{"id":1713,"date":"2019-11-30T21:05:55","date_gmt":"2019-11-30T19:05:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/?p=1713"},"modified":"2019-11-30T21:35:41","modified_gmt":"2019-11-30T19:35:41","slug":"die-monatsbotin-dezember-2019-notizen-aus-dem-vierten-stock","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/die-monatsbotin-dezember-2019-notizen-aus-dem-vierten-stock\/","title":{"rendered":"Die Monatsbotin Dezember 2019 \/\/ Notizen aus dem vierten Stock"},"content":{"rendered":"\n<p><strong><br>Hier kommt die zweiundsiebzigste Ausgabe der&nbsp;Monatsbotin&nbsp;von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wem sie gef\u00e4llt: liebend gern weiterempfehlen! Eine kurze Mail mit dem Hinweis \u201eMonatsbotin gew\u00fcnscht\u201c an&nbsp;<a href=\"mailto:kontakt@karen-susan-fessel.de\">kontakt@karen-susan-fessel.de<\/a>&nbsp;\u2013 und schon liegt sie Monat f\u00fcr Monat im virtuellen Briefkasten &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Viel Spa\u00df beim Lesen w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was war?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der November hatte es in sich, in vielerlei Hinsicht. Zun\u00e4chst einmal in reisetechnischer: Der bunte Reisereigen begann mit meinem allj\u00e4hrlichen Schreibworkshop beim Bundestreffen der HIV-positiven Frauen in der Akademie Waldschl\u00f6sschen. Seit 2003 habe ich das Vergn\u00fcgen, hier mit den unterschiedlichsten Frauen zusammenzuarbeiten, wieder einmal entstand eine Reihe von beeindruckenden, bewegenden und auch vergn\u00fcglichen Texten!<\/p>\n\n\n\n<p>Danach verblieb ich gleich f\u00fcr weitere f\u00fcnf Tage in meinem Lieblingszimmer in der Akademie und startete von dort aus jeden Morgen zu drei Lesungen in verschiedenen Schulen des Kreises G\u00f6ttingen und Northeim. Den Anfang aber machte am 3. November die feierliche Er\u00f6ffnung der von der GEW und dem Friedrich-Boedecker-Kreis veranstalteten 51. (!) Kinder- und Jugendbuchwoche im altehrw\u00fcrdigen Saal des Alten Rathauses, wo ich ganz am Ende eine kurze Passage aus &#8222;Und wenn schon!&#8220; vortragen durfte. Das war dann auch das Buch, aus dem ich in der folgenden Woche am h\u00e4ufigsten las &#8211; in der G\u00f6ttinger Montessori-Schule, der Heinrich-B\u00f6ll-F\u00f6rderschule und dem Felix-Klein-Gymnasium, dem Eichsfeld-Gymnasium Duderstadt, der Schule am Botanischen Garten in Hannoversch M\u00fcnden wie auch in der Sollingschule Uslar, der IGS Einbeck und der Erich-K\u00e4stner-F\u00f6rderschule in Northeim. In Northeim begl\u00fcckte ich dann zum kr\u00f6nenden Abschluss der Woche auch die 10. Klassen der Thomas-Mann-Hauptschule mit zwei Lesungen aus &#8222;Alles ist echt&#8220;, &#8222;Steingesicht&#8220; und weiteren B\u00fcchern. Dazwischen las ich auch mal f\u00fcr Kleine: in der Grundschule Diemarden aus &#8222;Frieda Fricke &#8211; unm\u00f6glich&#8220;. <\/p>\n\n\n\n<p>Ebendieses Buch war dann wiederum in der darauffolgenden Woche bei den Schleswig-Holsteinischen Kinder- und Jugendbuchwochen das meistgelesene: Sowohl in Reinbek wie auch in Bordesholm und Bad Segeberg hatte ich in den dortigen B\u00fcchereien zahlreiche Dritt- und Viertkl\u00e4ssler vor mir sitzen, die Friedas Abenteuern mit h\u00f6chster Konzentration lauschten. <\/p>\n\n\n\n<p>In der Stadtb\u00fccherei Wedel und der Lensahner Gemeinschaftsschule wiederum las ich dann erneut aus &#8222;Und wenn schon!&#8220; und weiteren Titeln f\u00fcr die 6. bis 8. Klassen.  <\/p>\n\n\n\n<p>Nach 25 Lesungen in 13 Tagen war ich dann doch auch froh, wieder nach Berlin fahren zu d\u00fcrfen. Da wartete dann eine traurige Nachricht &#8211; ein pl\u00f6tzlicher Todesfall in der Familie brachte alle Pl\u00e4ne durcheinander.  Infolgedessen musste ich dann auch die Veranstaltungen f\u00fcr das n\u00e4chste Wochenende in Hannover und G\u00f6ttingen absagen bzw. verschieben (die Lesung im Andersraum Hannover findet nun am 1. April statt).<\/p>\n\n\n\n<p>In die letzte Novemberwoche  startete ich dann schreibend &#8211; und punktgenau am 27. November war dann auch mein neuer Roman mit dem, wie ich finde, wundersch\u00f6nen Titel &#8222;In die Welt&#8220; in der Rohfassung fertig. 526 Seiten sind es geworden; ob das so bleibt, wird sich zeigen, meist fallen noch einige Seiten dem Lektorat zum Opfer, eventuell aber kommen auch noch einige dazu, wer wei\u00df &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Tag dann aber lag eine Nachricht das Staatssekret\u00e4rs f\u00fcr Kultur im Briefkasten, die mich erstmal sprachlos machte: In Anerkennung meiner &#8222;um Volk und Staat erworbenen besonderen Verdienste&#8220; hat mir Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. \u00dcberreicht wird es mir im Februar des kommenden Jahres. <\/p>\n\n\n\n<p>Ich freue mich sehr \u00fcber die Ehrung und bin immer noch ein bisschen sprachlos &#8230; <\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Recherche dazu bin ich wieder einmal auf die Else-Lasker-Sch\u00fcler-Gesellschaft gesto\u00dfen, was mich dazu bewogen hat, endlich Mitglied zu werden.  Die <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"ELSG  (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"http:\/\/www.else-lasker-schueler-gesellschaft.de\/index.php\/wir-ueber-uns\" target=\"_blank\">ELSG <\/a>will das literarische und k\u00fcnstlerische Werk w\u00e4hrend der Nazizeit verfolgten und 1945 in Pal\u00e4stina gestorbenen Schriftstellerin (eine meiner Lieblingsdichterinnen!) zu pflegen und als wichtigen Beitrag zur deutsch-j\u00fcdischen Kultur lebendig zu erhalten. Sie versteht sich als &#8222;politische&#8220; Lyrikgesellschaft, deren besonderes Anliegen das &#8222;Else-Lasker-Sch\u00fcler-Zentrum der verfolgten K\u00fcnste&#8220; als nationale Einrichtung gegen das Vergessen ist. Angesichts den neu erstarktem Antisemitismus finde ich diese Anliegen wichtiger denn je! <\/p>\n\n\n\n<p>Eine weitere Neuigkeit von Bedeutung gibt es auch noch: Ab sofort werde ich von der<a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" Literatur- und Projektagentur Gert F.  Rumler (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"http:\/\/www.agentur-rumler.de\/\" target=\"_blank\"> Autoren- und Projektagentur Gerd F.  Rumler<\/a> aus M\u00fcnchen vertreten. <\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Schritt, mit einer Literaturagentur zusammenzuarbeiten, habe ich lange gez\u00f6gert; immerhin konnte ich mich doch seit mehr als zwanzig Jahren sehr gut selbst auf dem Literaturmarkt vertreten, aber die Zeiten und Gepflogenheiten haben sich ge\u00e4ndert. Heutzutage arbeiten wiederum fast alle Verlage mit Agenturen zusammen, die im Grunde eine Vorauswahl treffen und diese dann den Verlagen vorlegen.  Wenn es fr\u00fcher also in erster Linie darum ging, einen Verlag zu finden, geht es heute f\u00fcr (angehende) Autor*innen eher darum, eine Agentur zu finden. Neue Zeiten eben &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Und was kommt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die \u00dcberarbeitung von &#8222;In die Welt&#8220; steht an, das ja dann im Fr\u00fchjahr erscheinen wird. Das Cover ist \u00fcbrigens noch viel sch\u00f6ner als der Titel: Erstmalig ist ein Gem\u00e4lde darauf zu sehen, meines niederl\u00e4ndischen Lieblingsmalers <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Jan Roes (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www.rasche-ripken.de\/ros-de\" target=\"_blank\">Jan Roes<\/a> n\u00e4mlich. Dessen Werke wiederum in meiner Lieblingsgalerie <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Rasche Ripken (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www.rasche-ripken.de\/\" target=\"_blank\">Rasche Ripken<\/a> zu sehen sind. Mit Sicherheit ein passender Zwischenstopp f\u00fcr einen Adventsspaziergang in Berlin-Mitte. In der n\u00e4chsten Monatsbotin gibt es dann auch ein Foto des Covers!<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich stehen auch noch die Onlineworkshops und ein weiteres Lektorat an; au\u00dferdem werde ich mir ein paar Gedanken zum n\u00e4chsten Bilderbuch f\u00fcr den Psychiatrie-Verlag machen, und ein in Arbeit befindliches Kinderbuch liegt auch noch auf meinem Tisch &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Eine letzte Lesung steht auch noch an,  am Tag nach meinem 55. Geburtstag: Am 16. Dezember lese ich in der Berliner Ellen-Key-Oberschule zum Auftakt des dortigen Vorlesetages.   <\/p>\n\n\n\n<p>Und dann genie\u00dfe ich den Advent! Der Adventskalender, einst vor \u00fcber f\u00fcnfzig Jahren von meiner lieben Mutter selbst gefertigt und jetzt wieder einmal neu mit selbst verpackten Geschenken f\u00fcr den nunmehr 14-J\u00e4hrigen best\u00fcckt, h\u00e4ngt jedenfalls schon mal!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/IMG_20191130_161827-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1716\" width=\"667\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/IMG_20191130_161827-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/IMG_20191130_161827-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/IMG_20191130_161827-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 667px) 100vw, 667px\" \/><figcaption>dav<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Einen besinnlichen Dezember w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Online Workshops:<\/strong>&nbsp;Der n\u00e4chste Kreativ-Quickie startet am&nbsp; am 6. Januar;&nbsp;Informationen und Anmeldung auch f\u00fcr&nbsp;die neuen Onlineworkshops &#8222;Mein Buch&#8220; und &#8222;Biografisches Schreiben&#8220;&nbsp;und das Einzelcoaching unter&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/seminare\">www.karen-susan-fessel.de\/seminare<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ausgelesen<\/strong>:&nbsp;<em>&nbsp;Stina Jackson: Dunkelsommer. M\u00fcnchen, Goldmann (2019)<\/em>&nbsp;\/ Lelle kann das Verschwinden seiner Tochter nicht verwinden. Meja muss ihre borderlinekranke Mutter ertragen und die Tatsache, dass diese sie \u00fcberall hin mitschleift, diesmal ins \u00f6de Norrland. Da sind die drei interessanten Br\u00fcder eine willkommene Abwechslung. Dass die Familie ihre ganz eigenen Ansichten \u00fcber den Staat und das moderne Leben hat, st\u00f6rt Meja zu Anfang nicht, aber dann \u00fcberschlagen sich die Ereignisse &#8230; Der Deb\u00fctroman Jacksons ist ein solide geschriebener Krimi mit einer abenteuerlichen Konstruktion, die aber vollends aufgeht &#8230; und dabei wichtige Themen wie den v\u00f6lkischen Rechtsextremismus im l\u00e4ndlichen Raum aufgreift. Hat mir gut gefallen! \/\/ <em>Michelle McNamara: Ich ging in die Dunkelheit. Hamburg, Atrium (2019)<\/em> : Gar nicht gefallen hingegen hat mir dieses erz\u00e4hlende Sachbuch nach einer wahren Geschichte. Michelle McNamara  f\u00fchrte einen True Crime Blog und setzte sich zum Ziel, den \u00bbGolden State Killer\u00ab, einen der schlimmsten Serienm\u00f6rder in der Geschichte der USA, zu entlarven &#8211; privat, wohlgemerkt. Dagegen ist nichts einzuwenden, aber beim Lesen des postum erschienen Buches habe ich mich die ganze Zeit gefragt, wer eigentlich was damit bezweckt. Die Frage, warum man sich mit solcher Hingabe der Aufkl\u00e4rung eines Verbrechens widmet (der M\u00f6rder wurde nach dem Tod der Autorin von der Polizei gestellt), bleibt f\u00fcr mich genauso offen wie vor Lekt\u00fcre des Buches. Eher ist mein Unverst\u00e4ndnis noch gewachsen. Um es ganz einfach zu sagen: Was soll das? \/\/ <em>Doris Unzeitig: Eine Lehrerin sieht rot. Plassen, Kulmbach (2019)<\/em> \/ Was dieses Buch hingegen soll, erschlie\u00dft sich mir hingegen sehr wohl: Hier m\u00f6chte eine sich als nicht gen\u00fcgend gew\u00fcrdigt sehende Schulleiterin nach ihrem Abgang aus Berlin ordentlich auf das Berliner Schulsystem und die beteiligten Politiker schimpfen. Dass Unzeitig von vielen Eltern und weiteren Beteiligten als arrogant und belehrend empfunden wurde, verstehe ich nach der Lekt\u00fcre dieses z\u00e4hen, sich unentwegt um sie selbst und ihre bahnbrechenden Ideen rankenden Werkes sehr gut. Aber Unzeitig sitzt ja nun wieder im l\u00e4ndlichen, beschaulichen \u00d6sterreich, wo sie mit Sicherheit besser wirken kann als im b\u00f6sen Berlin. <br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier kommt die zweiundsiebzigste Ausgabe der&nbsp;Monatsbotin&nbsp;von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg! Wem sie gef\u00e4llt: liebend gern weiterempfehlen! 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