{"id":1537,"date":"2018-10-01T15:31:59","date_gmt":"2018-10-01T13:31:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/?p=1537"},"modified":"2018-10-01T15:31:59","modified_gmt":"2018-10-01T13:31:59","slug":"die-monatsbotin-oktober-2018-notizen-aus-dem-vierten-stock","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/die-monatsbotin-oktober-2018-notizen-aus-dem-vierten-stock\/","title":{"rendered":"Die Monatsbotin Oktober 2018 \/\/ Notizen aus dem vierten Stock"},"content":{"rendered":"<p><strong>Hier kommt die neunundf\u00fcnfzigste Ausgabe der\u00a0Monatsbotin\u00a0von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!<\/strong><\/p>\n<p>Wem sie gef\u00e4llt: liebend gern weiterempfehlen! Eine kurze Mail mit dem Hinweis \u201eMonatsbotin gew\u00fcnscht\u201c an\u00a0<a href=\"mailto:kontakt@karen-susan-fessel.de\">kontakt@karen-susan-fessel.de<\/a>\u00a0\u2013 und schon liegt sie Monat f\u00fcr Monat im virtuellen Briefkasten &#8230;<\/p>\n<p><strong>Viel Spa\u00df beim Lesen w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Was war?<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 1rem;\">Ein wundersch\u00f6ner, spannender und auch anstrengender Monat September, prall gef\u00fcllt mit Veranstaltungen, Arbeit, H\u00f6hen und Tiefen, liegt hinter mir. Der mit einer einw\u00f6chigen Lesereise in den Norden begann: Zun\u00e4chst stand am 1. September eine Lesung aus &#8222;Mutter zieht aus&#8220; in der Hamburger Frauenbibliothek an, im Rahmen der f\u00fcnften Langen Nacht der Literatur. In den am Ende einer steilen Treppe in den ersten Stock gelegenen R\u00e4umen las ich anno 2009 schon einmal, damals vor eher sp\u00e4rlichem Publikum aus &#8222;GG &#8211; das Grundgesetz erkl\u00e4rt&#8220;. Diesmal aber str\u00f6mten die Zuh\u00f6rerinnen so zahlreich herbei, dass irgendwann die T\u00fcr zubleiben musste &#8211; aber nicht, bevor ich nach einer letzten kleinen Runde vor Lesungsbeginn nicht noch einer \u00e4lteren Dame den Rollator hochgetragen hatte. Das passte nat\u00fcrlich perfekt zum Thema, und das Publikum diskutierte hinterher auch noch lange und mit viel Elan \u00fcber das \u00c4lterwerden und seine T\u00fccken &#8211; aber auch M\u00f6glichkeiten &#8230;<\/span><\/p>\n<p>Nach diesem gelungenen Auftakt ging es in rascher Folge weiter: Am 4. las ich in Mildstedt im Kirchspielkrug, wo mir ein monatlicher Bridge-Abend im selben Hause zun\u00e4chst starke Konkurrenz zu machen schien, aber dann f\u00fcllte sich das Restaurant doch noch zur G\u00e4nze. Tags drauf ging es nach Heide in die Museumsinsel L\u00fcttenheid, ein sehr sch\u00f6ner, historischer Ort, an dem ich dann am folgenden Morgen auch noch zwei Schulklassen mit &#8222;Frieda Fricke&#8220; begl\u00fccken durfte. Die Schleswig-Holsteiner Dritt- und Viertkl\u00e4ssler*innen konnten dann auf den Bildtafeln im Lesesaal alte Fotos von ebensolchen Reetdachh\u00f6fen bestaunen, wie sie von Frieda und Mitja in den beiden B\u00fcchern bewohnt werden. Eine wunderbar passende Kulisse also!<br \/>\nWeiter ging es am 6. in die B\u00fccherei Leck, wo ein volles Haus wieder &#8222;Mutter zieht aus&#8220; lauschte. Im nachfolgenden Gespr\u00e4ch zeichnete sich ab, was ich auf den ersten Lesungen und aus sonstigen R\u00fcckmeldungen bereits erfahren habe: Die einen bewegt das Buch, weil sie &#8211; oder ihre M\u00fctter und V\u00e4ter &#8211; \u00e4hnliche Kriegskind- und Fluchterfahrungen gemacht haben, andere machen aus genau denselben Gr\u00fcnden einen Bogen darum, weil es ihnen zu nahe kommt. Und viele Zuh\u00f6rer*innen kaufen das Buch, um es ihren betagen M\u00fcttern zu schenken, oft mit einem mulmigen Gef\u00fchl: Wird sie sich darin wiederfinden &#8211; und deshalb gar ein wenig Trost finden? Oder weckt das Buch wom\u00f6glich unliebsame eigene Erinnerungen?<\/p>\n<p>Ich freue mich \u00fcber jedwede Resonanz und bin noch nie so gespannt darauf gewesen, das stelle ich jetzt schon fest. Sicher, weil &#8222;Mutter zieht aus&#8220; eben auch einen ganz pers\u00f6nlichen Bezug hat.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 1rem;\">Alle Lesungen im Kreis Nordfriesland \u00fcbrigens wurden von den Gleichstellungsbeauftragten der jeweiligen St\u00e4dte und Kreise organisiert, teils in Kooperation &#8211; in Heide mit der VHS, in Leck der Landfrauenverein und in Westerland auf Sylt, der letzten Lesung der Rundreise, die B\u00fccherei. Hier fand sich dann am 7. September zwar nur ein knappes Dutzend Zuh\u00f6rer*innen ein, aber das tat der angenehmen Atmosph\u00e4re keinen Abbruch.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 1rem;\">Das war dann in Haren\/Ems am 20. auch der Fall, diesmal aber wieder vor zahlreichem Publikum. In die Buchhandlung Kremer passte kein weiterer Stuhl mehr hinein, und die Zuh\u00f6rer*innen, darunter der von der Buchhandlung initiierte Lesekreis, der das Buch vorab gelesen hatte, hatten sichtlich Freude an der Lesung und dem langen, sich daran anschlie\u00dfenden Werkstattgespr\u00e4ch.<\/span><\/p>\n<p>Wiederum nur ein Dutzend Zuh\u00f6rer*innen lauschten dann bei der letzten Lesung des Monats in der Berliner Stadtteilb\u00fccherei Marienfelde den Ausz\u00fcgen aus &#8222;Mutter zieht aus&#8220;; der Abend war dennoch dank der vielen Fragen ein rundum gelungener.<\/p>\n<p>Fazit: Die Anzahl der Zuh\u00f6rer*innen l\u00e4sst sich weder voraussagen noch ist sie entscheidend f\u00fcr die Wirkung einer Lesung. Aber das ist keine neue Erkenntnis &#8211; schon vor knapp 30 Jahren, als ich den k\u00fcrzlich verstorbenen Berliner Professoren und Autoren Horst Bosetzky (Pseudonym: -ky) im Auftrag des Berliner Stadtmagazins Zitty interviewte, klagte er, der sonst stets vor vollem Hause las, \u00fcber eine kurz zur\u00fcckliegende Lesung in den (damals noch &#8222;neuen&#8220; Bundesl\u00e4ndern, bei der kein einziger Zuh\u00f6rer kam, die herbeigeeilte Journalistin wieder ging und zu allem \u00dcberfluss der junge Buchh\u00e4ndler noch ausgiebig mit Bosetzkys mitgereister Ehefrau flirtete. Wenn es also solch arrivierten Autoren passiert, dass niemand zu ihren Lesungen kommt, dachte ich damals und denke es noch heute, dann muss ich mich \u00fcber derlei Erlebnisse niemals gr\u00e4men.<\/p>\n<p>Volles Haus hatte ich aber dann auch noch ein weiteres Mal, und zwar bei zwei Lesungen in der sehr sch\u00f6n gestalteten Stadtbibliothek Eberswalde, wo vier achte und neunte Klassen der Jugendakademie interessiert Ausz\u00fcgen aus &#8222;Und wenn schon&#8220;, &#8222;Steingesicht&#8220;, &#8222;Alles ist echt&#8220; und der soeben im Querverlag neu erschienenen Taschenbuchausgabe von &#8222;Liebe macht Anders&#8220; lauschten.\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1540 alignright\" src=\"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/LMA-neues-Cover-183x300.jpg\" alt=\"\" width=\"183\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/LMA-neues-Cover-183x300.jpg 183w, https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/LMA-neues-Cover.jpg 305w\" sizes=\"auto, (max-width: 183px) 100vw, 183px\" \/><\/p>\n<p>Und sonst? Nat\u00fcrlich machte ich auch das, was die Grundlage meines Berufes bildet: Schreiben! An meinem neuen Roman, dem ich mittlerweile den dritten Arbeitstitel gegeben habe &#8211; genauso, wie nun s\u00e4mtliche Hauptpersonen andere Namen tragen. Das steht sicherlich symptomatisch f\u00fcr den sehr anspruchsvollen und nicht einfachen Schreibprozess; gut sechzig Seiten sind nun in der Rohfassung fertig, es waren auch schon mal doppelt so viele, die aber wieder verworfen wurden. Nicht alles flie\u00dft einfach so glatt aus der Feder, aber das geh\u00f6rt eben einfach dazu. Und am Ende z\u00e4hlt ohnehin nur, was zwischen den Buchdeckeln steht &#8230;<\/p>\n<p>Und noch was war: nat\u00fcrlich das Preisr\u00e4tsel des letzten Monats! Die Einsendungen waren so zahlreich wie noch nie zuvor, und das Erstaunliche daran aber: Niemand hat auf Anhieb alle drei Fragen richtig beantwortet; ALLE, aber auch wirklich alle, beantworteten nur zwei Fragen (und die auch nicht immer richtig!). Ich habe mir den Text zahllose Male durchgelesen, aber warum kein einziger Einsender diese drei Fragen erkannt und beantwortet hat, bleibt mir wohl f\u00fcr immer ein R\u00e4tsel. Immerhin schickten Stefanie S. und Michael H., beide aus Berlin, zeitgleich die ersten beiden richtigen Antworten auf die ersten beiden Fragen und reichten dann wiederum zeitgleich auch die Antwort auf die dritte Frage nach. Deshalb bekamen sie auch beide ein Exemplar des nagelneuen Bilderbuches &#8222;Ein Stern namens Mama&#8220;, soeben im psychatrie-Verlag erschienen. Hier nochmal die Preisfrage:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1522 alignleft\" style=\"font-size: 1rem;\" src=\"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/Stern-Bilderbuch-Cover-300x183.jpg\" alt=\"\" width=\"179\" height=\"109\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 1rem;\">Wann und in welchem Verlag ist die Erstausgabe von &#8222;Ein Stern namens Mama&#8220; erschienen, und wer schuf das Titelbild?<\/span><\/p>\n<p>Sind doch drei Fragen, oder? Die Antworten \u00fcbrigens: Die Erstausgabe erschien 1999 im Verlag Friedrich Oetinger, und der Illustrator Jens Rassmus gestaltete das Titelbild.<\/p>\n<p><strong>Und was kommt? <\/strong><\/p>\n<p>Ein hoffentlich goldener Oktober &#8211; mit vielen neuen Seiten meines neuen Romans, einer Privatreise zu f\u00fcnft mit Hund nach Danzig und einer Reihe von Lesungen. Den Anfang macht zu meiner Freude eine neuerliche Einladung ins malerische Geislingen an der Steige, wo ich in der Stadtb\u00fccherei vom 10. bis zum 12. ein halbes Dutzend Mal aus diversen Kinder- und Jugendb\u00fcchern vorlesen werde.<\/p>\n<p>Dann steht die erste \u00f6ffentliche Lesung in Meppen, meiner Heimatstadt und immer noch der Wohnort meiner Mutter, auf dem Programm. Passend zu &#8222;Mutter zieht aus&#8220;, in dem sie ja die Hauptrolle spielt und auch das Engagement in der Meppener Kirchengemeinde erz\u00e4hlt wird, lese ich am 16. Oktober im Gemeindesaal der evangelischen Gustav-Adolf-Kirchengemeinde, und die Hauptperson des Abends wird nat\u00fcrlich dabei sein.<\/p>\n<p>Weiter geht es am 18. in die Kasseler Zentralbibliothek; am 27. ist dann nochmal das Emsland dran, wo ich zum Auftakt eines sich anschlie\u00dfenden, von der \u00f6rtlichen Journalistin Susanne Risius-Hartwig\u00a0\u00a0geleiteten Schreibworkshops in der Historisch-\u00d6kologischen Bildungsst\u00e4tte aus &#8222;Mutter zieht aus&#8220; vortrage.<\/p>\n<p>Dazwischen laufen nat\u00fcrlich auch meine eigenen Onlineworkshops weiter, die so manches mal h\u00f6chst ansehnliche Fr\u00fcchte tragen: Frisch erschienen ist zum Beispiel der wunderbar locker erz\u00e4hlte Roman &#8222;<a href=\"https:\/\/tredition.de\/autoren\/anja-hinrichs-24290\/dora-und-die-revolution-hardcover-105096\/\">Dora und die Revolution<\/a>&#8220; <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1541 alignleft\" src=\"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/Dora.jpg\" alt=\"\" width=\"58\" height=\"85\" \/>von Anja Hinrichs, der die Geschichte der Novemberrevolution 1918 ganz neu und ungew\u00f6hnlich erz\u00e4hlt &#8211; aus der Sicht einer politisch h\u00f6chst aktiven Arbeiterin n\u00e4mlich &#8230;<\/p>\n<p>Einen goldenen Oktober w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel!<\/p>\n<p><strong>\u00d6ffentliche Termine im\u00a0<span style=\"color: #000000;\"><b>Oktober<\/b><\/span><\/strong>:\u00a0 16. Oktober, 19.30h, Jugend- und Gemeindesaal, Herzog-Arenberg-Stra\u00dfe 14, 49716 Meppen: Lesung aus &#8222;Mutter zieht aus&#8220; \/ 18. Oktober, 19h, Zentralbibliothek der Stadt Kassel, Obere K\u00f6nigsstra\u00dfe 3 Haupteingang auf der Seite, F\u00fcnffensterstra\u00dfe, 34117 Kassel: Lesung aus &#8222;Mutter zieht aus&#8220; \/ 27. Oktober, H\u00d6B, Spillmannsweg 30,\u00a026871 Papenburg: Lesung aus &#8222;Mutter zieht aus&#8220;<\/p>\n<p><strong>Online Workshops:<\/strong> Die neuen Onlineworkshops &#8222;Mein Buch&#8220;, &#8222;Biografisches Schreiben&#8220;\u00a0<span style=\"font-size: 1rem;\">und<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">\u00a0der &#8222;<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">Kreativ-Quickie&#8220;\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">starten allesamt am 4. Oktober; Informationen und Anmeldung auch f\u00fcr das Einzelcoaching unter\u00a0<\/span><a style=\"font-size: 1rem;\" href=\"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/seminare\">www.karen-susan-fessel.de\/seminare<\/a><\/p>\n<p><strong>Ausgelesen<\/strong>:\u00a0<em>\u00a0Barbara Sichtermann: Pubert\u00e4t &#8211; Not und Versprechen\u00a0<\/em>\/ Nicht nur f\u00fcr Menschen mit Pubertierenden im Haushalt d\u00fcrfte ja die Frage interessant sein, was sich im Gehirn Heranwachsender ver\u00e4ndert und merkw\u00fcrdige, nahezu unerkl\u00e4rliche Verhaltensweisen hervorruft. Das erkl\u00e4rt die Sozialwissenschaftlerin Sichtermann hintergr\u00fcndig und sehr anschaulich; schade nur, dass ihre Sichtweise sich auf eine streng bin\u00e4re Geschlechterauslegung beschr\u00e4nkt. Haften geblieben ist mir aber unausl\u00f6schlich ihre These, dass mit Beginn der Pubert\u00e4t die Erziehung abgeschlossen sei und Eltern nur noch als freundliche Begleiter aus der Ferne agieren sollten. Ob das frohe Aussichten f\u00fcr betroffene Eltern sind? \/\/\u00a0<em>Tuba Sarica: Ihr Scheinheiligen! Doppelmoral und falsche Toleranz &#8211; die Parallelwelt der Deutscht\u00fcrken und die Deutschen<\/em><span style=\"font-size: 1rem;\">\u00a0\/\/ Wer sich einen aufgeschlossenen und positiven Blick auf die bisherige Integration unserer deutscht\u00fcrkischen Mitb\u00fcrger*innen bewahren m\u00f6chte, sollte dieses Buch nicht lesen. H\u00f6chst frustrierend ist die Bilanz der Medienkulturwissenschaftlerin Sarica, die allerdings leider ein wenig zu sehr ins Pers\u00f6nliche abdriftet. So ger\u00e4t dieser Aufruf an ihre t\u00fcrkischst\u00e4mmigen Zeitgenossen und deutsche Multi-Kulti-Fans vorrangig zu einer w\u00fctenden Abrechnung mit der eigenen Familie und Umgebung; ein wenig mehr innere Distanz und Sachlichkeit h\u00e4tte dem Buch, das sich bestens dazu eignen w\u00fcrde, vor allem unter Deutscht\u00fcrken etwas zu bewegen, gut getan. Aber ob die es \u00fcberhaupt lesen werden? So wie Sarica sie beschreibt, wohl leider kaum.\u00a0 \/\/ <em>Uwe Timm:\u00a0<\/em><\/span><em style=\"font-size: 1rem;\">Am Beispiel meines Bruders<\/em><span style=\"font-size: 1rem;\">\u00a0\/ Ein schmales Werk, ungemein lesenswert: Timm zeichnet anhand seiner Erinnerungen und der \u00fcbriggebliebenen Habseligkeiten seines im Krieg gefallenen \u00e4lteren Bruders die Geschichte dessen verlorener Generation nach. Was hat den durchschnittlichen jungen Deutschen dazu bewogen, kurz vor seinem Ende noch in den Krieg zu ziehen und mehrheitlich als Kanonenfutter zu enden? Timm beschreibt zugleich eine nun fast ausgestorbene Generation, die kommenden Generationen museumsreif erscheinen mag &#8211; die Generation seiner Eltern, sprachlos, wenig kommunikativ. Die Generation des gro\u00dfen Schweigens, die im vollkommenen Schweigen endet. \/\/ <\/span><span style=\"font-size: 1rem;\"><em>Markus Feldenkirchen: Die Schulz-Story. Ein Jahr zwischen H\u00f6henflug und Absturz. \/ <\/em>Martin Schulz, 2017 spektakul\u00e4r gescheiterter Kanzlerkandidat, wird von Feldenkirchen auf eine sehr eindringliche und respektvolle Art \u00fcber ein Jahr begleitet und portr\u00e4tiert. Ein historisches Zeitdokument, das vor allem die Frage beleuchtet, wie menschlich ein Politiker in den M\u00fchlen der Macht \u00fcberhaupt noch bleiben kann. \/\/ <em>Julia Latscha: Lauthals Leben. Von Lotte, dem Anderssein und meiner Suche nach einer gemeinsamen Welt<\/em>\u00a0\/ Lotte, langersehntes Wunschkind, hat einen schweren Start ins Leben. Der Sauerstoffmangel w\u00e4hrend der Geburt macht aus dem bis dahin gesunden F\u00f6tus ein schwerstbehindertes Kind, das seinen Eltern mehr als das Ertr\u00e4gliche abverlangt und sie immer wieder vor die Entscheidung stellt, das Kind in ein Heim zu geben. Sie entscheiden sich immer wieder dagegen und f\u00fcr ein gemeinsames Leben, aber das ist und bleibt Schwerstarbeit, in jeder Hinsicht, und es gelingt nur teilweise. Julia Latscha erz\u00e4hlt davon auf eine derart spannende Art und in derart gekonnter Sprache, dass ich liebend gern das Doppelte und Dreifache des Umfangs verschlungen h\u00e4tte. Latscha er\u00f6ffnet neue Welten und Sichten; von dieser Frau m\u00f6chte ich gern noch viel, viel mehr lesen &#8211; am liebsten auch den einen oder anderen Roman. Hoffentlich l\u00e4sst Lotte ihr ab und zu die Zeit dazu &#8211; wenn Latscha das \u00fcberhaupt will.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier kommt die neunundf\u00fcnfzigste Ausgabe der\u00a0Monatsbotin\u00a0von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg! Wem sie gef\u00e4llt: liebend gern weiterempfehlen! Eine kurze Mail mit dem Hinweis \u201eMonatsbotin gew\u00fcnscht\u201c an\u00a0kontakt@karen-susan-fessel.de\u00a0\u2013 und schon liegt sie Monat f\u00fcr Monat im virtuellen Briefkasten &#8230; Viel Spa\u00df beim Lesen w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel! &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/die-monatsbotin-oktober-2018-notizen-aus-dem-vierten-stock\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eDie Monatsbotin Oktober 2018 \/\/ Notizen aus dem vierten Stock\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,3],"tags":[],"class_list":["post-1537","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-neues-vom-schreibtisch"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1537","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1537"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1537\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1554,"href":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1537\/revisions\/1554"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1537"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1537"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1537"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}