{"id":1625,"date":"2019-04-01T20:45:54","date_gmt":"2019-04-01T18:45:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/?p=1625"},"modified":"2019-04-01T20:45:54","modified_gmt":"2019-04-01T18:45:54","slug":"die-monatsbotin-april-2019-notizen-aus-dem-vierten-stock","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/die-monatsbotin-april-2019-notizen-aus-dem-vierten-stock\/","title":{"rendered":"Die Monatsbotin April 2019 \/\/ Notizen aus dem vierten Stock"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><strong>Hier kommt die f\u00fcnfundsechzigste Ausgabe der\u00a0Monatsbotin\u00a0von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!<\/strong><\/p>\n<p>Wem sie gef\u00e4llt: liebend gern weiterempfehlen! Eine kurze Mail mit dem Hinweis \u201eMonatsbotin gew\u00fcnscht\u201c an\u00a0<a href=\"mailto:kontakt@karen-susan-fessel.de\">kontakt@karen-susan-fessel.de<\/a>\u00a0\u2013 und schon liegt sie Monat f\u00fcr Monat im virtuellen Briefkasten &#8230;<\/p>\n<p><strong>Viel Spa\u00df beim Lesen w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Was war?<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 1rem;\">Ein wechselhafter Monat liegt hinter mir, in dem ich mich haupts\u00e4chlich in der Tat mit meiner Hauptt\u00e4tigkeit befasste: Schreiben! Und zwar wiederum in der Hauptsache, aber nicht nur, mit meinem in Arbeit befindlichen Roman, der mittlerweile den Arbeitstitel &#8222;Anderswo&#8220; tr\u00e4gt. Vor einem Monat hatte ich noch hoffnungsvoll in Aussicht gestellt, diesen Monat die 250-Seiten-Marke zu \u00fcberschreiten; daraus ist leider nichts geworden: 187 Seiten sind es nun. Was keineswegs etwa daran liegt, dass ich nur wenig weitergeschrieben h\u00e4tte, sondern daran, dass ich viel schrieb und viel wieder herausstrich und umarbeitete.<\/span><\/p>\n<p>Aus drei geplanten Teilen wurden f\u00fcnf, daraus wiederum sieben; aus zun\u00e4chst geplanten 350 Seiten Umfang wurden nun ca. 500 &#8211; ersichtlich ist daraus gewiss, dass sich das Konstrukt eines &#8222;gro\u00dfen&#8220; Romanes sich manchmal &#8211; wenn auch bei mir sehr selten &#8211; unter der Arbeit ver\u00e4ndern kann. Aber das geh\u00f6rt dazu, und es kann auch Spa\u00df machen, vor allem, wenn man einen so verst\u00e4ndnisvollen Verleger wie Jim Baker an seiner Seite wei\u00df.<\/p>\n<p>Vorgelesen habe ich aber auch: am 26. M\u00e4rz in der Stadtteilbibliothek Marienfelde vor sehr jungem, sehr begeistertem Publikum, n\u00e4mlich zwei zweiten Klassen, die\u00a0 erstaunlich ruhig den Abenteuern <a href=\"https:\/\/www.kosmos.de\/buecher\/kinder-jugendbuch\/kinderbuch\/9513\/frieda-fricke-unglaublich\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Frieda Frickes<\/a> lauschten &#8230;<\/p>\n<p>Und nat\u00fcrlich war ich auf wieder auf der Leipziger Buchmesse unterwegs, und zwar\u00a0<span style=\"font-size: 1rem;\">am 21. M\u00e4rz\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">als Gast auf der von der sehr r\u00fchrigen und wichtigen Initiative\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">#<\/span><a style=\"font-size: 1rem;\" href=\"https:\/\/verlagegegenrechts.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">verlage gegen rechts<\/a><span style=\"font-size: 1rem;\">\u00a0initierten <\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">Podiumsdiskussion\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">&#8222;Bei aller Toleranz. Eine Brosch\u00fcre, ein Bildungsplan und die Angst vor \u201eFr\u00fchsexualisierung\u201c&#8220;. Das Publikum zeigte sich sehr interessiert, meine Hoffnung bleibt, dass derlei Veranstaltungen auch nachhaltig Geh\u00f6r finden.<\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"font-size: 1rem;\">Und was kommt?<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 1rem;\">Auch diesen Monat vorrangig die Arbeit am Schreibtisch; neben dem Roman arbeite ich auch an mehreren anderen Projekten, zum Beispiel den neuen Online-Workshops &#8222;Mein Buch&#8220; und &#8222;Kreativ-Quickie&#8220;, aber auch an einer geplanten Brosch\u00fcre f\u00fcr die AIDS-Hilfe Niedersachsen, in der Texte von Frauen mit HIV zum Thema &#8222;Aids,\u00a0<span class=\"il\">Kinder<\/span>\u00a0und Familie&#8220; erscheinen werden. Zu diesem Anlass findet auch vom 5. bis 7. April eine Schreibwerkstatt in der N\u00e4he von Celle statt; die entstandenen Texte sollen Eingang in die Brosch\u00fcre finden. Noch ein (kostenloser) Platz ist frei, Interessentinnen melden sich z\u00fcgig unter\u00a0<\/span><span class=\"qu\" tabindex=\"-1\" role=\"gridcell\"><span class=\"go\">mumm@niedersachsen.aidshilfe.de.<\/span><\/span><\/p>\n<p>Eine weitere Brosch\u00fcre, die lange brauchte, um richtig gut zu werden, ist soeben erschienen: &#8222;<a href=\"https:\/\/www.un-sichtbar-mv.de\/eine-von-uns\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Eine von uns*<\/a> &#8211; Texte zu queerem Leben in Mecklenburg-Vorpommern; herausgegeben von Lola f\u00fcr Demokratie e.V. Die meisten der enthaltenen Texte sind 2017 auch in einem von mir geleiteten Schreibworkshop entstanden, f\u00fcr das Konzept und Lektorat zeichne ich ebenfalls verantwortlich &#8211; und morgen, am 2. April findet dann auch punktgenau die Pr\u00e4sentation statt, im Wismarer Rathaus, wo heute Abend wiederum die dazugeh\u00f6rige Ausstellung &#8222;<a href=\"https:\/\/www.un-sichtbar-mv.de\/ausstellung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wir* hier<\/a>&#8220; er\u00f6ffnet werden wird. Lesen werden drei der Autor*innen, weitere Texte werden von mir pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>Und dann gibt es auch noch brandneu mein Projekt f\u00fcr das Goethe-Institut: die monatlich online erscheinende B\u00fccherkolumne &#8222;<a href=\"https:\/\/www.goethe.de\/de\/spr\/mag\/auserlesen-die-buecherkolumne\/aus.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Auserlesen<\/a>!&#8220;, in der jeden Monat neu tolle B\u00fccher zu gewinnen sind &#8230; nur ein bisschen aktiv werden muss die werte Leserschaft dazu!<\/p>\n<p>Und Lesungen f\u00fcr die J\u00fcngeren unter uns stehen nat\u00fcrlich auch auf dem Programm: am 2. April in der Grundschule am Eichenwald in Berlin-Spandau, am 5. in der Stadtteilb\u00fccherei Falkenhagener Feld, ebenfalls in Berlin-Spandau, und am 9. April in meiner Lieblingsgrundschule im Berliner Umland, der Grundschule Menschenskinder in Sch\u00f6nwalde-Glien. So werden am Ende des Monats also ca. 140 Sechstkl\u00e4ssler mit meinen B\u00fcchern Bekanntschaft gemacht haben; mal sehen, wie viele sich dann auch sp\u00e4ter eigenst\u00e4ndig in die B\u00fccher vertiefen werden!<\/p>\n<p>Einen prickelnden April w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel!<\/p>\n<p><strong>\u00d6ffentliche Termine im April:\u00a0<\/strong>\u00a0<span style=\"font-size: 1rem;\">2. April, 19h, Rathaus WIsmar, Am Markt 1<\/span>: <span style=\"font-size: 1rem;\">Pr\u00e4sentation der und Lesung aus der Brosch\u00fcre &#8222;Eine* von uns&#8220;<\/span><\/p>\n<p><strong>Online Workshops:<\/strong> D<span style=\"font-size: 1rem;\">er n\u00e4chste Kreativ-Quickie <\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">startet am 1. April und am 2. Mai, Informationen und Anmeldung auch f\u00fcr\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">d<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">ie neuen Onlineworkshops &#8222;Mein Buch&#8220; und &#8222;Biografisches Schreiben&#8220;\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">und das Einzelcoaching unter\u00a0<\/span><a style=\"font-size: 1rem;\" href=\"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/seminare\">www.karen-susan-fessel.de\/seminare<\/a><\/p>\n<p><strong>Ausgelesen<\/strong>:\u00a0<em>\u00a0<\/em><em>Anja Tuckermann: Muscha. Berlin: Klak Verlag (2015)\u00a0<\/em>\/ Josef versteht die Welt nicht mehr: Was haben die Leute pl\u00f6tzlich gegen ihn? Warum wird er \u00fcberall angefeindet, beschimpft und geschlagen? Erst nach dem Ende des zweiten Weltkrieges erf\u00e4hrt er den wahren Grund \u2026 Anja Tuckermann, preisgekr\u00f6nte Jugendbuchautorin, die sich gern auch schwieriger Thematiken annimmt, erz\u00e4hlt in klarer, einfacher Sprache die wahre Lebens- und Leidensgeschichte des Sintojungen Muscha in der Zeit des Nationalsozialismus und danach. Tuckermann gelingt das Kunstst\u00fcck, die Vergangenheit ganz dicht heranzuholen und dadurch erfahrbar zu machen. Ein beeindruckendes Buch! \/<em style=\"font-size: 1rem;\">Yoko Tawada:\u00a0<\/em><em style=\"font-size: 1rem;\">Abenteuer der deutschen Grammatik. T\u00fcbingen: konkursbuch Verlag Claudia Gehrke (2017) \/\u00a0<\/em><em style=\"font-size: 1rem;\">Abenteuer der deutschen Grammatik<\/em><span style=\"font-size: 1rem;\"> \/ Allein schon der Titel zeigt das komische Talent der vielfach ausgezeichneten japanischen Autorin, die seit 1982 in Deutschland lebt und mittlerweile auf deutsch und japanisch schreibt: In beiden Sprachen zu Hause, nimmt Tawada die Fallstricke der deutschen Grammatik humorvoll aufs Korn. Immer wieder gelingt es ihr, einen neuen Blick auf unsere Sprache zu werfen und ihre Leserschaft zum R\u00e4tseln zu bringen: er hemt \/ wenn ich bluse. Ein Vergn\u00fcgen, auch f\u00fcr Menschen, die einen gro\u00dfen Bogen um Lyrik machen!\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">\/ <em>Roman Voosen\/Kerstin Signe Danielson: Erzengel. K\u00f6ln: Kiepenheuer &amp; Witsch Verlag (2018)<\/em>\/ Fall Nr. 6 f\u00fcr die langsam etwas altersm\u00fcde Kommissarin Ingrid Nystr\u00f6m und ihre Borderline-kranke junge Kollegin Stina Forss, die in den vergangenen F\u00e4llen endlich gelernt hat, ihre Affekte zu regulieren. Die Geschichte um sieben ermordete junge Metal-Musiker ist die beste, die das deutsch-schwedische Erz\u00e4hlerduo bislang geschaffen hat, das l\u00e4sst auf noch weitere, gute Krimis der beiden hoffen! \/\/ <em>Freya Klier: Wir letzten Kinder Ostpreussens. Freiburg: Herder Verlag (2017)<\/em>\u00a0\/ Um diesen Stoff habe ich jahrzehntelang einen Bogen gemacht, riecht er doch nach Deutscht\u00fcmelei und heimatvertriebenen Landsmannschaften, die sich nach den bl\u00fchenden Landschaften K\u00f6nigsbergs zur\u00fccksehnen. Was sie sicher auch tun, aber die Geschichte der Kriegskinder Ostpreussens ist sowohl spannend als auch schockierend zugleich und hat mein Bild auf diese Region komplett neu aufgestellt. Sehr informativ und wissenswert, an keiner Stelle pathetisch oder von \u00fcberkommenem Gedankengut triefend. Auch diese Geschichte geh\u00f6rt zu Deutschland, wer sie liest, versteht mehr vom Krieg an sich und seinen grausamen Folgen.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier kommt die f\u00fcnfundsechzigste Ausgabe der\u00a0Monatsbotin\u00a0von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg! Wem sie gef\u00e4llt: liebend gern weiterempfehlen! 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