{"id":1801,"date":"2020-06-02T21:34:12","date_gmt":"2020-06-02T19:34:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/?p=1801"},"modified":"2020-06-02T21:34:12","modified_gmt":"2020-06-02T19:34:12","slug":"die-monatsbotin-juni-2020-notizen-aus-dem-vierten-stock","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/die-monatsbotin-juni-2020-notizen-aus-dem-vierten-stock\/","title":{"rendered":"Die Monatsbotin Juni 2020 \/ Notizen aus dem vierten Stock"},"content":{"rendered":"<p><!--StartFragment--><\/p>\n\n\n<p><strong>Hier kommt die achtundsiebzigste Ausgabe der\u00a0Monatsbotin\u00a0von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wem sie gef\u00e4llt: liebend gern weiterempfehlen! Eine kurze Mail mit dem Hinweis \u201eMonatsbotin gew\u00fcnscht\u201c an&nbsp;<a href=\"mailto:kontakt@karen-susan-fessel.de\">kontakt@karen-susan-fessel.de<\/a>&nbsp;\u2013 und schon liegt sie Monat f\u00fcr Monat im virtuellen Briefkasten &#8230; Wer lieber Ruhe w\u00fcnscht, desgleichen!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Viel Spa\u00df beim Lesen w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was war?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Und nun liegt auch der erste Corona-Mai aller Zeiten hinter mir, der einige Lockerungen mit sich gebracht, mich aber &#8211; wie nahezu alle Kreativarbeitenden, die ich kenne &#8211; weiter in einer Art h\u00f6chst uninspiriertem Schwebezustand gehalten hat. Und das liegt nicht nur daran, dass ich nicht wie sonst seit mehr als f\u00fcnfundzwanzig Jahren zu Lesereisen unterwegs bin, sondern mehr oder minder zu Hause. Abgesehen von einer kurzen Recherchereise, die ich mit einem langersehnten Besuch bei meinem lieben M\u00fctterchen im sch\u00f6nen Meppen an der Ems verbinden konnte. Dort jubilierten die B\u00e4ume, Str\u00e4ucher und Blumen in sch\u00f6nster Maienbl\u00fcte, das absolute Highlight f\u00fcr mich aber war die Entdeckung zweier junger Sumpfohreulen-\u00c4stlinge in der h\u00f6chsten Eiche im Marschgebiet nahe der Ems weit und breit. Das wollte ich mein Leben lang schon einmal sehen: flauschige Eulenk\u00fcken, die aus dem Nest entschl\u00fcpft noch f\u00fcr zwei, drei Wochen auf einem Ast hoch oben hocken und von den Eltern mit frischen M\u00e4usen versorgt werden. Die F\u00fctterung konnte ich dann auch noch zweimal beobachten, w\u00e4hrend die junge Eulen wiederum mich immer wieder augenzwinkernd betrachteten. Eindrucksvoll!<br>Auch in Berlin gr\u00fcnt und bl\u00fcht es; leider nimmt der Verkehr wieder deutlich zu. Aber aus meinem Zimmer im vierten Stock kann ich tats\u00e4chlich auch zwei Vogeljunge betrachten, die von den Eltern gef\u00fcttert werden, allerdings handelt es sich hier um gew\u00f6hnliche Berliner Nebelkr\u00e4hen, und M\u00e4use werden in der sich wiegenden Birke vor meinem Fenster auch nicht verzehrt, sondern vermutlich eine Art proteinreicher Insektenbrei. Freude habe ich dennoch daran, als ausgesprochene Vogelliebhaberin gefallen mir all diese flatternden Wesen gut. <\/p>\n\n\n\n<p>Abgesehen von meinen ornithologischen Studien war ich nat\u00fcrlich auch beruflich besch\u00e4ftigt: zum einen mit den laufenden Online-Workshops (ja, andere Menschen schreiben im Moment sehr kreativ!), zum anderen mit dem technischen R\u00fcstzeug, das ich brauche, um eigene Podcasts oder H\u00f6rb\u00fccher einzusprechen. Das geht nur langsam voran, das aber liegt auch daran, dass ich mich Mitte Mai dann endlich einer lange anstehenden kleinen Handoperation unterzogen habe. Das Karpaltunnelsyndrom ereilt nicht wenige tippende oder handwerklich kleinteilig arbeitende Menschen, doch nach einer halbst\u00fcndigen ambulanten Operation konnte ich schon wenige Tage sp\u00e4ter wieder alle Finger der linken Hand bewegen, wenn auch noch sehr eingeschr\u00e4nkt. Bis alles wieder in Ordnung ist, dauert es noch ein paar Wochen, und wenn es gut l\u00e4uft, ist im Herbst oder Winter die andere Hand dran.  <\/p>\n\n\n\n<p>Eine Neuver\u00f6ffentlichung gibt es auch noch zu vermelden: Zu Pippi Langstrumpfs 75. Geburtstag &#8211; genauer gesagt, zum 75-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um der deutschen Erstausgabe von Astrid Lindgrens Kinderbuchklassiker &#8222;Pippi Langstrumpf&#8220; erschien soeben der schwergewichtige Band &#8222;<a href=\"https:\/\/www.oetinger.de\/buch\/pippi-langstrumpf\/9783789113451#:~:text=Heldin%2C%20Ikone%2C%20Freundin&amp;text=In%20diesem%20Buch%20erz%C3%A4hlen%20bekannte,jungen%20Jahren%20und%20Pippi%20heute.\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Pippi Langstrumpf - Heldin, Ikone, Freundin (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Pippi Langstrumpf &#8211; Heldin, Ikone, Freundin<\/a>&#8220; im Oetinger Verlag, mit meinem vierseitigen Beitrag &#8222;Regenbogensocken f\u00fcr Pippi&#8220;. Kein Buch f\u00fcr Kinder, der schwere Brocken, sondern eins f\u00fcr Liebhaber*innen, Fachleute und Menschen, denen Pippi etwas bedeutet (hat), mit Beitr\u00e4gen namhafter und auch weniger namhafter Autor*innen &#8211; eine bunte Mischung, genau wie Pippis Lieblingsbonbons!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Und was kommt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Lehrstunden in Sachen Aufnahmetechnik stehen an, in m\u00fchevollem Eigenunterricht, aber auch ein paar Coachingstunden werde ich mir g\u00f6nnen. Aber wann dann nun der erste Podcast erscheint, wage ich noch nicht festzulegen. Die Zeichen stehen eher auf Herbst\/Winter, denn sprechen kann ich ja auch mit einer Hand!<\/p>\n\n\n\n<p>Das im letzten Monat erw\u00e4hnte Bilderbuch muss noch \u00fcberarbeitet werden, und das Konzept f\u00fcr das Reportagebuch ist zwar abgesegnet, aber die Finanzierung steht noch aus. Au\u00dferdem werde ich mich in diesem Monat Juni an erste \u00dcberlegungen zu meinem n\u00e4chsten Roman machen. Auch ein geplantes Kinderbuch will \u00fcberdacht werden. Und: Nach all den Veranstaltungsabsagen gibt es nun einen kleinen Lichtstreif am Horizont: Die Sommerakademie im Juli in der Akademie Waldschl\u00f6sschen soll stattfinden, und eine Lesung in der Stadtb\u00fccherei Berlin-Tempelhof wurde wohlweislich auf den Dezember verschoben &#8211; und nicht einfach abgesagt. Das ist doch schon mal was! <\/p>\n\n\n\n<p>Einen hoffnungsvollen Juni w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Online Workshops:<\/strong>\u00a0Die n\u00e4chsten Kreativ-Quickies starten am\u00a02. Juni und am 3. August;  Informationen und Anmeldung auch f\u00fcr\u00a0die neuen Onlineworkshops &#8222;Mein Buch&#8220; und &#8222;Biografisches Schreiben&#8220;\u00a0und das Einzelcoaching unter\u00a0<a href=\"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/seminare\">www.karen-susan-fessel.de\/seminare<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ausgelesen<\/strong>:\u00a0<em>\u00a0Dror Mishani: Vermisst &#8211; Avi Avraham ermittelt. M\u00fcnchen, dtv (2015) <\/em>\/ Avraham Avraham, einsamer Komissar aus Tel Aviv, versch\u00e4tzt sich kolossal, als er die Mutter eines vermissten 16-J\u00e4hrigen mit beruhigenden Worten wieder nach Hause schickt. Denn der Junge taucht tats\u00e4chlich nicht wieder auf, und neben seiner unerwiderten Liebe zu einer Kollegin hat Abraham auf einmal eine vollkommen in die Irre f\u00fchrende Ermittlung am Hals &#8230; Schon lange wollte ich mal einen israelischen Krimi lesen, aber mit dem Erstling der preisgekr\u00f6nten Reihe um den von Selbstzweifeln zerfressenen Ermittler Avraham habe ich wohl nicht den allerbesten Griff getan.  Mishanis Held hat derart viel mit seinen inneren N\u00f6ten zu tun, dass von der Krimihandlung selbst, w\u00fcrden diese herausgestrichen, wohl kaum mehr als ein F\u00fcnftel \u00fcbrigbliebe. Auch sein Gegenspieler strotzt vor seelischen Problemen, das war mir dann doch etwas zu viel der z\u00e4hen Klagen. \/\/  <em>Ursula Ott: Das Haus meiner Eltern hat viele R\u00e4ume: Vom Loslassen, Ausr\u00e4umen und Bewahren. M\u00fcnchen, btb 2019 \/<\/em> Der kurzweilige Bestseller der &#8222;Chrismon&#8220;-Chefredakteurin liest sich wie in einem Rutsch und handelt in flottem Tempo diverse Fragestellungen rund um den Auszug der alten Mutter aus ihrem gro\u00dfen Haus ab. Wie gelingt ein Neuanfang im Alter, was kann man zur\u00fccklassen, was bleibt von einem gelebten Leben? Otts Werk ist gut ein Jahr nach meinem eigenen Buch &#8222;Mutter zieht aus&#8220; erschienen, behandelt eine ganz \u00e4hnliche Thematik, kommt ein wenig straffer und f\u00fcr mein Gef\u00fchl ein wenig unpers\u00f6nlicher daher. Die geneigte Leserschaft m\u00f6ge entscheiden, in welcher Form sich beide Werke vielleicht erg\u00e4nzen &#8230;  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier kommt die achtundsiebzigste Ausgabe der\u00a0Monatsbotin\u00a0von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg! 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