{"id":771,"date":"2014-10-03T23:04:16","date_gmt":"2014-10-03T21:04:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/?p=771"},"modified":"2017-01-16T14:59:59","modified_gmt":"2017-01-16T12:59:59","slug":"die-monatsbotin-notizen-aus-dem-vierten-stock-oktober-2014","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/die-monatsbotin-notizen-aus-dem-vierten-stock-oktober-2014\/","title":{"rendered":"Die Monatsbotin: Notizen aus dem vierten Stock \/\/ Oktober 2014"},"content":{"rendered":"<p align=\"center\"><b>Hier kommt die dreizehnte Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!<\/b><\/p>\n<p align=\"center\">Wem sie gef\u00e4llt: liebend gern weiterempfehlen! Wer aber versehentlich auf dem Verteiler gelandet ist oder schon viel zu viel zu lesen hat: Eine kurze Mail mit dem Hinweis \u201eKeine weiteren Einsendungen gew\u00fcnscht\u201c an\u00a0<a href=\"mailto:kontakt@karen-susan-fessel.de\" target=\"_blank\">kontakt@karen-susan-fessel.de<\/a>\u00a0\u2013 und schon herrscht gespenstische Ruhe im virtuellen Briefkasten \u2026<\/p>\n<p align=\"center\"><b>Viel Spa\u00df beim Lesen w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel!<\/b><\/p>\n<p><b>Was war?<\/b><\/p>\n<p>Der September begann mit einer langersehnten, wundersch\u00f6nen und dazu noch erholsamen Arbeitsreise in meine ausl\u00e4ndische Lieblingsstadt Visby. Auf Gotland, der &#8222;Insel der Rosen und Ruinen&#8220; in der Ostsee gelegen, ist die alte Hafenstadt mit engen Verbindungen zu meiner Geburtsstadt L\u00fcbeck nicht nur das Ziel zahlreicher Kreuzfahrtschiffe, sondern auch vieler Schriftsteller und \u00dcbersetzer. Denn Visby beherbergt nicht nur zahlreiche Kirchenruinen und mittelalterliche Geb\u00e4ude, sondern seit 1993 auch das &#8222;Baltic Centre for Writers and Translators&#8220; (<a title=\"BWCT\" href=\"http:\/\/www.bcwt.org\/servlet\/GetDoc?meta_id=1361\" target=\"_blank\">BWCT<\/a>), in dem Schriftsteller und \u00dcbersetzer vorrangig aus Ostseeanrainerstaaten bis zu einen Monat lang in Ruhe wohnen und arbeiten d\u00fcrfen, einige als Stipendiaten verschiedener Programme. Von den elf Zimmern mit Dusche und WC bietet die H\u00e4lfte sogar einen unmittelbaren Blick auf die Ostsee, denn das &#8222;F\u00f6rfattarcentrum&#8220; liegt hoch auf den Klippen und direkt vor der einzig erhaltenen Kirche der Stadt, der Domkirche St. Maria. Die anderen Zimmer blicken wiederum auf die vollst\u00e4ndig erhaltene\u00a0Stadtmauer aus hellem Kalkstein mit ihren f\u00fcnfzig T\u00fcrmen und Toren, die eine umwerfende mittelalterliche Stadtanlage mit \u00fcber 200 Steinh\u00e4usern aus der Hansezeit umschlie\u00dft &#8211; Unesco-Weltkulturerbe seit 1995; bereits seit 1805 bereits steht die gesamte Innenstadt unter Denkmalschutz.<\/p>\n<p>Schon zum achten Mal seit 2002 hatte ich das Vergn\u00fcgen, mich im liebevoll &#8222;Huset&#8220; genannten F\u00f6rfattarcentrum aufzuhalten \u00a0&#8211; zwar nur eine Woche, aber die hatte es in sich: als alte Langschl\u00e4ferin stand ich jeden Morgen fr\u00fch auf, um nur keinen kostbaren Moment zu verpassen, einmal sogar um 5.36h (!), schwang mich nach dem Fr\u00fchst\u00fcck aufs Fahrrad und radelte zwischen zwei und f\u00fcnf Stunden \u00fcber die Insel, um danach mehrere Stunden zu schreiben. Erst zum Sonnenuntergang, der sich trefflich von der Klippe vorm Haus beobachten l\u00e4sst, wahlweise auch von der Ringmauer oder der Strandpromenade aus, verlie\u00df ich wieder mein minzgr\u00fcn gestrichenes Zimmer, dessen Nordfenster aufs Meer und die n\u00f6rdliche Altstadt zeigte und dessen Ostfenster auf die Ringmauer. Auch ein Tagesausflug mit meinen Mitstipendiaten aus Spanien, Slowenien und Berlin sowie Lena, der \u00fcberaus freundlichen und humorvollen Leiterin des Hauses, auf die vorgelagerte Insel Far\u00f6 mit ihren weltweit einzigartigen Kalksteinrauten stand auf dem Programm. Das sch\u00f6ne am &#8222;Huset&#8220; ist \u00fcbrigens auch, dass man ganz nach Gusto viel oder wenig Kontakt zu den anderen SchriftstellerInnen und \u00dcbersetzerInnen suchen kann &#8211; aber immer sitzt jemand in der gro\u00dfen K\u00fcche im Gemeinschaftshaus, mit dem sich plaudern oder kochen l\u00e4sst &#8211; nachdem man nat\u00fcrlich erstmal die Sprache herausgefunden hat, in der man am besten kommuniziert. Man kann, aber man muss nicht &#8211; perfekt, finde ich!<\/p>\n<p>H\u00f6chst begl\u00fcckt, inspiriert und erholt stieg ich also acht Tage sp\u00e4ter wieder in das kleine Propellerflugzeug, das mich nach Stockholm brachte, von wo ich zur\u00fcck nach Berlin flog &#8211; im Gep\u00e4ck unz\u00e4hlige Notizen, Tagebuchseiten und knapp vierzig Seiten Rohfassung des gerade in Arbeit befindlichen Romans mit dem Arbeitstitel &#8222;Spinner&#8220;.<\/p>\n<p>Und wer es jetzt noch nicht gemerkt hat: Gotland ist wirklich eine Reise wert! Wie sch\u00f6n, dass ich im n\u00e4chsten Jahr wieder dort verweilen werde, f\u00fcr gleich zwei Wochen, diesmal aber nicht allein im &#8222;Huset&#8220;, sondern in zwei Ferienh\u00e4usern bei Tofta, begleitet gleich von mindestens sechs mir sehr lieben Menschen und einem sehr kleinen Hund &#8230;<\/p>\n<p>So, genug geschw\u00e4rmt. Aber die Schw\u00e4rmerei bietet Anlass f\u00fcr das n\u00e4chste Preisr\u00e4tsel, das ja mal langsam wieder f\u00e4llig ist. Die Preisfrage diesmal lautet:<\/p>\n<p>Zwei meiner B\u00fccher spielen gro\u00dfenteils auf Gotland. Welche sind es?<\/p>\n<p>Wer die Preisfrage als Erste\/r richtig beantwortet, erh\u00e4lt ein signiertes Exemplar eines dieser beiden B\u00fccher und darf selbst ausw\u00e4hlen, welches!<\/p>\n<p>Na, ist das nicht verlockend? GewinnerInnen eines vormaligen Preisr\u00e4tsels sind \u00fcbrigens von der Teilnahme ausgeschlossen. Schlie\u00dflich sollen alle mal drankommen d\u00fcrfen!<\/p>\n<p>Zur\u00fcck in Berlin, ging es flei\u00dfig an die Arbeit, immerhin waren noch fast sechzig Seiten zu schreiben. Das gelang auch fast bis zum Monatsende &#8211; Seitenstand am 30. September: 204! Fast geschafft, ein paar Seiten Rohfassung fehlen noch, aber fristgerecht noch im Oktober wird das \u00fcberarbeitete Manuskript dann an meine Lektorin im Kosmos-Verlag gehen.<\/p>\n<p>Unterbrochen habe ich die Schreibarbeit jedoch noch einmal f\u00fcr einige Lesungen, das aber gern: Zun\u00e4chst las ich am 19. September im Sonntags-Club aus &#8222;Bronko, meine Frau Mutter und ich\u201c, und wieder einmal war Luki, das lebendige Vorbild f\u00fcr Bronko, hier auch mit von der Partie. Die Besucherinnenzahl lie\u00df ein wenig zu w\u00fcnschen \u00fcbrig, lag es vielleicht an der Tatsache, dass wir in Berlin den letzten richtig warmen Sommerabend genie\u00dfen durften? \u00a0Luki st\u00f6rte es jedenfalls nicht, er wurde ausgiebig gestreichelt und liebkost; desgleichen einige Tage sp\u00e4ter im Schnelldorfer Hotel, wohin ich ihn kurzerhand mitgenommen hatte &#8211; eigentlich als Notl\u00f6sung, da in Berlin ein b\u00f6ser Virus w\u00fctete; aber Luki entpuppte sich wieder einmal als h\u00f6chst angenehme Reisebegleitung. Von Schnelldorf (Bayern) aus ging es drei Tage zu Lesungen in die nahegelegene Hohenlohe (Baden-W\u00fcrttemberg): In B\u00fchlertann, Schw\u00e4bisch Hall und Ilshofen las ich in den dortigen Schul(zentr)en aus verschiedenen Kinder- und Jugendb\u00fcchern vor Sch\u00fclerInnen der Klassenstufen 5 bis 10. Ein h\u00f6chst abwechslungsreiches Programm, das mir ungemein viel Spa\u00df machte &#8211; wiederum mit viel Einsatz organisiert von einer sehr engagierten Lehrerin aus B\u00fchlertann.<\/p>\n<p>Ich bin immer wieder erstaunt und dankbar dar\u00fcber, was manche Menschen mit ihrem Engagement in die Wege leiten k\u00f6nnen. Die meisten Lesungen kommen ja zustande, indem einzelne Schulen aus einem angebotenen Programm der Bibliotheksverb\u00e4nde ausw\u00e4hlen oder f\u00fcr eine Lesewoche nach einem passenden Autor Ausschau halten. Aber es geht eben auch anders &#8211; wenn eine engagierte Lehrerin einfach Kontakt aufnimmt und dann ihr Schulkollegium \u00fcberzeugt und dazu noch andere Schulen ins Boot holt. Danke daf\u00fcr!<\/p>\n<p><b>Und was kommt?<\/b><\/p>\n<p>Erstmal der Endspurt: die Rohfassung von &#8222;Spinner&#8220; wird in diesen Tagen fertig, dann lasse ich sie eine gute Woche liegen, um sie danach zu \u00fcberarbeiten und an meine Lektorin beim Kosmos-Verlag zu schicken. Und dann nehmen die Dinge ihren weiteren Verlauf, \u00fcber den ich zu gegebener Zeit berichten werde!<br \/>\nDazwischen aber steht noch eine Reihe von interessanten Veranstaltungen an: Am 7. Oktober lese ich auf Einladung von LesLie e.V. zun\u00e4chst in der Buchhandlung &#8222;prolibri&#8220; in M\u00f6nchengladbach, wo ich bereits letztes Jahr mit &#8222;Leise T\u00f6ne&#8220; zu Gast war. Danach warten vom 13. bis 16. Oktober in Geislingen an der Steige mehrere Lesungen und zwei ganzt\u00e4gige Schreibwerkst\u00e4tten in der Schubart-Realschule und dem Helfenstein-Gymnasium, organisiert von der Stadtb\u00fccherei in der MAG, und unmittelbar danach geht es nach Z\u00fcrich, wo ich vom 17. bis zum 19. Oktober letztmalig in diesem Jahr den Schreibworkshop &#8222;Mein Buch&#8220; f\u00fcr Frauen, die ein Buch in Planung oder Arbeit haben, anbiete. Noch sind Restpl\u00e4tze frei &#8211; Informationen dazu weiter unten.<\/p>\n<p>Volles Programm also im Oktober, gefolgt vom Einstieg in das n\u00e4chste Buch. Und auch meine beiden &#8222;Privatprojekte&#8220; warten auf mich &#8211; mehr dazu aber in der n\u00e4chsten Monatsbotin.<\/p>\n<p>F\u00fcrs Erste w\u00fcnscht einen sch\u00f6nen restlichen Altweibersommer &#8211; soviele Spinnennetze wie in den letzten Tagen sah ich nie zuvor &#8230;! &#8211; herzlich,\u00a0Karen-Susan Fessel!<\/p>\n<p align=\"center\"><b>\u00d6ffentliche Termine im Oktober:<\/b><\/p>\n<p align=\"center\">7. Oktober, M\u00f6nchengladbach, Buchhandlung prolibri, Schillerstra\u00dfe 22: Lesung aus \u201eBronko, meine Frau Mutter und ich\u201c \/\u00a0\u00a017. \u00a0bis 19. Oktober, Z\u00fcrich, Zentrum Karl der Gro\u00dfe\u00a0\/\/ \u00a0Informationen und Anmeldung unter\u00a0<a href=\"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/\" target=\"_blank\">www.karen-susan-fessel.de<\/a>\u00a0und\u00a0<a href=\"mailto:kontakt@karen-susan-fessel.de\" target=\"_blank\">kontakt@karen-susan-fessel.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier kommt die dreizehnte Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg! Wem sie gef\u00e4llt: liebend gern weiterempfehlen! 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