{"id":506,"date":"2013-12-06T14:01:06","date_gmt":"2013-12-06T12:01:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/?p=506"},"modified":"2017-01-16T15:00:00","modified_gmt":"2017-01-16T13:00:00","slug":"monatsbotin-dezember-2014","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/monatsbotin-dezember-2014\/","title":{"rendered":"Die Monatsbotin: Notizen aus dem vierten Stock \/\/ Dezember 2014"},"content":{"rendered":"<p><b>Hier kommt sie, die dritte Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel &#8211; mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg.<\/b><\/p>\n<p>Wer sie ab jetzt nicht mehr verpassen will, der schickt eine kurze Mail an\u00a0<a href=\"mailto:kontakt@karen-susan-fessel.de\">kontakt@karen-susan-fessel.de<\/a>\u00a0und schon landet die Monatsbotin ab der n\u00e4chsten Ausgabe im virtuellen Briefkasten \u2026<\/p>\n<p><b>Viel Spa\u00df beim Lesen w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel!<\/b><\/p>\n<p><b>Was war?<\/b><\/p>\n<p><b><\/b>Zun\u00e4chst einmal: Das Preisr\u00e4tsel aus der letzten Monatsbotin ist gel\u00f6st! Es brauchte mehrere Anl\u00e4ufe, aber am Ende riet sie richtig: Eva Avellano aus der N\u00e4he von Innsbruck. Sie war die einzige R\u00e4tselfreundin, die ahnte, dass die erste \u00dcbersetzung von \u201eBilder von ihr\u201c im kommenden Jahr Wirklichkeit werden k\u00f6nnte \u2013 und zwar ins Slowenische! Belohnt wird sie mit einem druckfrischen Exemplar gleich nach Erscheinen. Herzlichen Gl\u00fcckwunsch!<\/p>\n<p>R\u00e4tseln musste auch ich selbst gleich am ersten November in Norderstedt bei Hamburg: Wer hei\u00dft wie? Die Namen von gleich 20 schreibfreudigen Neuntkl\u00e4sslern des Lise-Meitner-Gymnasiums galt es sich zu merken; das klappte gut, und ebenfalls gut klappte das Texteschreiben \u2026 Da kam Erstaunliches, Witziges und Nachdenkliches zustande, und auch die gutgelaunte Deutschlehrerin durfte mitmachen und war dann mit Feuereifer dabei. Ein gelungener Auftakt f\u00fcr die diesj\u00e4hrigen Kinder- und Jugendbuchwochen in Schleswig-Holstein, bei denen ich seit mehreren Jahren zu Gast bin, allerdings zum ersten Mal als Leiterin eines Schreibworkshops, eine besondere Freude f\u00fcr mich.<\/p>\n<p>Zwei weitere Lesungen im Rahmen der Kinder- und Jugendbuchwochen f\u00fchrten mich dann zun\u00e4chst in die Deutsche B\u00fccherei ins d\u00e4nische Sonderburg, wo die f\u00fcnften bis achten Klassen der Deutschen Schule interessiert den Ausz\u00fcgen aus \u201eUnd wenn schon!\u201c oder \u201eLiebe macht Anders\u201c lauschten und in lupenreinem Deutsch auch die eine oder andere Frage stellten. Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der Privatschule kommen zum Gro\u00dfteil aus deutschst\u00e4mmigen oder deutschen Familien und werden von Anfang an zweisprachig unterrichtet, aber auch Sch\u00fcler ohne deutsche Wurzeln, daf\u00fcr aber mit Migrationshintergrund sind mit von der Partie. Diese sprechen dann in der Regel drei Sprachen, und das teils akzentfrei!<\/p>\n<p>Zu zwei weiteren Lesungen ging es dann wieder nach Norderstedt, diesmal aber in die Stadtb\u00fccherei Mitte. Drei sechste Klassen der Gesamtschule Harksheide und dann die 9. und 10. Klasse der Horst-Embacher-Hauptschule waren zu Gast in der altbew\u00e4hrten Lesearena. Letztere \u2013 eher leseschwache Sch\u00fclerInnen ab 14 Jahren \u2013 gelten gemeinhin als \u201eschwieriges\u201c Lesepublikum, oft schwer zu begeistern und ablehnend, was so manchen Kollegen dazu veranlasst hat, vor diesen Klassenstufen grunds\u00e4tzlich nicht zu lesen, auch wenn man B\u00fccher f\u00fcr diese Altersgruppe im Programm hat. Meine Erfahrungen mit diesem Publikum sind bis auf wenige Ausnahmen durchweg sehr gut, entpuppen sich die Sch\u00fclerInnen doch oftmals als h\u00f6chst diskussionsbereit und interessiert, wenn sie entdecken, dass die Themen meiner B\u00fccher tats\u00e4chlich mit ihnen und ihrer Lebenswelt zu tun haben.<\/p>\n<p>Ob die Jugendlichen dann hinterher tats\u00e4chlich zu lesen beginnen, wei\u00df ich nicht; die meisten vermutlich nicht, aber eben einige wenige schon. Ich glaube ohnehin nicht daran, dass man alle erreichen kann; aber wenn die Jugendlichen insgesamt aus so einem Vormittag mit dem Gef\u00fchl hinausgehen, ernst genommen und vielleicht auch ein wenig verstanden worden zu sein, dann bin ich schon ziemlich zufrieden. Und wenn der eine oder die andere dann doch noch nachlesen m\u00f6chte, ob denn nun Leontine aus \u201eSteingesicht\u201c tats\u00e4chlich mit Malin zusammenkommt \u2026 umso besser!<\/p>\n<p>Eine der Sch\u00fclerinnen erz\u00e4hlte \u00fcbrigens hinterher, dass sie bereits das dritte Mal bei einer Lesung von mir war; das tat mir ja fast Leid, sie aber war begeistert und berichtete, dass sie in der 8. Klasse \u201eSteingesicht\u201c (mein Jugendbuch \u00fcber ein lesbisches Coming-Out) als Klassenlekt\u00fcre gelesen hatte: \u201eEinige aus meiner Klasse waren ein bisschen schockiert, aber die allermeisten fanden es toll, dass so ein Thema mal richtig angesprochen und dann auch noch im Unterricht behandelt wurde.\u201c Klar, dass mich das \u00fcberaus freut! In solchen Momenten habe ich das Gef\u00fchl, dass das, was ich mache, genau richtig ist und Sinn hat. Oft genug hadere ich n\u00e4mlich genau damit: mit der Frage nach dem Sinn des B\u00fccherschreibens \u2026 Aber das geh\u00f6rt auch nach fast zwanzig Jahren Autorinnendaseins wohl dazu.<\/p>\n<p>Diese Lesung war dann auch die letzte Lesung des Jahres aus den Kinder- und Jugendb\u00fcchern und damit der kr\u00f6nende Abschluss; die restlichen vier Lesungen des Jahres waren dann den Erwachsenen gewidmet. Am 17. November stellte ich in Hamburg im Caf\u00e9 endlich und am 22. November im Wuppertaler Frauenzentrum urania \u201ewas du willst\u201c und \u201eLiebe macht Anders\u201c vor, dazwischen am 20. November im Duisburger Kleinkunsttheater \u201eDie S\u00e4ule\u201c auf Einladung von LiDu Duisburg \u201eLeise T\u00f6ne\u201c und \u201ewas du willst\u201c. Das erste und letzte Mal am gleichen Ort in Duisburg hatte ich \u00fcbrigens 2010 am Vorabend der ungl\u00fcckseligen Love Parade noch Ausz\u00fcge aus dem seinerzeit noch nicht erschienenen \u201eLeise T\u00f6ne\u201c gelesen; eine wunderbare Veranstaltung, im Nachhinein nat\u00fcrlich eine zwiesp\u00e4ltige Erinnerung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die allerletzte Lesung des Jahres f\u00fchrte mich dann, wieder einmal in perfekter Begleitung, nach Wien in den Schwulen Buchladen L\u00f6wenherz, um die beiden aktuellen Neuerscheinungen \u201ewas du willst\u201c und \u201eLiebe macht Anders\u201c zu pr\u00e4sentieren. Letzteres, der Jugendthriller um das Thema Intersexualit\u00e4t, hat gerade aufgrund der aktuellen Gesetzes\u00e4nderung in Deutschland neue Aktualit\u00e4t gewonnen: Nun k\u00f6nnen zun\u00e4chst Eltern offenlassen, welches Geschlecht ihr Kind hat, wenn dieses bei der Geburt nicht feststeht. Das betrifft ca. eines von 2000 Neugeborenen, eine f\u00fcr mein Gef\u00fchl erstaunlich hohe Rate in Anbetracht des gro\u00dfen Tabus, mit dem dieses Thema immer noch behaftet ist. In meinem ganzen Leben habe ich noch nie pers\u00f6nlich von betroffenen Eltern geh\u00f6rt, und kennen gelernt habe ich bislang auch nur zwei Intersexuelle, obwohl es deutlich mehr sein m\u00fcssen. Und nahezu alle, die ich kenne, kennen wiederum niemanden, der betroffen ist \u2026 Es herrscht also noch gro\u00dfer Aufkl\u00e4rungsbedarf. Vielleicht kann \u201eLiebe macht Anders\u201c ein wenig dazu beitragen.<\/p>\n<p>Eine bedauerliche Nachricht erreichte mich dazwischen, die mich immer noch besch\u00e4ftigt: Nach 32 Jahren wird am Jahresende die altehrw\u00fcrdige Frankfurter Frauenschule schlie\u00dfen. Barbara K\u00f6ster, streitbares Urgestein der Frauenbewegung und redegewandte Alt-Achtundsechzigerin, hat trotz aller Bem\u00fchungen keine passende Nachfolgerin finden k\u00f6nnen, um den einstmals und immer noch wichtigen Ort gemeinsamen Denkens und Lernens von Frauen weiterzuf\u00fchren. Ich pers\u00f6nlich war im Laufe der Jahre oft mit Lesungen und Workshops in der Frauenschule zu Gast und w\u00fcnsche Barbara mit Dankbarkeit f\u00fcr ihre wichtige Arbeit alles Gute f\u00fcr den wohlverdienten Ruhestand \u2013 und viele G\u00e4ste auf der \u00f6ffentlichen Abschiedsparty am 14. Dezember 2013, ab 18 Uhr in den R\u00e4umen der Frauenschule, Hohenstaufenstr. 8!<\/p>\n<p><b>Und was kommt?<\/b><\/p>\n<p>Ich selber werde leider nicht teilnehmen k\u00f6nnen, da ich an diesem Abend selber feiere \u2026 und zwar in meinen 49. Geburtstag hinein \u2026 in ungleich kleinerem, daf\u00fcr aber sehr privatem Rahmen.<\/p>\n<p>Und gut zwei Wochen sp\u00e4ter hei\u00dft es dann: Willkommen 2014 \u2013 und \u201eBronko, meine Frau Mutter und ich\u201c, der neue Roman, der im Fr\u00fchjahr im Querverlag erscheinen wird. Der Titel steht nach langem Ringen nun fest, das Titelfoto noch nicht, aber eins ist sicher: Hundefans mit Humor werden auf ihre Kosten kommen \u2026<\/p>\n<p>Im Monat Dezember gibt es keine \u00f6ffentlichen Termine mehr, nur noch private \u2026 und vor allem eine Dauerverabredung mit meinem Schreibtisch, bis die letzten 40 Seiten von \u201eBronko\u201c geschrieben sind.<\/p>\n<p>Achtung aber: Langsam f\u00fcllen sich die Anmeldelisten f\u00fcr die Workshops im kommenden Jahr. Wer jetzt noch kein passendes Weihnachtsgeschenk f\u00fcr die Liebste(n) oder sich selbst hat, sollte vielleicht noch einmal auf <a href=\"http:\/\/www.lektorat-fessel.de\/\">www.lektorat-fessel.de<\/a> nachsehen, ob nicht ein Workshop in Frage kommt. Bei Interesse bitte eine Mail an <a href=\"mailto:kontakt@karen-susan-fessel.de\">kontakt@karen-susan-fessel.de<\/a>, und der pers\u00f6nliche Gutschein kommt noch rechtzeitig vor den Feiertagen!<\/p>\n<p align=\"center\"><b>Allen Leserinnen und Lesern eine sch\u00f6ne Adventszeit, ruhige Feiertage und ein prima 2014!<\/b><\/p>\n<p align=\"center\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier kommt sie, die dritte Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel &#8211; mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg. 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