{"id":404,"date":"2013-10-08T15:44:29","date_gmt":"2013-10-08T13:44:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/?p=404"},"modified":"2017-01-16T15:00:00","modified_gmt":"2017-01-16T13:00:00","slug":"die-monatsbotin-notizen-aus-dem-vierten-stock-oktober-2013","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/die-monatsbotin-notizen-aus-dem-vierten-stock-oktober-2013\/","title":{"rendered":"Die Monatsbotin: Notizen aus dem vierten Stock \/\/ Oktober 2013"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000000;\"><b>Wie angek\u00fcndigt &#8211; hier ist sie, Karen-Susan Fessels brandneue Monatsbotin mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg.<\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><b>Wem das zusagt, schickt eine kurze Mail an kontakt@karen-susan-fessel.de und schon landet die Monatsbotin ab der n\u00e4chsten Ausgabe im virtuellen Briefkasten &#8230; Viel Spa\u00df beim Lesen w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel!<\/b><\/span><\/p>\n<p><strong>Was war?<\/strong><\/p>\n<p>Der September begann mit einem Abschied: Mein tempor\u00e4res Schreibstudio in meinem ehemaligen Elternhaus im emsl\u00e4ndischen Meppen gibt es nicht mehr! Alle, die mich schon l\u00e4nger kennen, wissen, dass ich mich in den nunmehr einundzwanzig Jahren meiner schriftstellerischen T\u00e4tigkeit immer wieder auch phasenweise in das Haus meiner Eltern zur\u00fcckgezogen habe, um dort intensiv und konzentriert an meinen B\u00fcchern zu arbeiten.<\/p>\n<p>Mit dem letztlich schon l\u00e4nger f\u00e4lligen Umzug meiner Mutter in eine flotte, behindertengerechte Zweizimmerwohnung in einer Seniorenwohnanlage ist das heimatliche Schreibst\u00fcbchen nun dahin \u2013 schade, aber notwendig. Geliebt habe ich den Ausblick auf die gegen\u00fcberliegende Wiese mit den Obstb\u00e4umen, auf der sich abends zahlreiche Rehe und Damhirsche einfanden, und viele Szenen und Passagen meiner B\u00fccher sind dort entstanden.<\/p>\n<p>Doch in jedem Abschied liegt ja bekanntlich auch ein Neuanfang, und so mache ich mich beschwingt daran, nun f\u00fcrs erste ausschlie\u00dflich in meinem Arbeitszimmer im vierten Stock mit Ausblick auf den Kreuzberg zu schreiben \u2013 und zu berichten!<\/p>\n<p>Eine sch\u00f6ne Neuigkeit gab es gleich zu Anfang des Monats: \u201eEin Stern namens Mama\u201c soll verfilmt werden! Nun berichte ich das zwar zum wiederholten Male, denn bislang wurde der Stoff meines ersten, urspr\u00fcnglich 1999 im Verlag Friedrich Oetinger erschienenen Kinderbuches schon vier Mal optioniert, aber diesmal stehen die Zeichen g\u00fcnstig. Mit im Boot ist n\u00e4mlich der Berliner Filmregisseur Kai S. Pieck, der bereits ein fertiges Drehbuch vorgelegt hat. Ich hoffe sehr, dass es klappt!<\/p>\n<p>Und f\u00fcr Abwechslung durch Lesereisen ist \u00fcbrigens weiter gesorgt \u2013 im September zun\u00e4chst mit einer Reise ins bayerische Saulgrub, wo ich auf Einladung des Deutschen Blindenvereins eine sehr lange, ausf\u00fchrliche Lesung vor gut 50 vom Usher-Syndrom Betroffenen hielt, die sich in diesem idyllischen Ort mit Blick auf die Voralpen zu einem Begegnungsseminar versammelt hatten. Saulgrub liegt nur knapp f\u00fcnfzehn Kilometer von Murnau entfernt \u2013 f\u00fcr mich schon allein deshalb eine besondere Fahrt, weil hier zeitweilig der Stummfilmregisseur F.W. Murnau lebte, \u00fcber dessen Werke ich 1991 meine Magisterarbeit schrieb. Murnau gefiel es hier so gut, dass er den Ortsnamen zu seinem Nachnamen machte \u2013 und ihn mit in die S\u00fcdsee nahm, wo er seine letzten Lebensjahre verbrachte. Es war mein erster Aufenthalt in Murnau, und allein der Anblick in einer Talsenke gelegenen Staffelsees l\u00e4sst mich F.W. Murnau bestens verstehen \u2026 ich bin sicher, dass ich auch noch einmal hierherkommen werde, diesmal aber l\u00e4nger.<\/p>\n<p>Menschen mit Usher-Syndrom leiden von Geburt an unter H\u00f6rproblemen bis hin zu v\u00f6lliger Geh\u00f6rlosigkeit; sp\u00e4ter kommt dann noch eine Degeneration der Netzhaut hinzu, die unweigerlich zu v\u00f6lliger Erblindung f\u00fchrt und nicht behandelbar ist. Die Veranstaltung fand im Aura-Hotel statt, das sich auf die Beherbergung von Blinden spezialisiert hat; auch f\u00fcr Sehende ein sehr zu empfehlendes Mittelklassehotel! Mich haben die Begegnungen dort nachhaltig besch\u00e4ftigt \u2013 und den mehrfach vom Publikum ge\u00e4u\u00dferten Wunsch, ich m\u00f6ge in einem Buch doch auch einmal H\u00f6r- und Sehbehinderungen als zentrales Thema behandeln, bewege ich seitdem immer wieder in meinen \u00dcberlegungen. Vermutlich wird es ein Jugendbuch, sogar einen Arbeitstitel habe ich schon \u2026 aber ein Weilchen wird es noch dauern, bis ich mich an die Umsetzung machen kann. Zun\u00e4chst einmal schreibe ich mein neues Erwachsenenbuch zu Ende, das im Fr\u00fchjahr im Berliner Querverlag erscheinen wird: \u201eBronko, meine Mutter und ich\u201c lautet der Arbeitstitel, und vielleicht ist es nicht ganz erstaunlich, dass darin ein Hund und die Mutter der Icherz\u00e4hlerin die Hauptrolle spielen \u2026 und erstmalig als Kulisse mit dabei: die sch\u00f6ne Schweiz!<\/p>\n<p>Zwei Schullesungen in Berlin standen im September auch auf dem Plan: zum einen in der wundersch\u00f6n gelegenenen Grundschule am Vierrutenberg in L\u00fcbars, wo die beiden sechsten Klassen mit viel Begeisterung Ausz\u00fcgen aus \u201eEin Stern namens Mama\u201c, \u201eUnd wenn schon!\u201c und \u201eAchtung, M\u00e4dchen gesucht!\u201c lauschten; zum anderen in der Amerika-Gedenkbibliothek \u2013 nur ein paar hundert Meter von meinem Zuhause entfernt.<\/p>\n<p>Und ein Schreibseminar stand ebenfalls auf dem Programm, das bereits Anfang Oktober \u2013 erstmalig eins in Berlin: Biografisches Schreiben f\u00fcr Frauen. Die Teilnehmerinnen arbeiteten sich im Laufe der vier Tage tief in ihre Texte und Biografien ein, und ich mich mit ihnen. Der \u201eTestlauf\u201c im Kreuzberger Schreibatelier Rathjen mit Platz f\u00fcr max. sechs TN ist wunderbar gegl\u00fcckt, und so sind f\u00fcr das kommenden Jahr gleich vier Workshops geplant: Biografisches Schreiben f\u00fcr Frauen, Erotische Geschichten, Kurze Geschichten und Mein Buch \u2013 ein Workshop f\u00fcr Frauen, die ein eigenes Buch planen oder bereits in Arbeit haben. Termine folgen in K\u00fcrze!<\/p>\n<p><strong>Und was kommt?<\/strong><\/p>\n<p>Der Rest des Oktobers wird arbeits- und abwechslungsreich: Zun\u00e4chst geht es nach Bern zur Queeren Lesewoche, danach folgt eine Gemeinschaftslesung im Berliner Eisenherzbuchladen mit einer Lesung aus dem neuen \u201eLesbischen Auge\u201c, anschlie\u00dfend geht es nach Stuttgart in die Wei\u00dfenburg. Und dann stehen gleich noch sechs Lesungen f\u00fcr Kinder und Jugendliche in Berlin auf dem Plan, in Lichtenrade, Steglitz, Kreuzberg, gefolgt vom Schreibkurs \u201eKurzer Text und Langer Atem \u2013 Kurzgeschichten schreiben\u201c. Und dazwischen wird nat\u00fcrlich noch flei\u00dfig selbst geschrieben &#8211; an &#8222;Bronko&#8220;, versteht sich. Denn der muss ja noch in diesem Jahr ins K\u00f6rbchen ;-)), damit er im Fr\u00fchjahr 2014 die Leserschaft erfreuen kann &#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00d6ffentliche Termine im Oktober:<\/p>\n<p>9. Oktober, 19.30h: Bern, Frauenraum: Lesung aus \u201eLeise T\u00f6ne\u201c und \u201ewas du willst\u201c \/\/ 18. Okober, 20.30h: Berlin, Eisenherz Buchladen: Gemeinschaftslesung aus dem aktuellen \u201eLesbischen Auge\u201c \/\/ 19. Oktober, 19.30h; Stuttgart, Wei\u00dfenburg: Lesung aus \u201ewas du willst\u201c und \u201eLiebe macht Anders\u201c \/\/ Schreibworkshop: \u201eKurzer Text und langer Atem\u201c &#8211; Kurzgeschichten schreiben; Anmeldung und Information unter <a href=\"http:\/\/www.lektorat-fessel.de\/\">www.lektorat-fessel.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie angek\u00fcndigt &#8211; hier ist sie, Karen-Susan Fessels brandneue Monatsbotin mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg. Wem das zusagt, schickt eine kurze Mail an kontakt@karen-susan-fessel.de und schon landet die Monatsbotin ab der n\u00e4chsten Ausgabe im virtuellen Briefkasten &#8230; Viel Spa\u00df beim Lesen w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel! Was war? 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