologin und Feministin Barbara Köster aus Frankfurt verpasst hätte. Barbara Köster, einer der streitbarsten und klügsten Köpfe der linksalternativen Szene, Mitbegründerin der Frankfurter Frauenschule und umtriebige Aktivistin der deutschen Studenten- und Frauenbewegung, ist am 8.10. im Alter von 74 Jahren leider überraschend verstorben; ihre leidenschaftliche Stimme wird nicht nur mir fehlen.

Zu hören ist hingegen ab dem 1.11. die zweite Folge von „Butchfunk – der Podcast!“. Diesmal haben wir die Berliner Friseurmeisterin Marianne Graff zu Gast, mit der wir so interessante Dinge wie Wasserwellen und Szenefrisuren intensiv diskutieren. Ab sofort auf vielen Plattformen , unter anderem auch hier auf Pink.Life.

Einen muscheligen November wünscht Karen-Susan Fessel!

Online-Workshops: Der nächste Kreativ-Quickie startet am 2. Dezember; Informationen und Anmeldung auch für die neuen Onlineworkshops „Mein Buch“ und „Biografisches Schreiben“ und das Einzelcoaching unter www.karen-susan-fessel.de/seminare

Ausgelesen: Gesine Palmer: Tausend Tode. Über Trauer reden. PalmArtPress, Berlin 2020 / Nein, es geht nicht etwa darum, wie Trauernde miteinander kommunizieren, sondern um eine Trauerrednerin und ihre Erfahrungen mit Trauernden, aber auch mit ihren eigenen Gedanken über Tod, Trauer und Sterben, aus denen sie ihre Trauerreden herausschöpft. Gesine Palmers schmales, aber sehr lesenswertes Buch  beleuchtet unsere heutige Trauerkultur auf vielfältige, kluge und auch immer wieder amüsante Weise und versöhnt damit auch mit den vielen Fehltritten, die den modernen Trauernden, aber auch den professionell damit Befassten unterlaufen können. Unterschwellig schwingt immer ein tiefes Verständnis der Autorin für die menschlichen Unzulänglichkeiten mit – sehr angenehm in diesen oft, um mit der aktuellen Buchpreisträgerin Antje Ravíc Strubel zu sprechen, „zänkischen Zeiten“ … // Eileen Myles: Chelsea Girls. Matthes & Seitz, Berlin 2020 / Dass  Prosatexte von Eileen Myles, nichtbinärer Kultfigur der US-amerikanischen queeren Literaturszene, auch endlich ins Deutsche übertragen wurden (einige Gedichte wurden bereits im vergangenen Jahr von Regina Nössler für das im konkursbuch Verlag erschienene Lesbische Auge übersetzt), ist an sich schon mal eine feine Sache. Aber für Myles‘ atemlose Prosa braucht es a) durchaus den Willen, sich auf die temporeiche Fahrt durch ein vielschichtiges Seelenleben und deren gedanklichen Auswüchse auch einzulassen und b) gutes Durchhaltevermögen. Dann aber wird man belohnt mit einem schillernden Gedankenreichtum, der seinesgleichen sucht. Hätte der Verlag sich allerdings dazu durchringen können, die Myles’sche Sprachgewalt mit wohlgesetzten Absätzen ein wenig lesefreundlicher zu gestalten, dann wäre der Lesegenuss deutlich höher ausgefallen, zumindest bei mir … // Rosa von Praunheim: Wie wird man reich und berühmt? Wie dreht man Filme, schreibt man Gedichte, malt man Sterne und Schwänze? / Martin Schmitz Verlag, Berlin 2017 / Geradezu entspannend dagegen die vom Berliner Filmemacher Rosa von Praunheim verwendete kurze Form in seinem nunmehr 8. Buch, das nicht nur angehenden Filmstudenten einiges über die Kunst des im kommenden Jahr 80 Jahre alt werdenden, international bekannten Filmregisseurs verrät. Von Praunheim plaudert in diesem kurzweiligen Werk aus dem kunstsinnigen Nähkästchen und geizt dabei weder mit Kostproben seiner Lyrik noch mit Zeichnungen. Und das Ganze auch noch eingefasst in ansprechendes Rosa!

 

Die Monatsbotin Oktober 2021 // Notizen aus dem vierten Stock

Hier kommt die zweiundneunzigste Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel – mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!

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Viel Spaß beim Lesen wünscht Karen-Susan Fessel!

Was war?

So langsam nimmt das durch die Pandemie stark reduzierte Literaturleben wieder an Fahrt auf, und so startete ich mit einem bunten Potpourri an Veranstaltungen in den Herbst. Den Anfang machte dabei am 5. September die Preisverleihung des „THEO„, des Berlin-Brandenburgischen Preises für Junge Literatur“, im ehrwürdigen Berliner Roten Rathaus. 15 junge Schreibtalente zwischen 8 und 21 Jahren lasen dort ihre von der Jury bestimmten Siegtexte vor, jeweils gefolgt von einer kurzen Laudatio, die von einem der Jurymitglieder gehalten wurde. Mit gleich vier Laudationes war auch ich dabei und hatte damit das Vergnügen, die ausgezeichneten Texte von Lotti Spieler, Maylis Dumont, Joey Hörr und Lena Riemer würdigen zu dürfen. Ich hoffe sehr, in Zukunft mehr von diesen jungen Stimmen lesen und hören zu können!

Zwei Tage später las ich dann wieder einmal in der Stadtbibliothek Falkenhagener Feld in Spandau, diesmal vor munteren Drittklässlern, um am 15. und 16. wiederum in der Nordendschule in Eberswalde einen zweitägigen Schreibworkshop mit Siebt- und Achtklässlern zu leiten. Das war mir eine ganz besondere Freude, denn die 12- bis 16jährigen *innen waren mit großem Eifer und Spaß bei der Sache, Förderschüler nachdem einige doch zunächst mit großen Vorbehalten die Sachlage beäugt hatten. Aber dank der engagierten Lehrerin Antje Mücke und nicht zuletzt auch dank meiner allseits mit großer Begeisterung aufgenommenen vierbeinigen Begleitung – ja, mein kleiner Hund Luki war wieder mit von der Partie! – hatten wir allesamt viel Spaß und bedauerten am Ende doch, dass die Tage so schnell vergangen waren.

Nach so viel jungen Menschen waren dann am Monatsende auch mal die Älteren dran: Am 25. September las ich beim LiN-Sommerfest im niedersächsischen Frauenbildungs- und Tagungshaus Altenbücken aus meinem aktuellen Roman „In die Welt“ vor einer höchst angenehmen Gruppe von Frauen zwischen 26 und 74 Jahren. Um gleich eine Woche später erneut nach Altenbücken zu reisen, wo ich am 2. Oktober dann für ein knappes Dutzend lesbischer Ärztinnen, die sich zum Verein Charlotte e.V. zusammengeschlossen haben, zunächst einen Workshop leitete und dann noch einmal aus „Mutter zieht aus“ und „In die Welt“ las. Das übrigens zum allerletzten Mal in Altenbücken, wo ich noch bis vor einigen Jahren regelmäßig mit Schreibworkshops zu Gast war, denn zum Jahresende schließt das Haus nach jahrzehntelanger engagierter Bildungsarbeit endgültig seine Pforten. Die Frauenbildungshäuser in Deutschland dünnen sich damit zusehends weiter aus; sehr schade …

In Sachen Kinder- und Jugendbuch tat sich auch einiges in diesem Monat: Frisch online ist jetzt auch ein knapp neunminütiges Interview von Radio Blau mit den beiden Leipziger Schülerinnen Polina und Ruth über mein Jugendbuch „Alles ist echt“ – hier  zum Hören!

Ein Stern namens Mama (ab 9)
Ein Stern namens Mama (ab 9)

Und ganz neu erschienen ist soeben die überarbeitete Neuausgabe meines Longsellers, des Kinderbuches „Ein Stern namens Mama„, diesmal als Taschenbuch im Balance-Verlag.

Aber auch sonst hatte ich reichlich zu tun in diesem Monat September – die Recherche- und Schreibarbeit am Jugendbuch für den Querverlag, die sich allerdings umfangreicher als gedacht entwickelt, so dass der Erscheinungstermin im März leider wohl nicht zu halten sein wird – voraussichtlich wird der Roman erst im Herbstprogramm erscheinen können.

Weiterhin in Arbeit ist auch mein zweites Ghostwriterprojekt; die Online-Workshops liefen ebenfalls weiter, wenn auch in etwas reduzierter Form.

Und was kommt?

Das allerdings wird sich im Oktober wieder grundlegend ändern, denn zu meiner großen Freude gibt es eine achtwöchige Neuauflage des wöchentlichen Onlineworkshops „Raus damit – und jetzt nochmal!“, den ich für die Aids-Hilfe NRW e.V. bereits über zwölf Wochen im Frühjahr und Frühsommer geleitet habe. Interessierte HIV-Positive aus NRW dürfen sich gern noch par Mail unter gottfried.dunkel@nrw.aidshilfe.de anmelden; falls noch Plätze frei bleiben sollten, dürften auch HIV-Positive aus anderen Bundesländern eine Chance haben.

Auch die Schreibarbeit wird im Oktober natürlich weiterlaufen, ausgedehnter sicherlich als im September, denn nach meinem zweiten Aufschlag in Altenbücken steht im Oktober nur noch eine weitere Live-Veranstaltung auf dem Programm: Am 8. Oktober lese ich auf Einladung von LesLeFam im Rahmen der Pride Weeks Berlin-Lichtenberg aus „In die Welt“. Anmeldung unter: info@leslefam.de.

Und noch etwas kommt, etwas, was ich seit längerem schon geplant habe und was sich jetzt endlich gemeinsam mit meinen beiden Mitstreiterinnen Manuela Kay und Ina Rosenthal in die Tat hat umsetzen lassen: unser brandneuer Podcast „Butchfunk – der Podcast!“ Darin präsentieren wir jeden Monat neu unaufgeregte, amüsante brandaktuelle Fragen, die nicht nur die Butch-Lesbe von heute bewegen. Unter dem Motto „Lässig. Lustig. Lesbisch“ laden wir in jeder Folge einen anderen Studiogast ein, um mit uns über kleine und große Themen des lesbischen Lebens zu diskutieren. Butchfunk - der PodcastAlles, was LGBTIQ (Lesben, Gay=Schwule, Bisexuelle, Trans-Personen, Interpersonen und Queers) interessiert, wird locker und lässig aus lesbischer Perspektive und dabei mit viel Humor und Spaß in diesem Podcast besprochen. Styling- und Handwerkerinnentipps sowie die Auszeichnung der „Butch des Monats“ runden das vergnügliche Hörerlebnis ab und machen es zu einem monatlichen Highlight in der breitgestreuten Podcastwelt! Ab Montag, dem 4. Oktober gibt es immer am ersten Montag des Monats eine neue Folge überall dort zu hören und herunterzuladen, wo es Podcasts gibt. Die erste Folge, in der wir die Musikerin Suli Puschban zu Gast haben, ist ab sofort auf vielen Plattformen zu hören, unter anderem auch hier auf Pink.Life.

Einen hoffentlich nicht allzu stürmischen Oktober wünscht Karen-Susan Fessel!

Online-Workshops: Die nächsten Kreativ-Quickies starten am 4. Oktober und 2. Dezember; Informationen und Anmeldung auch für die neuen Onlineworkshops „Mein Buch“ und „Biografisches Schreiben“ und das Einzelcoaching unter www.karen-susan-fessel.de/seminare

Ausgelesen: Nora Eckert: Wie alle, nur anders. C.H.Beck, München 2021 / 1973 kommt ein junger Verlagsmitarbeiter nach Berlin, eine vage Ahnung im Gepäck – aus der alsbald Gewissheit wird: Er ist nicht schwul und auch kein Mann, sondern eine Transfrau. Die sich ins wilde Berliner Nachtleben stürzt, um ihre Erfüllung zu finden und zu der Person zu werden, die sie schon immer in sich gespürt hat. Wie ihr das gelingt, erzählt Nora Eckert in geschliffenen Sätzen und hie und da vielleicht ein wenig zu ausgiebigen Beschreibungen, aber dennoch sehr lesenswert.  Denn nebenbei entsteht ein wirklich äußerst gelungenes Portrait Berlins, einer Stadt, die fast wie eine eigene vielschichtige Person mit allerhand Ecken, Kanten und Brüchen daherkommt. Wer vergessen haben sollte, warum er einst nach Berlin gezogen ist, weiß das nach der Lektüre dieses Romans auf jeden Fall wieder sehr genau!

Die Monatsbotin September 2021 // Notizen aus dem vierten Stock

Hier kommt die einundneunzigste Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel – mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!

Wem sie gefällt: liebend gern weiterempfehlen! Eine kurze Mail mit dem Hinweis „Monatsbotin gewünscht“ an kontakt@karen-susan-fessel.de – und schon liegt sie Monat für Monat im virtuellen Briefkasten … Wer lieber Ruhe wünscht, desgleichen!

Viel Spaß beim Lesen wünscht Karen-Susan Fessel!

Was war?

Ein ereignisreicher August liegt hinter mir, der zunächst mit einer höchst kurzweiligen Lesung am 5. August in Berlin begann. Vor der Bibliothek am Wasserturm in Pankow

hatten zwei Dutzend Wagemutige dem unmittelbar vorhergehenden Platzregen getrotzt und lauschten meiner ersten Live-Lesung des Jahres aus „In die Welt„, meinem neuesten im Berliner Querverlag erschienenen Roman, der ja pünktlich zum ersten Lockdown im letzten Jahr erschienen war. 

Die Lesung gestaltete sich erstaunlich vergnüglich, und eine spontane Preisverleihung gab es auch: die einzige Zuhörerin im Publikum, die erklären konnte,

Selfmade Woman

worum es sich bei Microblading handelt – Christine K. aus Berlin -, gewann ein Exemplar meines ebenfalls brandneuen Werkes „Selfmade Woman„, der Biografie der Eye-Brow-Artistin Sofia Ghasab, das ich zusammen mit ihr im letzten Monat beim Riva-Verlag veröffentlicht habe. 

Jim Baker (links), Karen-Susan Fessel und Marc Lippuner. Foto: Anne Küster

So waren auch mein Querverleger Jim Baker und Mitgesellschafter Marc Lippuner nach der Lesung in höchst erfreuter Stimmung, wie man sehen kann …

Beide freuen sich natürlich auch auf mein nächstes Jugendbuch, das im kommenden Frühjahr im Querverlag erscheinen wird und mit dem ich in diesem Monat dann auch begonnen habe. Zunächst bedarf es noch einer intensiven Recherche, darunter Gespräche und Interviews mit einigen Fachärzt*innen und Psychotherapeut*innen. Warum, verrate ich erst kurz vor Erscheinen – das Thema des Buches ist nämlich derart brisant.

Ein weiteres Jugendbuch für einen anderen Verlag ist ebenfalls in Arbeit: im Verlag Friedrich Oetinger, in dem ich seit 1999 bislang 13 Kinder- und Jugendbücher veröffentlicht habe, wird es im kommenden Jahr erscheinen. Eine schöne Überraschung!

Überraschend heiter verliefen dann auch die beiden Lesungen für Schulklassen in diesem Monat, deren Ausfall aufgrund der steigenden Inzidenzen schon zu befürchten war: Am 24. August las ich in der Stadtbibliothek am Falkenhagener Feld in Berlin-Spandau vor munteren Erst- und Zweitklässlern aus „Frieda Fricke, unglaublich!“, einen Tag später in der Kreuzberger Lenau-Schule für eine sechste Klasse. Die Fünfte musste leider in Quarantäne und damit zu Hause bleiben,

Zwei Tage später reiste ich dann ins wunderschöne Bremen,  um dort einen zweitägigen Schreibworkshop für Biografisches Schreiben zu leiten, der von zwei umtriebigen Bremerinnen initiiert wurde und bereits zweimal Corona wegen verschoben werden musste. Gleich dreizehn Schreibfreudige nutzten die Gelegenheit, im geräumigen Veranstaltungssaal des Gehörlosenzentrums eigene Erlebnisse, aber auch kreative Texte zu schreiben und in der Gruppe zu diskutieren. Eine Wiederholung im kommenden Februar ist bereits in Planung, was mich ungemein freut!

Und noch etwas war natürlich auch: Aus den gut zwanzig Einsendungen nach meiner letzten Monatsbotin zog ich die fünf Gewinnerinnen: Margot N. aus Braunschweig, Taikka T. aus Berlin, Petra S. aus Saarbrücken, Mirjam S. aus Bollingen (CH) und Verena S. aus Velten können sich über je ein Exemplar von „Selfmade Woman“ freuen!

Und was kommt?

Natürlich reichlich Recherche- und Schreibarbeit am Jugendbuch für den Querverlag; noch dazu ist ja auch mein zweites Ghostwriterprojekt weiter in Arbeit. Wobei auch hier fraglich ist, wie die Zusammenarbeit am Ende bezeichnet werden wird, denn ursprünglich war ja auch „Selfmade Woman“ als Ghostwriterprojekt gedacht. Nun aber steht am Ende mein Name zwar nicht auf dem Titel des Buches, wohl aber innen unter dem Namen der „Hauptautorin“, und als Autorin bin ich auch hinten mit einer Kurzbiografie verzeichnet. Mal sehen also, wie es mit Projekt Nr. 2 dann weitergeht …

Und Veranstaltungen wird es im September ebenfalls geben: Den Anfang macht am 5. die feierliche Preisverleihung des „THEO„, des Berlin-Brandenburgischen Preises für Junge Literatur“, benannt nach dem Schriftsteller Theodor Fontane. Bis zum 15. Januar 2021 konnten junge Schreibtalente aus aller Welt Gedichte und Kurzgeschichten zum Thema „Auf der anderen Seite“ einreichen, aus den gut 700 hat die Jury, bei der ich mitwirkte, nun die 15 Siegtexte bestimmt. Bei der Preisverleihung werde ich unter anderem auch einige Laudationen halten. 

Am 7. dann lese ich erneut in der Stadtbibliothek Falkenhagener Feld in Spandau, diesmal vor Fünft- und Sechstklässlern, um am 15. und 16. wiederum in der Nordendschule in Eberswalde einen zweitägigen Schreibworkshop mit Siebt- und Achtklässlern zu leiten. Das freut mich besonders, handelt es sich bei der Nordendschule doch um meine liebste Förderschule, in der ich schon mehrfach zu Workshops und Lesungen zu Gast war.  In der dortigen Schulbücherei sind auch tatsächlich sämtliche meine Kinder- und Jugendbücher vorhanden … und werden gern gelesen!

Und am Monatsende, am 25. , habe ich dann das Vergnügen, beim LiN-Sommerfest im Frauenbildungs- und Tagungshaus Altenbücken aus „In die Welt“ vorlesen zu dürfen. Ein sehr abwechslungsreicher Veranstaltungsmonat liegt also vor mir, höchst erfreulich nach der langen, durch die Corona-Pandemie verursachten Durststrecke!

Und noch etwas am Rande: Seit letztem Monat bin ich auch auf Instagram unter @karensusanfessel zu finden! Noch bedarf es ein wenig Übung meinerseits, um einen flotten Account zu installieren, aber es geht vorwärts – und ich freue mich über jeden Like und jeden Abonnierenden.

Einen milden September wünscht Karen-Susan Fessel!

Online Workshops: Die nächsten Kreativ-Quickies starten am 2. September und 4. Oktober; Informationen und Anmeldung auch für die neuen Onlineworkshops „Mein Buch“ und „Biografisches Schreiben“ und das Einzelcoaching unter www.karen-susan-fessel.de/seminare

Ausgelesen Nikola Madzirov: Versetzter Stein. Gedichte. Hanser, München 2011 / Mehrere Male war ich in Mazedonien auf Lesereisen, und der eigenwillige Charme des Landes, seine Zerrissenheit und von politischen und sozialen Verwerfungen geprägte Geschichte wird mir auf jeder Seite dieses schmalen Gedichtbandes wieder neu vor Augen geführt. Madzirov, einer der erfolgreichsten Dichter seines Landes, präsentiert in seinem dritten Gedichtband einen Reigen aus verhaltener und traumgleicher Lyrik, die immer über das schnöde Ich hinausweist und an den Menschen als soziales Wesen appelliert. Hoffentlich wird bald mehr von ihm ins Deutsche übersetzt!

Die Doppel-Monatsbotin Juli/August 2021 // Notizen aus dem vierten Stock

 

Hier kommt die neunzigste Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel – mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!

Wem sie gefällt: liebend gern weiterempfehlen! Eine kurze Mail mit dem Hinweis „Monatsbotin gewünscht“ an kontakt@karen-susan-fessel.de – und schon liegt sie Monat für Monat im virtuellen Briefkasten … Wer lieber Ruhe wünscht, desgleichen!

Viel Spaß beim Lesen wünscht Karen-Susan Fessel!

Was war?

Zwei zum Glück nicht so brütend heiße Monate liegen hinter mir – in denen erstmals seit über acht Monaten wieder Live-Veranstaltungen stattfinden konnten. Vom 3. bis 6. Juni hatte ich das Vergnügen, im Auftrag der Aidshilfe NRW e.V. einen Schreibworkshop für HIV-Positive in der Akademie Biggesee zu leiten, was mir ausnehmend viel Freude bereitete. Zwar hing nach der langen Schließzeit zunächst noch ein leicht muffiger Geruch in den Räumen, aber der verflog rasch während der munteren Workshopzeiten. Die Begeisterung der rund zwanzig Teilnehmer*innen darüber, endlich wieder mit anderen leibhaftig Anwesenden zusammen arbeiten, essen und feiern zu können, war nicht zu übersehen, genau wie vom 24. bis 27. Juni in der Akademie Waldschlösschen, wo ich das Vergnügen hatte, erneut beim beim Treffen HIV-positiver Frauen einen Schreibworkshop anbieten zu können.

Auch bei der ebenfalls dort stattfindenden „Sommerakademie“ in der letzten Juliwoche, bei der ich zum zwölften Mal das Vergnügen hatte, einen diesmal einwöchigen Schreibworkshop anzubieten, herrschte beste Stimmung unter den insgesamt 13 Teilnehmer*innen.  So entstand bei allen drei Schreibworkshops eine Vielzahl an bewegenden, spannenden, heiteren und interessanten Texten, auch mehrere Langzeitprojekte wurden weiterbearbeitet.

Dazwischen las ich dann auch das erste mal wieder live in einer Schule, nämlich am 16. Juni im  Berliner Herder-Gymnasium für die 7. und 9. Klassen, auf Einladung der Anton-Saefkow-Bibliothek. Wie schön, wieder einmal quicklebendige Schüler*innen vor mir zu sehen, die wiederum nicht an der Lesung selbst, sondern auch am mitreisenden Luki Freude hatten.   

Große Freude bereitete mir dann aber auch, dass im Juni und Juli gleich zwei neue Bücher von mir erschienen sind:  Mitte Juni kam es endlich heraus, mein Reportageband „Paare mit Paketen – psychische Erkrankungen gemeinsam meistern“ (Psychiatrie-Verlag, mit Fotos von Werner Krüper), an dem ich unter relativ schwierigen Bedingungen

im schwierigen Coronajahr 2020/2021 gearbeitet hatte. Elf sehr unterschiedliche, aber höchst interessante Paare habe ich in dieser Zeit interviewt, fast alle bei ihnen zu Hause, nur mit dreien musste ich notgedrungen online sprechen, was aber ebenfalls wunderbar und problemlos klappte. 

Meine Reisen dazu führten mich nach Bargteheide, Hamburg, Halstenbek, Bünde, Bielefeld und Oldenburg; ungewöhnliche Erfahrungen in Zeiten, in denen die Autobahnen und Hotels wie leergefegt waren.  Liebend gern hätte ich noch viele weitere Paare interviewt, aber die Kapazitäten waren erschöpft – doch wer weiß, vielleicht gibt es in absehbarer Zukunft ein neues Projekt.  Zunächst einmal wünsche ich „Paare mit Paketen“ viel Aufmerksamkeit, die auch dazu dienen möge, das Tabu um psychische Erkrankungen aufzubrechen und Vorurteile abzubauen. 

Mein zweites neues Buch erschien dann am 13. Juli, und nun kann ich das Geheimnis endlich lüften: Mein Ghostwriter-Projekt für den Riva-Verlag heißt „Selfmade Woman“ und beschreibt gemeinsam mit Sofia Ghasab ihren turbulenten Lebensweg vom geflüchteten Mädchen bis hin zu einer der bekanntesten Eye-Brow-Künstlerinnen Europas. 

Zwar hatte auch ich zuvor noch nie von „Microblading“ gehört – dem Kosmetik-Spezialgebiet, auf dem Sofia Ghasab sich einen hervorragenden Namen gemacht hat -,Selfmade Womanaber nachdem ich mich mehr über diese junge Influencerin informiert hatte, die auf Instagram ein wahrer Star ist, stürzte ich mich dann mit großem Interesse in die Arbeit am Buch, das ich nicht nur Kosmetik-Interessierten ans Herz legen möchte, sondern allen, die sich dafür interessieren, was junge, an Kosmetik interessierte Frauen, oft mit Migrationshintergrund, heutzutage so bewegt. Und das sind beileibe nicht nur Fragen, die sich um Styling, Mode und Aussehen drehen …

Und was kommt?

Tja, nun geht es los mit der Arbeit an meinem nächsten Jugendbuch für den Berliner Querverlag, das im Frühjahr erscheinen soll. Ein weiteres Jugendbuch für einen anderen Verlag ist ebenfalls in Planung, mehr dazu in der nächsten Monatsbotin. Und ein zweites Ghostwriterprojekt ist auch schon in Arbeit .. 

Außerdem stehen in diesem Monat noch gleich drei Lesungen in Berlin und ein Schreibworkshop in Bremen an: Zunächst lese ich am 5. August vor der Bibliothek am Wasserturm in Pankow aus meinem neuesten, im vergangenen Jahr im Berliner Querverlag erschienenen Roman „In die Welt“ – in der Tat ist das sogar die Berlin-Premiere, nachdem im vergangenen Jahr diese wie auch alle weiteren aus dem Buch der Corona-Pandemie ausfallen mussten. 

Am 24. August dann lese ich in der Stadtbücherei am Falkenhagener Feld vor Grundschüler*innen, am Tag darauf in der Kreuzberger Lenau-Schule. Und zwei Tage später reise ich auch schon nach Bremen, um dort am 28. und 29. August einen Schreibworkshop für Frauen zu leiten, der von zwei umtriebigen Bremerinnen initiiert wurde und bereits zweimal Corona wegen verschoben werden musste. Ein einziger Platz ist noch frei – wer schnell ist, kann sich noch unter helgaviets@web.de dafür anmelden.   

Und wer ebenfalls schnell ist, schreibt nun eine Mail an kontakt@karen-susan-fessel.de mit dem Stichwort „Selfmadewoman“ und unter Angabe der Postadresse – unter allen Einsendenden verlose ich fünf von mir signierte Exemplare von „Selfmade Woman“!

Einen entspannten August wünscht Karen-Susan Fessel

Online Workshops: Die nächsten Kreativ-Quickies starten am 2. September und 4. Oktober; Informationen und Anmeldung auch für die neuen Onlineworkshops „Mein Buch“ und „Biografisches Schreiben“ und das Einzelcoaching unter www.karen-susan-fessel.de/seminare

Ausgelesen Lina Bengtsdotter: Mohnblumentod. Penguin, München 2021 / Auch der dritte Band um die eigenwillige Ermittlerin Charlie Lager ist wieder spannend und temporeich geraten: Mitten in der schwedischen Idylle wird ein Baby aus einem Kinderwagen entführt, den die Mutter vor dem Haus abgestellt hat. Ein Alptraum – der sich immer weiter fortsetzt, denn trotz groß angelegter Suche und exzessiven Pressemeldungen verlieren sich alle Spuren im mittelschwedischen Wald- und Seengebiet. Dann aber erhält Charlie einen bahnbrechenden Hinweis, der auf ihre eigene Familiengeschichte verweist … Eigentlich kann ich ja Krimis nicht leiden, bei denen am Ende (gern vor allem hochrangige) Polizei selbst in den Fall involviert sind. Aber Bengtsdotter umgeht diesen Spannungskiller so geschickt, dass ich diesen rasanten Kriminalroman bis zum Ende mit Genuss gelesen habe und mich auf den nächsten freue. // Jørn Lier Horst: Wisting und der See des Vergessens.  Piper, München 2021 // Das ist auch bei Horsts neuerlichem Krimi um den kurz vor der Pensionierung stehenden Kommissar Wisting der Fall, der sich gerade in den wohlverdienten Urlaub begeben hat, als er einen seltsamen Brief erhält. War der Mord an der 17-jährigen Tone wirklich ein Einzelfall und aufgeklärt? In seinem neuen Roman  erweist sich Horst wieder als der kongeniale Autor, der sich in den ersten Bänden um den wortkargen Ermittler Wisting ein veritables Publikum erschrieben und dann in den letzten Büchern deutlich nachgelassen hat. // Johanna Mo: Nachttod. München, Heyne 2021 / Dass der Auftaktroman der Serie der spätberufenen ehemaligen schwedischen Redakteurin Johanna Mo genau wie die von Lina Bengtsdotter einen derart simplen Titel trägt, dafür kann die Autorin nichts – wohl aber dafür, dass „Nachttod“ doch eine sehr lange Weile braucht, um in Schwung zu kommen. Dann aber gerät das umfangreiche Werk um die Polizistin Hanna Duncker, die nach Jahren der Abwesenheit zurück nach Öland gekehrt ist, doch noch zu einem soliden Schwedenkrimi mit passabler Geschichte, die jedoch ein paar sachliche Mängel aufweist (ein Tötungsdelikt wird von Anfang an Mord genannt, die Beerdigung des Opfers findet einfach nicht statt), und einigen interessanten Wendungen. Ein Jugendlicher wird inmitten dem Naturschutzgebiet Alvar tot aufgefunden. Sind seine drei Schulkameraden in die Sache verwickelt? // Tina Frennstedt: Cold Case – Das verschwundene Mädchen. Bastei Lübbe, Köln 2020 / Tina Frennstedts Erstling hingegen ist weitaus raffinierter konstruiert als der zweite nachfolgende Band. Vor Jahren ist die 19-jährige Annika verschwunden, nun zeichnet sich eine neue Spur ab, ausgerechnet in Zusammenhang mit mehreren neuen Morden und Vergewaltigungen im Raum Malmö. Dabei hat die taffe Kommissarin doch noch allerhand mit der Trennung von ihrer Lebensgefährtin zu tun … Wie es Frennstedt gelingt, beide Handlungsstränge mühelos zusammenzuführen, das allein macht ihren ersten Krimi schon lesenswert. Ich hoffe nur, dass sie diese Qualität dann in Nr. 3 wieder aufnehmen kann!

 

Die minimale Monatsbotin Juli 2021 // Notizen aus dem vierten Stock

Hier kommt die … nein, hier kommt sie noch nicht, die neunzigste Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel – mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!

Aus gegebenem Anlass – Ferien nämlich! – fällt die Juliausgabe ausnahmsweise mit der Augustausgabe zusammen und erscheint in den ersten Augusttagen.  Dann aber gibt es reichlich Stoff zum Lesen, Hören und … Gewinnen! Bis zum August wünscht Karen-Susan Fessel sonnige Tage!

Die Monatsbotin Juni 2021 // Notizen aus dem vierten Stock

Hier kommt die neunundachtzigste Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel – mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!

Wem sie gefällt: liebend gern weiterempfehlen! Eine kurze Mail mit dem Hinweis „Monatsbotin gewünscht“ an kontakt@karen-susan-fessel.de – und schon liegt sie Monat für Monat im virtuellen Briefkasten … Wer lieber Ruhe wünscht, desgleichen!

Viel Spaß beim Lesen wünscht Karen-Susan Fessel!

Aus technischen Gründen muss die Monatsbotin zum Hören diesmal leider entfallen! Aber merke: Wer nicht hören kann, muss lesen!

Was war?

Der Mai hat sich von einer höchst angenehmen Seite gezeigt, endlich einmal ist reichlich Regen heruntergekommen und die gefürchtete Hitzewelle hat sich auf zwei Tage beschränkt. Das hat mir ein sehr fleißiges Arbeiten ermöglichst – vorrangig zunächst an meinem Ghostwriter-Projekt, dessen Erscheinungsdatum allerdings um einen Monat verschoben wurde. So kann ich das Geheimnis auch leider weiterhin noch nicht lüften, aber im nächsten oder spätestens übernächsten Monat werde ich den Schleier des Schweigens mit Schwung hinwegreißen … Dann gibt es auch wieder ein schönes Preisrätsel mit der Aussicht auf grandiose Buchgewinne.

Denn im Juni wird ja auch endlich das Reportage-Buch „Paare mit Paketen„, mein Herzensprojekt aus dem Frühjahr, erscheinen. Voraussichtlicher Auslieferungstag ist der 16. Juni, mal sehen, ob das so klappt … Ich freue mich und hoffe auch darauf, dass angesichts der großen Lockerungswelle eventuell auch sogar Lesungen oder Präsentationen möglich sein werden. Großen Spaß gemacht hat mir am 8. Mai der eintägige Online- Schreibworkshop für „Charlotte e.V. – Netzwerk lesbischer Ärztinnen“, dessen Fortsetzung bereits im Gespräch ist. Der viermal verlängerte Online-Workshop „Raus damit!“ für die Aidshilfe NRW e.V. hingegen, der den Teilnehmer*innen und mir ausnehmend viel Freude bereitet hat, ist nun nach der fünften Runde zum allgemeinen Bedauern aller Beteiligten zu Ende gegangen …

Und was kommt?

… aber dafür rücken die ausgefallenen Live-Veranstaltungen wieder in den Vordergrund. Das gilt auch für die beiden Workshops, die ich im Juni durchführen werde: Vom 3. bis 6. Juni habe ich das Vergnügen, im Auftrag der Aidshilfe NRW e.V. einen Schreibworkshop für HIV-Positive in der Akademie Biggesee zu leiten, vom 24. bis 27. Juni dann zu meiner Freude beim Treffen HIV-positivere Frauen in der Akademie Waldschlösschen. Und dazwischen finden dann auch meine beiden ersten Live-Lesungen des Jahres statt, und zwar für die 7. und 9. Klassen des Berliner Herder-Gymnasiums in der Lichtenberger Anton-Saefkow-Bibliothek. Das sind doch mal wirklich schöne Aussichten!  Fehlt noch eine reumütige Korrektur meinerseits: Die in der letzten Monatsbotin verkündete „dritte erfreuliche Neuigkeit: Der Querverlag wird im Herbst diesen Jahres ein neues Buch von mir herausbringen“ war etwas zu optimistisch in die Tasten gehauen. Nein, im Herbst wird das Jugendbuch noch nicht erscheinen, sondern im Frühjahr. Ich schreibe zwar manchmal sehr schnell, aber so schnell dann doch wieder nicht – Abgabe ist Ende November, und auch das ist schon knapp bemessen. Also, es bleibt reichlich zu tun!

Einen erquickenden Juni wünscht Karen-Susan Fessel

Online Workshops: Der nächste Kreativ-Quickie startet am 7. Juni. Informationen und Anmeldung auch für die neuen Onlineworkshops „Mein Buch“ und „Biografisches Schreiben“ und das Einzelcoaching unter www.karen-susan-fessel.de/seminare.

Ausgelesen: Sabine Küster: Der Musen Elixier. Berlin, Musenland 2019 O ja, auf dieses höchst eigenwillige Werk muss man sich wirklich einlassen, aber wenn das gelingt, lohnt sich die Lektüre dieser ungewöhnlichen Mischung aus episodischem Roman und biografisch geprägtem Notizbuch. die Autorin verstezt die neu griechischen Musen ins heutige Berlin und führt sie dann auch noch mit bedeutenden teils verstorbenen Künstlerinnen zusammen, garniert von schrägen Reisen durch Raum und Zeit. Ein zuweilen sehr vergnügliches, aber auch verwirrendes Leseerlebnis der besonderen Art …

Die Monatsbotin Mai 2021 // Notizen aus dem vierten Stock

Hier kommt die achtundachtzigste Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel – mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!

Wem sie gefällt: liebend gern weiterempfehlen! Eine kurze Mail mit dem Hinweis „Monatsbotin gewünscht“ an kontakt@karen-susan-fessel.de – und schon liegt sie Monat für Monat im virtuellen Briefkasten … Wer lieber Ruhe wünscht, desgleichen!

Und wer lieber hören will statt lesen:

Viel Spaß beim Lesen wünscht Karen-Susan Fessel!

Was war?

Der April ist wie im Fluge vergangen, vielleicht, weil ich so viel an meinem geheimen Ghostwriter-Projekt gearbeitet habe, zu dem ich in der nächsten Monatsbotin mehr verraten werde. Dann gibt es auch endlich mal wieder ein Preisrätsel mit höchst spannenden Buchprämien! Bis dahin geht die Arbeit weiter … ach, ja, wie die Zeit vergeht – Ostern liegt schon wieder weit zurück – und nicht nur ein paar köstliche Nougateier lagen für mich im Nest, sondern gleich vier höchst erfreuliche Neuigkeiten:

Die erste: Während ich mit dem Kölner Psychiatrie-Verlag noch bis in den Mai hinein letzte Änderungen und Fragen im Hinblick auf den im Juni erscheinenden Reportageband „Paare mit Paketen“ bespreche, legt der Illustrator Heribert Schulmeyer, der bereits meine beiden Bilderbücher „Mamas Püschoseund „Ein Stern namens Mama – das Bilderbuch“ illustriert hat, letzte Hand an das Titelbild für die Kinderbuchausgabe von „Ein Stern namens Mama“, das im September im Psychiatrie-Verlag neu erscheinen wird.

1999 erstmals im Verlag Friedrich Oetinger erschienen und seither in zwei weiteren Ausgaben dort neu aufgelegt und dauerhaft lieferbar, ist dieses Buch, mein weltweit erfolgreichstes, nun zum Jahresende dort ausgelaufen. Ich freue mich sehr, dass „Ein Stern namens Mama“ nun weiterhin erhältlich sein wird und bin gespannt auf das neue Titelbild, zu dem ich schon einen sehr vielversprechenden Entwurf gesehen habe.

Die zweite erfreuliche Neuigkeit: „Frieda Fricke – unmöglich!“, ebenfalls zum Jahresende beim Kosmos Verlag ausgelaufen, ist bereits jetzt wieder erhältlich. Frieda Fricke - einfach unmöglich!, ab 9Die überarbeitete Neuausgabe ist soeben bei BoD erschienen, sowohl als Printausgabe als auch als E-Book, mit einer kleinen Änderung: Der erste Band der Abenteuer um die fröhliche Frieda und ihre Freunde, die gemeinsam ein Kuh-Altersheim gründen, heißt nun „Frieda Fricke – einfach unmöglich!„, der zweite Band erscheint auch demnächst, dann unter dem Titel „Frieda Fricke – einfach unglaublich!“.  

 

Und was kommt?

Die dritte erfreuliche Neuigkeit: Der Querverlag wird im Herbst diesen Jahres ein neues Buch von mir herausbringen – nämlich ebenjenes Jugendbuch, für das ich seit einiger Zeit an einer Textprobe arbeite. Worum es geht, kann ich noch nicht im Detail verraten, nur, dass es um ein wirklich ganz aktuelles, brandheißes Thema geht. Und nein, nicht um die Pandemie … Und die vierte erfreuliche Neuigkeit: Der bereits dreimal verlängerte Online-Workshop „Raus damit!“ für die Aidshilfe NRW e.V., der den Teilnehmer*innen und mir ausnehmend viel Freude bereitet hat, geht nun, da der Lockdown noch lange nicht überwunden ist, in die nunmehr fünfte Runde, und zwar ab dem 4. Mai. Interessierte HIV-Positive aus NRW können sich noch dazu anmelden, auch schreibfreudige HIV-Positive aus anderen Bundesländern könnten nachfragen, ob noch ein Platz auf der Warteliste frei ist … Anmeldung unter kontakt@karen-susan-fessel.de

Coronabedingt fallen die für Mai und Juni geplanten Veranstaltungen natürlich wieder reihenweise aus, allen voran die Hildesheimer Kinder- und Jugendbuchwoche, für die ich schon im letzten Jahr gebucht war und die schon da abgesagt werden musste. Eine Lesung in der Berliner Bibliothek am Falkenhagener Feld immerhin wurde in den August verschoben, und zu meiner Freude ist gelungen, meinen zweitägigen Schreibworkshop für „Charlotte e.V. – Netzwerk lesbischer Ärztinnen“ am 8. Mai in einen Onlineworkshop umzuwandeln.

Eins ist sicher: Langweilig wird es mir in diesem Monat bestimmt nicht!

Einen milden Mai wünscht Karen-Susan Fessel

Online Workshops: Der nächste Kreativ-Quickie startet am 3. Mai. Informationen und Anmeldung auch für die neuen Onlineworkshops „Mein Buch“ und „Biografisches Schreiben“ und das Einzelcoaching unter www.karen-susan-fessel.de/seminare.

Ausgelesen: Katja Oskamp: Marzahn, mon amour – Geschichten einer Fußpflegerin. Berlin, Hanser 2019 Meiner Mutter hat es so gar nicht gefallen, aber ich habe die zu einem Kurzroman ausgefeilte Anekdotensammlung rund um die Erlebniswelt einer Berliner Fußpflegerin gern gelesen. Oskamps Betrachtungen zeigen vorrangig eines: Es ist immer gut, seinen älteren Mitmenschen mit Freundlichkeit zu begegnen. Das hat jetzt eigentlich keinen Neuigkeitswert, aber daran kann nicht oft genug erinnert werden … //  Lutz van Dijk: Kampala – Hamburg. Berlin, Querverlag 2021 / Dass der in Berlin geborene und in Südafrika lebende Autor Lutz van Dijk absolut lesenswerte Romane und Sachbücher, auch für junge Leute, schreibt, weiß ich schon lange, umso mehr freut es mich, dass er für sein neuestes Werk endlich mit der lange verdienten Nominierung zum Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde: „Kampala – Hamburg“ ist ein von der ersten Seite an mitreißend geschriebener Roman über zwei sich über eine Datingplattform annähernde Jugendliche, die denselben Vornamen tragen: David aus Hamburg ist aus seinem intoleranten Elternhaus geflohen und versucht sich am Abitur, David aus Kampala lebt mit seiner Mutter in einem ugandischen Township. Beide haben wegen ihrer Homosexualität Diskriminierung erfahren und zu ertragen, aber nur für einen wird das lebensbedrohlich: Wird David die Flucht aus Uganda gelingen? Ein wirklich guter, wichtiger Roman für alle ab 14. Und nicht nur, aber auch weil noch heute in elf Ländern der Welt homosexuellen Menschen die Todesstrafe droht …