{"id":1232,"date":"2017-05-02T22:09:28","date_gmt":"2017-05-02T20:09:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/?p=1232"},"modified":"2017-05-02T22:09:28","modified_gmt":"2017-05-02T20:09:28","slug":"die-monatsbotin-mai-2017-notizen-aus-dem-vierten-stock","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/die-monatsbotin-mai-2017-notizen-aus-dem-vierten-stock\/","title":{"rendered":"Die Monatsbotin Mai 2017 \/\/ Notizen aus dem vierten Stock"},"content":{"rendered":"<p><strong>Hier kommt die dreiundvierzigste Ausgabe der\u00a0Monatsbotin\u00a0von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!<\/strong><\/p>\n<p>Wem sie gef\u00e4llt: liebend gern weiterempfehlen: \u00a0Eine kurze Mail mit dem Hinweis \u201eMonatsbotin gew\u00fcnscht\u201c an\u00a0<a href=\"mailto:kontakt@karen-susan-fessel.de\">kontakt@karen-susan-fessel.de<\/a>\u00a0\u2013 und schon liegt sie Monat f\u00fcr Monat im virtuellen Briefkasten &#8230;<\/p>\n<p><strong>Viel Spa\u00df beim Lesen w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Was war?<\/strong><\/p>\n<p>Ein reichlich aktiver Monat April: Von 30 Tagen war ich die ersten elf in Berlin, um mich den Vorbereitungen f\u00fcr mein n\u00e4chstes Kinderbuch zu widmen, danach dann den Rest den Monats auf Reisen &#8211; allerdings, muss ich gestehen, davon eine Woche zu meinem privaten Vergn\u00fcgen. Nach einer kurzen Visite in Meppen bei Muttern ging es weiter nach Schleswig-Holstein, wo unsere alterprobte Reisegruppe, bestehend aus zwei Frauen, zwei M\u00e4nnern, einem Knaben und einem Hund, diverse Ausfl\u00fcge unternahm, so zum Beispiel in die kleinste Stadt Deutschlands, Arnis, oder auch ans Wattenmeer auf die Halbinsel Nordstrand, wo ich Gelegenheit hatte, das widerlichste Fischbr\u00f6tchen meines Lebens zu verzehren. Noch heute ist mir, als w\u00fcrde diese trockene, fade, eiskalte Bulette mir den Hals verstopfen &#8230;<\/p>\n<p>Kaum zur\u00fcck in Berlin, ging es am 19. auf nach Wernigerode, dem Auftakt meiner einw\u00f6chigen Lesereise quer durch Deutschland. Genauer gesagt, handelte es sich um eine Rundreise, mit der ich durchaus in Konkurrenz zu den vornehmlich von chinesischen Touristen unternommenen Schnelltrips &#8222;Europa in sieben Tagen&#8220; treten k\u00f6nnte. Gleich durch zehn Bundesl\u00e4nder f\u00fchrte diese wirklich wundersch\u00f6ne Bilderbuchreise, bei der sich Deutschland wirklich von der besten, fr\u00fchlingshaften\u00a0Seite pr\u00e4sentierte. Durch Brandenburg fuhr ich zun\u00e4chst nach Sachsen-Anhalt in den Harz, um am 20. April in Wernigerode auf Einladung\u00a0von Paul J\u00fcttners Buchhandlung in der altehrw\u00fcrdigen Remise des Kulturvereins vor ca. 70 Drittkl\u00e4sslern aus &#8222;<a href=\"https:\/\/www.kosmos.de\/buecher\/kinder-jugendbuch\/kinderbuch\/8214\/frieda-fricke-unmoeglich\">Frieda Fricke &#8211; unm\u00f6glich!<\/a>&#8220; vorzutragen. Weiter ging es durchs bl\u00fchende Eichsfeld in die idyllischen Weinberge rund ums hessische Gro\u00df-Umstadt und Gro\u00df Zimmern. Die\u00a0dortige Buchhandlung Lesezeichen hatte gleich 200 Viertkl\u00e4ssler in die Turnhalle der \u00f6rtlichen Schule geladen, und auch hier war &#8211; wie schon in Wernigerode &#8211; mein kleiner vierbeiniger Reisebegleiter Luki neben Frieda Fricke der unumstrittene Star. Er lie\u00df sich auch von hunderten Kinderh\u00e4nden geduldig streichen, lehnte aber ein Bad hinterher absolut eindeutig ab.<\/p>\n<p>Von Hessen aus reiste ich dann durch das\u00a0liebliche Neckartal weiter nach Stuttgart, um dort am 22. nachmittags im Kosmos-Shop vor sehr \u00fcberschaubarem Publikum vorzutragen. Daf\u00fcr aber gab es im Anschluss einen wunderbaren Beitrag in Lesetr\u00e4umchens <a href=\"https:\/\/www.lesetraeumchen.de\/2017\/04\/19\/gelesen-karen-susan-fessel-frieda-fricke-unm%C3%B6glich\/\">Blog<\/a>\u00a0inklusive mehrerer ganz wunderbarer Fotos:\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1233\" src=\"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/luki-2-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/luki-2-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/luki-2-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/luki-2-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/luki-2.jpg 809w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1234\" src=\"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/Luki-300x177.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"177\" srcset=\"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/Luki-300x177.jpg 300w, https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/Luki-768x452.jpg 768w, https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/Luki.jpg 809w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Tja, Luki ist einfach h\u00f6chst fotogen!<\/p>\n<p>Und kam dann mit nach Wadern im sch\u00f6nen Saarland, wo ich zuerst einen Wandertag einlegte, den ich nutzte, um auf den Berg Litermont zu steigen und mir von oben das imposante Weltkulturerbe, die V\u00f6lklinger H\u00fctte, anzusehen. Am 24. dann warteten im Waderner Lichtspielhaus gut 160 Viertkl\u00e4ssler auf &#8222;Frieda Fricke &#8211; unm\u00f6glich!&#8220;, eingeladen von der B\u00fccherh\u00fctte Wadern, die sich sehr versiert mit interessanten Events zeigt: Auf der diesj\u00e4hrigen Leipziger Buchmesse erhielt die umtriebige Inhaberin Beatrice Schmitt daf\u00fcr dann auch den silbernen Buch-Markt-Award. Herzlichen Gl\u00fcckwunsch!<\/p>\n<p>Diese wunderbare Lesereise endete dann am folgenden Tag im schleswig-holsteinischen Geesthacht, hier auch wieder in besonderer Kulisse: Die einladende Buchhandlung Lilienhof hatte gut hundert Kinder in die Salvatorius-Kirche geladen, wo deren Pastor h\u00f6chst pers\u00f6nlich die Einf\u00fchrung hielt. Ein perfekter Abschluss der Lese-Reise zum Welttag des Buches! Die Lesungen selbst dabei wurden \u00fcbrigens vom Sortimenter-Ausschuss im B\u00f6rsenverein gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen (avj) verlost und vom Kosmos-Verlag finanziert. Eine tolle Aktion, wie nicht nur die Kinder und die Buchh\u00e4ndlerInnen finden, sondern auch ich!<\/p>\n<p>Nach einem kurzen Zwischenstopp in Berlin las ich dann am 26. April wieder einmal in der Grundschule Menschenskinder in Sch\u00f6nwalde-Glien aus &#8222;Und wenn schon!&#8220; und &#8222;Hip-Hop, Hund und Herzgeh\u00fcpfe&#8220;, um zwei Tage sp\u00e4ter nach Rheinsberg zu fahren. Dort war eine Gruppe \u00e4ltererer Sehbehinderter und Blinder aus Rathenow und Umgebung zu Gast, die viel Spa\u00df an meiner Lesung aus &#8222;Bronko, meine Frau Mutter und ich&#8220; hatte. Beschwingt ging es zur\u00fcck nach Berlin, um am folgenden Morgen das Flugzeug nach Z\u00fcrich zu besteigen. Das lesbisch-schwule Filmfestival Pink Apple hatte mich eingeladen, am 30. April aus &#8222;Bilder von ihr&#8220; zu lesen und den spannenden Fragen der Rundfundmoderatorin Helen H\u00fcrlimann sowie des Publikums zu antworten. Am n\u00e4chsten Tag dann sa\u00df ich erneut auf dem Podium, diesmal im Rahmen einer Diskussion zum Thema &#8222;Coming Out&#8220;, um, moderiert von Natalie Gehler, Rede und Antwort zu stehen. Die Atmosph\u00e4re war ungemein entspannt und freundlich, und so flog ich dann gestern Abend h\u00f6chst zufrieden, aber auch ersch\u00f6pft von diesem 19t\u00e4gigen Lese- und Veranstaltungsmarathon zur\u00fcck nach Berlin.<\/p>\n<p><strong>Und was kommt?<\/strong><\/p>\n<p>Vor allem Schreibarbeit: Schlie\u00dflich will\u00a0&#8222;Frieda Fricke 2&#8220; mit dem Arbeitstitel &#8222;Frieda Fricke &#8211; unglaublich!&#8220; im Juli abgegeben werden, damit es im kommenden Fr\u00fchjahr erscheinen kann. Ich freue mich sehr darauf &#8211; auf die Arbeit daran und das Buch selbst!<\/p>\n<p>Einige Veranstaltungen wird es in diesem Monat auch geben: am 10. Mai habe ich das Vergn\u00fcgen, in der Falkenhagener Stadtteilbibliothek aus meinen Werken vorzutragen, eine Woche sp\u00e4ter bin ich in der Jury zum Berliner Landesentscheid des Vorlesewettbewerbes der 6. Klassen zu Gast und am Tag darauf lese ich erstmals in Greifswald, im Rahmen der <a href=\"https:\/\/bildungqube.wordpress.com\/\">Aktionswochen gegen Homophobie, Inter*phobie und Trans*phobie<\/a>. Also, es geht munter weiter!<\/p>\n<p>Einen wonnigen Mai w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel<\/p>\n<p><strong>\u00d6ffentliche Termine im<\/strong>\u00a0<span style=\"color: #000000;\"><b>April<\/b><\/span>: \u00a0Leider keine \u00f6ffentlichen Veranstaltungen in diesem Monat!<\/p>\n<p><strong>Onlineworkshops<\/strong>: Die n\u00e4chsten Kreativ-Quickies starten am 5. Mai \u00a0und am 2. Juni &#8211; Informationen und Anmeldung auch f\u00fcr die weiteren \u00a0Workshops \u201eMein Buch\u201c und \u201eBiografisches Schreiben\u201c sowie Einzelcoaching unter\u00a0<a href=\"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/seminare\">www.karen-susan-fessel.de\/seminare<\/a><\/p>\n<p><strong>Ausgelesen<\/strong>: <em>\u00a0Kristian Gidlund: Nach mir das Leben\u00a0<\/em>\/ Gidlund, hoffnungsvoller schwedischer Musiker und Autor, erkrankte in seinen Zwanzigern an Magenkrebs und erlag diesem nach langem Kampf und mehreren R\u00fcckf\u00e4llen. Sein schriftliches Verm\u00e4chtnis hat ganz Schweden bewegt, mich nicht ganz so sehr &#8211; aber lesenswert ist Gidlunds temperamentvolle Gedankenspielerei dennoch unbedingt. \/\/ <em>Werner Schneyder: Krebs. Eine Nacherz\u00e4hlung.<\/em> \/ Sehr mitgef\u00fchlt habe ich hingegen bei Schneyders Schilderung des Krebstodes seiner ersten Frau, wenngleich mir der Autor (und Kabarettist) selbst an vielerlei Stellen nicht gerade sympathisch daherkam. Aber genau deswegen hat mich die Lekt\u00fcre auch so beeindruckt. Sicherlich auch eine Altersfrage, denn altersm\u00e4\u00dfig bin ich n\u00e4her an Schneyder als an Gidlund; j\u00fcngeren LeserInnen sagt vermutlich wiederum Gidlund viel mehr. Eine Gegensatzlekt\u00fcre, gern zur Nachpr\u00fcfung zu empfehlen! \/\/\u00a0<em>Donald Matt Haig: Ziemlich gute Gr\u00fcnde, um am Leben zu bleiben<\/em> \/ Dieses Werk hingegen konnte ich unm\u00f6glich zu Ende lesen. Das vielgelobte Werk \u00fcber Depression hat mich komplett ange\u00f6det, leider, und das trotz oder vielleicht gerade wegen der betont unterhaltsamen Schreibweise. Der Ich-Erz\u00e4hler und sein Kampf gegen die Depression haben mich einfach nicht interessiert, und ich wei\u00df nicht, ob auch das wohl eine Altersfrage ist &#8211; viel eher hat mich das Gef\u00fchl beschlichen, dass hier eine professionelle Werbemaschinerie angelaufen ist, damit die Kasse so richtig sch\u00f6n klingelt. B\u00fccher zum Thema Depression sind ohnehin ein schwieriges Unterfangen, aber da bevorzuge ich dann doch Elizabeth Wurtzels qu\u00e4lende, holprig \u00fcbersetzte biografische Abhandlung &#8222;Verdammte sch\u00f6ne Welt&#8220;, in der sie 1999 das Loblied auf Prozac sang. Irgendwie war das ungemein nervig, aber ungleich authentischer &#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier kommt die dreiundvierzigste Ausgabe der\u00a0Monatsbotin\u00a0von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg! 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