{"id":1334,"date":"2017-12-02T22:57:57","date_gmt":"2017-12-02T20:57:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/?p=1334"},"modified":"2017-12-02T22:57:57","modified_gmt":"2017-12-02T20:57:57","slug":"die-monatsbotin-dezember-2017-notizen-aus-dem-vierten-stock","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/die-monatsbotin-dezember-2017-notizen-aus-dem-vierten-stock\/","title":{"rendered":"Die Monatsbotin Dezember 2017 \/\/ Notizen aus dem vierten Stock"},"content":{"rendered":"<p><strong>Hier kommt die f\u00fcnfzigste Ausgabe der\u00a0Monatsbotin\u00a0von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!<\/strong><\/p>\n<p>Wem sie gef\u00e4llt: liebend gern weiterempfehlen! Eine kurze Mail mit dem Hinweis \u201eMonatsbotin gew\u00fcnscht\u201c an\u00a0<a href=\"mailto:kontakt@karen-susan-fessel.de\">kontakt@karen-susan-fessel.de<\/a>\u00a0\u2013 und schon liegt sie Monat f\u00fcr Monat im virtuellen Briefkasten &#8230;<\/p>\n<p><strong>Viel Spa\u00df beim Lesen w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Was war?<\/strong><\/p>\n<p>Ein sehr arbeitsreicher Monat, den ich damit begann, mein im Fr\u00fchjahr erscheinendes Buch &#8222;Mutter zieht aus&#8220; noch einmal letztmalig zu \u00fcberarbeiten. Zu meiner gro\u00dfen Freude erscheint der Roman &#8211; die Lebensgeschichte meiner Mutter und damit meine eigene Familiengeschichte &#8211; im M\u00e4rz kommenden Jahres beim konkursbuch Verlag Claudia Gehrke als gebundene Ausgabe mit zahlreichen Fotografien, und so hie\u00df es f\u00fcr mich, noch einmal sehr genau hinzusehen und letzte Feinheiten einzuarbeiten. Nun geht es bald in Druck, und ich bin sehr gespannt auf den Moment, in dem ich das erste Vorausexemplar in den H\u00e4nden halten werde &#8230;<\/p>\n<p>Der November war wie immer auch diesmal prall gef\u00fcllt mit Lesefesten und -wochen. Dazwischen liegt auch noch der bundesweite Vorlesetag, zu dem ich noch kurzfristig zahlreiche Einladungen erhalten habe, die ich allesamt ablehnen musste. Denn f\u00fcr diesen Tag war ich schon l\u00e4ngst gebucht, und zwar im sch\u00f6nen Schleswig-Holstein, meinem Geburtsbundesland. Dort, wo auch mein Kinderbuch &#8222;Frieda Fricke, unm\u00f6glich!&#8220; spielt, las ich in der Woche vom 13. bis zum 17. in Bibliotheken und Schulen in Husum, Norderstedt, Neum\u00fcnster und Bordesholm aus meinen Werken vor, vorrangig vor F\u00fcnft- und Sechstkl\u00e4ssler*innen und damit dann aus &#8222;Und wenn schon!&#8220;, &#8222;Ein Stern namens Mama&#8220; und anderen, altersgerechten Werken. In Bordesholm zudem hatte ich das Vergn\u00fcgen, an der dortigen Hans-Br\u00fcggemann-Gemeinschaftsschule vor der gesamten Oberstufe zwei Werkschauen darbieten zu d\u00fcrfen, in denen ich, eingewoben in meinen beruflichen und k\u00fcnstlerischen Werdegang, verschiedene B\u00fccher in Ausz\u00fcgen pr\u00e4sentierte, um danach mit den Jugendlichen, die ja schon bald junge Erwachsene sind, dar\u00fcber zu diskutieren.<\/p>\n<p>Nach einem kurzen Zwischenstopp in Berlin ging es dann weiter nach Z\u00fcrich,\u00a0um in einem Lesungs- und Workshopmarathon in der Woche vom 20. bis zum 24. an diversen Schulen zahlreiche Schweizer Sch\u00fcler*innen zu erfreuen &#8211; und nach M\u00f6glichkeit auch zum Schreiben von eigenen Texten anzuregen. Das klappte teils recht gut, teils sehr gut, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass die Sch\u00fcler*innen nicht unbedingt freiwillig teilnahmen. Schreiben ist ja nun wirklich nicht das Lieblingsvergn\u00fcgen aller heutigen 14- bis 16-J\u00e4hrigen, daf\u00fcr aber kamen einige sehr interessante Texte zu Stande.<\/p>\n<p>Aufgelockert wurde das straffe Arbeitspensum (drei mehrst\u00fcndige Workshops und sieben Lesungen in f\u00fcnf Tagen) durch eine \u00e4u\u00dferst vergn\u00fcgliche Kolleg*innenrunde, die im selben Hotel untergebracht war, diesmal unter erschwerten Bedingungen: Zwecks Umbauten ratterte von 9 bis 16 Uhr nahezu unentwegt der Presslufthammer, dem nur durch gemeinsame Flucht in umliegende Lokalit\u00e4ten zu entkommen war &#8230;<\/p>\n<p>Zur\u00fcck in Berlin las ich am 27. November im Europ\u00e4ischen Gymnasium Bertha von Suttner in Reinickendorf f\u00fcr den 5. und 6. Jahrgang samt Elternschaft aus &#8222;Hip-Hop, Hund und Herzgeh\u00fcpfe&#8220;, eine h\u00f6chst gelungene Veranstaltung, bei der ich unz\u00e4hligen Fragen Rede und Antwort zu stehen hatte. Wenn diese aufgeweckte Sch\u00fclerschaft die n\u00e4chste Europ\u00e4ische Generation verk\u00f6rpert, dann ist Gutes zu erwarten!<\/p>\n<p>Gut hundert Viert- bis Sechstkl\u00e4ssler*innen lauschten am n\u00e4chsten Tag in der Mittelpunktbibliothek Berlin-Sch\u00f6neberg den Erlebnissen von &#8222;Frieda Fricke&#8220; und Mika und Milla aus &#8222;Hip-Hop, Hund und Herzgeh\u00fcpfe&#8220;, gefolgt von zwei sechsten Klassen der Kreuzberger Lenau-Schule am 29. Unmittelbar danach ging es dann weiter nach Kassel, um einen Tag sp\u00e4ter die die 6. Klassen der Georg-August-Zinn-Europaschule und am 1. Dezember wiederum die der Offenen Schule Waldau mit meinen B\u00fcchern zu erfreuen, diesmal wieder einmal in sehr gern gesehener vierbeiniger Begleitung.<\/p>\n<p>Zeit zum Schreiben blieb bei diesem derart vollen Programm nicht, wohl aber zum Nachdenken und Notizen sortieren. Mit dem neuen Roman werde ich so richtig also erst im Januar beginnen, denn vorher wartet ja noch mein Lieblingsmonat Dezember &#8230;<\/p>\n<p><strong>Und was kommt?<\/strong><\/p>\n<p>&#8230; in dem ich nicht nur Geburtstag habe, sondern nach meiner letzten Lesung des Jahres am 7. in der Stadtb\u00fccherei Berlin-Pankow eine Arbeitspause einlegen werde, von den weiter laufenden Online-Schreibworkshops mal abgesehen. Ob mir das gelingt, bezweifele ich zwar schon jetzt, aber zumindest werde ich es versuchen. Und als kleinen Vorgeschmack darauf f\u00e4llt auch diese Jublil\u00e4umsausgabe der Monatsbotin deutlich k\u00fcrzer aus als sonst. Ich hoffe, meine Leserschaft bleibt mir dennoch gewogen!<\/p>\n<p>Einen geruhsamen Dezember w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel!<\/p>\n<p><strong>Onlineworkshops<\/strong>: Die n\u00e4chsten Onlineworkshops &#8222;Kreativ-Quickie&#8220; und &#8222;Biografisches Schreiben&#8220; starten am 8. Januar &#8211; Informationen und Anmeldung auch f\u00fcr die weiteren \u00a0Workshops sowie Einzelcoaching unter\u00a0<a href=\"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/seminare\">www.karen-susan-fessel.de\/seminare<\/a><\/p>\n<p><strong>Ausgelesen<\/strong>:\u00a0<em>\u00a0Jan Erik Fjell<\/em><em>: K\u00e4lteeinbruch\u00a0<\/em>\/ Fast h\u00e4tte ich ihn nicht gelesen, diesen klug komponierten, recht brutal inszenierten Krimi um eine Kurierfahrt mit Folgen. Der litauische Fahrer entdeckt erst in Norwegen, dass er lebende Fracht transportiert: zwei Jungen, die als &#8222;Spielzeug&#8220; dienen sollen. Das kann Bernandas nicht mit seinem Gewissen vereinbaren, und schon ger\u00e4t alles aus den Fugen &#8230; Die hymnenartige steckbriefartige Anpreisung des Ermittlers Anton Brekke hat bei mir das Gegenteil bewirkt, aber zum Gl\u00fcck schafft Fjell es bereits auf den ersten Seiten, soviel Spannung aufzubauen, dass ich weitergelesen habe &#8211; und mich auf den n\u00e4chsten Band freue. \/\/ <em>Robert Becker: Das Kind, mein nat\u00fcrlicher Feind &#8211; 20 Jahre Kooperative Erziehungsarbeit e.V.<\/em>\u00a0\/ An diesem sorgf\u00e4ltig aufbereiteten R\u00fcckblick auf die Entstehungsgeschichte und die ersten zwanzig wechselvollen Jahre eines Frankfurter Kinderheims finde ich nur eins nicht gelungen: den abschreckenden Titel. Becker, Gr\u00fcnder und langj\u00e4hriger Leiter der Einrichtung, beweist in seinem einf\u00fchlsamen Portrait viel Sachverstand, unkonventionelle Denkweise und Herz und l\u00e4sst auch einige der ehemaligen Z\u00f6glinge zu Wort kommen. Der Band bietet einen tiefen Einblick in eine bundesrepublikanische Realit\u00e4t, die meist verschlossen bleibt. \/\/\u00a0<i>Austin Wright: Tony &amp; Susan\u00a0<\/i>\/ Ein seltsames Buch, halb Krimi, halb Beziehungsroman: Zwanzig Jahre nach ihrer Scheidung bekommt Susan Post von Edward, ihrem Exmann: das Manuskript des Romans, den er schon immer schreiben wollte. Der aber hat es in sich; die rabiate Entf\u00fchrungsgeschichte zieht Susan in ihren Bann und verst\u00f6rt sie zutiefst &#8230; Durchaus spannend, aber merkw\u00fcrdig unentschlossen gestaltet Wright in seinem bereits 1993 erschienenen, von der Presse hochgelobten Werk einen Abgesang auf eine zerbrochene Beziehung. Interessant darin vor allem die psychologische Feinzeichnung der Figuren. \/\/ <em>Alina Bronsky: Baba Dunjas letzte Liebe <\/em>\/ Das schmale, wunderbar durchdachte Portr\u00e4t einer alten Frau, die wieder zur\u00fcck in ihr angestammtes Heimatdorf nahe Tschernobyl zieht und sich mitnichten um Verbote, Konventionen und Absperrungen schert, hat mich begeistert. Bronsky, noch jung an Jahren, erweist sich f\u00fcr mich schon jetzt als wirklich gro\u00dfe Autorin. Und nun freue ich mich auf ihren ersten Roman, <em>Scherbenpark<\/em>, und alle, die da hoffentlich noch folgen m\u00f6gen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier kommt die f\u00fcnfzigste Ausgabe der\u00a0Monatsbotin\u00a0von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg! Wem sie gef\u00e4llt: liebend gern weiterempfehlen! 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