{"id":1508,"date":"2018-08-30T22:23:50","date_gmt":"2018-08-30T20:23:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/?p=1508"},"modified":"2018-09-01T14:08:08","modified_gmt":"2018-09-01T12:08:08","slug":"die-monatsbotin-september-2018-notizen-aus-dem-vierten-stock","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/die-monatsbotin-september-2018-notizen-aus-dem-vierten-stock\/","title":{"rendered":"Die Monatsbotin September 2018 \/\/ Notizen aus dem vierten Stock"},"content":{"rendered":"<p><strong>Hier kommt die achtundf\u00fcnfzigste Ausgabe der\u00a0Monatsbotin\u00a0von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!<\/strong><\/p>\n<p>Wem sie gef\u00e4llt: liebend gern weiterempfehlen! Eine kurze Mail mit dem Hinweis \u201eMonatsbotin gew\u00fcnscht\u201c an\u00a0<a href=\"mailto:kontakt@karen-susan-fessel.de\">kontakt@karen-susan-fessel.de<\/a>\u00a0\u2013 und schon liegt sie Monat f\u00fcr Monat im virtuellen Briefkasten &#8230;<\/p>\n<p><strong>Viel Spa\u00df beim Lesen w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Was war?<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 1rem;\">Zwei \u00fcberaus hei\u00dfe Monate liegen hinter mir, in mehrfacher Hinsicht. Nicht nur die andauernde Hitze hielt Einzug in den vierten Stock, sondern auch die verst\u00e4rkte Arbeit am neuen Roman. Der n\u00e4mlich hat es in sich und bedurfte einer gr\u00fcndlichen \u00dcberarbeitung, auch wenn erst ein sehr kleiner Teil \u00fcberhaupt in der Rohfassung vorgelegen hat. So besch\u00e4ftigte ich mich in meinen Arbeitstagen im ruhigen Zimmer auf der Nordseite, vor dem die Birke sanft im Sommerwind rauschte &#8211; als ich vor 33 Jahren hier einzog, musste ich mich noch weit aus dem Fenster lehnen und nach unten sehen, um sie zu entdecken, jetzt \u00fcberragt sie weit \u00fcber mir das Dach! &#8211; damit, alle Notizen und fertigen Szenen neu einzuordnen, teils umzuschreiben und noch einmal teilweise die Perspektive zu wechseln. Ein hartes St\u00fcck Arbeit, das noch lange nicht abgeschlossen ist, aber zum Gl\u00fcck habe ich ja noch gut zehn Monate Zeit bis zur Abgabe, damit der Roman dann im Herbst 2019 erscheinen kann. Und: Spa\u00df macht es dennoch, und zwar sehr!<br \/>\nVorher aber standen noch einmal im Juli zwei Schreibworkshops in der Akademie Waldschl\u00f6sschen an &#8211; vom 15. bis 18. Juli arbeitete ich mit den Langzeitpositiven beim Bundespositiventreffen, veranstaltet von der Akademie Waldschl\u00f6sschen\u00a0 in Zusammenarbeit mit der Deutschen AIDS-Hilfe und Positiv e. V., an einer Vielzahl von sehr bewegenden und nachdenklich machenden Texten, in der Woche darauf hatte ich zum bereits achten Mal das Vergn\u00fcgen, mit den willigen Teilnehmern (und einer Teilnehmerin) der akademieeigenen Sommerakademie zusammenzuarbeiten. Bei beiden Workshops bildete eine Pr\u00e4sentation ausgew\u00e4hlter Texte vor h\u00f6chst interessiertem Publikum den kr\u00f6nenden Abschluss, der mir lange im Ged\u00e4chtnis bleiben wird.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Nach einem Kurztrip ins heimische Meppen, umringt von meiner lieben Familie, stand dann am 3. August die Teilnahme an einem Panel des Queer East Festivals im Literarischen Colloquium Berlin an, wo zahlreiche Autoren und Fachleute aus Ost- und Westeuropa queere Thematiken pr\u00e4sentierten und diskutierten &#8211; und das durchweg auf Englisch. Zum Gl\u00fcck aber hatte ich in Patricia Hempel eine des englischen h\u00f6chst m\u00e4chtige junge Autorin neben mir, die wiederholte Male hilfreich mit Vokabeln einsprang, zum Vergn\u00fcgen des zahlreich erschienenen Publikums, welches der gl\u00fchenden Sommerhitze standhaft trotzte.<\/p>\n<p>Danach vertiefte ich mich dann in die Schreibtischarbeit (siehe oben), wozu nat\u00fcrlich auch die weiterhin durchlaufenden Onlineworkshops z\u00e4hlten, die mir nach wie vor viel Freude bereiten.<\/p>\n<p><strong>Und was kommt? <\/strong><\/p>\n<p>Gaaanz langsam der Herbst &#8211; und damit die Lesereisezeit. Die mit meiner Teilnahme an der 5. Hamburger Langen Nacht der Literatur beginnt: Um 18h werde ich erstmalig in der Hamburger Frauen*bibliothek Denktr\u00e4ume aus &#8222;Mutter zieht aus&#8220; lesen.<\/p>\n<p>Im Norden bleibe ich dann auch in der gesamten kommenden Woche, die mich mit &#8222;Mutter zieht aus&#8220; am 4. September nach Mildstedt, am folgenden Tag nach Heide, dann am 6. weiter nach Leck und abschlie\u00dfend am 7. nach Westerland auf Sylt f\u00fchrt &#8211; jeweils auf Einladung der Gleichstellungsbeauftragten der Kreise und St\u00e4dte. In Heide habe ich zudem das Vergn\u00fcgen, am 6. morgens auch noch aus &#8222;Frieda Fricke &#8211; unglaublich!&#8220; vorzutragen, desgleichen am 3. September in der Astrid-Lindgren-Grundschule in Bodeleben &#8211; das passt prima, denn auch Frieda lebt ja in Schleswig-Holstein &#8230;<\/p>\n<p>&#8222;Mutter zieht aus&#8220; werde ich auch am 20. September im Emsland, in der Buchhandlung Kremer in Haren\/Ems vorstellen, desgleichen dann noch einmal am 27. wiederum in Berlin, diesmal in der Stadtteilb\u00fccherei Marienfelde.<\/p>\n<p>Zwei Lesungen aus &#8222;Alles ist echt&#8220; f\u00fcr Jugendliche in der Stadtbibliothek Eberswalde am 26. runden das Leseprogramm des Monats ab. Und dazwischen geht nat\u00fcrlich auch die Arbeit am Roman weiter, dessen Arbeitstitel ich k\u00fcrzlich ge\u00e4ndert habe, und das bereits zum zweiten Mal. Wenn ich da mal nicht durcheinanderkomme &#8230;<\/p>\n<p>Und: Mit Freude erwarte ich das Erscheinen der Bilderbuchausgabe von &#8222;Ein Stern namens Mama&#8220; Ende September; das im psychatrie-Verlag erscheinende Buch ist von Heribert Schulmeyer perfekt illustriert worden &#8211; so gut, dass sogar mir, der Autorin, beim Durchbl\u00e4ttern ein Klo\u00df in die Kehle stieg.\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1522\" src=\"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/Stern-Bilderbuch-Cover-300x183.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"183\" \/><\/p>\n<p>Einen nach all den trockenen Wochen hoffentlich feucht-fr\u00f6hlichen September w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel!<\/p>\n<p><strong>\u00d6ffentliche Termine im\u00a0<span style=\"color: #000000;\"><b>September<\/b><\/span><\/strong>:\u00a0 1. September, 18h, DENKtR\u00c4UME &#8211; hamburger *frauenbibliothek<br \/>\nGrindelallee 43, 20146 Hamburg: Lesung aus &#8222;Mutter zieht aus&#8220; \/ 3. September, 10h, Astrid-Lindgren-Schule Badeleben: Lesung aus &#8222;Frieda Fricke &#8211; unglaublich!&#8220; \/ 4. September, 19h, Kirchspielkrug, Hauptstr. 13, Mildstedt: Lesung aus &#8222;Mutter zieht aus&#8220; \/ 5. September, 19h, Museumsinsel L\u00fcttenheid, L\u00fcttenheid 40, Heide: Lesung aus &#8222;Mutter zieht aus&#8220; \/ 6. September, 10h, Museumsinsel L\u00fcttenheid, L\u00fcttenheid 40, Heide: Lesung aus &#8222;Frieda Fricke &#8211; unglaublich!&#8220; \/ 6. September, 19h, B\u00fccherei der Gemeinde Leck, Hauptstr. 31, Leck: Lesung aus &#8222;Mutter zieht aus&#8220; \/7. September, 19h, Westerland\/Sylt, Sylt Bibliothek, Stephanstrasse 6b, 25980 Westerland: Lesung aus &#8222;Mutter zieht aus&#8220; \/ 20. September, 18h, Buchhandlung Kremer, Lange Stra\u00dfe 33, Haren\/Ems: Lesung aus &#8222;Mutter zieht aus&#8220; \/ 27. September, 19h,\u00a0Stadtteilbibliothek Berlin-Marienfelde, Marienfelder Allee 107\/109, 12277 Berlin: Lesung aus &#8222;Mutter zieht aus&#8220;<\/p>\n<p><strong>Online Workshops:<\/strong> Die neuen Onlineworkshops &#8222;Mein Buch&#8220;, &#8222;Biografisches Schreiben&#8220;\u00a0<span style=\"font-size: 1rem;\">und<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">\u00a0der &#8222;<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">Kreativ-Quickie&#8220;\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">starten allesamt am 17. September; Informationen und Anmeldung auch f\u00fcr das Einzelcoaching unter\u00a0<\/span><a style=\"font-size: 1rem;\" href=\"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/seminare\">www.karen-susan-fessel.de\/seminare<\/a><\/p>\n<p><strong>Ausgelesen<\/strong>:\u00a0<em>\u00a0Richard C. Schneider: Alltag im Ausnahmezustand. Mein Blick auf Israel\u00a0<\/em>\/ Israels Gegenwart und Zukunft &#8211; eine h\u00f6chst spannende Thematik, die man von vielen Seiten beleuchten kann. Die Art, wie Richard Schneider auf seine zeitweilige Wahlheimat blickt, hat mir tats\u00e4chlich neue, sehr aktuelle Blickwinkel er\u00f6ffnet, noch dazu gut lesbar und fundiert. \/\/\u00a0<em>Daniel Schreiber: Zuhause. Die Suche nach dem Ort, an dem wir leben wollen.<\/em><span style=\"font-size: 1rem;\">\u00a0\/\/ Dieser zwar sehr eloquent geschriebene Essay hingegen hat mir weniger neue Erkenntnisse gebracht. Das Thema &#8211; eines meiner gro\u00dfen Lebensthemen &#8211; ist f\u00fcr mich nach der Lekt\u00fcre immer noch genauso neu zu hinterfragen; am meisten interessiert hat mich dabei eher Schreibers Blick auf Gewalterfahrungen von Kindern in der DDR. Das war spannend, auf die eigentliche Fragestellung aber muss ich wohl doch meine eigene Antwort finden. \/\/ <em>Colm T\u00f3ib\u00edns:\u00a0<\/em><\/span><em style=\"font-size: 1rem;\">Nora Webster<\/em><span style=\"font-size: 1rem;\">\u00a0\/ Die Geschichte der vierfachen Mutter, die nach dem pl\u00f6tzlichen Tod ihres Mannes zusehen muss, wie sie durch die raue irische Gegenwart der\u00a0 sechziger Jahre kommt, hat mich in den Bann gezogen. Auch wenn der Roman wie ein Ausschnitt wirkt und damit ein wenig unvollendet, entfaltet die Erz\u00e4hlung einen ganz eigenen Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte. \/\/<em>Hanya Yanagihara: Ein wenig Leben<\/em> \/ Der Sensationsroman des vorvergangenen Jahres, \u00fcberh\u00e4uft mit Preisen, Roman trieft geradezu vor Liebe und Freundschaft, und der Satz, der sich am h\u00e4ufigsten wiederholt, lautet: &#8222;Es tut mir leid.&#8220; Trotzdem habe ich die Geschichte um die vier h\u00f6chst unterschiedlichen New Yorker und ihre jahrzehntelange Freundschaft ausgesprochen gern gelesen. Die krasse Form von Missbrauch, die die eigentliche Hauptperson Jude durchmachen musste, und deren lebenslange Folgen steht im Zentrum der fast 1000 Seiten; die das Werk umfasst. Der Roman stellt h\u00f6chst interessante Fragen: Was f\u00fcr Formen von Freundschaft gibt es? Funktioniert eine Beziehung ohne Sexualit\u00e4t? Zwar st\u00f6ren die handwerklichen Schnitzer &#8211; die zahllosen unvermittelten Perspektiv- und Erz\u00e4hlzeitwechsel &#8211; immer noch, aber der Lesegenuss steht dennoch im Vordergrund.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Ach ja, das versprochene Preisr\u00e4tsel: Wann und in welchem Verlag ist die Erstausgabe von &#8222;Ein Stern namens Mama&#8220; erschienen, und wer schuf das Titelbild? Wer diese Fragen zuerst richtig beantworten kann, bekommt ein brandneues Exemplar der frisch erschienenen Bilderbuchausgabe!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier kommt die achtundf\u00fcnfzigste Ausgabe der\u00a0Monatsbotin\u00a0von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg! Wem sie gef\u00e4llt: liebend gern weiterempfehlen! 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