{"id":971,"date":"2015-12-02T20:46:38","date_gmt":"2015-12-02T18:46:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/?p=971"},"modified":"2017-01-16T14:59:16","modified_gmt":"2017-01-16T12:59:16","slug":"die-monatsbotin-dezember-2015-notizen-aus-dem-vierten-stock","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/die-monatsbotin-dezember-2015-notizen-aus-dem-vierten-stock\/","title":{"rendered":"Die Monatsbotin Dezember 2015 \/\/ Notizen aus dem vierten Stock"},"content":{"rendered":"<p><strong>Hier kommt die siebenundzwanzigste\u00a0Ausgabe der\u00a0Monatsbotin\u00a0von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!<\/strong><\/p>\n<p>Wem sie gef\u00e4llt: liebend gern weiterempfehlen und\/oder selbst abonnieren: \u00a0Eine kurze Mail mit dem Hinweis \u201eMonatsbotin gew\u00fcnscht\u201c an\u00a0<a href=\"mailto:kontakt@karen-susan-fessel.de\">kontakt@karen-susan-fessel.de<\/a>\u00a0\u2013 und schon liegt sie Monat f\u00fcr Monat im virtuellen Briefkasten \u200b&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Viel Spa\u00df beim Lesen w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Was war?<\/strong><\/p>\n<p>Ein prall gef\u00fcllter Monat liegt hinter mir, der zun\u00e4chst aber mit einem Misserfolg begann. Nein, nicht meinerseits, aber die geplante Zahnsanierung von Hund Luki, dem lebendigen Vorbild f\u00fcr die literarische Figur des Bronko aus meinem Roman \u201eBronko, meine Frau Mutter und ich\u201c gelang nicht. Die Narkose schlug bei Luki einfach nicht an, der kleine Hund blieb einfach wach und lie\u00df nur eine \u00e4u\u00dferst eingeschr\u00e4nkte Zahnreinigung \u00fcber sich ergehen. So reisten wir unverrichteter Dinge wieder zur\u00fcck nach Berlin, wo ich dann am 11. November in der Kreuzberger Lenau-Schule gleich bei mir um die Ecke f\u00fcr die F\u00fcnftkl\u00e4ssler aus \u201eUnd wenn schon!\u201c und anderen Werken las.<\/p>\n<p>F\u00fcnftkl\u00e4ssler waren auch am n\u00e4chsten Vormittag bei zwei weiteren Lesungen in der Bezirkszentralbibliothek Tempelhof mein Publikum, und spontan sprang ich dort dann auch noch f\u00fcr eine erkrankte Kollegin zum Lesefest am selbigen Nachmittag ein. Um am n\u00e4chsten Vormittag wiederum in der Stadtb\u00fccherei Lichtenrade f\u00fcr zwei sechste Klassen aus \u201eEin Stern namens Mama\u201c und \u201eAchtung, M\u00e4dchen gesucht!\u201c vorzutragen.<\/p>\n<p>Zwei Tage sp\u00e4ter ging es dann zu den Schleswig-Holsteiner Kinder- und Jugendbuchwochen: in den Stadtb\u00fcchereien Brunsb\u00fcttel und Neum\u00fcnster las ich am 16. und 17. November f\u00fcr Viert-, Sechst- und Zehntkl\u00e4ssler, um am 18. dann wiederum in der Realschule Maschstra\u00dfe in Braunschweig dreimal vorzutragen und mit den Sch\u00fclern zu diskutieren.<\/p>\n<p>Nach einem kurzen Abstecher nach Berlin flog ich dann am 22. nach Z\u00fcrich, um dort zum dreizehnten Mal auf Einladung des Volksschulamtes aus meinen B\u00fcchern f\u00fcr Kinder und Jugendliche in verschiedenen Schulen des Kantons zu lesen, diesmal besonders geballt: gleich f\u00fcnfzehnmal in f\u00fcnf Tagen!<\/p>\n<p>Kaum zur\u00fcck, ging es dann am 29. November in den Berliner Eisenherz-Buchladen, um beim Lesbischen Literatursalon als Stargast aus meinen B\u00fcchern zu lesen, dem N\u00e4hk\u00e4stchen zu plaudern und kluge Fragen zu beantworten. Einen Buchtipp durfte ich dann auch noch anbringen: \u201eDiffuses Licht\u201c des Hamburger Autors Olav Meyer-Sievers (siehe weiter unten in der Rubrik \u201eAusgelesen\u201c).<\/p>\n<p>Und dazwischen fand ich dann doch tats\u00e4chlich noch Zeit, mit dem Einlesen von \u201eBronko, meine Frau Mutter und ich\u201c zu beginnen, das sp\u00e4testens im Februar dann als Download-H\u00f6rbuch zum Verkauf bereit sein soll. Und dazu begann ich mit einem sehr spannenden Lektorat, \u00fcber das ich noch nicht allzuviel verraten kann. Nur soviel: Hundefans werden sich freuen \u2026<\/p>\n<p><strong>Und was kommt?<\/strong><\/p>\n<p>Zu allererst morgen die letzte \u00f6ffentliche Veranstaltung des Jahres: In den heiligen Hallen der Berliner Literaturwelt, dem Literarischen Colloquium in Berlin-Wannsee, moderiere ich ab 19h eine Veranstaltung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes zum Thema \u201eweiblich &#8211; m\u00e4nnlich \u2013 flie\u00dfend\u201c. Gleich drei Autoren \u2013 Aris Fioretis, Thomas Meinecke und Jayrome Robinet \u2013 treten an, um literarische und vielleicht auch private Positionen zum obigen Thema zu er\u00f6rtern. Das l\u00e4sst Spannendes erwarten, und wer dann im Publikum tapfer durchgehalten (und wom\u00f6glich auch selbst kluge Fragen gestellt hat hat!) hat, wird mit einem akustischen Plattenteller vom auch als DJ bekannten Thomas Meinecke belohnt.<\/p>\n<p>Und dann steht nat\u00fcrlich das weitere Einlesen der H\u00f6rb\u00fccher an, dazu das oben erw\u00e4hnte Lektorat, das Anfang Januar abgeschlossen sein wird. Dazwischen werde ich knackige 51 Jahre alt, die Feiertage stehen an, und wenn dann noch ein wenig Zeit bleibt, werde ich mich noch vor Weihnachten zwei neuen Expos\u00e9s f\u00fcr zwei Jugendb\u00fccher und meinem privaten, seit mehreren Monaten auf Eis gelegten Romanprojekt f\u00fcr Erwachsene widmen. Also, faule Zeiten sind nicht in Sicht \u2026<\/p>\n<p><strong>Einen entspannten Dezember w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel!<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00d6ffentliche Termine im<\/strong>\u00a0<strong>Dezember<\/strong>:\u00a0 3. Dezember, Literarisches Colloquium Berlin, Am Sandwerder 5, Wannsee, 19h: Der literarische Salon der ADS: weiblichm\u00e4nnlichflie\u00dfend, G\u00e4ste: Thomas Meinecke, Aris Fioretos, Jayrome Robinet. Moderation: Karen-Susan Fessel<\/p>\n<p><strong>Onlineworkshops<\/strong>: Der n\u00e4chste Kreativ-Quickie beginnt am 4. Januar, ein sp\u00e4terer Einstieg ist ebenfalls m\u00f6glich! Weitere Informationen und Anmeldung auch f\u00fcr die Workshops \u201eMein Buch\u201c und \u201eBiografisches Schreiben\u201c sowie Einzelcoaching unter\u00a0<a href=\"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/seminare\">www.karen-susan-fessel.de\/seminare<\/a><\/p>\n<p><strong>Ausgelesen: <em>Olav Meyer-Sievers: Diffuses Licht<\/em><\/strong><strong> \/ Ber\u00fchrender Deb\u00fctroman mit autobiographischen Z\u00fcgen, der einen gro\u00dfen Bogen zwischen den Siebzigern und heute schl\u00e4gt und einf\u00fchlsam von Verlust und Hoffnung erz\u00e4hlt. Von diesem Hamburger Autor, der erst in seinen F\u00fcnfzigern mit dem Schreiben begonnen hat, sind hoffentlich noch viele weitere B\u00fccher zu erwarten. \/\/ <\/strong><strong><em>Maike Maja Nowak: Wanja und die wilden Hunde.<\/em><\/strong><strong> \/ Nicht nur ein Buch f\u00fcr Hundefreunde. Maike Maja Nowak, die \u201eHundefl\u00fcstererin\u201c mit eigener Fernsehserie, erz\u00e4hlt hier in klarer, weicher Sprache, wie sie auf den Hund kam. Und zwar auf den wilden Hund Wanja, der sich w\u00e4hrend ihres siebenj\u00e4hrigen Aufenthaltes in einem abgelegenen russischen Dort zu ihr gesellte. Neun weitere Hunde kamen nach und nach dazu, und so war die zivilisationsm\u00fcde junge Frau, die nach Ruhe und Einsamkeit gesucht hatte, auf einmal ganz und gar nicht mehr allein. Nowak beobachtet sehr genau das Wesen und Sozialverhalten ihrer Hundegruppe, die einem beim Lesen derart ans Herz w\u00e4chst, dass der Abschied dann umso schwerer f\u00e4llt. Ein erstaunlich anr\u00fchrender dokumentarischer Roman, der lange nachhallt. \/\/ <\/strong><strong><em>Solly Ganor: Das andere Leben.<\/em><\/strong><strong> \/ Solly Ganor ist dreizehn Jahre alt, als deutsche Truppen 1941 in seine litauische Heimatstadt einfallen. Von diesem Tag an ist seine Kindheit vorbei, und eine grausame Odyssee beginnt \u2013 vom Ghetto Kaunas geht es in mehrere KZ, bis Ganor auf dem Todesmarsch aus dem KZ-Au\u00dfenlager Landsberg fliehen kann und schlie\u00dflich von einem japanisch-amerikanischen Soldaten gerettet wird. In Europa fasst der junge Mann nie mehr Fu\u00df, wandert nach Israel aus und trifft 47 Jahre nach seiner Befreiung seinen Retter wieder. Erst dann findet er die Kraft, seine Geschichte aufzuschreiben. Bei der Lekt\u00fcre dieses Buches habe ich (was bei mir fast nie vorkommt!) geweint; das Buch sollte Pflichtlekt\u00fcre werden, und zwar nicht nur f\u00fcr Sch\u00fclerInnen. \/\/ <\/strong><strong><em>G\u00f6tz Aly: Im Tunnel \u2013 Das kurze Leben der Marion Samuel 1931-1943 <\/em><\/strong><strong>\/ Aly, Journalist Historiker und Autor zahlreicher hervorragend recherchierter B\u00fccher zum Nationalsozialismus, erhielt 2003 den Marion-Samuel-Preis der Stiftung Erinnerung und machte sich erst danach daran, das nur elf Jahre w\u00e4hrende Leben dieses &#8211; stellvertretend f\u00fcr all die namenlosen und vergessenen Opfer der systematischen Judenvernichtung ausgew\u00e4hlten &#8211; j\u00fcdischen M\u00e4dchens zu erforschen. Nur zwei Fotos existieren von Marion Samuel, mit seinem schmalen Buch hat Aly ihm ein einf\u00fchlsames Denkmal gesetzt. Noch \u00fcber sechs Millionen weitere Lebensgeschichten w\u00e4ren es wert, ebenfalls erz\u00e4hlt zu werden; ich pers\u00f6nlich bin froh \u00fcber jede einzelne, die ich lesen kann. \/\/ <\/strong><strong><em>\u00a0Susanne Preusker: Sieben Stunden im April.<\/em><\/strong><strong> \/ Ihre Geschichte hingegen machte Schlagzeilen: Die Gef\u00e4ngnispsychologin wurde 2009 von einem verurteilten M\u00f6rder an ihrem eigenen Arbeitsplatz als Geisel genommen und w\u00e4hrend ihres sieben Stunden dauernden Martyriums schwer misshandelt und immer wieder vergewaltigt. Danach war es ihr nicht mehr m\u00f6glich, in ihrem Beruf zu arbeiten. Ihre Erfahrungen und Schlussfolgerungen pr\u00e4sentiert sie in diesem sehr pers\u00f6nlich, fast intim anmutenden Bericht, der wie ein ged\u00e4mpfter Hilferuf wirkt. Am Ende k\u00e4mpft sich die Autorin mit M\u00fche zur\u00fcck in ein halbwegs normales Leben. Dieses Buch, so bleibt mein Eindruck, hat die Autorin ganz eindeutig f\u00fcr sich selbst geschrieben, und das ist v\u00f6llig in Ordnung so. \/\/ \u00a0<\/strong><strong><em>Clara Paul (Herausgeberin): Gedichte, die gl\u00fccklich machen.<\/em><\/strong><strong> \/ Und das machen sie wirklich, diese lustigen, komischen, irritierenden, seltsamen Gedichte von noch ganz jungen bis hin zu schon lange verstorbenen DichterInnen: eine Fundgrube f\u00fcr alle, die nur gelegentlich das unersch\u00f6pfliche Feld der Lyrik betreten. Gut ausgesucht!<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier kommt die siebenundzwanzigste\u00a0Ausgabe der\u00a0Monatsbotin\u00a0von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg! Wem sie gef\u00e4llt: liebend gern weiterempfehlen und\/oder selbst abonnieren: \u00a0Eine kurze Mail mit dem Hinweis \u201eMonatsbotin gew\u00fcnscht\u201c an\u00a0kontakt@karen-susan-fessel.de\u00a0\u2013 und schon liegt sie Monat f\u00fcr Monat im virtuellen Briefkasten \u200b&#8230; &nbsp; Viel Spa\u00df beim Lesen &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/die-monatsbotin-dezember-2015-notizen-aus-dem-vierten-stock\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eDie Monatsbotin Dezember 2015 \/\/ Notizen aus dem vierten Stock\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,3],"tags":[],"class_list":["post-971","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-neues-vom-schreibtisch"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/971","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=971"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/971\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":973,"href":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/971\/revisions\/973"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=971"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=971"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=971"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}