Die Monatsbotin Januar 2022 // Notizen aus dem vierten Stock

Hier kommt die fünfundneunzigste Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel – mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!

Wem sie gefällt: liebend gern weiterempfehlen! Eine kurze Mail mit dem Hinweis „Monatsbotin gewünscht“ an kontakt@karen-susan-fessel.de – und schon liegt sie Monat für Monat im virtuellen Briefkasten … Wer lieber Ruhe wünscht, desgleichen!

Viel Spaß beim Lesen wünscht Karen-Susan Fessel!

Was war?

Der Dezember ist ja nicht nur aufgrund der schön niedrigen Temperaturen mein Lieblingsmonat, sondern auch, weil dann diverse Festivitäten anstehen. Und ein wenig Ruhe einkehrt, so auch diesmal.  Da keine Veranstaltung mehr anstand, konnte ich mich ganz entspannt meinen diversen Projekten widmen, allen voran dem neuen Jugendbuch für den Querverlag, aber auch den Online-Workshops „Biografisches Schreiben“ sowie dem „Kreativ-Quickie“.

Für einen dreitägigen vorweihnachtlicher Besuch bei meiner lieben Frau Mutter im emsländischen Meppen fand ich dann auch noch Zeit, mehrere Lektoratsanfragen aber musste ich aus Zeitgründen leider absagen oder auf Mitte nächsten Jahres verschieben, aber das ist nötig, um mich auf meine Hauptarbeit, das Bücherschreiben, konzentrieren zu können. Neben dem Jugendbuch steht nämlich noch ein weiteres Buch aus der Kategorie „Ghostwriting“ an, zu dem ich zu gegebener Zeit genaueres erzählen werde. Und einen weiteren Roman für Erwachsene habe ich auch in Planung, der allerdings noch nicht sonderlich weit gediehen ist.

Und was kommt?

Ich habe also reichlich zu tun, was mir wie immer ausnehmend gut gefällt. Dazu gehört auch die Arbeit am Podcast „Butchfunk – Lässig. Lustig. Lesbisch.“, dessen nächste Folge am Montag, dem 3. Januar online gehen wird. Bei der Live-Aufnahme der Episode 4  auf den Berliner „LGBT-Winterdays“ lag unsere Mitstreiterin Ina Rosenthal leider krank darnieder und ich weilte noch im Zug aus Osnabrück, so dass Manuela Kay bei eisiger Kälte allein mit der Musikerin Katharina Franck auf der Bühne saß und über die 80er-Jahre sprach. Was sie natürlich mit Bravour bewältigte; kein Wunder, immerhin ist ja auch sie seit dem 10. Dezember stolze

Der scheidende Justizsenator Berlins, Dirk Berendt, überreicht Manuela Kay gutgelaunt den wohlverdienten Orden. Foto: Karen-Susan Fessel

Trägerin des Bundesverdienstkreuzes am Bande, dank ihres großen und unermüdlichen Einsatzes als Aktivistin, Verlegerin und Sprachrohr für die Belange der queeren Community. An dieser Stelle also nochmals ganz offiziell: herzlichen Glückwunsch!

Der Podcast ist zu hören auf vielen Plattformen , unter anderem auch hier auf Pink.Life. Und: Wem es gefällt, nicht vergessen, zu liken und zu abonnieren!

Einige Lesungen stehen in diesem Monat wiederum erneut an, aber die Lesereise vom 10.-14. Januar in den Kanton Zürich muss ich aufgrund der steigenden Coronainzidenzen dann doch zu allseitigem Bedauern wieder online halten. Hoffentlich aber gilt das nicht für die Lesung am 18. Januar vor den 8. Klassen des Berliner Rosa-Luxemburg-Gymnasiums und auch nicht für den Schreibworkshop mit den 11.-Klässlern der Wilhelm-Bracke-Gesamtschule in Braunschweig. Ich bin gespannt!

Einen beschwingten Januar wünscht Karen-Susan Fessel!

Online-Workshops: Der nächste Kreativ-Quickie startet am 3. Februar; Informationen und Anmeldung auch für die neuen Onlineworkshops „Mein Buch“ und „Biografisches Schreiben“ und das Einzelcoaching unter www.karen-susan-fessel.de/seminare

Ausgelesen: Rumaan Alam: Inmitten der Nacht. btb, München 2021 / Ferien auf Long Island. Amanda, Clay und ihre beiden Teenagerkinder freuen sich auf schöne Tage im Luxusferienhaus. Aber mitten in der Nacht steht dort plötzlich ein älteres, schwarzes Ehepaar vor der Tür, angeblich die Hausbesitzer. Und angeblich liegt die ganze Ostküste lahm, Strom und Licht seien ausgefallen … Alams dritter Roman entfaltet nach und nach eine apokalyptische Vision, die zugleich elementare Gesellschaftsfragen berührt: Amanda und Clay müssen sich nicht nur mit ihrem Misstrauen auseinandersetzen, sondern auch mit der Frage, woher er rührt. Sind sie vielleicht doch tief im Herzen Rassisten? Und ist es angeraten, immer ehrlich zu sein? Fragen, mit denen sich lesend auseinanderzusetzen nicht nur Sinn, sondern auch Spaß macht … // Arttu Tuominen: Was wir verschweigen. Lübbe, Köln 2021  / Ein Messermord unter Alkoholikern, in einem Holzhaus am See, typisch finnisch eben, denkt Kommissar Jari Paloviita. Aber dann entdeckt er den Namen des Hauptverdächtigen, und die Erinnerungen kommen zurück … Tuominens als „Bester finnischer Krimi des Jahres“ ausgezeichneter Roman entpuppt sich als solide, handwerklich gut gemachte Krimikost, aber mehr auch nicht. Dazu würde dann eine überraschende Wendung gehören, aber auf die habe ich vergebens gewartet. Gut unterhalten wurde ich dennoch. // Kim Faber und Janni Pedersen: Winterland. Blanvalet, München 2021 / Ganz anders, nämlich ungemein spannend und wendungsreich der erste Band der Krimitrilogie des dänischen Duos Faber und Pedersen, ausgezeichnet mit dem Preis für des beste Debüt der Dänischen Krimi-Akademie. Der kleine Ort Sandsted wird von einem brutalen Doppelmord erschüttert, zeitgleich explodiert eine Bombe auf dem Kopenhagener Weihnachtsmarkt. Martin Juncker, nach Sandsted zwangsversetzt, und seine Kopenhagener Kollegin Signe Kristiansen stehen vor den größten Herausforderungen ihrer Karrieren. Und entdecken schließlich, dass beide Fälle zusammenhängen … Zu meiner Freude erscheint der zweite Band in wenigen Wochen, denn die beiden wunderbar charaktervoll geschilderten Ermittler sind bereits jetzt ganz oben in meine Krimi-Favoritenliste aufgestiegen. Unbedingt zu empfehlen!

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