{"id":1686,"date":"2019-07-30T18:18:46","date_gmt":"2019-07-30T16:18:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/?p=1686"},"modified":"2019-07-30T18:18:46","modified_gmt":"2019-07-30T16:18:46","slug":"die-monatsbotin-august-2019-notizen-aus-dem-vierten-stock","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/die-monatsbotin-august-2019-notizen-aus-dem-vierten-stock\/","title":{"rendered":"Die Monatsbotin August 2019 \/\/ Notizen aus dem vierten Stock"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><strong>Hier kommt die achtundsechzigste Ausgabe der\u00a0Monatsbotin\u00a0von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!<\/strong><\/p>\n<p>Wem sie gef\u00e4llt: liebend gern weiterempfehlen! Eine kurze Mail mit dem Hinweis \u201eMonatsbotin gew\u00fcnscht\u201c an\u00a0<a href=\"mailto:kontakt@karen-susan-fessel.de\">kontakt@karen-susan-fessel.de<\/a>\u00a0\u2013 und schon liegt sie Monat f\u00fcr Monat im virtuellen Briefkasten &#8230;<\/p>\n<p><strong>Viel Spa\u00df beim Lesen w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Was war?<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 1rem;\">Na, so einiges &#8211; und es erweist sich doch als ganz sch\u00f6n gro\u00dfe Aufgabe, gleich zwei vergangene Monate zusammenzufassen! Aber in Anbetracht der Tatsache, dass ich am 29. Juni mitsamt Lebensgef\u00e4hrtin, Kind, Hund, Schwester und Schwager ins sch\u00f6ne Schweden reiste, um zwei wunderbare Wochen auf der h\u00fcbschen Sch\u00e4reninsel Hassl\u00f6 zu verbrignen, musste ich dann kurzerhand die Juli- mit der Augustausgabe der Monatsbotin zusammenlegen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 1rem;\">Und da liegt dann die erste Lesereise des Juni schon sooo weit zur\u00fcck &#8211; ist mir aber bestens im Ged\u00e4chtnis geblieben. Denn auf Einladung der Fachstelle\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">Fachstelle f\u00fcr Katholische \u00d6ffentliche Bibliotheken war ich mit &#8222;Frieda Fricke&#8220; im Bistum Osnabr\u00fcck unterwegs und hatte das gro\u00dfe Vergn\u00fcgen, viele, viele muntere emsl\u00e4ndische\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">Dritt- und Viertkl\u00e4ssler in<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">\u00a0Renkenberge, Schepsdorf, Papenburg und Langen\u00a0 zu erleben, die allesamt ihren Spa\u00df mit Frieda und Co. hatten. Die Minischule in Renkenberge &#8211; die genau zwei Klassenzimmer, das Lehrerzimmer, einen Medienraum und einen sch\u00f6nen, gro\u00dfen Schulhof umfasst, hat mich schwer beeindruckt: Hier m\u00fcssen die Lehrerinnen die Pausenklingel noch pers\u00f6nlich bet\u00e4tigen!\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Auch in Hasel\u00fcnne war ich dann noch auf Einladung der dortigen B\u00fccherei zu Gast, f\u00fcr mich immer eine Freude, wenn ich in der Gegend lesen darf, in der ich selbst in den Jahren 1971-1983 zur Schule gegangen bin. Lesungen gab es damals allerdings nicht in den Schulen, aber Computer ja bekanntlich auch noch nicht &#8230;<\/p>\n<p>Nach einer flei\u00dfigen Schreibphase, in der das Kapitel 4 meines aktuell in Arbeit befindlichen Romans punktgenau fertig wurde, reiste ich dann nach Paderborn, um vom 24. bis zum 26. Juni an der Universit\u00e4t als Ehrengast der\u00a0 Kinderliteraturtagen zu wirken. Das war ein wahrer Marathon, vor allem bei der auch in Paderborn unertr\u00e4glichen Hitze, aber s\u00e4mtliche Veranstaltungen empfand ich als \u00e4u\u00dferst gelungen &#8211; sowohl diejenigen f\u00fcr Studierende, bei denen ich sowohl interessante Pr\u00e4sentationen seitens der Studierenden zu sehen und h\u00f6ren bekam als auch selbst Rede und Antwort zu stehen hatte, als auch die Lesung vor sechs Grundschulklassen, die alle vorab mit einem Buch und einer Einf\u00fchrung durch die umtriebige Professorin Iris Kruse vorbereitet worden waren. Meine \u00f6ffentliche Lesung aus meinen jugendliterarischen Texten war ebenfalls bestens besucht. Und mehrere R\u00fcckmeldungen seitens der Studierenden, die mich danach erreichten, best\u00e4tigten mir, dass die drei Kinderliteraturtage nicht nur bei mir haften bleiben werden.<\/p>\n<p>Nach der R\u00fcckkehr aus dem Urlaub erwischte mich dann eine b\u00f6se Magen-Darm-Infektion, aber am 19. Juli war ich dann wieder fit genug, um mich in der nahen Zentral- und Landesbibliothek mit einer guten Handvoll Jugendlicher in einen interaktiven Workshop im Rahmen der Pride-Week zu st\u00fcrzen. Nach einer Lesung mit anschlie\u00dfendem Gespr\u00e4ch aus &#8222;Liebe macht Anders&#8220; und einer F\u00fchrung durch die B\u00fccherei stellten die Kids mit viel Spa\u00df Buttons mit Parolen und Fahnen zum Christopher Street Day her, dem legend\u00e4ren Aufstand der Schwulen und Lesben in der New Yorker Bar &#8222;Stonewall Inn&#8220; in der Christopher Street, der seither mit einer allj\u00e4hrlichen Demonstration weltweit gedacht wird und der in diesem Jahr sein 50. Jubil\u00e4um feierte.<\/p>\n<p>Auf der Parade in Berlin am 27. Juli \u00fcbrigens, bei der mehr als eine Million Menschen\u00a0<span style=\"font-size: 1rem;\">(!)\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">dabei waren, wurden meine beiden langj\u00e4hrigen Verleger*innen des Querverlags, Jim Baker und Ilona Bubeck,\u00a0mit dem &#8222;Soul of Stonewall&#8220;-Award in der Kategorie &#8222;national&#8220; ausgezeichnet. Meinen Gl\u00fcckwunsch dazu von dieser Stelle aus &#8211; das habt ihr wirklich verdient!<\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1687\" src=\"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/Jim-un-Ilona-CSD-300x157.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"157\" srcset=\"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/Jim-un-Ilona-CSD-300x157.jpg 300w, https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/Jim-un-Ilona-CSD.jpg 476w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 1rem;\">Nach dem Workshop ging es f\u00fcr mich dann am 21. Juli erneut in die sch\u00f6ne Akademie Waldschl\u00f6sschen, um zum neunten Mal bei der Sommerakademie einen dreit\u00e4gigen Workshop zu leiten. Wie immer machte das mir viel Freude, die zehn Teilnehmenden bildeten aber auch eine sehr angenehme und h\u00f6chst heterogene Gruppe, die bei der Abschlusspr\u00e4sentation ihrer Texte vor der gesamten Akademie verdienten Beifall erhielt. Und ich bekam endlich die langersehnte Ehrennadel &#8211; ein Unikat, das es dann auf Nachfrage dann doch gleich dreimal gibt, was meiner Freude keinen Abbruch tat. Mit der Einladung f\u00fcr die n\u00e4chste Sommerakademie in der Tasche reiste ich dann wieder zur\u00fcck nach Berlin &#8230; was ich dann beim zehnten Mal wohl f\u00fcr ein Unikat erhalten werde??<\/span><\/p>\n<p><strong style=\"font-size: 1rem;\"><span style=\"font-size: 1rem;\">Und was kommt?<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 1rem;\">Zun\u00e4chst einmal eine berufliche Kurzreise nach R\u00fcgen, wo ich am 1. August im Kurpark Binz die Brosch\u00fcre &#8222;Eine* von uns&#8220; mit Texten zu queerem Leben in Mecklenburg-Vorpommern pr\u00e4sentieren werde. Die dazugeh\u00f6rige Ausstellung <a href=\"https:\/\/www.un-sichtbar-mv.de\/ausstellung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">un_sichtbar<\/a>!, erarbeitet vom Verein &#8222;Lola f\u00fcr Demokratie&#8220;, ist noch bis zum 8. September im Dokumentationszentrum Prora zu sehen, ein umfangreiches <a href=\"https:\/\/www.un-sichtbar-mv.de\/termine\/begleitprogramm\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Begleitprogramm<\/a> l\u00e4dt zur Vertiefung ein.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 1rem;\">Danach geht es an die Schreibarbeit &#8211; das Kapitel 5 beginnt auf Seite 310, zwei weitere werden noch folgen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 1rem;\">Aber auch weitere Texte sind noch in Arbeit, nicht zu vergessen die Online-Workshops &#8222;Kreativ-Quickie&#8220; und &#8222;Mein Buch&#8220; &#8230;<\/span><\/p>\n<p>Einen l\u00e4ssigen August w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel!<\/p>\n<p><strong>\u00d6ffentliche Termine im August:\u00a0<\/strong>\u00a01. August 2019, 15 Uhr, Kurpark Binz: Pr\u00e4sentation und Lesung aus der Brosch\u00fcre &#8222;Eine* von uns&#8220;<\/p>\n<p><strong style=\"font-size: 1rem;\">Online Workshops:<\/strong><span style=\"font-size: 1rem;\">\u00a0D<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">er n\u00e4chste Kreativ-Quickie startet am\u00a0 am 5. August;<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">\u00a0Informationen und Anmeldung auch f\u00fcr\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">d<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">ie neuen Onlineworkshops &#8222;Mein Buch&#8220; und &#8222;Biografisches Schreiben&#8220;\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">und das Einzelcoaching unter\u00a0<\/span><a style=\"font-size: 1rem;\" href=\"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/seminare\">www.karen-susan-fessel.de\/seminare<\/a><\/p>\n<p><strong>Ausgelesen<\/strong>:\u00a0<em>\u00a0Lina Bengtsdotter: L\u00f6wenzahnkind. M\u00fcnchen, Penguin Verlag (2019)<\/em>\u00a0\/ Gullsp\u00e5ng in Mittelschweden. In einer hei\u00dfen Sommernacht verschwindet die siebzehnj\u00e4hrige Annabelle. Die Stockholmer Polizei schickt ihre beste Ermittlerin, Charlie Lager. Was keiner wei\u00df: Sie ist in Gullsp\u00e5ng aufgewachsen und vor Jahren von dort gefl\u00fcchtet &#8230; Bengstdotter gilt als Schwedens neue Krimik\u00f6nigin; ob sie die vielen anderen vom Thron st\u00fcrzen kann, bleibt abzuwarten, aber das Zeug dazu hat sie mit Sicherheit. Wie die Debutatin ihre packend geschriebene Story aufbaut und vor allem ihre widerspenstige Kommissarin in Szene setzt, sucht ihresgleichen. Richtig guter Krimistoff mit Tiefgang! \/\/\u00a0<em>Jens Andersen: Astrid Lindgren. Ihr Leben. M\u00fcnchen: Pantheon Verlag (2017)<\/em>\u00a0\/ Es brauchte doch lange Jahre, bis ich mich an die Biografie meiner Lieblingsautorin aus Kinderzeiten herantraute. Und es hat sich gelohnt &#8211; Andersens vielfach ausgezeichnete Biografie breitet auf knapp 450 Seiten ihr Leben und Wirken aus, und das so umfassend und interessant, dass ich in Zukunft einige ihrer Werke nochmal lesen und mir alle m\u00f6glichen weiteren Biografien zu Gem\u00fcte f\u00fchren werde. Ausgel\u00f6st hat all das \u00fcbrigens der bemerkenswert bewegende Film &#8222;Astrid&#8220; von Pernille Fischer Christensen, in dem die \u00e4u\u00dferst schwierigen Jahre als Heranwachsende der sp\u00e4teren weltber\u00fchmten Autorin geschildert werden. Tats\u00e4chlich kamen mir gleich mehrfach die Tr\u00e4nen, und der Film und die Fragen, die er aufwarf, hallten lange in mir weiter &#8230; \/\/ <em>Jan Brandt: Eine Wohnung in der Stadt\/Ein Haus auf dem Land. K\u00f6ln: Dumont (2019)<\/em>\u00a0\/ Weitaus weniger begeistert war ich dagegen von Jan Brandts vielgehyptem Doppelroman, der sich einerseits um die langj\u00e4hrige Wohnungssuche des Autors in Berlin und seine Schwierigkeiten, hier Heimat zu finden, rankt, andererseits um seine vergeblichen Versuche, das Haus seiner Vorfahren im ostfriesischen Ihrhove vor dem Abriss zu retten. Das Buch kommt eher wie eine etwas trockene Reportage denn als ein (oder zwei) Roman\/e daher, und die umfangreichen Abhandlungen des Autors haben mich weder ber\u00fchrt noch zu Mitgef\u00fchl animiert. L\u00f6blich nat\u00fcrlich, dass Brandt sich dem Thema Mieten in diesen problematischen Zeiten f\u00fcr Mieter widmet, aber ein oder zwei Artikel in einer Zeitschrift h\u00e4tten es meiner Ansicht auch getan. Warum nur werden so manche junge m\u00e4nnliche Autoren f\u00fcr ihre nicht sonderlich herausragenden Werke derart ger\u00fchmt? Wer mir das \u00fcberzeugend erkl\u00e4ren kann, kriegt Jan Brandts Buch von mir geschenkt!<\/p>\n<p>Mehr Lesetipps in meiner monatlichen Kolumne im Magazin Sprache f\u00fcr das Goethe-Institut: <a href=\"https:\/\/www.goethe.de\/de\/spr\/mag\/aus.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Auserlesen!<\/a>\u00a0&#8211; vorerst zum letzten Mal, denn das Erscheinen wird zun\u00e4chst aufgrund eines Wechsels in der Leitung ausgesetzt. Sobald Auserlesen! wieder erscheint, gebe ich nat\u00fcrlich umgehend Bescheid!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier kommt die achtundsechzigste Ausgabe der\u00a0Monatsbotin\u00a0von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg! Wem sie gef\u00e4llt: liebend gern weiterempfehlen! 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