{"id":1708,"date":"2019-10-31T19:22:17","date_gmt":"2019-10-31T17:22:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/?p=1708"},"modified":"2019-10-31T19:38:10","modified_gmt":"2019-10-31T17:38:10","slug":"die-monatsbotin-november-2019-notizen-aus-dem-vierten-stock","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/die-monatsbotin-november-2019-notizen-aus-dem-vierten-stock\/","title":{"rendered":"Die Monatsbotin November 2019 \/\/ Notizen aus dem vierten Stock"},"content":{"rendered":"<p><!--StartFragment--><\/p>\n\n\n<p><strong>Hier kommt die einundsiebzigste Ausgabe der&nbsp;Monatsbotin&nbsp;von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wem sie gef\u00e4llt: liebend gern weiterempfehlen! Eine kurze Mail mit dem Hinweis \u201eMonatsbotin gew\u00fcnscht\u201c an&nbsp;<a href=\"mailto:kontakt@karen-susan-fessel.de\">kontakt@karen-susan-fessel.de<\/a>&nbsp;\u2013 und schon liegt sie Monat f\u00fcr Monat im virtuellen Briefkasten &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Viel Spa\u00df beim Lesen w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was war?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein sehr umtriebiger Oktober liegt hinter mir &#8211; der zun\u00e4chst mit einer einw\u00f6chigen Familien- und Kulturreise begann. Zun\u00e4chst war mal wieder ein Besuch mit Kind und Kegel im heimatlichen Meppen dran, danach ging es dann z\u00fcgig weiter nach Eisenach, um von dort aus die Kultursch\u00e4tze Th\u00fcringens zu erkunden &#8211; gemeinsam mit unseren beiden liebsten Reisebegleitern ging es auch nach Gotha und Oberhof, danach stand dann noch das wirklich \u00fcberraschend sch\u00f6ne Weimar auf dem Programm. Der Besuch im Haus am Horn, dem ersten Bauhaus-Musterhaus, machte den 30-Euro-Strafzettel f\u00fcr Falschparken, den ich dann auch noch versehentlich bis zur Unleserlichkeit in der heimischen Waschmaschine verwusch, mehr als wett &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Danach ging es z\u00fcgig an den Schreibtisch, um Kapitel 6 meines &#8211; wie es meine liebe Freundin M. neulich nannte &#8211; Jahrhundertromans endlich fertigzuschreiben und gleich mit dem letzten und siebten Kapitel zu beginnen. Das wiederum muss dann im November fertig werden, momentan bin ich auf S. 484 angelangt; die anvisierte 500-Seiten-Grenze werde ich dann endlich \u00fcberschreiten. Aber ob sie nach dem Lektorat dann immer noch Bestand hat, wird sich ja erst zeigen!<br>Titel und Cover stehen nun, und ich bin davon schwer begeistert. Aber dazu, wie gesagt, mehr erst n\u00e4chsten Monat, wenn ich wirklich mit dem Text durch bin!<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Monatsende hin begann dann die veranstaltungsreichste Zeit des Jahres, die im November ihren H\u00f6hepunkt finden wird. Wieder ging es nach Meppen, um im Kunstzentrum Koppelschleuse mit sieben schreibfreudigen Frauen an biografischen Texten zu feilen. Das war sehr intensiv, lustig und bewegend zugleich, die Teilnehmerinnen waren aus Berlin, Bremen, Schwanewede, M\u00fcnster, Hannover und Meppen angereist, eine bunte, h\u00f6chst interessierte Mischung; ein gelungenes Wochenende, das im n\u00e4chsten Jahr erneut stattfinden wird, zu meiner Freude.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur\u00fcck in Berlin, las ich am 30. Oktober dann in der Theodor-Heuss-Stadtbibliothek f\u00fcr einen h\u00f6chst aufmerksamen Trupp Viert-und F\u00fcnftkl\u00e4ssler aus &#8222;Frieda Fricke&#8220; und &#8222;Hip-Hop, Hund und Herzgeh\u00fcpfe&#8220;. Im Anschluss waren dann auch s\u00e4mtliche sechs in der B\u00fccherei vorhandene B\u00fccher von mir gleich ausgeliehen, was mich besonders erfreut hat. Sage noch mal einer, man k\u00f6nne Kinder nicht mit Lesungen zum Lesen animieren &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Und was kommt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Viele Veranstaltungen zun\u00e4chst &#8211; beginnen werde ich am 1. mit dem allj\u00e4hrlichen Schreibworkshop beim Treffen HIV-positiver Frauen in der Akademie Waldschl\u00f6sschen, wo ich seit nunmehr 17 Jahren mit von der Partie bin. Danach bleibe ich dann gleich in der Gegend, um mit gleich 15 Lesungen im Rahmen der G\u00f6ttinger Kinder- und Jugendbuchwochen verschiedene Schulen in G\u00f6ttingen, Einbeck, Uslar, Northeim, Hannoversch M\u00fcnden, Gleichen und Duderstadt zu besuchen. Als alte Nachteule ist f\u00fcr mich der t\u00e4gliche Lesungsbeginn um 7.50h zwar nicht gerade erfreulich, aber die vermutlich schon muntere Sch\u00fcler*innenschar wird mich schon aufwecken und wachhalten. <\/p>\n\n\n\n<p>Danach geht es dann gleich weiter nach Schleswig-Holstein, wo ich wiederum bei den dortigen Kinder- und Jugendbuchwochen in Reinbek, Wedel, Bordesholm, Bad Segeberg und Lensahn vortragen werde. <\/p>\n\n\n\n<p>Ein \u00e4lteres Publikum erwartet mich dann am 22. November in Hannover, wo ich im Andersraum e.V. aus &#8222;Mutter zieht aus&#8220; lesen werde, am n\u00e4chsten Vormittag wiederum im Kino am Raschplatz an einer Podiumsdiskussion zum Thema &#8222;Coming-Out&#8220; teilnehmen werde, beides auf Einladung von Mosaikgesundheit e.V.<\/p>\n\n\n\n<p>Und nat\u00fcrlich geht es ans Schreiben &#8211; der Roman will ja fertig werden! Nicht zu vergessen die Onlineworkshops, allen voran &#8222;Mein Buch&#8220;, wo zwei h\u00f6chst spannende Autorinnen gerade dabei sind, ihr Erstlingswerk zu vollenden. Es bleibt also spannend!<\/p>\n\n\n\n<p>Einen entspannten November w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00d6ffentliche Termine im Oktober:<\/strong>&nbsp;22. November, Andersraum e.V.,  Asternstra\u00dfe 2, 30167 Hannover, 19h: Lesung aus &#8222;Mutter zieht aus&#8220; \/ 23. November, Kino am Raschplatz,  Raschplatz 5, 30161 Hannover, 11h: Kurzfilme und Generationengespr\u00e4ch &#8222;Coming-Out und lesbische Identit\u00e4t&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Online Workshops:<\/strong>&nbsp;Der n\u00e4chste Kreativ-Quickie startet am&nbsp; am 4. November;&nbsp;Informationen und Anmeldung auch f\u00fcr&nbsp;die neuen Onlineworkshops &#8222;Mein Buch&#8220; und &#8222;Biografisches Schreiben&#8220;&nbsp;und das Einzelcoaching unter&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/seminare\">www.karen-susan-fessel.de\/seminare<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ausgelesen<\/strong>:&nbsp;<em>&nbsp;Didier Eribon: R\u00fcckkehr nach Reims. Berlin, Suhrkamp (2016)<\/em>&nbsp;\/ Bereits 2009 erschienen, schlug Eribons detaillierte Abhandlung \u00fcber seine proletarische Herkunft und seine intellektuelle Auseinandersetzung mit seiner eigenen Abgrenzung davon zun\u00e4chst in Frankreich, dann auch insgesamt in Europa hohe Wellen. Der Soziologe Eribon, einer der wichtigsten Denker Frankreichs, beschreitet damit neue Denkwege in Sachen Klassenunterschiede. Nicht gerade ein popul\u00e4rwissenschaftliches Werk, aber dennoch gut zu lesen &#8211; f\u00fcr mich ein durchaus interessantes Werk, dass mich in mancherlei Hinsicht zum Nachdenken gebracht hat. \/\/  S\u00f8ren Sveistrup: Der Kastanienmann. M\u00fcnchen, Goldmann Verlag (2019) : Einer der besten Krimis, die ich seit langem gelesen habe! An einem st\u00fcrmischen Herbsttag finden die toughe Kommissarin Thulin und ihr schweigsamer Kollege Hess auf einem Spielplatz eine verst\u00fcmmelte Frauenleiche, dar\u00fcber h\u00e4ngt ein Kastanienm\u00e4nnchen. Und genau das erweist sich als eine abenteuerliche Spur, die zu weiteren Morden und einem entf\u00fchrten M\u00e4dchen f\u00fchrt &#8230; Zwar ahnte ich nach ungef\u00e4hr 450 Seiten, wer der M\u00f6rder sein k\u00f6nnte, aber das tat der Spannung absolut keinen Abbruch. Ein fein ausget\u00fcftelte Handlung mit vielen Irr- und Nebenwegen lassen einen verst\u00f6renden Mikrokosmos entstehen, dem ich mich nur schwerlich entziehen konnte &#8211; morgens um 3 h, zum Beispiel, wenn ich die Augen einfach nicht mehr aufhalten konnte &#8230; \/\/ <em>Jo Nesb\u00f8 : Messer. Berlin, Ullstein (2019)<\/em> \/ Sveistrups Landsmann Nesb\u00f8 passte dann ziemlich gut dazu, auch dieser Thriller, vielleicht sein bester sogar, hielt mich mehrere Tage und N\u00e4chte lang immer wieder in Atem. Dass aber die gro\u00dfe Liebe des einsamen Wolfes zu Anfang sterben muss, kann ich dem Autor nur schwer verzeihen. Wie schade, wo ich doch genau diese Figur in all den vorigen B\u00fcchern so liebgewonnen hatte! \/\/ <em>Jasper Nicolaisen: Erwachsen.<\/em> <em>Berlin, Querverlag (2019<\/em>)  \/ Was der Titel mit dem recht quirligen Unterhaltungsroman zu tun hat, erschlie\u00dft sich mir nicht so ganz, aber Nicolaisen liefert vergn\u00fcgliche Verstrickungen und flicht einige fantastische Elemente gleich mit ein in die queere Geschichte um den frischgebackenen schwulen Witwer Thomas, der nach einer neuen Richtung im Leben sucht. Die besten Passagen aber sind diejenigen, in denen sein pubertierender Sohn selbst nach Orientierung sucht. Vielleicht versucht sich Nicolaisen ja auch mal ganz konkret im Bereich Jugendbuch, das w\u00fcrde mich freuen!<\/p>\n\n\n<p><!--EndFragment--><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier kommt die einundsiebzigste Ausgabe der&nbsp;Monatsbotin&nbsp;von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg! Wem sie gef\u00e4llt: liebend gern weiterempfehlen! 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