{"id":1361,"date":"2018-02-01T18:02:58","date_gmt":"2018-02-01T16:02:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/?p=1361"},"modified":"2018-02-01T18:05:42","modified_gmt":"2018-02-01T16:05:42","slug":"die-monatsbotin-februar-2018-notizen-aus-dem-vierten-stock","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/die-monatsbotin-februar-2018-notizen-aus-dem-vierten-stock\/","title":{"rendered":"Die Monatsbotin Februar 2018 \/\/ Notizen aus dem vierten Stock"},"content":{"rendered":"<p><strong>Hier kommt die zweiundf\u00fcnfzigste Ausgabe der\u00a0Monatsbotin\u00a0von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!<\/strong><\/p>\n<p>Wem sie gef\u00e4llt: liebend gern weiterempfehlen! Eine kurze Mail mit dem Hinweis \u201eMonatsbotin gew\u00fcnscht\u201c an\u00a0<a href=\"mailto:kontakt@karen-susan-fessel.de\">kontakt@karen-susan-fessel.de<\/a>\u00a0\u2013 und schon liegt sie Monat f\u00fcr Monat im virtuellen Briefkasten &#8230;<\/p>\n<p><strong>Viel Spa\u00df beim Lesen w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Was war?<\/strong><\/p>\n<p>&#8230; ein tats\u00e4chlich arbeitsintensiver Januar liegt hinter mir. Nicht nur die neuen Online-Workshops haben angefangen, sondern mehrere Texte waren zu schreiben: Zun\u00e4chst mein Herzensprojekt, zwei aktualisierte Kurzgeschichten mit dem Thema &#8222;Wie kl\u00e4re ich mein Kind dar\u00fcber auf, dass ich HIV-positiv bin?&#8220; f\u00fcr die Deutsche Aids-Hilfe. Die Texte sind als Einleger f\u00fcr die aktualisierte Brosch\u00fcre zum selbigen Thema gedacht, und mir hat es gro\u00dfen Spa\u00df gemacht, einerseits eine Geschichte f\u00fcr 6-10-J\u00e4hrige, andererseits f\u00fcr 11-16-J\u00e4hrige zu entwickeln und beide dann motivisch miteinander zu verbinden.<\/p>\n<p>Ein ganzes Kinderbuch zum Thema allerdings, das habe ich anhand diverser Nachfragen dann feststellen m\u00fcssen, ist bei einem Kinder- und Jugendbuchverlag offenbar nicht unterzubringen, da die Zielgruppe als zu gering erscheint. Zu schade &#8211; aber noch habe ich meine Idee nicht ad acta gelegt &#8230;<\/p>\n<p>&#8230; genausowenig wie die Acquise f\u00fcr Lesungen aus meinem in diesem Monat erscheinenden Buch &#8222;Mutter zieht aus&#8220;\u00a0<a href=\"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/Cover-Mutter-zieht-aus.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Cover Mutter zieht aus<\/a>&#8220; (konkursbuch Verlag Claudia Gehrke). Zehn Lesungen stehen mittlerweile fest, ein Dutzend weitere sind noch in Planung, in Berlin allerdings ist noch kein geeigneter (Premieren-)ort gefunden. Aber weil es gar so sch\u00f6n ist, hier noch einmal das Cover &#8211; mit einem Originalfoto aus dem Jahre 1961. Rechts im Bild: meine Mutter Anke Fessel, damals 24 Jahre jung und frischgebackene Mutter meines gro\u00dfen Bruders, ihres Erstgeborenen, der im Kinderwagen (links im Bild) liegt. Das Originalfoto, von meinem Vater fotografiert, ist \u00fcbrigens schwarzwei\u00df, nachkoloriert wurde es h\u00f6chstpers\u00f6nlich von meiner umtriebigen Verlegerin Claudia Gehrke. Deren Mitarbeiter f\u00fcr Presse- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit sich wiederum angelegentlich um Lesungen k\u00fcmmert und mir in letzter Minute noch einen Leseslot auf der Leipziger Buchmesse besorgen konnte.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1352\" src=\"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/mutter-zieht-aus_9783887696801_295-185x300.jpg\" alt=\"\" width=\"185\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/mutter-zieht-aus_9783887696801_295-185x300.jpg 185w, https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/mutter-zieht-aus_9783887696801_295.jpg 294w\" sizes=\"auto, (max-width: 185px) 100vw, 185px\" \/><\/p>\n<p>Auf meinen letzten Aufruf in der Januar-Monatsbotin gab es gleich einige gute Tipps, aber noch hat keiner zum Erfolg gef\u00fchrt, deshalb hier noch einmal: Wer mir \u00fcbrigens eine Buchhandlung oder einen Veranstalter vermitteln kann, in der oder durch den dann tats\u00e4chlich eine Lesung stattfinden wird, bekommt direkt nach Erscheinen im Februar 2018 ein handsigniertes Exemplar zugeschickt. Also nur her mit den Tipps!<\/p>\n<p>Und was war noch? Eine h\u00f6chst erfreuliche Nachricht: Im November werde ich als &#8222;Poet in Residence&#8220; an die Uni Bielefeld berufen und damit ein Blockseminar f\u00fcr Studierende, eine \u00f6ffentliche Lesung und zwei Schullesungen halten und im Juni darauf bei den Paderborner Kinderliteraturtagen zu Gast sein. Nicht nur ist mir diese Ehre eine besondere Freude, weil ich damit die Nachfolge so bedeutsamer zeitgen\u00f6ssischer AutorInnen wie Paul Maar, Kirsten Boie, Klaus Kordon und Anja Tuckermann antreten darf, sondern auch, weil in der Folge stets ein eigener Sammelband \u00fcber den jeweiligen Poeten herausgegeben wird, was mich ungemein freut.<\/p>\n<p>Ja, und die Arbeit an meinem neuen Buch, das im Fr\u00fchjahr 2019 erscheinen soll, hat begonnen &#8211; das hei\u00dft, immer noch die Vorarbeit, die im Sichten, Eintippen und Vorsortieren der vielen handgeschriebenen Notizen aus den letzten eineinhalb Jahren besteht.<\/p>\n<p><strong>Und was kommt?<\/strong><\/p>\n<p>Als n\u00e4chstes folgt dann die genauere Einteilung in Kapitel und Teile, was sicherlich auch noch einige Wochen in Anspruch nehmen wird. Die Vorarbeit zu einem &#8222;gro\u00dfen&#8220; Roman, der einige hundert Seiten umfassen wird, dauert immer eine ganze Weile, und ich muss auch noch viel dar\u00fcber nachdenken. Sp\u00e4testens im M\u00e4rz werde ich dann mit dem kontinuierlichen Schreiben beginnen, bis zum Jahresende soll der Roman dann fertig sein, damit er im Fr\u00fchjahr 2019 &#8211; ein halbes Jahr sp\u00e4ter als urspr\u00fcnglich geplant &#8211; erscheinen kann.<\/p>\n<p>Damit habe ich reichlich zu tun &#8211; au\u00dferdem steht auch noch im Februar eine einw\u00f6chige Studienfahrt nach Israel an, auf die ich mich seit Jahren freue und vorbereitet habe. Es bleibt also spannend &#8230;<\/p>\n<p>Einen anregenden Februar w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel!<\/p>\n<p><strong>Onlineworkshops<\/strong>: Die n\u00e4chsten Onlineworkshops &#8222;Kreativ-Quickie&#8220; und &#8222;Biografisches Schreiben&#8220; starten am 5. M\u00e4rz und 3. April &#8211; Informationen und Anmeldung auch f\u00fcr die weiteren \u00a0Workshops sowie Einzelcoaching unter\u00a0<a href=\"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/seminare\">www.karen-susan-fessel.de\/seminare<\/a><\/p>\n<p><strong>Ausgelesen<\/strong>:\u00a0<em>\u00a0Ijoma Mangold<\/em><em>: Das deutsche Krokodil<\/em><em>.\u00a0Meine Geschichte\u201c\u00a0<\/em>\/ Ein merkw\u00fcrdiges Buch: Die hochgelobte Autobiografie des bekannten Literaturkritikers, Sohn einer Deutschen und eines Nigerianers, hat mich nicht recht ber\u00fchrt. Der erste Teil kommt als intellektuell angelegter Miniroman in personaler Erz\u00e4hlperspektive daher, dann wechselt Mangold, als w\u00e4re ihm die Puste ausgegangen, in die Ich-Perspektive und schildert seine Jugend in Heidelberg, seine wenigen Erfahrungen mit unverstecktem Rassismus und seine distanzierte Besch\u00e4ftigung zu seiner afrikanischen Familie, mit der er im Grunde wenig anfangen kann. Mangold schildert die patriarchalischen Machtverh\u00e4ltnisse ohne jegliche auch nur leise Kritik daran, sondern wie naturgegebene Tatsachen. Bei einem sonst so kritischen Geist wie ihm ist mir das \u00fcbel aufgesto\u00dfen. \/\/\u00a0<em>Susanne Mayer: Die Kunst, stilvoll \u00e4lter zu werden. Erfahrungen aus der Vintage-Zone<\/em><em>\u00a0<\/em>\/ Tja, warum habe ich mich \u00fcber dieses Buch eigentlich ge\u00e4rgert? Der Titel sagt doch eigentlich alles. Um stilvolles Altern als gutsituierte Frau, Mitglied oder M\u00f6chte-Gern-Mitglied der oberen Zehntausend geht es, darum, auch jenseits der 60 noch attraktiv zu wirken, nicht aus der Rolle zu fallen und stets die Haltung zu bewahren. Dieses Zielpublikum mag sich bei der Lekt\u00fcre im Cocktailsessel zur\u00fccklehnen und gepflegt schmunzeln, nat\u00fcrlich mit der behandschuhten Hand. F\u00fcr alle anderen bietet das Werk keinerlei Erkenntnisgewinn. \/\/<em> iO Tillett Wright: Darling Days. Mein Leben zwischen den Geschlechtern<\/em> \/ Nein, meiner Ansicht nach ist dies kein Buch \u00fcber Genderfragen, h\u00f6chstens am Rande. Wrights akribisches Protokoll einer schwierigen Kindheit und Jugend in New York sehe ich als das alarmierende Portrait einer Kindesverwahrlosung mit Ansage unter dem Deckmantel des libertin\u00e4ren K\u00fcnstlertums, ignoriert und \u00fcbersehen von Verwandten, Bekannten, Freunden. Wright schildert das Leben mit einer amphetamins\u00fcchtigen und psychisch kranken Mutter, und die Entscheidung der Siebenj\u00e4hrigen, fortan als Junge leben zu wollen &#8211; die er mit 13 dann wieder revidiert -, begreife ich als einen Hilfeschrei und den einsamen Versuch, wenigstens in einer Hinsicht nicht das allerschw\u00e4chste Glied zu sein. Wie kaum ein anderes Buch hat dieses mich w\u00fctend gemacht, aber nicht nur wegen des geschilderten Martyriums, sondern auch wegen der Vermarktungsstrategie. Solange solche Werke romantisierend verkl\u00e4rt als Genderbooks angepriesen werden, wird das Wegsehen gef\u00f6rdert. Wer verkl\u00e4rt, sieht nicht wirklich hin. Und genau das w\u00e4re bitter n\u00f6tig, auch heute, auch in unserer n\u00e4chsten Umgebung. \/\/ <em>Alex Gino: George<\/em> \/ Da passte die n\u00e4chste Lekt\u00fcre ja perfekt: Das erste Kinderbuch \u00fcber einen transidentischen Jungen, ebenfalls aus dem amerikanischen Englisch ins Deutsche \u00fcbersetzt, hat mich allerdings auch nicht ganz \u00fcberzeugt. Was nicht am gut aufbereiteten Thema liegt &#8211; George f\u00fchlt sich als M\u00e4dchen und tritt mit Hilfe seiner besten Freundin Kelly dann auch als ein solches auf, allerdings nur in einem Theaterst\u00fcck und bei einem Zoobesuch -, sondern am leicht dr\u00f6gen Erz\u00e4hlstil. Und die wichtige Frage, wie denn am Ende der geschiedene Vater reagiert und wie es nun weitergehen soll jenseits der Fantasiewelten, die bleibt leider komplett unbeantwortet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier kommt die zweiundf\u00fcnfzigste Ausgabe der\u00a0Monatsbotin\u00a0von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg! Wem sie gef\u00e4llt: liebend gern weiterempfehlen! 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