{"id":2057,"date":"2021-11-01T21:57:01","date_gmt":"2021-11-01T19:57:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/?p=2057"},"modified":"2021-11-04T17:36:29","modified_gmt":"2021-11-04T15:36:29","slug":"die-monatsbotin-november-2021-notizen-aus-dem-vierten-stock","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/die-monatsbotin-november-2021-notizen-aus-dem-vierten-stock\/","title":{"rendered":"Die Monatsbotin November 2021 \/\/ Notizen aus dem vierten Stock"},"content":{"rendered":"<p><strong>Hier kommt die dreiundneunzigste Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!<\/strong><\/p>\n<p>Wem sie gef\u00e4llt: liebend gern weiterempfehlen! Eine kurze Mail mit dem Hinweis \u201eMonatsbotin gew\u00fcnscht\u201c an\u00a0<a href=\"mailto:kontakt@karen-susan-fessel.de\">kontakt@karen-susan-fessel.de<\/a>\u00a0\u2013 und schon liegt sie Monat f\u00fcr Monat im virtuellen Briefkasten &#8230; Wer lieber Ruhe w\u00fcnscht, desgleichen!<\/p>\n<p><strong>Viel Spa\u00df beim Lesen w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Was war?<\/strong><\/p>\n<p>Der Oktober begann mit einem Paukenschlag: Unser brandneuer Podcast &#8222;Butchfunk &#8211; L\u00e4ssig. Lustig. Lesbisch.&#8220;<\/p>\n<figure id=\"attachment_2066\" aria-describedby=\"caption-attachment-2066\" style=\"width: 349px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-2066\" src=\"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/Z3A4974-1-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"349\" height=\"349\" srcset=\"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/Z3A4974-1-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/Z3A4974-1-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/Z3A4974-1-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/Z3A4974-1-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/Z3A4974-1-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/Z3A4974-1-2048x2048.jpg 2048w, https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/Z3A4974-1-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 349px) 100vw, 349px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2066\" class=\"wp-caption-text\">Butchfunk: Der Podcast. Mit Manuela Kay (links), Ina Rosenthal und Karen-Susan Fessel (rechts)<\/figcaption><\/figure>\n<p>schlug richtig gut ein und kletterte gleich mal auf einen sagenhaft guten Platz 6 in den Apple Podcast Charts in der Kategorie Gesundheit und Fitness: Sexualit\u00e4t. Letzteres mag vielleicht nicht die passendste Rubrik sein, denn \u00fcber Sexualit\u00e4t reden meine Mitstreiterinnen Manuela Kay und Ina Rosenthal und ich zwar eigentlich gar nicht mit unseren G\u00e4st*innen, aber die US-Amerikaner*innen bieten eben nur eine begrenzte Anzahl an Rubriken.\u00a0 Dennoch ein sch\u00f6ner Erfolg, der uns drei nat\u00fcrlich weiter befl\u00fcgelt &#8230;<\/p>\n<p>Dass der Podcast eine gute Reichweite hat, erwies sich f\u00fcr mich dann gleich auch bei meiner einzigen Lesung im Oktober am 8. 10. in der Alten Schmiede in Lichtenberg. Im Rahmen der &#8222;Lichtenberger Pride Weeks&#8220; hatte der Verein Leslefam e.V. mich eingeladen, und das zahlreich erschienene Publikum lauschte nicht nur interessiert meiner Lesung aus &#8222;In die Welt&#8220; und &#8222;Mutter zieht aus&#8220;, sondern stellte hinterher viele Fragen und r\u00fcckmeldete nur Positives zum Podcast. Eine h\u00f6chst erfreuliche Lesung, die mich beschwingt in die Lichtenberger Nacht entlie\u00df.<\/p>\n<p>Mein zweites Ghostwriterprojekt habe ich im Oktober abgeschlossen, auch die Arbeit am Roman f\u00fcr den Querverlag lief weiter, zudem die Online-Workshops, vor allem der achtw\u00f6chige f\u00fcr die Aids-Hilfe NRW, der sehr gut angenommen wird. Jeden Dienstagabend bin ich also von 18-21h damit besch\u00e4ftigt &#8230;<\/p>\n<p><strong>Und was kommt?<\/strong><\/p>\n<p>&#8230; nur in der ersten Novemberwoche nicht, wenn ich zur Bad Harzburger Jugendbuchwoche in den Harz reisen werde.\u00a0 Jeden Tag werde ich das Vergn\u00fcgen haben, in unterschiedlichen Schulen in Bad Harzburg, Liebenburg und Goslar aus meinen Kinder- und Jugendb\u00fcchern vorzulesen. Desgleichen auch am 19. November in Osnabr\u00fcck, wo ich drei Lesungen f\u00fcr die F\u00fcnft- bis Zehntkl\u00e4ssler der Bertha-von-Suttner-Oberschule halten werde. Und vom 22. bis zum 26. November reise ich dann ins sch\u00f6ne schweizerische Luzern, um dort an acht Lesungen in unterschiedlichen Schulen meine B\u00fccher zu pr\u00e4sentieren.<\/p>\n<p>Der Veranstaltungsmonat November endet dann am 30. mit einer neuerlichen Lesung in der Stadtteilbibliothek Falkenhagener Feld in Berlin-Spandau, wo ich wieder einmal das Vergn\u00fcgen haben werde, Drittkl\u00e4ssler mit den Abenteuern von Frieda Fricke zu erfreuen.<\/p>\n<p>Bleibt nur zu hoffen, dass die Bahn mich komplikationslos nach Osnabr\u00fcck und in die Schweiz f\u00e4hrt, anders als am 25. Oktober, als ich aufgrund von Zugausf\u00e4llen um ein Haar die Beisetzung meiner langj\u00e4hrigen guten Freundin, der Philosophin, Psychologin und Feministin Barbara K\u00f6ster aus Frankfurt verpasst h\u00e4tte. Barbara K\u00f6ster, einer der streitbarsten und kl\u00fcgsten K\u00f6pfe der linksalternativen Szene, Mitbegr\u00fcnderin der Frankfurter Frauenschule und umtriebige Aktivistin der deutschen Studenten- und Frauenbewegung, ist am 8.10. im Alter von 74 Jahren leider \u00fcberraschend verstorben; ihre leidenschaftliche Stimme wird nicht nur mir fehlen.<\/p>\n<p>Zu h\u00f6ren ist hingegen ab dem 1.11. die zweite Folge von <span style=\"font-size: 1rem;\">\u201eButchfunk \u2013 der Podcast!\u201c<\/span>. Diesmal haben wir die Berliner Friseurmeisterin Marianne Graff zu Gast, mit der wir so interessante Dinge wie Wasserwellen und Szenefrisuren intensiv diskutieren. Ab sofort <a href=\"https:\/\/linktr.ee\/butchfunk\">auf vielen Plattformen<\/a> , unter anderem auch <a href=\"https:\/\/www.pinkdot-life.de\/butchfunk-der-podcast\">hier<\/a> auf Pink.Life.<\/p>\n<p>Einen muscheligen November w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel!<\/p>\n<p><strong>Online-Workshops:<\/strong> Der n\u00e4chste Kreativ-Quickie startet am 2. Dezember; Informationen und Anmeldung auch f\u00fcr die neuen Onlineworkshops &#8222;Mein Buch&#8220; und &#8222;Biografisches Schreiben&#8220; und das Einzelcoaching unter <a href=\"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/seminare\">www.karen-susan-fessel.de\/seminare<\/a><\/p>\n<p><strong>Ausgelesen<\/strong>: <em>Gesine Palmer: Tausend Tode. \u00dcber Trauer reden. PalmArtPress, Berlin 2020<\/em> \/ Nein, es geht nicht etwa darum, wie Trauernde miteinander kommunizieren, sondern um eine Trauerrednerin und ihre Erfahrungen mit Trauernden, aber auch mit ihren eigenen Gedanken \u00fcber Tod, Trauer und Sterben, aus denen sie ihre Trauerreden heraussch\u00f6pft. Gesine Palmers schmales, aber sehr lesenswertes Buch\u00a0 beleuchtet unsere heutige Trauerkultur auf vielf\u00e4ltige, kluge und auch immer wieder am\u00fcsante Weise und vers\u00f6hnt damit auch mit den vielen Fehltritten, die den modernen Trauernden, aber auch den professionell damit Befassten unterlaufen k\u00f6nnen. Unterschwellig schwingt immer ein tiefes Verst\u00e4ndnis der Autorin f\u00fcr die menschlichen Unzul\u00e4nglichkeiten mit &#8211; sehr angenehm in diesen oft, um mit der aktuellen Buchpreistr\u00e4gerin Antje Rav\u00edc Strubel zu sprechen, &#8222;z\u00e4nkischen Zeiten&#8220; &#8230; \/\/ <em>Eileen Myles: Chelsea Girls. Matthes &amp; Seitz, Berlin 2020 \/ <\/em>Dass\u00a0 Prosatexte von Eileen Myles, nichtbin\u00e4rer Kultfigur der US-amerikanischen queeren Literaturszene, auch endlich ins Deutsche \u00fcbertragen wurden (einige Gedichte wurden bereits im vergangenen Jahr von Regina N\u00f6ssler f\u00fcr das im konkursbuch Verlag erschienene <em>Lesbische Auge<\/em> \u00fcbersetzt), ist an sich schon mal eine feine Sache. Aber f\u00fcr Myles&#8216; atemlose Prosa braucht es a) durchaus den Willen, sich auf die temporeiche Fahrt durch ein vielschichtiges Seelenleben und deren gedanklichen Ausw\u00fcchse auch einzulassen und b) gutes Durchhalteverm\u00f6gen. Dann aber wird man belohnt mit einem schillernden Gedankenreichtum, der seinesgleichen sucht. H\u00e4tte der Verlag sich allerdings dazu durchringen k\u00f6nnen, die Myles&#8217;sche Sprachgewalt mit wohlgesetzten Abs\u00e4tzen ein wenig lesefreundlicher zu gestalten, dann w\u00e4re der Lesegenuss deutlich h\u00f6her ausgefallen, zumindest bei mir &#8230; \/\/ R<em>osa von Praunheim: Wie wird man reich und ber\u00fchmt? Wie dreht man Filme, schreibt man Gedichte, malt man Sterne und Schw\u00e4nze? \/ Martin Schmitz Verlag, Berlin 2017<\/em> \/ Geradezu entspannend dagegen die vom Berliner Filmemacher Rosa von Praunheim verwendete kurze Form in seinem nunmehr 8. Buch, das nicht nur angehenden Filmstudenten einiges \u00fcber die Kunst des im kommenden Jahr 80 Jahre alt werdenden, international bekannten Filmregisseurs verr\u00e4t. Von Praunheim plaudert in diesem kurzweiligen Werk aus dem kunstsinnigen N\u00e4hk\u00e4stchen und geizt dabei weder mit Kostproben seiner Lyrik noch mit Zeichnungen. Und das Ganze auch noch eingefasst in ansprechendes Rosa!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier kommt die dreiundneunzigste Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg! Wem sie gef\u00e4llt: liebend gern weiterempfehlen! 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