{"id":1105,"date":"2016-11-03T18:39:42","date_gmt":"2016-11-03T16:39:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/?p=1105"},"modified":"2017-01-16T14:59:15","modified_gmt":"2017-01-16T12:59:15","slug":"die-monatsbotin-november-2016-notizen-aus-dem-vierten-stock","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/die-monatsbotin-november-2016-notizen-aus-dem-vierten-stock\/","title":{"rendered":"Die Monatsbotin November 2016 \/\/ Notizen aus dem vierten Stock"},"content":{"rendered":"<p><strong>Hier kommt die siebenunddrei\u00dfigste\u00a0Ausgabe der\u00a0Monatsbotin\u00a0von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!<\/strong><\/p>\n<p>Wem sie gef\u00e4llt: liebend gern weiterempfehlen: \u00a0Eine kurze Mail mit dem Hinweis \u201eMonatsbotin gew\u00fcnscht\u201c an\u00a0<a href=\"mailto:kontakt@karen-susan-fessel.de\">kontakt@karen-susan-fessel.de<\/a>\u00a0\u2013 und schon liegt sie Monat f\u00fcr Monat im virtuellen Briefkasten &#8230;<\/p>\n<p><strong>Viel Spa\u00df beim Lesen w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Was war?<\/strong><\/p>\n<p>Allerhand war los: Der Oktober und der November sind traditionell die Lesemonate des Jahres im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur, und so war auch ich reichlich zu Lesungen unterwegs. Des Anfang machten am 6. Oktober zwei Lesungen in der Nordendschule in Eberswalde, die mir nicht nur wegen der aufgeweckten und fragefreudigen F\u00fcnft-, Sechst- und Achtkl\u00e4ssler in ausnehmend guter Erinnerung bleiben werden, sondern auch wegen des liebevollen Empfangs seitens der Schule, vor allem der Deutschlehrerin Antje M\u00fccke, und der erstaunlichen Gastgeschenke: Mit drei selbstgebastelten Bildern, die aus kopierten Textzitaten aus meinen eigenen B\u00fcchern hergestellt waren, einem wundersch\u00f6nen Notizblock und einem mit meinen Titeln verzierten Bleistift fuhr ich entz\u00fcckt wieder nach Hause. Und auch der Hund, der mich begleitet hatte, bekam reichlich Leckerlis f\u00fcr die Reise mit.<\/p>\n<p>Am 11. Oktober dann hatte ich das Vergn\u00fcgen, im Berliner Jugendtheater Strahl meine Jugendb\u00fccher vorzustellen, aus gegebenem Anlass &#8211; als Regen(-bogen)SchirmHerrin des neuen Theaterst\u00fcckes von Uta Bierbaum &#8222;<a href=\"http:\/\/www.theater-strahl.de\/stuecke\/hasen_blues.html\">Hasen-Blues.Stopp<\/a>&#8222;, das sich mit Genderfragen befasst und am 18. November in Berlin uraufgef\u00fchrt wird, stellte ich u.a. &#8222;Steingesicht&#8220;, &#8222;Liebe macht Anders&#8220; und &#8222;Jenny mit O&#8220; vor, in denen es um ebensolche Thematiken geht.<\/p>\n<p>Und w\u00e4hrend meine Literaturagentin sich auf der Messe mit viel Einsatz um mein bislang noch &#8222;privates&#8220; Buchprojekt k\u00fcmmerte, reiste ich zu einer gut gebuchten Lesereise nach S\u00fcden &#8211; auf Einladung der Fachstelle f\u00fcr das Bibliothekswesen las ich in verschiedenen Bibliotheken des Regierungsbezirks Freiburg aus meinen Kinder- und Jugendb\u00fcchern vor, zun\u00e4chst in Breisach und Rheinau. Weiter ging es \u00fcber Oberndorf am Neckar und Spaichingen nach L\u00f6ffingen, von dort aus dann \u00fcber das in der Hohenlohe gelegene B\u00fchlertann, wo ich im Schulzentrum vor den f\u00fcnften bis achten Klassen las, wieder zur\u00fcck nach Berlin. Allein war ich nicht unterwegs, diesmal war mein kleiner Hund Luki mit dabei, der bei jeder einzelnen Lesung in seinem Hundek\u00f6rbchen neben mir lag und in der gesamten Zeit dann von gut tausend Kinderh\u00e4nden gestreichelt wurde, was er sich mit unendlichem Langmut gefallen lie\u00df.<\/p>\n<p>Danach ging es nach sofort wieder weiter nach Braunschweig &#8211; diesmal ohne vierbeinigen Begleiter &#8211; , wo ich im Rahmen der 36. Jugendbuchwoche vierzehn Lesungen an f\u00fcnf Tagen hielt, vorrangig an Gymnasien der Stadt (Wilhelm-Gymnasium, Neue Oberschule, Martino-Katharineum, Ricarda-Huch-Gymnasium), aber auch in der Hauptschule R\u00fcningen und der IGS Wilhelm Bracke.<\/p>\n<p>Nein, zum Schreiben blieb da nicht viel Zeit, wohl aber zum Betreuen der Onlineworkshops. Das wird im n\u00e4chsten Monat kaum anders sein &#8230;<\/p>\n<p><strong>Und was kommt?<\/strong><\/p>\n<p>&#8230; denn im November geht es genauso weiter: Vom 7. bis zum 11. November bin ich auf Einladung des Boedecker-Kreises Saarland in verschiedenen Schulen des Bundeslandes zu Gast. Danach kommt die Klasse 6a der Berliner Lenau-Schule in den Genuss eines dreit\u00e4gigen Schreibworkshops, anschlie\u00dfend reise ich nach M\u00f6nchengladbach, um am dortigen Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Gymnasium aus &#8222;Schattenblicke&#8220; u.a. Werken vorzutragen. Zur\u00fcck in Berlin, lese ich am 22. und 23. in der Mittelpunktbibliothek Sch\u00f6neberg, um danach wiederum an den beiden folgenden Tagen in Kassel an der Georg-August-Zinn-Europaschule und in der Jugendbibliothek vorzutragen.<\/p>\n<p>Und damit findet der zweimonatige Lesemarathon dann auch sein Ende. Langsam wird es auch Zeit, denn die n\u00e4chsten B\u00fccher und Lektorate warten ja schon &#8230;<\/p>\n<p><strong>Einen milden November\u00a0w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel!<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00d6ffentliche Termine im<\/strong>\u00a0<span style=\"color: #000000;\"><b>September<\/b><\/span><b><\/b>:\u00a0Leider keine \u00f6ffentlichen Termine in diesem Monat!<\/p>\n<p><strong>Onlineworkshops<\/strong>: Die neue Kreativ-Quickies starten am 3. November und 1. Dezember- Informationen und Anmeldung auch f\u00fcr die weiteren \u00a0Workshops \u201eMein Buch\u201c und \u201eBiografisches Schreiben\u201c sowie Einzelcoaching unter\u00a0<a href=\"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/seminare\">www.karen-susan-fessel.de\/seminare<\/a><\/p>\n<p><strong>Ausgelesen<\/strong>: <em>Annette Pehnt: Mobbing\u00a0<\/em>\/ Klug komponierter Roman um den Niedergang einer Kleinfamilie, der mit einem Wechsel in der Firmenleitung des Mannes beginnt. Wie die bis dahin heile Welt in Schieflage und dann ins Rutschen ger\u00e4t, ist meisterhaft erz\u00e4hlt. Dieses Buch stand mehrere Jahre lang in meinem Regal der noch ungelesenen B\u00fccher; jetzt wundere ich mich sehr dar\u00fcber &#8230;\/\/ <em>Janne Teller: Nichts<\/em> \/ Tellers preisgekr\u00f6ntes Werk \u00fcber implodierende Jugendgewalt hat mich nicht richtig gepackt; ich glaube aber, als Jugendliche w\u00e4re ich begeistert gewesen. \/\/ <em>Otto Dov Kulka: Landschaften in der Metropole des Todes<\/em> \/ Dov Kulka, als Kind in Auschwitz interniert, unternimmt als alter Mann mit seinem uralten Vater eine Reise in die Schreckensst\u00e4tte seiner Kindheit und geht vorher und nachher all diese Wege mental noch einmal ab. Sehr eindringlich, schwer auszuhalten, schwierig zu lesen, aber mit Sicherheit eines der B\u00fccher, die ich mir in einigen Jahren noch einmal vornehmen werde. \/\/ A<em>ngelika K\u00f6nigseder\/ Juliane Wetzel (Hg.): Lebensmut im Wartesaal. Die j\u00fcdischen Displaced Persons im Nachkriegsdeutschland.<\/em> \/Ungemein informativ und richtiggehend spannend geschrieben sind diese Aufs\u00e4tze \u00fcber das Schicksal\u00a0und die Behandlung der j\u00fcdischen R\u00fcckkehrer und Vertriebenen nach dem Kriegsende. Dass die eigens f\u00fcr sie eingerichteten Lager teilweise noch bis 1959 existierten, dass also manche nach Kriegsende Geborenen ihre gesamte Kindheit und Jugend abgeschottet dort verbrachten, war mir zum Beispiel vollkommen neu. Ein wirklich lesenswertes Kapitel der deutschen Geschichte, gut aufbereitet und hochinteressant. \/\/<em> Marceline Loridan-Ivens: Und du bist nicht zur\u00fcckgekommen<\/em> \/ Mit 15 wird Marceline nach Auschwitz deportiert, ihr Vater nach Birkenau. Nur sie kehrt zur\u00fcck; siebzig Jahre sp\u00e4ter schreibt sie ihm einen Brief. Und um diesen rankt sich der bewegende Bericht einer Verlorenen, die auf ihre Weise ebenfalls nicht wirklich zur\u00fcck nach Frankreich gekommen ist. \/\/Yrsa Sigurdadottir: DNA. \/ Nach den vielen Vorschusslorbeeren und all dem sensationellen Lob musste ich mir diesen Island-Krimi dann auch zu Gem\u00fcte f\u00fchren. Solide Krimikost; \u00e4rgerlich nur, dass ich schon ungef\u00e4hr auf Seite 23 ahnte, wer&#8217;s war, und zudem auf diverse Ungereimtheiten stie\u00df, die mir das Lesevergn\u00fcgen dann doch ein wenig verleideten. \/\/ <em>Liana Millu: Der Rauch \u00fcber Birkenau<\/em> \/ Dieses schmale, durchweg ber\u00fchrende B\u00e4ndchen mit seinen f\u00fcnf Erz\u00e4hlungen \u00fcber Frauenschicksale in Birkenau sollte zur Pflichtlekt\u00fcre f\u00fcr Abiturienten geh\u00f6ren. \/\/ <em>Lizzie Doron: Warum bist du \u00a0nicht nach dem Krieg gekommen?<\/em> \/<em> Es war einmal eine Familie <\/em>\/<em> Das Schweigen meiner Mutter<\/em> \/\/ Ja, hier kann man gut sehen, dass ich in diesem Monat viel gereist bin und au\u00dferdem keine t\u00e4gliche Tageszeitung abonniert hatte &#8211; was meinem B\u00fccherkonsum durchaus zugute gekommen ist. Die absolute Entdeckung des Monats f\u00fcr mich ist Lizzie Doron, die israelische Schriftstellerin, deren erstes Buch ebenfalls mehrere Jahre schon in\u00a0meinem Regal der noch ungelesenen B\u00fccher ausharrte. Nachdem ich es gelesen hatte, besorgte ich mir alle f\u00fcnf weiteren B\u00fccher der Autorin, die darin &#8211; erstaunlicherweise, ohne ein Gef\u00fchl des \u00dcberdrusses im Leser aufkommen zu lassen &#8211; ein einziges Thema variiert: Das Schicksal der Holocaust\u00fcberlebenden, die sich in Israel niederlie\u00dfen, aus Sicht der n\u00e4chsten Generation. Wie Doron \u00fcber das Schweigen und die darin verborgenen Erfahrungen und Abgr\u00fcnde schreibt, hat mich nicht mehr losgelassen.\u00a0Ich hoffe, dass noch viele weitere Variationen folgen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier kommt die siebenunddrei\u00dfigste\u00a0Ausgabe der\u00a0Monatsbotin\u00a0von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg! Wem sie gef\u00e4llt: liebend gern weiterempfehlen: \u00a0Eine kurze Mail mit dem Hinweis \u201eMonatsbotin gew\u00fcnscht\u201c an\u00a0kontakt@karen-susan-fessel.de\u00a0\u2013 und schon liegt sie Monat f\u00fcr Monat im virtuellen Briefkasten &#8230; Viel Spa\u00df beim Lesen w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel! 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