{"id":1169,"date":"2017-02-04T14:11:08","date_gmt":"2017-02-04T12:11:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/?p=1169"},"modified":"2017-02-05T10:08:47","modified_gmt":"2017-02-05T08:08:47","slug":"die-monatsbotin-februar-2017-notizen-aus-dem-vierten-stock","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/die-monatsbotin-februar-2017-notizen-aus-dem-vierten-stock\/","title":{"rendered":"Die Monatsbotin Februar 2017 \/\/ Notizen aus dem vierten Stock"},"content":{"rendered":"<p><strong>Hier kommt die vierzigste Ausgabe der\u00a0Monatsbotin\u00a0von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!<\/strong><\/p>\n<p>Wem sie gef\u00e4llt: liebend gern weiterempfehlen: \u00a0Eine kurze Mail mit dem Hinweis \u201eMonatsbotin gew\u00fcnscht\u201c an\u00a0<a href=\"mailto:kontakt@karen-susan-fessel.de\">kontakt@karen-susan-fessel.de<\/a>\u00a0\u2013 und schon liegt sie Monat f\u00fcr Monat im virtuellen Briefkasten &#8230;<\/p>\n<p><strong>Viel Spa\u00df beim Lesen w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Was war?<\/strong><\/p>\n<p>Erstmal ein wenig eleganter Start ins neue Jahr: P\u00fcnktlich am ersten Morgen des neuen Jahres erwachte ich mit Schnupfen, Husten und Heiserkeit, wozu sich im Laufe des Tages noch weitere Symptome dazugesellten. Mit einer handfesten Erk\u00e4ltung im Gep\u00e4ck brachte ich also meine liebe Mutter nach den gemeinsam in Berlin verbrachten Feiertagen zur\u00fcck ins heimatliche Emsland, um mich dort im Hotel meiner Wahl drei Tage gesundzuschlafen. Jedenfalls einigerma\u00dfen, sodass ich die R\u00fcckreise in die Hauptstadt wieder antreten konnte. Dort n\u00e4mlich stand zun\u00e4chst die Renovierung der K\u00fcche an, die sodann von Vermieterseite mit einem komplett neuen Fu\u00dfboden bedacht wurde. Jetzt schreite ich also \u00fcber gepflegtes helles Linoleum in mein an die K\u00fcche angrenzendes B\u00fcro und kann dabei immer einen Blick auf dieses neu erstandene Gem\u00e4lde des schwedischen Malers Carl Gunne werfen:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/t0.gstatic.com\/images?q=tbn:ANd9GcQp7J12XXb3Mbq1oE-fKjIVmybxYcMslyRjg2XM9PQ5KHxs6TkoDZs5\" alt=\" Bild in Originalgr\u00f6\u00dfe anzeigen \" width=\"118\" height=\"80\" \/><\/p>\n<p>So, nun kann aber niemand mehr sagen, dass ich keine privaten Dinge in diesem Blog mitteilen w\u00fcrde &#8230;<\/p>\n<p>Die dritte Woche des Monats verbrachte ich dann mit allerlei kleineren Lektoratst\u00e4tigkeiten, um am 22. Januar wieder einmal auf Einladung des Volksschulamtes des Kantons Z\u00fcrich f\u00fcr eine Woche in die Schweiz zu reisen. Diesmal gab es jedoch &#8211; nach f\u00fcnfzehn vorangehenden Reisen, in denen ich jeweils 14 Lesungen abhielt &#8211; eine h\u00f6chst interessante Neuerung: Neben zehn Schullesungen leitete ich auch zwei je vierst\u00fcndige Schreibworkshops, einen davon f\u00fcr Achtkl\u00e4ssler der Sekundarschule D\u00fcbendorf, den anderen f\u00fcr 15- bis 18-j\u00e4hrige des Oberstufenzentrums Lengg, das von Sch\u00fclerInnen besucht wird, die aufgrund verschiedener traumatischer Erlebnisse oder Krankheitserfahrungen nicht (mehr) in einer regul\u00e4ren Schule beschulbar sind. Das war bewegend und spannend, zudem aber auch &#8211; trotz der kurzen Dauer &#8211; sehr produktiv. Zahlreiche k\u00fcrzere Texte zu zum Teil sehr schwierigen Themen entstanden dabei, aber auch der Spa\u00df kam bei beiden Workshops nicht zu kurz.<\/p>\n<p>Besonders in Erinnerung bleiben wird mir auch die zehnte und letzte Lesung in dieser Woche an der Heilp\u00e4dagogischen Schule in Humlikon, wo ich das Vergn\u00fcgen hatte, vor gut zwei Dutzend Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren\u00a0mit geistiger und\/oder mehrfacher Behinderung, umfassender Lernbehinderung oder Entwicklungsverz\u00f6gerung aus &#8222;Ein Stern namens Mama&#8220;, &#8222;Und wenn schon&#8220; und &#8222;Achtung, M\u00e4dchen gesucht!&#8220; vorzulesen. Eine rundum gelungene Lese- und Workshopreise, die mir bei aller Anstrengung wieder einmal viel Freude bereitet hat.<\/p>\n<p>Erholen konnte ich mich davon bei einem spontanen zweit\u00e4gigen Kurzurlaub mit Schlitten, Kind, Hund und der Liebsten\u00a0im von mir noch nie zuvor bereisten tief verschneiten s\u00e4chsischen Erzgebirge: Bad Gottleuba, die Festung K\u00f6nigstein, Bad Schandau, das fein renovierte Pirna und die weltber\u00fchmte Bastei mit Blick auf das Elbsandsteingebirge und die Elbe waren die Stationen unserer kleinen, feinen Reise.<\/p>\n<p><strong>Und was kommt?<\/strong><\/p>\n<p>Zun\u00e4chst warten noch weitere Lektoratsarbeiten auf die Inangriffnahme, dann aber geht es an die literarische Arbeit: Der neue Roman und die Planung f\u00fcr die n\u00e4chsten ein, zwei Jahre stehen an. Dazu werde ich mich jedoch aus meiner gewohnten Umgebung zur\u00fcckziehen und zehn Tage abtauchen. Was dabei herausgekommen ist, erz\u00e4hle ich dann in der n\u00e4chsten Monatsbotin &#8230;<\/p>\n<p><strong>Einen knackig kalten und dabei h\u00f6chst gem\u00fctlichen Februar\u00a0w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel!<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00d6ffentliche Termine im<\/strong>\u00a0<span style=\"color: #000000;\"><b>Februar<\/b><\/span>:\u00a0Leider keine \u00f6ffentlichen Termine in diesem Monat!<\/p>\n<p><strong>Onlineworkshops<\/strong>: Die neuen Kreativ-Quickies starten am 6. Februar und am 6. M\u00e4rz &#8211; Informationen und Anmeldung auch f\u00fcr die weiteren \u00a0Workshops \u201eMein Buch\u201c und \u201eBiografisches Schreiben\u201c sowie Einzelcoaching unter\u00a0<a href=\"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/seminare\">www.karen-susan-fessel.de\/seminare<\/a><\/p>\n<p><strong>Ausgelesen<\/strong>: \u00a0<em>Yeonmi Park: Meine Flucht aus Nordkorea\u00a0<\/em>\/ \u00dcber kaum ein Land wusste ich weniger als \u00fcber Nordkorea, und so geht es mir sicherlich nicht allein. Dieses sehr gut erz\u00e4hlte Buch \u00fcber Leben und Flucht der Mittzwanzigerin hat mich einerseits aufgekl\u00e4rt, andererseits in atemloser Spannung gehalten. Sehr zu empfehlen! \/\/ <em>Joachim Meyerhoff: Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war<\/em> \/ Seit gut zwei Jahren steht es in meinem Regal, endlich hab ich es gelesen, und das hat sich gelohnt: Meyerhoffs h\u00f6chst vergn\u00fcgliche, kurzweilige und fantasievolle Schilderung seiner Kindheit und Jugend auf dem Gel\u00e4nde einer Nervenheilanstalt macht Lust auf mehr &#8230; \/\/ <em>Joachim Meyerhoff: Alle Toten fliegen hoch. Amerika<\/em> \/ &#8230; und so las ich gleich im Anschluss den ersten Band der auf sechs Werke angelegten autobiographisch gepr\u00e4gten Reihe um den turbulenten Werdegang des angehenden Schauspieler und Autoren. Dieser hier erz\u00e4hlt den einj\u00e4hrigen Amerikaaufenthalt des Verfassers, wirkt deutlich schw\u00e4cher als der zweite Band, gl\u00e4nzt aber in den Passagen, die sich mit Tieren und Trauer befassen. Wie Meyerhoff vom Besuch in einer chinesischen Metzgerei erz\u00e4hlt, wird mir &#8211; leider &#8211; noch lange haften bleiben. \/\/ <em>Marjaleena Lembcke: Wir bleiben nicht lange<\/em> \/ Die deutsch-finnische Autorin ist mir als wunderbare Kinder- und und Jugendbuchautorin schon bekannt. Als Belletristin aber finde ich sie mindestens genauso gut: Die Geschichte um die beiden Schwestern, von denen die j\u00fcngere an Krebs sterben wird und die \u00c4ltere versucht, sie in ihren letzten Wochen im Krankenhaus dabei zu begleiten, erhellt manch d\u00fcsteren Gedanken, l\u00e4sst aber anderes im Dunkeln, darunter auch die verworrene und traurige Familiengeschichte und die Details, die sich um den Suizid der Mutter der beiden ranken. Das ist gekonnt erz\u00e4hlt und ungemein ber\u00fchrend. \/\/ <em>Lizzie Doron: Der Anfang von etwas Sch\u00f6nem<\/em> \/ Und zugleich das letzte von jetzt insgesamt f\u00fcnf Werken, die ich von dieser wunderbaren israelischen Autorin gelesen habe. Aus drei Perspektiven berichtet Doron vom scheinbar halt- und ruhelosen Leben der israelischen Nachkommen der Holocaustgeneration; dabei nimmt das Buch an einer Stelle eine derart \u00fcberraschende Wendung, dass ich verdutzt aufgeschrien habe &#8211; in 47 Jahren als Leserin ist mir das noch nie zuvor passiert! \/\/ <em>Anouk Markovits: Ich bin verboten<\/em> \/ Dieses feinsinnig und ungemein spannend geschriebene Buch erz\u00e4hlt hingegen die Lebensgeschichte zweier j\u00fcdischen Holocaust-Nachkommen in den USA, umspannt insgesamt sieben Jahrzehnte\u00a0und die Lebenswege von vier Generationen in Siebenb\u00fcrgen, Paris und Williamsburg in Brooklyn. Mila und Atara wachsen als chassidische J\u00fcdinnen in der streng orthodoxen Satmarer-Gemeinde auf; und w\u00e4hrend Atara sich aus dem strengen Regelkorsett befreit und damit auch all ihre sozialen und famili\u00e4ren Bindungen hinter sich lassen muss, versucht Mila, die Gebote um jeden Preis zu befolgen. Ihr unerf\u00fcllter Kinderwunsch aber kommt ihr dabei in die Quere &#8230; Wie religi\u00f6se\u00a0Regeln und Gesetze ganze Generationen ins Ungl\u00fcck st\u00fcrzen k\u00f6nnen, erz\u00e4hlt Markovits, die selbst im Alter von 19 Jahren ihre chassidische Familie verlassen hat, um einer arrangierten Heirat zu entgehen, mit gro\u00dfer Kraft und gro\u00dfem Mut.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier kommt die vierzigste Ausgabe der\u00a0Monatsbotin\u00a0von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg! Wem sie gef\u00e4llt: liebend gern weiterempfehlen: \u00a0Eine kurze Mail mit dem Hinweis \u201eMonatsbotin gew\u00fcnscht\u201c an\u00a0kontakt@karen-susan-fessel.de\u00a0\u2013 und schon liegt sie Monat f\u00fcr Monat im virtuellen Briefkasten &#8230; Viel Spa\u00df beim Lesen w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel! &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/die-monatsbotin-februar-2017-notizen-aus-dem-vierten-stock\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eDie Monatsbotin Februar 2017 \/\/ Notizen aus dem vierten Stock\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,3],"tags":[],"class_list":["post-1169","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-neues-vom-schreibtisch"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1169","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1169"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1169\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1203,"href":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1169\/revisions\/1203"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1169"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1169"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1169"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}