{"id":2542,"date":"2026-09-14T21:00:16","date_gmt":"2026-09-14T19:00:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/?p=2542"},"modified":"2026-09-14T21:00:16","modified_gmt":"2026-09-14T19:00:16","slug":"karen-susan-fessels-dreimonatsbotin-nr-10-2026-neuigkeiten-aus-dem-vierten-stock","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/karen-susan-fessels-dreimonatsbotin-nr-10-2026-neuigkeiten-aus-dem-vierten-stock\/","title":{"rendered":"Karen-Susan Fessels Dreimonatsbotin Nr. 10\/2026 \/\/ Neuigkeiten aus dem vierten Stock"},"content":{"rendered":"<p><strong>Hier kommt die zehnte Ausgabe der Dreimonatsbotin von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!<\/strong><\/p>\n<p>Wem sie gef\u00e4llt: liebend gern weiterempfehlen! Eine kurze Mail mit dem Hinweis \u201eMonatsbotin gew\u00fcnscht\u201c an\u00a0<a href=\"mailto:kontakt@karen-susan-fessel.de\">kontakt@karen-susan-fessel.de<\/a> \u2013 und schon liegt sie jeweils im M\u00e4rz\/Juni\/September\/Dezember im virtuellen Briefkasten &#8230; Wer lieber Ruhe w\u00fcnscht, desgleichen!<\/p>\n<p><strong>Viel Spa\u00df beim Lesen w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel!<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 1rem;\">Der Sommer ist so gut wie vorbei, aber mich st\u00f6rt das nicht weiter, im Gegenteil: zum einen, weil ich gerade durch Kroatien, Slowenien, \u00d6sterreich und Bayern toure, und zwar gleich mehrere Wochen lang, und zum anderen, weil nun der Herbst naht und damit meine Lieblingsschreibzeit. Denn im Sommer schreibe ich so gut wie nie, jedenfalls nicht an einem Roman; im Sommer habe ich anderes zu tun, bin drau\u00dfen unterwegs und genie\u00dfe die langen Tage, w\u00e4hrend im Herbst alles zur Ruhe kommt und damit auch ich &#8211; und Ruhe, das geht sicher allen Autor*innen so, Ruhe brauche ich zum Schreiben. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 1rem;\">Deshalb freue ich mich schon auf den Herbst, denn dann werde ich endlich mit meinem neuen Roman beginnen &#8211; bislang habe ich dazu Notizen gemacht und kleine Versatzst\u00fccke geschrieben, mit dem eigentlichen Schreiben noch nicht begonnen. Und darauf freue ich mich sehr!<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 1rem;\">Auf der faulen Haut gelegen habe ich dennoch nicht den Sommer \u00fcber &#8211; und wer jetzt aufmerksam aufgepasst hat, dem ist vielleicht aufgefallen, dass damit die gesamte Zeit von April bis August gemeint ist. Denn genau zu der Zeit, als ich die sommerliche Dreimonatsbotin, die Ende Juni hatte erscheinen sollen, verfassen wollte, machten mir gesundheitliche Gr\u00fcnde einen Strich durch die Rechnung. Deswegen musste ich auch leider die schon lange geplanten neuerlichen Schreibworkshops bei den &#8222;Berliner Denkspielpl\u00e4tzen&#8220; am 22. und 23. Juni auf Einladung des Netzwerks Philosophie absagen &#8211; und dann war auch schon Juli und ich auf Reisen (unter anderem mit der gesamten Herkunfts- und Teilen der Wahl-Familie in Meppen zum 90. Geburtstag meiner immer noch r\u00fcstigen Mutter!), und dann war auch schon August und so beschloss ich, die Sommermonatsbotin einfach in die Herbstbotin zu integrieren, was ich hiermit ja auch mache.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 1rem;\">Hinter mir liegen einige sch\u00f6ne und auch interessante Veranstaltungen, allen voran die Lesung<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">\u00a0aus &#8222;<\/span><a style=\"font-size: 1rem;\" href=\"https:\/\/www.querverlag.de\/einfach-nur-noni\/\">Einfach nur Noni<\/a><span style=\"font-size: 1rem;\">&#8220; am 8. April in der Berliner Programmsch\u00e4nke &#8222;<\/span><a style=\"font-size: 1rem;\" href=\"https:\/\/bajszel.de\/\">Bajszel<\/a><span style=\"font-size: 1rem;\">&#8222;, die aufgrund ihrer klaren Haltung gegen Antisemitismus mehrfach Zielscheibe von Anschl\u00e4gen propal\u00e4stinensischer Fanatiker war. Die Diskussion im Anschluss daran war sehr ungew\u00f6hnlich, wie ich fand, noch nie habe ich so viele Fragen nach der Haltung meiner Hauptperson beantworten m\u00fcssen, was gar nicht immer so leicht war &#8211; schlie\u00dflich ist und bleibt eine Romanfigur ja eine ideelle Figur, deren Einstellungen und Meinungen auch ich als Autorin nicht sofort aus dem \u00c4rmel sch\u00fctteln kann. Spannend!<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 1rem;\"> Am 11. und 12. April hatte ich dann auf Einladung zweier sehr umtriebiger Hamburger &#8211; Olav Meyer-Sievers und Yasha M\u00fcller &#8211; die sch\u00f6ne Gelegenheit, im wunderbar in den Parkanlagen des Hamburger Planten und Blomen gelegenem Teehaus einen queeren Workshop zu halten<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\"> &#8211; mit zehn hochmotivierten Teilnehmenden zwischen Mitte Zwanzig und Mitte Siebzig, eine fantastische Mischung.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Am 30. April dann las ich wieder wie jedes Jahr in der Grundschule Menschenskinder in Sch\u00f6nwalde\/Glien f\u00fcr die 6. Klassen, um vom 19. bis 26 Juli wiederum hatte ich das gro\u00dfe Vergn\u00fcgen, die komplett ausgebuchte Sommerakademie in der Akademie Waldschl\u00f6sschen bei G\u00f6ttingen zusammen mit meinem Kollegen Ulrich Klaum nicht nur zu leiten, sondern dabei auch einen zweiteiligen Schreibworkshop abzuhalten. Mein ganz\u00a0<span style=\"font-size: 1rem;\">pers\u00f6nliches Sommerhighlight!<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 1rem;\">Und nat\u00fcrlich laufen auch die Jahresworkshops und individuellen Coachings weiter, desgleichen die diversen Lektorate, die ich zur Zeit in Arbeit habe. Das geht \u00fcbrigens auch ganz bequem von unterwegs aus &#8230;<\/span><\/p>\n<p>Im November geht es dann in Berlin wieder weiter mit den n\u00e4chsten Veranstaltungen, und zwar am 3. November mit zwei Kinderlesungen in der sch\u00f6nen B\u00fccherei am Falkenhagener Feld in Spandau. Im Anschluss winkt ab dem 10. November wieder ein sechsw\u00f6chiger Online-Schreibworkshop f\u00fcr HIV-Positive, veranstaltet von POSITIV HANDELN NRW e.V.<\/p>\n<p>Und mein neues Buch wartet schon auf mich und die langen dunklen Herbst- und Winterabende, an denen ich daran schreiben werde &#8230;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 1rem;\">Einen sch\u00f6nen, bunten Herbst w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p><strong style=\"font-size: 1rem;\">Online-Workshops und -Coaching:<\/strong><span style=\"font-size: 1rem;\"> Die n\u00e4chsten <a href=\"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/seminare\/index.php\/kreativ-quickie-schreib-dich-rein\/\">&#8222;Kreativ-Quickies<\/a>&#8220; starten am\u00a0 5. Oktober\u00a0 und 2. November.\u00a0 Informationen und Anmeldung auch f\u00fcr die weiteren Onlineworkshops &#8222;Mein Buch&#8220; und &#8222;Biografisches Schreiben&#8220;, Begutachtungen, Lektorate und Einzelcoaching unter <\/span><a style=\"font-size: 1rem;\" href=\"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/seminare\">www.karen-susan-fessel.de\/seminare<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p><strong>Ausgelesen<\/strong>: <em>Eli Sharabi: 491 Tage in den Tunneln der Hamas<\/em><span style=\"font-size: 1rem;\"><em>. suhrkamp Nova, Berlin 2026<\/em> \/ Ein bisschen habe ich mich vor der Lekt\u00fcre gef\u00fcrchtet, aber am Ende habe ich das Buch, mit \u00fcbler Erk\u00e4ltung im Bett liegend, in vier Stunden durchgelesen, ohne dass meine Bef\u00fcrchtungen wahr geworden sind: Weder ist Sharabis erstaunlich fl\u00fcssige Erz\u00e4hlung allzu unertr\u00e4glich schockierend, noch einigerma\u00dfen vorhersehbar oder auch sensationsl\u00fcstern geschrieben. Im Gegenteil, Sharabi erz\u00e4hlt sehr klar und strukturiert von seiner Entf\u00fchrung und Gefangenschaft durch Hamas-Terroristen, von seiner Angst und der Zuversicht, die er immer wieder beim Gedanken an seine drau\u00dfen auf ihn wartende Familie empfindet, und auch vom mangelnden Wissen und der niedrigen Bildung seiner unberechenbar agierenden W\u00e4rter &#8211; und dem durch das Leben im Kibbuz vermittelten Gemeinsinn, der ihn und seine Mitgefangenen durch diese grauenhafte Zeit f\u00fchrt. Gern h\u00e4tte ich mehr \u00fcber Sharabis Leben danach erfahren, aber das ist seine Privatsache &#8211; die Qualen der Opfer der Hamas aber sind es keineswegs. \/\/ <em>Zora Del Buono: Seinetwegen. C.H.Beck, M\u00fcnchen 2024.<\/em> Die Schweizerin und ehemalige Wahlberlinerin Del Buono war acht Monate alt, als ihr Vater bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall t\u00f6dlich verungl\u00fcckte. In ihre sowohl f\u00fcr den Schweizer als auch den Deutschen Buchpreis nominierten Roman recherchiert sie diesen mehr als sechzig Jahre zur\u00fcckliegenden Unfall akribisch, sichtet alte Unterlagen, interviewt Zeugen und Verwandte und Bekannte des mutma\u00dflichen Todesfahrers und entwirft so ganz nebenbei das Panorama einer Familie, in der die Trauer sich eingenistet hat und dem Leben von Mutter und Tochter f\u00fcr immer ihren Stempel aufgedr\u00fcckt hat. Ein feinsinniges, zuweilen anr\u00fchrendes Werk wie eine kleine Hommage an den abwesenden Vater &#8211; und das Leben selbst.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Unter der Lupe:\u00a0Meine Werke<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Nr. 16: Lametta am Himmel. Kinderbuch<em>\u00a0<\/em>(2004)<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 1rem;\">Im Jahr 2001 erhielt ich das Stipendium des Kunstvereins R\u00f6derhof e.V., das in einem Aufenthaltsstipendium im winzigen \u00d6rtchen R\u00f6derhof am H\u00f6henzug des Huy in Sachsen-Anhalt. Drei Monate im Sp\u00e4tsommer und Herbst verbrachte ich in der dortigen ehemaligen Brauerei, Wand an Wand mit einem Bildenden K\u00fcnstler, dem nach einem Monat ein Stein so ungl\u00fccklich auf den Fu\u00df fiel, dass er seinen Aufenthalt vorzeitig abbrechen musste. Auch ich konnte nicht bis zum Ende bleiben, zwei Wochen vorher fing ich mir eine bakterielle Lungenentz\u00fcndung ein und musste ebenfalls abreisen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Die Zeit aber in dem gro\u00dfen Atelierraum und dem gemeinschaftlich genutzten, im Rohbau befindlichen Badezimmer ist mir unvergesslich &#8211; meine t\u00e4glichen Spazierg\u00e4nge auf dem Kamm des vorgelagerten H\u00f6henzugs mit dem weiten Blick \u00fcber die B\u00f6rde, die vielen freundlich blickenden K\u00fche auf den Feldern ringsum, das weitl\u00e4ufige Gel\u00e4nde einer ehemaligen verfallenden LPG und nat\u00fcrlich der dichte Wald, der den Huy bedeckte und den ich zu Fu\u00df erkundete, immer in Begleitung meines treuen Hundes Kuba, all das bleibt mir in angenehmer Erinnerung. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2549 alignleft\" src=\"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/71FW7Zj2ZgL._SY425_-209x300.jpg\" alt=\"\" width=\"209\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/71FW7Zj2ZgL._SY425_-209x300.jpg 209w, https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/wp-content\/uploads\/71FW7Zj2ZgL._SY425_.jpg 296w\" sizes=\"auto, (max-width: 209px) 100vw, 209px\" \/>Und hier entstand auch die Idee zu &#8222;Lametta am Himmel&#8220;, meinem Kinderbuch, das von der zehnj\u00e4hrigen Kaya erz\u00e4hlt, die aufgrund einer Augenmissbildung von ihren Altersgenossen verspottet wird, sich mit einer kleinen K\u00fcnstlergruppe anfreundet und das Malen f\u00fcr sich entdeckt. &#8222;Lametta am Himmel&#8220; ist tats\u00e4chlich in R\u00f6derhof und Umgebung angesiedelt, aber heute w\u00fcrde ich den Titel \u00e4ndern &#8211; kaum ein Kind heutzutage wei\u00df n\u00e4mlich noch, was Lametta \u00fcberhaupt ist, seit die silbrigen Metallstreifen als Weihnachtsschmuck nicht mehr hergestellt werden. Aber daraus vorlesen f\u00fcr die dritten und vierten Klassen l\u00e4sst sich immer noch gut &#8230; und nebenbei erkl\u00e4ren, was Lametta eigentlich war, damals, in einer lange vergangenen Zeit &#8230;<\/p>\n<p><em>Lametta am Himmel. Kinderbuch. Verlag Friedrich Oetinger, Hamburg 2004. Nur noch antiquarisch erh\u00e4ltlich.\u00a0 <\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier kommt die zehnte Ausgabe der Dreimonatsbotin von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg! Wem sie gef\u00e4llt: liebend gern weiterempfehlen! 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