{"id":1456,"date":"2018-05-03T14:58:11","date_gmt":"2018-05-03T12:58:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/?p=1456"},"modified":"2018-05-03T16:16:21","modified_gmt":"2018-05-03T14:16:21","slug":"die-monatsbotin-mai-2018-notizen-aus-dem-vierten-stock","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/die-monatsbotin-mai-2018-notizen-aus-dem-vierten-stock\/","title":{"rendered":"Die Monatsbotin Mai 2018 \/\/ Notizen aus dem vierten Stock"},"content":{"rendered":"<p><strong>Hier kommt die f\u00fcnfundf\u00fcnfzigste Ausgabe der\u00a0Monatsbotin\u00a0von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!<\/strong><\/p>\n<p>Wem sie gef\u00e4llt: liebend gern weiterempfehlen! Eine kurze Mail mit dem Hinweis \u201eMonatsbotin gew\u00fcnscht\u201c an\u00a0<a href=\"mailto:kontakt@karen-susan-fessel.de\">kontakt@karen-susan-fessel.de<\/a>\u00a0\u2013 und schon liegt sie Monat f\u00fcr Monat im virtuellen Briefkasten &#8230;<\/p>\n<p><strong>Viel Spa\u00df beim Lesen w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Was war?<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 1rem;\">Ein sehr abwechslungsreicher und intensiver Monat mit frischem Wind, viel Sonne und pladderndem Regen, wie sich das f\u00fcr einen wechselhaften April so geh\u00f6rt &#8230; Begonnen hat er nat\u00fcrlich mit den Einsendungen zum Preisr\u00e4tsel: Manjack D. aus Berlin war schneller als alle anderen und wusste, dass ich erst nach einem geschriebenen Drittel \u00fcber mein in Arbeit befindliches Werk spreche. Ein signiertes Exemplar von &#8222;Nebeltage, Glitzertage&#8220; ging also auf die Reise nach Friedrichshain, also sozusagen nach nebenan &#8230;<\/span><\/p>\n<p>Der April war reiseintensiv: Zun\u00e4chst stand am 6. April die erste &#8222;richtige&#8220; (nach der kurzen Messe-) Lesung aus &#8222;Mutter zieht aus&#8220; auf dem Programm, und zwar in der Buchhandlung Prolibri in M\u00f6nchengladbach. Neben den gespannt lauschenden Zuh\u00f6rerInnen &#8211; viele davon Mitglieder bei LesLie e.V., dem einladenden Verein &#8211; sa\u00df auch der wichtigste Ehrengast im Publikum: meine Mutter, der ich das Buch ja zum 80. Geburtstag in einer leicht verk\u00fcrzten Fassung geschrieben und geschenkt habe. Ein bewegendes Ereignis, \u00fcber das wir uns auf der gemeinsamen n\u00e4chtlichen R\u00fcckfahrt nach Meppen noch l\u00e4ngere Zeit unterhielten.<\/p>\n<p>Ein paar Tage sp\u00e4ter hielt mich wiederum ein 80. Geburtstag in Atem: Zu dem n\u00e4mlich begleitete ich meine liebe Nenntante nach Sylt; durchaus eine wundersch\u00f6ne Insel mit einer sehr interessanten Vogelwelt und vielerlei merkw\u00fcrdigen anderen S\u00e4ugetieren auf zwei Beinen.\u00a0 Der Wind pfiff mir dabei t\u00fcchtig um die Ohren und pustete den mitreisenden kleinen Hund fast \u00fcber die D\u00fcnen ins weite, tosende Meer. Aber dann h\u00e4tten ihn die riesigen M\u00f6wen mir sicher wieder zur\u00fcck gebracht &#8230; oder eine der schicken Segelyachten, von langhaarigen Naturburschen gehobenen Alters in Bogner-Jacken gesteuert &#8230;<\/p>\n<p>Am 19. April stand dann die Berlin-Premiere von &#8222;Mutter zieht aus&#8220; im &#8222;Goldenen Handwerk&#8220; an. Dabei handelt es sich um meine sehr zu empfehlende urige Berliner Eckkneipe hier unten in der Obentrautstra\u00dfe, zwei H\u00e4user weiter. Und da ich immer besonders nerv\u00f6s bin, wenn sich Menschen, die ich kenne, im Publikum befinden, war ich so aufgeregt wie fast noch nie vor einer Lesung. Die dann zu einem ganz wunderbaren Erlebnis geriet: Nur zwei Personen im zahlreich erschienen Publikum waren mir nicht pers\u00f6nlich bekannt, auch aus der Nachbarschaft hatten sich einige Leute eingefunden, ganz zu schweigen nat\u00fcrlich von Familie und Freunden. Ein denkw\u00fcrdiges Ereignis, f\u00fcr das ich dem aufgeschlossenen Wirt Micha und seinem liebenswert-ruppigen Personal noch einmal herzlich danken m\u00f6chte!<\/p>\n<p>Damit war der Lesereigen erst so richtig er\u00f6ffnet: Am 23., dem Welttag des Buches, las ich in der Bibliothek Falkenhagener Feld vor Sechtskl\u00e4sslern aus &#8222;Hiphop, Hund und Herzgeh\u00fcpfe&#8220;, und, noch eine Premiere!, vor Viertkl\u00e4sslern aus &#8222;Frieda Fricke &#8211; unglaublich!&#8220;, dem neu erschienenen zweiten Band um die freche Frieda, die es mit Hilfe ihrer Freunde schafft, einen fiesen Spekulanten zu vergraulen &#8211; oder besser: zu bekehren &#8230;<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag erfreute ich die Sechstkl\u00e4ssler der Grundschule Menschenskinder in\u00a0 Sch\u00f6nwalde-Glien mit zwei Lesungen und wurde wiederum im Gegenzug prompt mit der Einladung zum n\u00e4chsten Jahr erfreut. Und zwei Tage sp\u00e4ter las ich dann in der Zentralen Landesbibliothek Berlin wiederum vor einer vierten Klasse aus &#8222;Frieda Fricke &#8211; unglaublich!&#8220;. Um einen Tag darauf zur Akademie Waldschl\u00f6sschen abzureisen, wo ich beim Treffen HIV-positiver Frauen zum wiederholten Mal in Folge einen Schreibworkshop leitete, was mir ungemein viel Freude bereitete. Diesmal standen angeleitete Portr\u00e4ts HIV-positiver Frauen auf dem Programm, und ich hoffe sehr, dass sich eines Tages ein Medium zur Ver\u00f6ffentlichung f\u00fcr diese ber\u00fchrenden Texte finden wird.<\/p>\n<p>Aber nicht nur Reisen und Lesen stand in diesem Monat im Vordergrund, sondern auch Schreiben: am neuen Roman nat\u00fcrlich, der so ganz langsam vor sich hin w\u00e4chst. Und daneben arbeite ich auch immer wieder an den Onlineworkshops, die mir immer ganz besonders viel Spa\u00df machen. Ich wei\u00df ja nie im voraus, was da kommt an Texten, vor allem beim Biografischen Schreiben. So bleibt es stets spannend &#8230;<\/p>\n<p><strong>Und was kommt? <\/strong><\/p>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich der Wonnemonat Mai, in dem ich den Faden wieder aufnehme und weiterspinne. Und zu Himmelfahrt zum Familientreffen der Geschwister meiner Mutter und deren Nachkommen nach Meppen in die dortige Jugendherberge reise. \u00dcber siebzig Familienmitglieder werden dort einige Tage miteinander verbringen. Aber auch dort ruft die Arbeit: Lese ich doch am Freitag, dem 11. vor ebendieser Sippe, die ja am Rande auch mitportr\u00e4tiert ist, aus &#8222;Mutter zieht aus&#8220; vor, und danach ist eine Frage- und Diskussionsrunde angezeigt. Eine der letzten Gelegenheiten sicherlich, im Kreise fast aller Geschwister meiner Mutter &#8211; meine Tante Thyra ist leider im letzten Monat verstorben &#8211; etwaigen Familiengeheimnissen auf den Grund zu gehen und unterschiedliche Sichtweisen zu diskutieren. Ich bin gespannt!<\/p>\n<p>In der historischen Adlerm\u00fchle, dem Vereinsheim des Berliner Schwimmvereins BSV Friesen e.V., lese ich dann am 17. Mai erneut aus &#8222;Mutter zieht aus&#8220; &#8211; nicht nur f\u00fcr Vereinsmitglieder, sondern f\u00fcr alle Interessierten; die vorerst letzte Gelegenheit, mich in Berlin aus dem Buch lesen zu h\u00f6ren. Wer in Osnabr\u00fcck lebt, hat dazu dann wiederum am 29. Mai im Rahmen von &#8222;Gay in May&#8220; die Gelegenheit, und in M\u00fclheim\/Ruhr anl\u00e4sslich des Saarner B\u00fccherfr\u00fchlings am Folgetag, dem 30. Mai. Wenn das mal keine guten Aussichten sind &#8230;<\/p>\n<p>Einen bl\u00fchenden Mai w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel!<\/p>\n<p><strong>\u00d6ffentliche Termine im<\/strong>\u00a0<span style=\"color: #000000;\"><b>Mai<\/b><\/span>:\u00a0 17. Mai, 20h, Berlin, Buchsteinweg 32, Vereinsheim Adlerm\u00fchle: Lesung aus &#8222;Mutter zieht aus&#8220; \/ 29. Mai, 20h, Spitzboden in der Lagerhalle: Lesung aus &#8222;Mutter zieht aus&#8220; \/ 30. Mai, 19.30h, Buchhandlung Hilberath&amp;Lange, D\u00fcsseldorfer Str. 11, M\u00fclheim an der Ruhr: Lesung aus &#8222;Mutter zieht aus&#8220;<\/p>\n<p><strong>Online Workshops:<\/strong> Die neuen Onlineworkshops &#8222;Der Kreativ-Quickie&#8220; und &#8222;Biografisches Schreiben&#8220; starten am 7. Mai und am 4. Juni &#8211; Informationen und Anmeldung auch f\u00fcr die weiteren \u00a0Workshops sowie Einzelcoaching unter\u00a0<a href=\"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/seminare\">www.karen-susan-fessel.de\/seminare<\/a><\/p>\n<p><strong>Ausgelesen<\/strong>:\u00a0<em>\u00a0Adam Haslett: Stellt euch vor, ich bin tot<\/em>\u00a0\/ Ein seltsames Werk, dieses hochgelobte und vielfach ausgezeichnete Buch \u00fcber eine englisch-amerikanische Familie, die schwer unter Depressionen und ihren gravierenden Folgen zu leiden hat. Mich wiederum hat schwer irritiert, dass alle Protagonisten immerzu druckreife und ellenlange Gedanken hegen. Nichts geschieht, ohne dass das Familienmitglied, aus dessen Perspektive gerade erz\u00e4hlt wird, bedeutungsschwangere Interpretationen dazu liefert. Alle beobachten einander und denken schlaue Sachen dazu. Das erm\u00fcdet dann doch, auch wenn der Roman ansonsten eine interessante Thematik behandelt. F\u00fcr mein Gef\u00fchl aber wollte der Autor einfach zu sehr zeigen, was er alles drauf hat. Das nennt man vermutlich \u00fcbermotiviert. \/\/ <em>Juliane Koepcke: Als ich vom Himmel fiel<\/em>\u00a0\/\u00a01971 \u00fcberlebte die 17-j\u00e4hrige Tochter eines Naturforscherehepaares als einzige einen Flugzeugabsturz aus 3.000 Meter H\u00f6he \u00fcber dem peruanischen Regenwald. Nach elf Tagen erreicht sie schwer verletzt die erste menschliche Niederlassung und wird gerettet. Vierzig Jahre sp\u00e4ter erz\u00e4hlt sie in diesem hochinteressanten, spannenden und erstaunlich umfangreichen Buch ihre Lebensgeschichte. \/\/ <em>Robert Pleyer mit Axel Wolfsgruber \/ Der Satan schl\u00e4ft nie. Mein Leben bei den Zw\u00f6lf St\u00e4mmen<\/em> \/ Pleyer, 2011 aus der Sekte ausgestiegen, erz\u00e4hlt in diesem n\u00fcchtern und klar erz\u00e4hlten Buch von den haarstr\u00e4ubenden Praktiken der vermeintlichen Urchristen im Hinblick auf Kindererziehung. Schl\u00e4ge, Bewegungs- und Sprechverbot sind ab dem j\u00fcngsten Kindesalter g\u00e4ngige Erziehungsmethoden. Auch wenn es nur ca. 2.500 Mitglieder weltweit gibt, die 1.500 Kinder darunter verdienen es, besser gesch\u00fctzt zu werden &#8211; durch ein radikales Verbot der Sekte. Zu einem anderen Schluss l\u00e4sst sich nach der Lekt\u00fcre wohl kaum gelangen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier kommt die f\u00fcnfundf\u00fcnfzigste Ausgabe der\u00a0Monatsbotin\u00a0von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg! Wem sie gef\u00e4llt: liebend gern weiterempfehlen! 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