{"id":974,"date":"2016-01-06T01:34:17","date_gmt":"2016-01-05T23:34:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/?p=974"},"modified":"2017-01-16T14:59:16","modified_gmt":"2017-01-16T12:59:16","slug":"die-monatsbotin-januar-2016-notizen-aus-dem-vierten-stock","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/die-monatsbotin-januar-2016-notizen-aus-dem-vierten-stock\/","title":{"rendered":"Die Monatsbotin Januar 2016 \/\/ Notizen aus dem vierten Stock"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><strong>Hier kommt die achtundzwanzigste\u00a0Ausgabe der\u00a0Monatsbotin\u00a0von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Wem sie gef\u00e4llt: liebend gern weiterempfehlen: \u00a0Eine kurze Mail mit dem Hinweis \u201eMonatsbotin gew\u00fcnscht\u201c an\u00a0<a href=\"mailto:kontakt@karen-susan-fessel.de\">kontakt@karen-susan-fessel.de<\/a>\u00a0\u2013 und schon liegt sie Monat f\u00fcr Monat im virtuellen Briefkasten \u200b&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Viel Spa\u00df beim Lesen w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Was war?<\/strong><\/p>\n<p>Ein viel zu kurzer Monat Dezember \u2013 mein Lieblingsmonat ist in einem solchen Tempo an mir vorbeigezogen, dass ich mich nur staunend umdrehen kann. Wo ist der eigentlich so geruhsame Dezember blo\u00df geblieben? Und all die Jahre dazu \u2026 denn ein weiterer Geburtstag liegt nun ebenfalls hinter mir, und nun habe ich tats\u00e4chlich die Phase erreicht, die meine liebe Frau Mutter immer \u201edie Frau im unbestimmten Alter\u201c nennt. Ja, die Jugend ist wohl unweigerlich dahin, aber die jugendliche Frische und Tatkraft noch lange nicht! Eine Menge neuer Projekte stehen an, und so gelang es mir auch, noch im Dezember ein neues Expos\u00e9 f\u00fcr ein geplantes Jugendbuch zu schreiben und drei\u00dfig schon vorhandene Textseiten dazu noch einmal zu \u00fcberarbeiten. Sobald es Neues dazu zu vermelden gibt, werde ich berichten!<\/p>\n<p>Die letzte Veranstaltung im letzten Jahr war zugleich die bestbesuchteste: an die zweihundert interessierte \u2013 und kritische \u2013 Zuh\u00f6rer*Innen waren am 3. Dezember Literarische Colloquium in Berlin-Wannsee gekommen, um dem von mir moderierten Literarischen Salon der Antidiskriminierungsstelle des Bundes zum Thema \u201eweiblich &#8211; m\u00e4nnlich \u2013 flie\u00dfend\u201c zu lauschen. Gleich drei Autoren \u2013 Thomas Meinecke, Aris Fioretis und Jayrome C. Robinet \u2013 traten an, um literarische und auch private Positionen zum obigen Thema zu er\u00f6rtern. Das war interessant und anstrengend zugleich, nicht nur ob der F\u00fclle an Texten und Themen, sondern auch wegen der teils aufgebrachten, teils nachdenklichen Einw\u00fcrfe, die aus dem sehr gemischten Publikum eingebracht wurden. Dass Gendern und korrekter Sprachgebrauch hei\u00dfdiskutierte Themen sind, war mir zwar schon vorher klar, aber die Heftigkeit, mit der sich dar\u00fcber streiten l\u00e4sst, hat mich auch an diesem Abend wieder \u00fcberrascht. Diese Themen sind und bleiben eben spannend \u2026<\/p>\n<p>Zum weiteren Einlesen der H\u00f6rb\u00fccher fand ich dann leider doch keine Zeit, aber das hatte einen erfreulichen Grund: ebenjenes spannende Lektorat, das ich Ende November sozusagen als \u201eNofall\u201c \u00fcbernahm. Erscheinen wird das Buch im April, und sp\u00e4testens dann gibt es dazu auch noch mehr Informationen!<br \/>\n<strong>Und was kommt?<\/strong><\/p>\n<p>Zun\u00e4chst einmal die Arbeit an meinem privaten Buchprojekt f\u00fcr Erwachsene, das ich zwischendurch fast ein Dreivierteljahr auf Eis gelegt habe. Mein grober Plan sieht f\u00fcr dies Jahr \u00fcbrigens vor, dass ich mindestens drei, am liebsten aber gleich vier B\u00fccher schreiben oder zumindest anfangen werde: jenes eben erw\u00e4hnte, dann ein Kinderbuch, dessen Vertrag gerade in Arbeit ist (f\u00fcr Kinder ab 8 \u2013 und K\u00fche spielen dort eine heimliche Hauptrolle \u2026), desweiteren ein Jugendbuch und dann h\u00f6chstwahrscheinlich noch ein weiteres f\u00fcr Erwachsene. Was das angeht, bin ich noch nicht ganz entschieden, aber wozu dann auch immer ich mich entschlie\u00dfen werde, ich freue mich darauf!<\/p>\n<p>Eigentlich rede ich nicht gern \u00fcber meine Schreibpl\u00e4ne, aber warum immer an alten Gewohnheiten festhalten \u2013 vielleicht hilft mir die ge\u00e4u\u00dferte Planvorgabe ja bei einer z\u00fcgigen Umsetzung der B\u00fccher? Wir werden sehen \u2026 Ich bin es ja gewohnt, dass ich nach Lesungen immer wieder gefragt werde, ob ich schon ein neues Buch in Arbeit habe. Ja, habe ich fast jedes Mal \u2013 und Ideen f\u00fcr neue B\u00fccher sowieso. Im Moment stehen auf meiner Liste \u00fcber meinem Schreibtisch genau zehn Buchideen. Drei davon sind allerdings schon \u00fcber zehn Jahre alt. \u2026 aber immer noch brandaktuell. Und gut Ding will ja manchmal Weile haben!<\/p>\n<p>\u00dcbrigens, eins meiner B\u00fccher, das sogar vor zwanzig Jahren erstmals erschien und mit Sicherheit immer noch ebenfalls brandaktuell ist, wird in diesem Jahr zu meiner gro\u00dfen Freude wieder neu als Taschenbuch aufgelegt! Die ersten drei Leser*Innen, die erraten, um welchen Titel es sich handelt, bekommen von mir ein signiertes Exemplar der dann nicht mehr erh\u00e4ltlichen gebundenen Ausgabe. Und mal sehen, ob ich nicht zeitgleich mit dem Erscheinen das selbst eingesprochene H\u00f6rbuch dazu fertigbekomme! Das sind doch gute Aussichten f\u00fcr ein gelungenes neues Jahr, oder?<\/p>\n<p><strong>Ein gesundes und sch\u00f6nes Jahr 2016 und einen feinen Januar w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel!<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00d6ffentliche Termine im<\/strong>\u00a0<strong>Dezember<\/strong>:\u00a0 stehen nicht an, aber <strong>Onlineworkshops<\/strong>: Der neue Kreativ-Quickie hat am 4. Januar begonnen, ein sp\u00e4terer Einstieg ist ebenfalls m\u00f6glich. Und am 1. Februar startet der n\u00e4chste! Weitere Informationen und Anmeldung auch f\u00fcr die Workshops \u201eMein Buch\u201c und \u201eBiografisches Schreiben\u201c sowie Einzelcoaching unter\u00a0<a href=\"http:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/seminare\">www.karen-susan-fessel.de\/seminare<\/a><\/p>\n<p><strong>Ausgelesen: <\/strong><em>Kirsten<\/em> <em>Jacobsen: Mankell \u00fcber Mankell. Kurt Wallander und der Zustand der Welt.<\/em>\/ Nach \u201eTreibsand\u201c, der tiefgehenden Autobiografie des k\u00fcrzlich verstorbenen Autors und Theatermachers nun der Blick von au\u00dfen: das Portr\u00e4t aus der Feder der d\u00e4nischen Journalistin liest sich lange nicht so eindringlich, zeigt aber erg\u00e4nzend verschiedene Facetten Mankells auf, die vor allem seine Arbeitsweise genauer beleuchten. Den etwas aufgeblasenen Untertitel h\u00e4tte der Verlag sich allerdings sparen k\u00f6nnen, hei\u00dfe Luft ist n\u00e4mlich nicht drin. \/\/ <em>Lucie Adelsberger: Auschwitz. Ein Tatsachenbericht. <\/em>\/ Lucie Adelsberger nur wenig j\u00fcnger als ich heute und schon l\u00e4ngst eine gestandene Fach\u00e4rztin f\u00fcr Kinderheilkunde und Innere Medizin, als sie 1943 nach Auschwitz deportiert wird. Inmitten der grausamen Bedingungen arbeitet sie bis zur Befreiung als \u00c4rztin, unter anderem im Zigeunerlager, bis deren Bewohner im Juli 1944 s\u00e4mtlich vergast werden. Adelsbergers 1956 erstmals erschienenen Bericht zu lesen ist mir unglaublich schwergefallen; in keinem anderen autobiographischen Bericht zu Auschwitz waren die erlittenen Qualen deutlicher sp\u00fcrbar als in diesem: Beim Schreiben, so erkl\u00e4rt Adelsberger, habe es sie wieder \u201eschrecklich hineingerissen\u201c. 12 Jahre haben den Schrecken nicht gemildert, und das hat sich auch 60 Jahre sp\u00e4ter f\u00fcr die Leserschaft nicht ge\u00e4ndert. Unbedingt empfehlenswert, allerdings nicht als Erstlekt\u00fcre zum Thema, sondern f\u00fcr Leser mit Hintergrundwissen. \u00a0\/\/ <em>\u00a0Carola Thimm mit Diana M\u00fcller: Mein Leben ohne mich. Wie ich 5 Jahre im Koma erlebte<\/em> \/ Geht das, kann man vom Koma erz\u00e4hlen? Von au\u00dfen ja, mit den Stimmen der Angeh\u00f6rigen, und damit beginnt dieser durchaus spannende Tatsachenbericht, bis die Hauptakteurin langsam wieder erwacht und selbst berichten kann. Thimm ist einer der seltenen F\u00e4lle, die nach mehreren Jahren im Wachkoma \u2013 ausgel\u00f6st durch ein geplatztes Aneurysma \u2013 wieder fast vollst\u00e4ndig genesen. Ihre Geschichte ist klar und schn\u00f6rkellos erz\u00e4hlt, vermeidet dennoch, allzusehr in die Tiefe zu gehen, spart kritische Fragen hinsichtlich der zwischenmenschlichen Beziehungsproblematiken aus und bleibt f\u00fcr meinen Geschmack dadurch ein wenig zu flach. Aber vielleicht ist das wiederum ein Spiegelbild der ver\u00e4nderten Gef\u00fchlslage der Protagonistin? Schade, dass ich das nicht erfahren werde. \/\/ \u00a0<em>Leena Lehtolainen: Wer ohne Schande ist. <\/em>\/ K\u00f6nnte ein Titel von Barbara George sein, ist aber einer der vielger\u00fchmten und h\u00f6chst produktiven finnischen Autorin, und zwar ihr neuester. Ein paar L\u00e4ngen hat er ja, und so richtig aufregend ist er auch nicht, aber durchaus angenehm zu lesen. Zum Jahresabschluss h\u00e4tte ich mir allerdings etwas mehr Spannung gew\u00fcnscht, und eine ausgefeiltere Handlung \u2013 daf\u00fcr ist Lehtolainen eigentlich bekannt \u2013, dazu. Das Buch wirkt ein bisschen so, als w\u00e4re der Autorin die Puste ausgegangen, und irgendwie passt das dann doch wieder zum Jahresende. Auf also mit frischem Schwung ins neue Lesejahr 2016!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier kommt die achtundzwanzigste\u00a0Ausgabe der\u00a0Monatsbotin\u00a0von Karen-Susan Fessel \u2013 mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg! Wem sie gef\u00e4llt: liebend gern weiterempfehlen: \u00a0Eine kurze Mail mit dem Hinweis \u201eMonatsbotin gew\u00fcnscht\u201c an\u00a0kontakt@karen-susan-fessel.de\u00a0\u2013 und schon liegt sie Monat f\u00fcr Monat im virtuellen Briefkasten \u200b&#8230; &nbsp; Viel Spa\u00df beim Lesen w\u00fcnscht Karen-Susan Fessel! &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/die-monatsbotin-januar-2016-notizen-aus-dem-vierten-stock\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eDie Monatsbotin Januar 2016 \/\/ Notizen aus dem vierten Stock\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,3],"tags":[],"class_list":["post-974","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-neues-vom-schreibtisch"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/974","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=974"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/974\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":976,"href":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/974\/revisions\/976"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=974"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=974"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.karen-susan-fessel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=974"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}