{"id":1823,"date":"2020-08-03T15:37:59","date_gmt":"2020-08-03T13:37:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/?p=1823"},"modified":"2020-08-03T16:12:11","modified_gmt":"2020-08-03T14:12:11","slug":"die-monatsbotin-august-2020-notizen-aus-dem-vierten-stock","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/die-monatsbotin-august-2020-notizen-aus-dem-vierten-stock\/","title":{"rendered":"Die Monatsbotin August 2020 \/ Notizen aus dem vierten Stock"},"content":{"rendered":"<p><br>\n<br>\n<!--StartFragment--><\/p>\n\n\n<p><strong>Hier kommt die achtzigste Ausgabe der\u00a0Monatsbotin\u00a0von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wem sie gef\u00e4llt: liebend gern weiterempfehlen! Eine kurze Mail mit dem Hinweis \u201eMonatsbotin gew\u00fcnscht\u201c an&nbsp;<a href=\"mailto:kontakt@karen-susan-fessel.de\">kontakt@karen-susan-fessel.de<\/a>&nbsp;\u2013 und schon liegt sie Monat f\u00fcr Monat im virtuellen Briefkasten &#8230; Wer lieber Ruhe w\u00fcnscht, desgleichen!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Viel Spa\u00df beim Lesen w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was war?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein zum Gl\u00fcck lange nicht so br\u00fctend hei\u00dfer Juli wie die letzten beiden &#8211; und nach drei Monaten Ruhe im Terminkalender erstmals wieder zwei Veranstaltungen, die nicht online stattfanden oder ausfielen. W\u00e4hrend alle Lesungen als Folge der Corona-Epidemie weiterhin gestrichen blieben, setzte sich die gute alte Sommerakademie Waldschl\u00f6sschen nahe G\u00f6ttingen mit einem ausgekl\u00fcgelten Hygienekonzept schlie\u00dflich bei den Gesundheitsbeh\u00f6rden durch und konnte so den Betrieb wieder aufnehmen. Die Durststrecke dazwischen \u00fcbrigens \u00fcberstand die Akademie nur dank der zahlreichen Spenden von Unterst\u00fctzer*innen vorrangig aus der schwulen Welt; eines der vielen Zeichen von Solidarit\u00e4t, die diese merkw\u00fcrdigen Zeiten erfreulicherweise hervorgebracht haben. <\/p>\n\n\n\n<p>So konnte ich dann gleich zweimal ins Waldschl\u00f6sschen nahe G\u00f6ttingen reisen, um zun\u00e4chst beim 204. Bundespositiventreffen (veranstaltet vom Waldschl\u00f6sschen, der DAH und dem Verein Positiv e.V.) mit einem knappen Dutzend Teilnehmer*innen an kurzen Texten zu arbeiten, die auch, aber nicht nur die eigene HIV-Infektion und ihre Folgen zum Thema hatten. Die strengen Hygieneregeln &#8211; Maskenpflicht bei jedem Gang, Einbahnstra\u00dfenverkehr, Abstandhalten und Essen nur an Einzeltischen &#8211; waren zun\u00e4chst ein wenig gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig und irritierend, aber da alle sich ausnahmslos daran hielten, schnell &#8222;normal&#8220; und dann auch kaum noch st\u00f6rend. <\/p>\n\n\n\n<p>Auch bei der &#8222;Sommerakademie&#8220; in der letzten Juliwoche, bei der ich zum elften Mal das Vergn\u00fcgen hatte, einen Schreibworkshop anzubieten, lie\u00df sich das Hygienekonzept gut umsetzen. Zwar hie\u00df das, auch bei k\u00fchlem Morgenwetter in kurzen Abst\u00e4nden f\u00fcr Durchzug zu sorgen, aber meine 15 Teilnehmer*innen schalten dahingegen ganz und gar nicht auf Durchzug, sondern waren h\u00f6chst konzentriert bei der Sache. So entstand bei beiden Schreibworkshops eine Vielzahl an bewegenden, spannenden, heiteren und interessanten Texten, auch mehrere Langzeitprojekte wurden weiterbearbeitet. Es besteht durchaus die Hoffnung, dass der eine oder andere Roman dabei herausspringen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Hoffnung habe ich auch bei einigen meiner gerade in Arbeit befindlichen Lektorate. Offenbar nutzen doch einige Menschen die Gelegenheit, sich in der erzwungenen Corona-Entschleunigung an ein eigenes Buch zu setzen. Mich freut das sehr, und so habe ich zur Zeit gleich f\u00fcnf vielversprechende Projekte im Lektorat; in diesen veranstaltungsmageren Zeiten nat\u00fcrlich auch finanziell eine erfreuliche Sache.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Und was kommt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Expos\u00e9s f\u00fcr die (mittlerweile drei) neuen Jugendbuchideen sind fertig und m\u00fcssen nun ihren Weg an einen Verlag finden, das in Arbeit befindliche Bilderbuch aber liegt noch auf dem Tisch, genau wie das spezielle Schulbuchprojekt. Und dann ist ja auch noch die Frage offen, wie mein neuer Roman <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"in die Welt (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"http:\/\/www.querverlag.de\/in-die-welt\/\" target=\"_blank\">In die Welt<\/a>, der mit seinem Erscheinen Anfang M\u00e4rz punktgenau ins Corona-Loch fiel, doch noch vermehrt unter die Leute gebracht werden kann. Wer mir eine Lesung damit vermitteln kann, bekommt ein signiertes Exemplar als Dankesch\u00f6n vorab zugeschickt!   <\/p>\n\n\n\n<p>Und wer sich jetzt noch rasch jeweils als Erste\/*r f\u00fcr den am 3. August oder am 3. September beginnenden neuen  anmeldet, erh\u00e4lt ein signiertes Exemplar meines soeben in die zweite Auflage gegangenen Bilderbuchs <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Selina Stummfisch (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/psychiatrie-verlag.de\/product\/selina-stummfisch\/\" target=\"_blank\">Selina Stummfisch<\/a>, illustriert von Rosa Linke. Also, auf geht&#8217;s!<\/p>\n\n\n\n<p>Einen entspannenden August w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Online Workshops:<\/strong>\u00a0Die n\u00e4chsten Kreativ-Quickies starten am\u00a03. August und am 3. September;  Informationen und Anmeldung auch f\u00fcr\u00a0die neuen Onlineworkshops &#8222;Mein Buch&#8220; und &#8222;Biografisches Schreiben&#8220;\u00a0und das Einzelcoaching unter\u00a0<a href=\"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/seminare\">www.karen-susan-fessel.de\/seminare<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ausgelesen<\/strong>:\u00a0<em>\u00a0Leena Lehtolainen: Sag mir<\/em>, <em>wo die M\u00e4dchen sind. Rowohlt, Reinbek 2012<\/em> \/ Sie schreibt einfach gut und spannend, die finnische Krimiautorin Lehtolainen. Auch in ihrem elften Band um die bodenst\u00e4ndige Ermittlerin Maria Kallio habe ich wieder zahlreiche bemerkenswerte Details aus dem finnischen Alltag gefunden, die mir nicht nur die spannende Geschichte um das Verschwinden dreier junger Frauen mit Migrationshintergrund erhellen, sondern auch das gesellschaftliche Miteinander in dem mir noch unbekannten skandinavischen Land mit seiner \u00fcberaus r\u00e4tselhaften Sprache &#8230; \/\/ <em>Eivind Hofstad Evjemo: Vater, Mutter, Kim.<\/em> <em>Wien, Luftschaft Verlag 2019<\/em> \/<em>  <\/em> Ebenfalls aus Skandinavien stammt der Autor dieses \u00e4u\u00dferst eindringlichen Romans \u00fcber die Trauer um einen verschwundenen Adoptivsohn, allerdings aus Norwegen. Aber was es mit Kim, dem Kind der beiden Hauptpersonen Sella und Arild, auf sich hat und warum er nicht mehr da ist, das rollt der junge Autor erst nach und nach in seinem bemerkenswerten Werk auf. Zun\u00e4chst begleiten wir Sella dabei, wie sie damit ringt, ihr Mitgef\u00fchl f\u00fcr die auf Ut\u00f8ya get\u00f6tete Nachbarstochter angemessen auszudr\u00fccken. Warum sie sich damit derart schwertut, wird in der Reflexion ihres Lebens mit Kim deutlich, an dessen Existenz nun eine gewaltige Leerstelle getreten ist, die alle Freude zu verschlingen droht. Hofstad Evjemo erweist sich in seinem dritten Buch, dem ersten auf deutsch erschienenen, als ein sehr genauer, mitf\u00fchlender Beobachter innerer Prozesse, die mich noch lange nach der Lekt\u00fcre besch\u00e4ftigt haben.  <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n<p><!--EndFragment--><br \/><br \/><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier kommt die achtzigste Ausgabe der\u00a0Monatsbotin\u00a0von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg! Wem sie gef\u00e4llt: liebend gern weiterempfehlen! 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