{"id":2125,"date":"2022-04-01T17:50:10","date_gmt":"2022-04-01T15:50:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/?p=2125"},"modified":"2022-04-01T18:26:14","modified_gmt":"2022-04-01T16:26:14","slug":"die-monatsbotin-april-2022-notizen-aus-dem-vierten-stock","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/die-monatsbotin-april-2022-notizen-aus-dem-vierten-stock\/","title":{"rendered":"Die Monatsbotin April 2022 \/\/ Notizen aus dem vierten Stock"},"content":{"rendered":"<p><strong>Hier kommt die siebenundneunzigste Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!<\/strong><\/p>\n<p>Wem sie gef\u00e4llt: liebend gern weiterempfehlen! Eine kurze Mail mit dem Hinweis \u201eMonatsbotin gew\u00fcnscht\u201c an\u00a0<a href=\"mailto:kontakt@karen-susan-fessel.de\">kontakt@karen-susan-fessel.de<\/a>\u00a0\u2013 und schon liegt sie Monat f\u00fcr Monat im virtuellen Briefkasten &#8230; Wer lieber Ruhe w\u00fcnscht, desgleichen!<\/p>\n<p><strong>Viel Spa\u00df beim Lesen w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Was war?<\/strong><\/p>\n<p>Der M\u00e4rz zeigte sich mal wieder von seiner sonnigen Seite, ganz im Gegensatz zum d\u00fcsteren Geschehen im Osten Europas, das vielen Menschen und auch mir geh\u00f6rig auf die Stimmung schlug und schl\u00e4gt. F\u00fcr die Nichtberlinerinnen hier einmal kurz eine Bestandsaufnahme: Ja, man merkt durchaus, dass zigtausende von Gefl\u00fcchteten zumeist \u00fcber Polen nach Berlin eingereist sind, und das nicht nur, wenn man vom Hauptbahnhof aus reisen m\u00f6chte.\u00a0 Auch in den Berliner B\u00fcrger\u00e4mtern stehen lange Schlangen von Menschen, und nicht wenige meiner Bekannten und Freunde haben Gefl\u00fcchtete aufgenommen und sind nun damit besch\u00e4ftigt, diese unb\u00fcrokratisch und schnell mit dem N\u00f6tigsten zu versorgen, was sich nicht immer einfach gestaltet. Meine pers\u00f6nlichen Aktivit\u00e4ten in dieser Richtung beschr\u00e4nken sich bisher auf Geldspenden, aber f\u00fcr den Mai ist bereits die erste Kurzlesung mit \u00dcbersetzung f\u00fcr gefl\u00fcchtete ukrainische Jugendliche angedacht. Ich werde berichten &#8230;<\/p>\n<p>Am 3. M\u00e4rz holte ich dann die beiden im Januar aus Coronagr\u00fcnden ausgefallenen Online-Lesungen vor Z\u00fcrcher Jugendlichen nach, um am 9. M\u00e4rz den aus denselben Gr\u00fcnden verschobenen Workshop-Tag an der Braunschweiger Wilhelm-Bracke-Gesamtschule zu halten, endlich wieder einmal vor Ort, was mir sehr viel Spa\u00df machte. Gut zwei Dutzend Elftkl\u00e4ssler waren mit gro\u00dfem Elan dabei und schrieben Kurztexte &#8211; das sp\u00e4tere Feedback freute mich enorm, zeigte es doch, dass die jungen Leute wirklich etwas davon mitgenommen hatten. Hier eine kleine Kostprobe: &#8222;Es hat unglaublich viel Spa\u00df gemacht, mal kreative Texte zu formulieren und dies nach verschiedenen Kriterien zu machen.&#8220; \u201eIch muss sagen, dass mir dieser Workshop unglaublich viel Spa\u00df gemacht hat und ich wirklich sagen muss, dass ich echt viel mitnehmen konnte! Ich habe gelernt, wie man anf\u00e4ngt, einen Text zu schreiben, wie man die Zeitform richtig einbaut und vor allem habe<br \/>\nich meiner Kreativit\u00e4t freien Lauf gelassen, was mir sehr gefallen hat.&#8220; Mir auch, vielen Dank nach Braunschweig, vor allem auch an die engagierte Deutschlehrerin Margot Nies, die diesen Tag m\u00f6glich gemacht hat!<\/p>\n<p>Am 22. M\u00e4rz dann reiste ich nach Falkenberg\/Elster und stellte den Dritt-bis Sechstlkl\u00e4sslern der dortigen Astrid-Lindgren-Grundschule im Rahmen der Literaturwoche auf Einladung der Stadtbibliothek verschiedene Kinder- und Jugendb\u00fccher vor. Die f\u00fcr den 29. M\u00e4rz wiederum geplante Lesung vor Achtkl\u00e4sslern des Rosa-Luxemburg-Gymnasiums hingegen musste leider ausfallen, da ich am selben Morgen mit handfesten Anzeichen einer Corona-Infektion erwachte &#8211; was sich allerdings dann zum Gl\u00fcck nur als &#8222;normale&#8220; Infektion herausstellte. Sehr schade, aber vielleicht gibt es im kommenden Jahr dann eine Neuauflage!<\/p>\n<p>Nach dem coronabedingten Ausfall der M\u00e4rz-Episode des Podcasts &#8222;Butchfunk &#8211; L\u00e4ssig. Lustig. Lesbisch.&#8220; konnten Manuela Kay und ich dann aber endlich die Folge 6 aufnehmen, die am Donnerstag, dem 7. April ver\u00f6ffentlicht werden wird. Zu Gast ist die \u00e4u\u00dferst wortgewandte Casterin, Regisseurin und ehemalige Schauspielerin <a href=\"https:\/\/www.charlottesiebenrock.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Charlotte Siebenrock<\/a>, die unter anderem dar\u00fcber aufkl\u00e4rt, wie hoch die durchschnittliche Quote an queeren Schauspielabsolvent*innen pro Jahr ungef\u00e4hr einzusch\u00e4tzen sein d\u00fcrfte. Wer sich die bisherigen f\u00fcnf Folgen noch nicht zu Gem\u00fcte gef\u00fchrt hat, kann es sehr gern jetzt nachholen: Der Podcast ist zu h\u00f6ren <a href=\"https:\/\/linktr.ee\/butchfunk\">auf vielen Plattformen<\/a>\u00a0, unter anderem auch\u00a0<a href=\"https:\/\/www.pinkdot-life.de\/butchfunk-der-podcast\">hier<\/a>\u00a0auf Pink.Life. Und: Wem es gef\u00e4llt, nicht vergessen, zu liken und zu abonnieren!<\/p>\n<p>Wer sich \u00fcbrigens ein wenig weiter in meine Arbeit als Kinder- und Jugendbuchautorin vertiefen m\u00f6chte, dem sei die soeben neu erschienene 22. Sonderausgabe &#8222;<a href=\"https:\/\/www.kopaed.de\/kopaedshop\/?pg=3_29\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Standortbestimmungen<\/a>&#8220; von kjl&amp;m empfohlen, erschienen anl\u00e4sslich des 65. Geburtstages der Bielefelder Kinder- und Literaturwissenschaftlerin, Literatur- und Mediendidaktikerin und Professorin Petra Josting, die mich 2018 bei meinem Aufenthalt als &#8222;poet in residence&#8220; mit gro\u00dfem Elan begleitete. Eines der neun darin enthaltenen Interviews hat der Literaturwissenschaftler Dr. Michael Ritter mit mir gef\u00fchrt; wie ich finde, ein sehr gelungenes Gespr\u00e4ch!<\/p>\n<p><strong>Und was kommt?<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 1rem;\">Nat\u00fcrlich geht die Arbeit an meinen aktuellen Projekten &#8211; dem Jugendbuch f\u00fcr den Querverlag und dem neuen Ghostwriterprojekt &#8211; weiter, desgleichen die Online-Workshops &#8222;Biografisches Schreiben&#8220; und auch zwei weitere Lektorate. Wobei es sich strenggenommen nicht um Lektorate, sondern um Begutachtungen handelt: Das bedeutet, dass ich ein eingesandtes Manuskript lese, auf literarisches Potential hin beurteile und Anmerkungen und konkrete Vorschl\u00e4ge f\u00fcr ein weiteres Vorgehen bzw. \u00dcberarbeiten gebe.\u00a0 F\u00fcr die beiden Autorinnen hoffentlich ein gutes R\u00fcstzeug, um ihre Projekte weiter voranzubringen und die Ver\u00f6ffentlichungschancen zu erh\u00f6hen, f\u00fcr mich eine interessante T\u00e4tigkeit, die meinen eigenen Blick auf Texte immer wieder neu und weiter sch\u00e4rft. Eine Win-Win-Situation sozusagen.<\/span><\/p>\n<p>Inhaltlich\u00a0 begleitet habe ich auch k\u00fcrzlich einen sehr zu empfehlenden Text des Berliner Historikers Raimund Wolfert: &#8222;In memoriam Fritz. We are stardust oder Was bleibt, ist eine Erz\u00e4hlung&#8220;\u00a0 vereint die Ann\u00e4herung an das Leben von Wolferts Gro\u00dfvater mit einem &#8222;Skandalprozess mit sexuellen Motiven&#8220; im schlesischen Waldenburg der 1920er Jahre &#8211; erschienen in den <a href=\"https:\/\/magnus-hirschfeld.de\/publikationen\/mitteilungen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mitteilungen der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft<\/a> Nr. 68.<\/p>\n<p>Und wie steht es mit Lesungen? Im April gibt es nur eine: Am Monatsende, dem 29. April , werde ich wieder einmal der von einem sehr netten und aktiven Kollegium gef\u00fchrten Sch\u00f6nwalder Grundschule &#8222;Menschenskinder&#8220; einen Besuch abstatten und f\u00fcr alle drei 6. Klassen aus &#8222;Und wenn schon&#8220; und &#8222;Ein Stern namens Mama&#8220; vorlesen. Ich freue mich auf lebhafte Kinder!<\/p>\n<p>Einen ebenfalls lebhaften, aber hoffentlich friedlichen April w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel!<\/p>\n<p><strong>Online-Workshops:<\/strong> Der n\u00e4chste Kreativ-Quickie startet am 4. April; Informationen und Anmeldung auch f\u00fcr die neuen Onlineworkshops &#8222;Mein Buch&#8220; und &#8222;Biografisches Schreiben&#8220; und das Einzelcoaching unter <a href=\"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/seminare\">www.karen-susan-fessel.de\/seminare<\/a><\/p>\n<p><strong>Ausgelesen<\/strong>:<em> Tana French: Der Sucher. Scherz Verlag, Frankfurt am Main 2021 \/<\/em> Der ehemalige Chicagoer Polizist Cal hat die Br\u00fccken hinter sich abgebrochen und sich im l\u00e4ndlichen Irland niedergelassen, der Heimat seiner Vorfahren. Das Dorf und seine Bewohner sind im freundlich gesonnen, aber nach einer Weile sp\u00fcrt Cal, dass er beobachtet wird. Und dann taucht da immer wieder dieser leicht verwahrloste Junge auf, der sich nur eines w\u00fcnscht: Cal soll ihm helfen, seinen verschwundenen gro\u00dfen Bruder zu finden. Das aber erweist sich als gef\u00e4hrliche Aufgabe, denn nach und nach zeigen sich die Schattenseiten der Dorfbewohner immer deutlicher &#8230; Ein weiterer sehr spannender Roman der irischen Erfolgsautorin, die es ausgezeichnet versteht, ihre Figuren tiefenpsychologisch geschickt zu zeichnen und ihre Leserschaft damit immer tiefer in die Geschichte hineinzuziehen.\u00a0 Ein Genuss!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier kommt die siebenundneunzigste Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg! Wem sie gef\u00e4llt: liebend gern weiterempfehlen! 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