{"id":1663,"date":"2019-06-02T18:39:10","date_gmt":"2019-06-02T16:39:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/?p=1663"},"modified":"2019-06-02T18:39:10","modified_gmt":"2019-06-02T16:39:10","slug":"die-monatsbotin-juni-2019-notizen-aus-dem-vierten-stock","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/die-monatsbotin-juni-2019-notizen-aus-dem-vierten-stock\/","title":{"rendered":"Die Monatsbotin Juni 2019 \/\/ Notizen aus dem vierten Stock"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><strong>Hier kommt die siebenundsechzigste Ausgabe der\u00a0Monatsbotin\u00a0von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!<\/strong><\/p>\n<p>Wem sie gef\u00e4llt: liebend gern weiterempfehlen! Eine kurze Mail mit dem Hinweis \u201eMonatsbotin gew\u00fcnscht\u201c an\u00a0<a href=\"mailto:kontakt@karen-susan-fessel.de\">kontakt@karen-susan-fessel.de<\/a>\u00a0\u2013 und schon liegt sie Monat f\u00fcr Monat im virtuellen Briefkasten &#8230;<\/p>\n<p><strong>Viel Spa\u00df beim Lesen w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Was war?<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 1rem;\">Mit einem wahren Lesungsmarathon begann der Wonnemonat Mai &#8211; und zwar im sch\u00f6nen Hildesheim. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft rief, und sie kamen angereist: sieben Kinder- und Jugendbuchautor*innen aus Wien und \u00d6sterreich, um im Rahmen der 37. Kinder- und Jugendbuchwoche aus ihren Werken vorzutragen. Ich hatte dabei das Vergn\u00fcgen, in den Haupt- und Oberschulen in Sarstedt, S\u00f6hlde, Hohenhameln und Alfeld vor den Klassenstufen 5 bis 8 zu lesen, dazu dann noch in der St. Augustinus-Oberschule in Hildesheim. Diese Reise bleibt mir in bester Erinnerung, zumal ich endlich mal die Gelegenheit hatte, mir das Weltkulturerbe Hildesheims, darunter die wieder aufgebaute St. Michael-Kirche, ausf\u00fchrlich anzusehen. Spektakul\u00e4r auch das mitten in der Stadt liegende, in einen alten Festungsbau integrierte Frauengef\u00e4ngnis. Das h\u00e4tte ich durchaus auch gern mal von innen gesehen, aber nur zum Spa\u00df geht das nat\u00fcrlich nicht &#8230;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 1rem;\">Nach meiner R\u00fcckkehr st\u00fcrzte ich mich gleich in die Arbeit am aktuellen Roman, dessen Konzept noch einmal umgestaltet werden musste. Jetzt aber scheint es stimmig, und deswegen bin ich nun auch schon in Kapitel 4 von sieben geplanten vorgedrungen. In Seitenzahlen? 257. Das ist ungef\u00e4hr die H\u00e4lfte, aber mein Plan, endlich einmal die 500-Seiten-Marke zu knacken, ist noch lange nicht in trockenen T\u00fcchern. Die drei letzten Kapitel sollen n\u00e4mlich etwas k\u00fcrzer ausfallen als die ersten drei, aber mal sehen, ob sich daran noch etwas \u00e4ndert.<\/span><\/p>\n<p>Parallel dazu arbeitete ich mit gro\u00dfer Begeisterung an der Brosch\u00fcre mit texten von Frauen mit HIV, die Ende Juni vom Schreibtisch sein soll. Das bedeutet vor allem viel Lektoratsarbeit, die mir als Abwechslung zum Schreiben selbst stets sehr willkommen ist.<\/p>\n<p>Aber andere Arten von Abwechslung gab es auch reichlich: mehrere private Festivit\u00e4ten standen an, darunter auch die humanistische Jugendfeier (ein bekannter Vorl\u00e4ufer: die sozialistische Jugendweihe) des Spr\u00f6\u00dflings, der dem symbolischen Eintritt ins Erwachsenenalter mit gro\u00dfer Aufregung entgegensah &#8211; und mit der Teilnahme am Rahmenprogramm aller vierzehn Termine im Berliner Friedrichstadtpalast ein enormes Pensum zus\u00e4tzlich zur Schule absolvierte. Das hat sich aber gelohnt; sein Mut, jedesmal vor an die 2000 Besuchern mit einer zentralen Sprech- und Tanzrolle aufzutreten, hat der Stiefmutter in der zweiten Reihe so beeindruckt, dass sie glatt ein paar Tr\u00e4nen verdr\u00fccken musste. Aber ob der Knabe nun gleich erwachsener geworden ist? Hmmm &#8230;<\/p>\n<p>Im Friedrichstadtpalast schnappte ich mir dann wohl auch die fiese Sommergrippe auf, die mich eine geschlagene Woche lang lahmlegte &#8211; wobei ich mich am 21. Mai dennoch pflichtbewusst zur n\u00e4chsten Lesung vor Sch\u00fclern (und einer Sch\u00fclerin!) des Rosa-Luxemburg-Gymnasiums in der Janusz-Korczak-Bibliothek in Pankow begab und direkt danach zu einer weiteren nach R\u00fcdersdorf bei Berlin, mit der im dortigen Rathaus dank der freundlichen Einladung des CDU(!)-B\u00fcrgermeisters Andr\u00e9 Schaller und des Vereins Katte e.V. der Internationale Tag gegen Homophobie gefeiert werden sollte.<\/p>\n<p>Ebendiesen hatte ich bereits am 17. Mai in der Berliner Ellen-Key-Oberschule mit einer Lesung aus &#8222;Liebe macht Anders&#8220; gew\u00fcrdigt und anschlie\u00dfend der feierlichen Banner-Enth\u00fcllungszeremonie vor dem Schulgeb\u00e4ude beigewohnt, wo u.a. auch die gr\u00fcne B\u00fcrgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, Monika Herrmann, eine kurze, aber packende Ansprache hielt &#8211; lebensnahe Politik, die auch ganz offensichtlich den zahlreichen anwesenden Sch\u00fcler*innen gefallen hat.<\/p>\n<p><strong><span style=\"font-size: 1rem;\">Und was kommt?<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 1rem;\">Mal wieder eine Lesereise f\u00fcr die J\u00fcngeren: Auf Einladung der Fachstelle f\u00fcr Katholische \u00d6ffentliche Bibliotheken reise ich mit &#8222;Frieda Fricke&#8220; durchs Bistum Osnabr\u00fcck, um in den B\u00fcchereien in Renkenberge, Schepsdorf, Papenburg, Langen und Hasel\u00fcnne Dritt- und Viertkl\u00e4ssler in Friedas freche Abenteuer zu geleiten.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Ebendiese werden auch in Paderborn zur Sprache kommen, wo ich vom 24. bis zum 26. Juni von der Universit\u00e4t Paderborn zu den Kinderliteraturtagen geladen bin. Neben drei nicht-\u00f6ffentlichen Veranstaltungen f\u00fcr Studierende und geladene Grundschulklassen werde ich dabei am\u00a0Montag, 24. Juni 2019 um 15h aus &#8222;Steingesicht&#8220; und weiteren jugendliterarischen Texten im Theater Paderborn lesen und um 18h in der Kinderbibliothek auch einen \u00f6ffentlichen Vortrag mit dem sch\u00f6nen Titel &#8222;Sich schreibend engagieren \u2013 Karen-Susan Fessel stellt sich vor&#8220; pr\u00e4sentieren.<\/p>\n<p>Dazwischen wird nat\u00fcrlich der Roman weiter an Umfang gewinnen &#8211; und am 29. Juni geht es dann f\u00fcr zwei Wochen in Urlaub &#8230; in mein Lieblingsreiseland. Welches das\u00a0<span style=\"font-size: 1rem;\">ist<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">? Wer diese Frage als Dritte*r beantworten kann, nat\u00fcrlich per Mail an <\/span><a style=\"font-size: 1rem;\" href=\"mailto:kontakt@karen-susan-fessel.de\">kontakt@karen-susan-fessel.de<\/a><span style=\"font-size: 1rem;\">, der erh\u00e4lt ein signiertes Exemplar meines neuesten Bilderbuches &#8222;Selina Stummfisch&#8220;. Adresse nicht vergessen!<\/span><\/p>\n<p>Einen gesch\u00e4ftigen Juni w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel!<\/p>\n<p><strong>\u00d6ffentliche Termine im Juni:\u00a0<\/strong>\u00a024. Juni 2019, 18 Uhr, Theater Paderborn, Gro\u00dfes Haus,\u00a0Neuer Platz 6, 33098 Paderborn: Steingesicht und mehr &#8211; Karen-Susan Fessel liest aus ihren jugendliterarischen Texten \/ 24. Juni 2019, 15 Uhr, Kinderbibliothek der Stadt Paderborn,<br \/>\nRosenstra\u00dfe 13, 33098 Paderborn:\u00a0Sich schreibend engagieren \u2013 Karen-Susan Fessel stellt sich vor.\u00a0\u00d6ffentlicher Vortrag und Gespr\u00e4ch<\/p>\n<p><strong>Online Workshops:<\/strong> D<span style=\"font-size: 1rem;\">er n\u00e4chste Kreativ-Quickie <\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">startet am 3. Juni, Informationen und Anmeldung auch f\u00fcr\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">d<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">ie neuen Onlineworkshops &#8222;Mein Buch&#8220; und &#8222;Biografisches Schreiben&#8220;\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">und das Einzelcoaching unter\u00a0<\/span><a style=\"font-size: 1rem;\" href=\"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/seminare\">www.karen-susan-fessel.de\/seminare<\/a><\/p>\n<p><strong>Ausgelesen<\/strong>:\u00a0<em>\u00a0Leena Lehtolainen: Das Ende des Spiels. Reinbek bei Hamburg, Rowohlt Verlag (2018)<\/em>\u00a0\/ Die finnische Autorin schreibt einfach richtig gute B\u00fccher, vor allem Kriminalromane, und insbesondere diejenigen gefallen mir, in denen Maria Kallio ermittelt. Diese etwas eigensinnige Ermittlerin l\u00e4sst einfach nicht locker, als die allseits verachtete Kindersch\u00e4nderin Tuula Lahti-Haapala direkt nach ihrer Entlassung aus dem Gef\u00e4ngnis entlassen wird. Das st\u00f6\u00dft auf Missfallen bei ihren Kollegen &#8230; Lehtolainen scheut sich nicht, ein hei\u00dfes Eisen anzupacken; ihre T\u00e4terin weckt wahrlich wenig Sympathie, erweist sich als Pr\u00fcfstein der Menschenrechte, auch f\u00fcr die geneigte Leserschaft. \/ <em>Hans-Ludwig Kr\u00f6ber: Mord. Geschichten aus der Wirklichkeit. Reinbek bei Hamburg, Rowohlt Verlag (2012)<\/em> \/ Spannend und kurzweilig zu lesen sind die Fallbeispiele des ehemaligen Direktors des Instituts f\u00fcr Forensische Psychiatrie der Charit\u00e9, sogar so gut erz\u00e4hlt, dass man sich unweigerlich fragt, ob hier nicht ein Ghostwriter mit am Werk war &#8230; \/\/ <em>Hans-Ludwig Kr\u00f6ber: Mord im R\u00fcckfall.\u00a0 45 Fallgeschichten \u00fcber das T\u00f6ten. Berlin, MWV (2019)<\/em> \/&#8230; vor allem, wenn man sein neuestes Werk in Vergleich dazu setzt. Deutlich trockener, wenngleich immer noch sehr anschaulich\u00a0 sind die 45 Portr\u00e4ts in Szene gesetzt; die sehr klar formulierte Einleitung aber versetzt die Leserschaft in den aktuellen Stand der forensischen Forschung. Ein hochinteressantes Werk, auch f\u00fcr Laien. Mein Exemplar \u00a0\u00fcbrigens hat mich ungemein belustigt ob der extrem mangelhaften Ausstattung: Nimmt man den Umschlag ab, kommt ein nackter, schlecht verklebter Einband zum Vorschein, dazu das nachl\u00e4ssig geschnittene Papier und der nicht gerade lesefreundliche Satz &#8211; wahrlich ein Unikat. Aber das ist eben Literatur zum Anfassen &#8230;<\/p>\n<figure id=\"attachment_1669\" aria-describedby=\"caption-attachment-1669\" style=\"width: 349px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1669 \" src=\"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/IMG_20190526_172301-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"349\" height=\"465\" srcset=\"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/IMG_20190526_172301-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/IMG_20190526_172301-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 349px) 100vw, 349px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1669\" class=\"wp-caption-text\">Ohne Worte, in der Tat &#8230;<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_1668\" aria-describedby=\"caption-attachment-1668\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1668 size-medium\" src=\"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/IMG_20190526_172229-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/IMG_20190526_172229-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/IMG_20190526_172229-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/IMG_20190526_172229-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1668\" class=\"wp-caption-text\">&#8230; mit erstaunlichen Details!<\/figcaption><\/figure>\n<p>Mehr Lesetipps? Na klar &#8211; in meiner neuen monatlichen Kolumne im Magazin Sprache f\u00fcr das Goethe-Institut: <a href=\"https:\/\/www.goethe.de\/de\/spr\/mag\/aus.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Auserlesen!<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier kommt die siebenundsechzigste Ausgabe der\u00a0Monatsbotin\u00a0von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg! Wem sie gef\u00e4llt: liebend gern weiterempfehlen! 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