Die Monatsbotin September 2022 // Notizen aus dem vierten Stock

Hier kommt die hunderterste Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel – mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!

Wem sie gefällt: liebend gern weiterempfehlen! Eine kurze Mail mit dem Hinweis „Monatsbotin gewünscht“ an kontakt@karen-susan-fessel.de – und schon liegt sie Monat für Monat im virtuellen Briefkasten … Wer lieber Ruhe wünscht, desgleichen!

Viel Spaß beim Lesen wünscht Karen-Susan Fessel!

Was war?

Ein reger August mit vielen Hitzetagen, aber auch einigen milden Regengüssen liegt hinter mir. Letztere leider ausgerechnet während des von mir kuratierten und von langer Hand vorbereiteten Ruinenfestivals im märkisch-oderländischen Reichenow. Die ersehnte Abkühlung tat aber der guten Stimmung keinen Abbruch: Zum Glück waren genügend Schirme vorhanden, um Autor*innen wie auch das Publikum damit zu versorgen.

Im Regen lesen: Alexander Osang und Moderatorin Manuela Kay (vorne rechts) trotzen gemeinsam mit dem tapferen Publikum den Regenschauern am 20. August beim Ruinenfestival Reichenow (Foto: Johanna Lippmann, Berlin)
Reichenower Jungleser*innen holen sich Autogrammkarten bei meiner (Ersatz-)Lesung am 10. August (Foto: Johanna Lippmann, Berlin)

Das war bereits bei der Auftaktveranstaltung mit dem saarländisch-senegalesischen Künstler Ibrahima Ndiaye der Fall; die  Lesungen von Lutz van Dijk aus „Kampala – Hamburg“, Anne Maar („Mehr Affen als Giraffen“

Lutz van Dijk und Anne Maar (Foto: Jörn Jacob Rohwer, Berlin)

und Heike Brandt („Der tote Rottweiler“) fanden dann vorsorglich lieber im kleinen, aber feinen Vereinsheim delicati statt, wo allabendlich ein köstliches Abendessen serviert wurde.  Für Salah Naoura, der coronabedingt kurzfristig absagen musste, sprang dann am 19. August ich selbst ein, was (nicht nur) die örtlichen Kinder durchaus erfreut zur Kenntnis nahmen. Marion Poschmanns

Marion Poschmann liest in der abendlichen Kulturruine aus „Laubwerk“ (Foto: Johanna Lippmann, Berlin)

darauffolgende Naturlyrik-Lesung wurde wiederum von bestem Sommerwetter begleitet,  während Daniel Höra seinen Roman „Braune Erde“ am Samstagnachmittag unter Schirmen präsentierte, genau wie Alexander Osang „Das letzte Einhorn“ am selben Abend.

Die beiden Workshops jedoch konnten ihre Ergebnisse im Sonnenschein zeigen,

Leseinseln im Sonnenschein: Ilka Schneider erfreut das bequem gebettete Publikum am 21. August bei der Abschlussveranstaltung (Foto: Johanna Lippmann, Berlin)

auch die Abschlussveranstaltung mit örtlichen Autor*innen beim Lese-Speed-Dating fand am Sonntag dann bei gutem Wetter mit Blick auf den See statt.

Alles in allem ein gelungenes kleines Festival, gefördert im Rahmen von „Und seitab liegt die Stadt“, einem Projekt der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien und dem Literarischen Colloquium Berlin); mal sehen, ob es eine Wiederauflage gibt …

Vom vielgelobten „Butchfunk“, dessen bisherige acht Folgen überall dort zu hören sind, wo es Podcasts gibt, wird es allerdings in nächster Zeit keine Wiederauflage geben, zumindest nicht in der bisherigen Besetzung. Meine Mitstreiterinnen Manuela Kay, Ina Rosenthal und ich haben im Moment zu viele andere Projekte, um uns dem „Butchfunk“ so widmen zu können, wie er es verdient hätte.  Schade zwar, aber unumgänglich, jedenfalls im Moment …

Mein neues Jugendbuch „Blindfisch “ (ab 13, Verlag Friedrich Oetinger 2022) startet ziemlich gut durch und wurde bereits in den Berliner Zeitungen Tagesspiegel und Morgenpost ausführlich und sehr gut besprochen.

Besonders interessant dabei: Über Lons sexuelle Identität kursieren die unterschiedlichsten Meinungen. Ich selbst halte mich dahingehend bedeckt und habe beschlossen, Lons für mich wahre Identität erst in genau zehn Jahren zu lüften. Das dürfte dann ungefähr in der 211. Monatsbotin der Fall sein, denn: Ja, es bleibt bei der monatlichen Erscheinungsweise!

Dafür haben sich nahezu alle gut vierzig Leser*innen ausgesprochen, die meinem Aufruf aus der letzten Monatsbotin gefolgt sind und mir geschrieben haben, mit zum Teil sehr ausführlichen, fruchtbaren Vorschlägen für eine Neugestaltung. Und unschlagbar überzeugend fand ich die Argumentation von Holger F. aus Bielefeld: „Stell Dir den Aufwand vor, Du müsstest dann alle zu versendenden Mails in Zweimonatsbotin umschreiben. Das Wort allein sieht schon schrecklich aus.“ Stimmt haargenau – also bleibt es bei der Monatsbotin!

Ich werde aber dem Vorschlag von Margit M. aus dem Schwarzwald folgen und nun ab der nächsten Monatsbotin in jeder Ausgabe eins meiner nunmehr 44 Bücher vorstellen, in streng chronologischer Reihenfolge, mit einer kleinen Hintergrundgeschichte zu jedem einzelnen.

Die  Gewinner*innen der signierten Ausgabe von „Blindfisch“ bzw. „Unter meinen Händen“: Axel J. und Stefan R. (beide Berlin) und Michaela W. aus Cuxhaven. Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß beim Lesen!

Und was kommt?

Nun stehen neben der Schreib- und Recherchearbeit an meinem aktuellen Jugendbuch eine Reihe von Veranstaltungen an: Zunächst lese ich am 9. September im schleswig-holsteinischen Heide auf Einladung von „Westküste denkt queer“ aus meinem Roman „In die Welt“

In die Welt (Roman, 2020)

, dann werde ich am 15. September im Rahmen des Dyke-Dog-Literatursalons auf dem Podium des Literarischen Colloquiums Berlin zusammen mit Hengameh Yaghoobifarah und Kaśka Bryla, moderiert von Magda Albrecht, über Strategien und Perspektiven lesbischer Literaturproduktion diskutieren. Am 20. dann lese ich vor dem Planetarium in Prenzlauer Berg zum Internationalen Kindertag aus „Selina Stummfisch“ und anderen Büchern, um am 23. wiederum im Theater Morgenstern in Steglitz „Und wenn schon!“ zu präsentieren. 

Und dann geht es zur 15. Jugendbuchwoche in die schöne Fachwerkstadt Celle, um vom 26. bis zum 30. September täglich drei Lesungen in verschiedenen Schulen des Ortes und der Umgebung zu halten. Ein wahres Mammutprogramm also, das ich mit Vergnügen gestalten werde!

Alle Termine sind auf meiner Website und hier einzusehen!

Einen abwechslungsreichen September wünscht Karen-Susan Fessel!

Online-Workshops: Der nächste Kreativ-Quickie startet am  4. Oktober; Informationen und Anmeldung auch für die neuen Onlineworkshops „Mein Buch“ und „Biografisches Schreiben“ und das Einzelcoaching unter www.karen-susan-fessel.de/seminare

Ausgelesen: Åsa Larsson: Wer ohne Sünde ist. C. Bertelsmann, München 2022 / Larsson gilt als die große Landschaftskünstlerin der schwedischen Literatur, und genau das kann ich nur bestätigen:  Ich lese ihre spannungsreichen, sprachgewaltigen Romane besonders gern, um meine Sehnsucht nach Lappland wenigstens ein bisschen stillen zu können  … In ihrem sechsten und vorläufig letzten Band der Reihe um die in den Ort ihrer Kindheit zurückgezogenen Staatsanwältin Rebecka Martinsson verwebt Larsson geschickt zwei Handlungsstränge ineinander: Martinsson muss sich zum einen erneut mit ihrer tragisch-traumatischen Familiengeschichte auseinandersetzen, zum anderen den Fall eines nach Jahrzehnten aufgetauchten Toten untersuchen, den auch dessen Sohn, der Boxer Börje Ström, aufklären will. Beide kommen sich auf unangenehme Weise in die Quere … Ein Muss für Lappland-Fans, eine Bereicherung für alle, die tiefenpsychologische Kriminalromane schätzen.

 

Die Monatsbotin August 2022 // Notizen aus dem vierten Stock

Hier kommt die hundertste Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel – mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!

Wem sie gefällt: liebend gern weiterempfehlen! Eine kurze Mail mit dem Hinweis „Monatsbotin gewünscht“ an kontakt@karen-susan-fessel.de – und schon liegt sie Monat für Monat im virtuellen Briefkasten … Wer lieber Ruhe wünscht, desgleichen!

Viel Spaß beim Lesen wünscht Karen-Susan Fessel!

Was war?

Die beiden ersten Sommermonate hatten es in sich – vor allem mit positiven Nachrichten. Allen voran erreichte mich die überaus erfreuliche Mitteilung, dass der Deutsche Literaturfonds e.V. mich mit einem zehnmonatigen Stipendium bedacht hat, um meinen bereits in Arbeit befindlichen Jugendroman in Ruhe zu Ende schreiben zu können. Das hat mich sehr beglückt, ich musste in der Tat ein bisschen in meinem Arbeitszimmer umhertanzen und jubeln.

Genau passend dazu habe ich Ende Juni mein Co-Autorinnen-Buchprojekt in Rohfassung fertigstellen können und mich kurz danach an meiner aktuellen Neuerscheinung, dem Jugendbuch „Blindfisch „,

Blindfisch (ab 13, Verlag Friedrich Oetinger 2022)erschienen im Verlag Friedrich Oetinger, erfreuen können.

„Blindfisch“ ist mein 44. Buch und erzählt die Geschichte von Lon, 16 und am seltenen Usher-Syndrom erkrankt, das zum einen eine fortschreitende Schwerhörigkeit mit sich bringt, zum anderen in den meisten Fällen auch noch eine sich zusehends verschlechternde Sehfähigkeit, die zur völligen Erblindung führen kann. Das sich zunehmend verengende Gesichtsfeld wird zu einer echten Herausforderung, denn Lon erzählt niemandem davon, selbst der Mutter oder dem Arzt nicht. Und auch Nelly und Oscar, Lons Freunde, ahnen nichts.  Auf dem Weg in die Dunkelheit sehnt sich Lon nur nach einem: Liebe. Und schwankt dabei gehörig hin und her … im körperlichen wie übertragenen Sinne.

Ich selbst schwanke auch: Soll ich die Monatsbotin nach nunmehr 100 Ausgaben in dieser Variante beibehalten, oder wäre eine zweimonatliche Ausgabe attraktiver? Was sagt denn meine Leserschaft dazu, gibt es von dieser Seite vielleicht auch andere Vorschläge und Ideen? Unter allen Zuschriften, die mir dazu bis zum 15. August per Mail an kontakt@karen-susan-fessel.de zugehen, verlose ich drei signierte Exemplare von „Blindfisch“!

Mitmachen können dabei natürlich auch die insgesamt 20 Teilnehmer*innen der diesjährigen Sommerakademie im Waldschlösschen bei Göttingen, mit denen ich vom 24. bis zum 31. mit viel Spaß, Vergnügen und Ideenreichtum beim Schreibworkshop zusammengearbeitet habe, zum nunmehr 12. Mal!

Und was kommt?

Und natürlich gingen und gehen auch die Vorbereitungen für das von mir ins Leben gerufene und kuratierte „Ruinenfestival Reichenow: Zukunft lesen„, das am letzten Berlin-Brandenburger Ferienwochenende vom 18. bis zum 21. August im märkisch-oderländischen  Reichenow stattfinden und im Rahmen von „Und seitab liegt die Stadt“ – ein Projekt der Beauftragten der Bundesregierung von Kultur und Medien (Förderprogramm „Kultur in ländlichen Räumen“) und des Literarischen Colloquiums Berlin gefördert wird.  Das bunte Programm aus acht Lesungen und zwei Workshops richtet sich an alle Altersgruppen und will nicht nur Literatur aufs Land holen, sondern zum Zuhören und Mitreden anregen. Namhafte Kinder- und Jugendbuchautor*innen wie Anne Maar, Salah Naoura, Heike Brandt und Daniel Höra laden zur Auseinandersetzung mit Glück und Pech, Waffenhandel und braunen Sekten ein. Die Lyrikerin Marion Poschmann und der Autor und Kulturjournalist Alexander Osang präsentieren ihre Sicht auf Stadt, Land, Menschen und Natur, während Lutz van Dijk und Ibrahim Ndiaye den Blick über Europa hinaus auf ferne Länder richten. Ein Theaterworkshop der örtlichen Theatermacherin Janina Sasse lädt Jugendliche zum Mitmachen ein, während die Reichenower Schreibgruppe zum Biografischen Schreiben animieren möchte. Den Abschluss des Festivals gestalten eine Reihe von örtlichen Profi- wie auch Amateurautor*innen. Moderiert werden die Tage von Inga Selck, Moritz von Rappard, Manuela Kay und mir selbst, die dem ganzen mit Spannung entgegensieht. 

Wer also vom 18. bis 21. August nochmal so richtig in Kultur und Literatur schwelgen möchte, ist in Reichenow herzlich willkommen!

Einen entspannten August wünscht Karen-Susan Fessel!

Online-Workshops: Der nächste Kreativ-Quickie startet am  3. Oktober; Informationen und Anmeldung auch für die neuen Onlineworkshops „Mein Buch“ und „Biografisches Schreiben“ und das Einzelcoaching unter www.karen-susan-fessel.de/seminare

Ausgelesen: Helene Flood Aakvaag: Die Psychologin. btb, München 2022 / Saras Mann ist verschwunden. Sigurds letzter Anruf sollte sie beruhigen, aber nach und nach stellt sich heraus, dass er offenbar gelogen hat – statt mit Freunden in den Bergen zu einem Ausflug ist er offenbar ist seine eigene, abgelegene Hütte gefahren.  Und nicht nur das – Sara fühlt sich zusehends mehr bedroht. Jemand geht nachts in ihrem Haus ein und aus, und die Angst beginnt, zu einem alltäglichen Begleiter zu werden. Floods vielfach prämiertes Thrillerdebüt zeichnet sich durch eine geschickt konstruierte Handlung mit Tiefgang aus, was es zu einer idealen Ferienlektüre macht.

 

Die minimale Monatsbotin Juli 2022 // Notizen aus dem vierten Stock

Hier kommt die … nein, hier kommt sie noch nicht, die hundertste Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel – mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!

Aus gegebenem Anlass – Ferien nämlich! – fällt die Juliausgabe ausnahmsweise mit der Augustausgabe zusammen und erscheint in den ersten Augusttagen.  Dann aber gibt es reichlich Stoff zum Lesen, Hören und … Gewinnen! Bis zum August wünscht Karen-Susan Fessel sonnige Tage!

Die Monatsbotin Juni 2022 // Notizen aus dem vierten Stock

Hier kommt die neunundneunzigste Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel – mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!

Wem sie gefällt: liebend gern weiterempfehlen! Eine kurze Mail mit dem Hinweis „Monatsbotin gewünscht“ an kontakt@karen-susan-fessel.de – und schon liegt sie Monat für Monat im virtuellen Briefkasten … Wer lieber Ruhe wünscht, desgleichen!

Viel Spaß beim Lesen wünscht Karen-Susan Fessel!

Was war?

Der Wonnemonat Mai hat mich tatsächlich mit schönem, nicht zu heißem Wetter, ein bisschen Regen und viel Arbeit erfreut. Meine beiden Buchprojekte – das Jugendbuch wie auch die Biografie, bei der ich als Co-Autorin (was hier deutlich besser passt als Ghostwriterin) tätig bin, gedeihen weiter vor sich hin, und der im Juli im Verlag Friedrich Oetinger erscheinende Jugendroman Blindfisch ist nach letzten Feinarbeiten in Druck gegangen. Mitte Juli wird der Roman dann erscheinen und damit mein Buch Nr. 44, passend zur dann 100. Ausgabe der Monatsbotin!

Natürlich gingen auch die Onlineworkshops, diesmal „Mein Buch“ und „Biografisches Schreiben“, weiter. Und die Vorbereitungen für das von mir ins Leben gerufene und kuratierte „Ruinenfestival: Literatur lesen“, das vom 18. bis zum 21. August im märkisch-oderländischen Ort Reichenow stattfinden wird. Näheres dazu folgt in der nächsten Monatsbotin!

Und drei Lesungen standen auch wiederum an: Am 10. Mai hatte ich das Vergnügen, vor Erst-, Zweit- und Viertklässlern in der Stadtbibliothek Falkenhagener Feld aus „Frieda Fricke“, „Ein Stern namens Mama“ und anderen Kinderbüchern vorzutragen, am 18. Mai dann führte mich eine Lesung in der Klinik Dr. Fontheim – Mentale Gesundheit ins malerische Liebenburg nahe Goslar.  Vor rund dreißig Zuhörenden hatte ich die Ehre, die erste Veranstaltung nach gut zwei Jahren im dortigen Patiententreff abhalten zu dürfen und dabei „Paare mit Paketen“ zu präsentieren. Die vielen positiven Rückmeldungen nach der Lesung haben mich sehr erfreut und darin bestärkt, weiterhin solch schwierige Thematiken zu bearbeiten: „Ich fand es sehr ermutigend, von Paaren zu hören, die solche Krisen tatsächlich gemeinsam bewältigt haben“, erklärte eine der Zuhörenden. „Das gibt mir Hoffnung, eines Tages vielleicht auch einen Partner zu finden, der sich nicht wegdreht, wenn es mir schlechtgehen sollte!“

Meine eigene heißgeliebte Partnerin wiederum feierte im Wonnemonat Mai ihren 50., was wir mit gemeinsam mit zwei Freunden mit einer höchst eindrucksvollen und lustigen Kurzreise nach Görlitz, die vielleicht schönste Stadt Deutschlands, gebührend feierten.

Und was kommt?

Eine weitere Reise nach Pfingsten, wiederum privater Natur, denn mein liebes Mütterchen will im lauschigen Meppen mal wieder besucht werden. Aber natürlich geht die Arbeit an meinen aktuellen Projekten weiter, desgleichen am Podcast „Butchfunk – Lässig. Lustig. Lesbisch.“, dessen Juniausgabe ab dem 2. Juni zu hören ist. Die Pop-Redakteurin des Berliner Tagesspiegel, Nadine Lange klärt diesmal darüber auf, was Popkultur eigentlich bedeutet und welche interesseranten Stars noch auf ihrer Interview-Wunschliste stehen. Diese und die vorigen sieben Folgen sind zu hören auf vielen Plattformen, unter anderem auch hier auf Pink.Life. Und: Wem es gefällt, nicht vergessen, zu liken und zu abonnieren!

Einen schönen, milden Juni wünscht Karen-Susan Fessel!

Online-Workshops: Der nächste Kreativ-Quickie startet am  2. Juni; Informationen und Anmeldung auch für die neuen Onlineworkshops „Mein Buch“ und „Biografisches Schreiben“ und das Einzelcoaching unter www.karen-susan-fessel.de/seminare

Ausgelesen: Lizzie Doron: Was wäre wenn. dtv, München 2020 / Yigal, ein Kindheitsfreund, bittet Lizzie an sein Sterbebett, vierzig Jahre nachdem sie sich zum letzten Mal gesehen haben. Einst hatte Lizzie, Tochter einer Holocaust-Überlebenden, ihn als Verräter angesehen, da er sich nach seinem Wehrdienst gegen die Siedlungspolitik Israels gestellt hatte. Jetzt, so viele Jahre danach, sieht Lizzie ihn und sich selbst in einem neuen Licht – und muss ihre eigenen politischen und persönlichen Maßstäbe noch einmal ganz neu in Frage stellen. Ein sehr tiefsinniger, nachdenklich machender Roman der israelischen Autorin, deren literarische Stärke mit jedem autobiografischen Roman weiter anwächst, statt sich abzunutzen und zu verflachen.

Die Monatsbotin Mai 2022 // Notizen aus dem vierten Stock

Hier kommt die achtundneunzigste Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel – mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!

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Viel Spaß beim Lesen wünscht Karen-Susan Fessel!

Was war?

Ein viel zu trockener, aber freundlicher April liegt hinter uns, den ich in der Hauptsache mit ganz schriftstellerinnengemäßer Schreibarbeit verbrachte – abgesehen von einer einwöchigen Privatreise, die mich zunächst zu meinem lieben Mütterlein nach Meppen führte, dann weiter zur lieben alten Freundin in die Nähe von Kiel, um mit ihr dann wiederum weiter nach Sylt zu reisen, wo sie als junges Mädchen in einem Kindererholungsheim nahe Hörnum tätig war und später dann in einem Müttergenesungsheim in Keitum. Hund Luki war auch wieder mit von der Partie, hatte aber erstaunlicherweise auf der von Osterbesucher*innen überschwemmten Insel wenig Platz zum Auslauf. Die mit Seegras bewachsenen Dünen (die laut Freundin Margret vor 69 Jahren noch komplett sandig waren, ohne jeglichen Bewuchs!) sind nicht betretbares Schutzgebiet, was ja auch gut ist, aber auf den gangbaren Fuß- und Radwegen tummelten sich Scharen von maritim gekleideten Urlaubern. Und frei laufen durfte der arme Hund nirgendwo so richtig. Aber nun gut, das Wetter war prächtig und der Ausblick aufs Wattenmeer prima. Und zum 84. gab es auch einen selbstgebackenen Marmorkuchen vom Hotelkoch!

Ansonsten: Fleißiges Schreiben stand an, sowohl am Jugendbuch als auch am Ghostwriterroman, aber auch an den im Juli im Verlag Friedrich Oetinger erscheinenden Jugendroman Blindfisch musste letzte Hand angelegt werden. Das bedeutet im Einzelnen: Die aktuellen Satzfahnen (die den Text im Druckformat zeigen) ein letztes Mal überprüfen und überhängende Satzteile „einbringen“, sodass sich die Zeilenanzahl auf jeder Seite nicht allzusehr unterscheidet. Da muss dann noch das eine oder andere Wort oder der eine oder andere Halbsatz dran glauben, aber so ganz nebenbei entdeckt man dann doch noch hie und da eine Wortwiederholung … Eine Tätigkeit, die mir diesmal besonders viel Spaß gemacht hat. Vielleicht auch, weil ich mich dabei immer wieder im eigenen Buch festgelesen habe, was ja ein gutes Zeichen ist!

Natürlich gingen auch die Onlineworkshops, diesmal „Mein Buch“ und „Biografisches Schreiben“, weiter. Und drei Lesungen standen auch an: Die 6. Klassen der Grundschule Menschenskinder in Schönwalde-Glien nahe Berlin lauschten interessiert meiner Darbietung aus „Ein Stern namens Mama“, „Und wenn schon“ und „Hiphop, Hund und Herzgehüpfe“. Und ein überaus vielseitiges und köstliches Büffet gab es im Lehrerzimmer noch dazu. Vielen Dank dem engagierten Kollegium und den emsigen FSJlerinnen!

Und was kommt?

Natürlich geht die Arbeit an meinen aktuellen Projekten weiter, desgleichen am Podcast „Butchfunk – Lässig. Lustig. Lesbisch.“, dessen Maiausgabe leider krankheitsbedingt erst demnächst aufgenommen werden kann und dann nachgereicht wird. Zu Gast diesmal: Joey Juschka, aus Halle an der Saale gebürtige Autorin und Sextrainerin.  Die bisherigen sechs Folgen sind zu hören auf vielen Plattformen, unter anderem auch hier auf Pink.Life. Und: Wem es gefällt, nicht vergessen, zu liken und zu abonnieren!

Und lesen werde ich in diesem Monat auch, zum Einen am 10. Mai in der Stadtbücherei Falkenhagener Feld für die dort ansässigen Grundschüler*innen, zum anderen am 18. Mai in der Privatklinik Dr. Fontheim im niedersächsischen Liebenburg aus „Paare mit Paketen“. Um Anmeldung – siehe hier!Plakat_Lesung_Fessel_E2 – wird gebeten!

Einen blühenden und grünenden Mai wünscht Karen-Susan Fessel!

Online-Workshops: Die nächsten Kreativ-Quickies starten am 5. Mai und am 2. Juni; Informationen und Anmeldung auch für die neuen Onlineworkshops „Mein Buch“ und „Biografisches Schreiben“ und das Einzelcoaching unter www.karen-susan-fessel.de/seminare

Ausgelesen: Christina Clemm: AktenEinsicht. Geschichten von Frauen und Gewalt. Verlag Antje Kunstmann, MÜnchen 2020 / Nach den neuesten Zahlen des BKA ist jede dritte Frau in Deutsch­land von physischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen. Das kann und mag man sich kaum vorstellen – dabei hilft dann dieses sehr klare und eindringliche Werk, in dem die Strafrechtsanwältin Clemm anhand von fiktiven, aber auf der Wahrheit fußenden Fällen verschiedenste Fallbeispiele erzählt, von der versuchten Vergewaltigung über Gewalt in der Ehe bis hin zum Femizid. Die Erzähltexte sind mit einfachen, aber hinreichenden Erklärungen der juristischen Fachbegriffe durchsetzt. Wer dieses Buch gelesen hat, wird hoffentlich genauer hinsehen, wenn ihm eine Frau mit leerem Blick und blauen Flecken am Handgelenk begegnet. Und vielleicht eher tätig werden als vor der Lektüre.

Die Monatsbotin April 2022 // Notizen aus dem vierten Stock

Hier kommt die siebenundneunzigste Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel – mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!

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Viel Spaß beim Lesen wünscht Karen-Susan Fessel!

Was war?

Der März zeigte sich mal wieder von seiner sonnigen Seite, ganz im Gegensatz zum düsteren Geschehen im Osten Europas, das vielen Menschen und auch mir gehörig auf die Stimmung schlug und schlägt. Für die Nichtberlinerinnen hier einmal kurz eine Bestandsaufnahme: Ja, man merkt durchaus, dass zigtausende von Geflüchteten zumeist über Polen nach Berlin eingereist sind, und das nicht nur, wenn man vom Hauptbahnhof aus reisen möchte.  Auch in den Berliner Bürgerämtern stehen lange Schlangen von Menschen, und nicht wenige meiner Bekannten und Freunde haben Geflüchtete aufgenommen und sind nun damit beschäftigt, diese unbürokratisch und schnell mit dem Nötigsten zu versorgen, was sich nicht immer einfach gestaltet. Meine persönlichen Aktivitäten in dieser Richtung beschränken sich bisher auf Geldspenden, aber für den Mai ist bereits die erste Kurzlesung mit Übersetzung für geflüchtete ukrainische Jugendliche angedacht. Ich werde berichten …

Am 3. März holte ich dann die beiden im Januar aus Coronagründen ausgefallenen Online-Lesungen vor Zürcher Jugendlichen nach, um am 9. März den aus denselben Gründen verschobenen Workshop-Tag an der Braunschweiger Wilhelm-Bracke-Gesamtschule zu halten, endlich wieder einmal vor Ort, was mir sehr viel Spaß machte. Gut zwei Dutzend Elftklässler waren mit großem Elan dabei und schrieben Kurztexte – das spätere Feedback freute mich enorm, zeigte es doch, dass die jungen Leute wirklich etwas davon mitgenommen hatten. Hier eine kleine Kostprobe: „Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, mal kreative Texte zu formulieren und dies nach verschiedenen Kriterien zu machen.“ „Ich muss sagen, dass mir dieser Workshop unglaublich viel Spaß gemacht hat und ich wirklich sagen muss, dass ich echt viel mitnehmen konnte! Ich habe gelernt, wie man anfängt, einen Text zu schreiben, wie man die Zeitform richtig einbaut und vor allem habe
ich meiner Kreativität freien Lauf gelassen, was mir sehr gefallen hat.“ Mir auch, vielen Dank nach Braunschweig, vor allem auch an die engagierte Deutschlehrerin Margot Nies, die diesen Tag möglich gemacht hat!

Am 22. März dann reiste ich nach Falkenberg/Elster und stellte den Dritt-bis Sechstlklässlern der dortigen Astrid-Lindgren-Grundschule im Rahmen der Literaturwoche auf Einladung der Stadtbibliothek verschiedene Kinder- und Jugendbücher vor. Die für den 29. März wiederum geplante Lesung vor Achtklässlern des Rosa-Luxemburg-Gymnasiums hingegen musste leider ausfallen, da ich am selben Morgen mit handfesten Anzeichen einer Corona-Infektion erwachte – was sich allerdings dann zum Glück nur als „normale“ Infektion herausstellte. Sehr schade, aber vielleicht gibt es im kommenden Jahr dann eine Neuauflage!

Nach dem coronabedingten Ausfall der März-Episode des Podcasts „Butchfunk – Lässig. Lustig. Lesbisch.“ konnten Manuela Kay und ich dann aber endlich die Folge 6 aufnehmen, die am Donnerstag, dem 7. April veröffentlicht werden wird. Zu Gast ist die äußerst wortgewandte Casterin, Regisseurin und ehemalige Schauspielerin Charlotte Siebenrock, die unter anderem darüber aufklärt, wie hoch die durchschnittliche Quote an queeren Schauspielabsolvent*innen pro Jahr ungefähr einzuschätzen sein dürfte. Wer sich die bisherigen fünf Folgen noch nicht zu Gemüte geführt hat, kann es sehr gern jetzt nachholen: Der Podcast ist zu hören auf vielen Plattformen , unter anderem auch hier auf Pink.Life. Und: Wem es gefällt, nicht vergessen, zu liken und zu abonnieren!

Wer sich übrigens ein wenig weiter in meine Arbeit als Kinder- und Jugendbuchautorin vertiefen möchte, dem sei die soeben neu erschienene 22. Sonderausgabe „Standortbestimmungen“ von kjl&m empfohlen, erschienen anlässlich des 65. Geburtstages der Bielefelder Kinder- und Literaturwissenschaftlerin, Literatur- und Mediendidaktikerin und Professorin Petra Josting, die mich 2018 bei meinem Aufenthalt als „poet in residence“ mit großem Elan begleitete. Eines der neun darin enthaltenen Interviews hat der Literaturwissenschaftler Dr. Michael Ritter mit mir geführt; wie ich finde, ein sehr gelungenes Gespräch!

Und was kommt?

Natürlich geht die Arbeit an meinen aktuellen Projekten – dem Jugendbuch für den Querverlag und dem neuen Ghostwriterprojekt – weiter, desgleichen die Online-Workshops „Biografisches Schreiben“ und auch zwei weitere Lektorate. Wobei es sich strenggenommen nicht um Lektorate, sondern um Begutachtungen handelt: Das bedeutet, dass ich ein eingesandtes Manuskript lese, auf literarisches Potential hin beurteile und Anmerkungen und konkrete Vorschläge für ein weiteres Vorgehen bzw. Überarbeiten gebe.  Für die beiden Autorinnen hoffentlich ein gutes Rüstzeug, um ihre Projekte weiter voranzubringen und die Veröffentlichungschancen zu erhöhen, für mich eine interessante Tätigkeit, die meinen eigenen Blick auf Texte immer wieder neu und weiter schärft. Eine Win-Win-Situation sozusagen.

Inhaltlich  begleitet habe ich auch kürzlich einen sehr zu empfehlenden Text des Berliner Historikers Raimund Wolfert: „In memoriam Fritz. We are stardust oder Was bleibt, ist eine Erzählung“  vereint die Annäherung an das Leben von Wolferts Großvater mit einem „Skandalprozess mit sexuellen Motiven“ im schlesischen Waldenburg der 1920er Jahre – erschienen in den Mitteilungen der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft Nr. 68.

Und wie steht es mit Lesungen? Im April gibt es nur eine: Am Monatsende, dem 29. April , werde ich wieder einmal der von einem sehr netten und aktiven Kollegium geführten Schönwalder Grundschule „Menschenskinder“ einen Besuch abstatten und für alle drei 6. Klassen aus „Und wenn schon“ und „Ein Stern namens Mama“ vorlesen. Ich freue mich auf lebhafte Kinder!

Einen ebenfalls lebhaften, aber hoffentlich friedlichen April wünscht Karen-Susan Fessel!

Online-Workshops: Der nächste Kreativ-Quickie startet am 4. April; Informationen und Anmeldung auch für die neuen Onlineworkshops „Mein Buch“ und „Biografisches Schreiben“ und das Einzelcoaching unter www.karen-susan-fessel.de/seminare

Ausgelesen: Tana French: Der Sucher. Scherz Verlag, Frankfurt am Main 2021 / Der ehemalige Chicagoer Polizist Cal hat die Brücken hinter sich abgebrochen und sich im ländlichen Irland niedergelassen, der Heimat seiner Vorfahren. Das Dorf und seine Bewohner sind im freundlich gesonnen, aber nach einer Weile spürt Cal, dass er beobachtet wird. Und dann taucht da immer wieder dieser leicht verwahrloste Junge auf, der sich nur eines wünscht: Cal soll ihm helfen, seinen verschwundenen großen Bruder zu finden. Das aber erweist sich als gefährliche Aufgabe, denn nach und nach zeigen sich die Schattenseiten der Dorfbewohner immer deutlicher … Ein weiterer sehr spannender Roman der irischen Erfolgsautorin, die es ausgezeichnet versteht, ihre Figuren tiefenpsychologisch geschickt zu zeichnen und ihre Leserschaft damit immer tiefer in die Geschichte hineinzuziehen.  Ein Genuss!

Die Monatsbotin März 2022 // Notizen aus dem vierten Stock

Hier kommt die sechsundneunzigste Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel – mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!

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Viel Spaß beim Lesen wünscht Karen-Susan Fessel!

Was war?

Ja, der Februar hatte es in sich. Leider legte mich gleich zu Beginn des Monats eine lästige Sehnenscheidenentzündung meiner rechten Hand lahm. Nein, es handelt sich nicht um das Karpaltunnelsyndrom, sondern um den sogenannten Hausfrauendaumen. Diesen Begriff finde ich allerdings dermaßen antiquiert, dass ich es kaum fassen kann – aber egal, Orthese drüber, Spritze rein und los – denn Lesung konnte ich zum Glück ja auch ohne Daumen halten, so am 18. Januar live vor den 8. Klassen des Berliner Rosa-Luxemburg-Gymnasiums und vorher vom 10. bis 14. Januar online für die Schüler*innen des Schweizer Kantons Zürich. Zwei dieser Lesungen allerdings mussten in die erste Märzwoche verschoben werden, da einige der Lehrkräfte positiv getestet wurden. Am 2./3. März also lese ich dann online für die dortigen Schüler*innen – und der geplante Schreibworkshop mit den 11.-Klässlern der Wilhelm-Bracke-Gesamtschule in Braunschweig musste auch leider verschoben werden – auf 9. März und steht damit unmittelbar bevor. Ich bin gespannt!

Ebenfalls verschoben werden musste der geplante Schreibworkshop „Biographisches Schreiben “im Bremer Gehörlosenzentrum; neuer Termin: 24. bis 26. Juni. Da ist es dann hoffentlich schön warm und Corona kann uns nichts mehr anhaben!

Corona zum Opfer gefallen ist zudem die neue Episode Nummer 6 unseres Podcasts „Butchfunk – Lässig. Lustig. Lesbisch.“, die nun erst am Donnerstag, dem 7. April veröffentlicht werden wird. …Wer sich die bisherigen fünf Folgen noch nicht zu Gemüte geführt hat, kann es sehr gern jetzt nachholen: Der Podcast ist zu hören auf vielen Plattformen , unter anderem auch hier auf Pink.Life. Und: Wem es gefällt, nicht vergessen, zu liken und zu abonnieren!

Umso mehr Zeit hatte ich dann aber für meine beiden zurzeit in Arbeit befindlichen Bücher, das Jugendbuch für den Querverlag und mein neues Ghostwriterprojekt. Und für noch ein sehr spannendes, ganz neues Projekt, das mich mit großer Freude erfüllt: das Reichenower Ruinenfestival „Zukunft Lesen“, für das der Verein Kulturschäferei e.V., in dem ich Mitglied bin, soeben eine voraussichtlich fast die Kosten deckende Förderung erhalten hat: »Und seitab liegt die Stadt« ist ein Projekt der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und des Literarischen Colloquiums Berlin und fördert bundesweit literaturbezogene Veranstaltungen für Erwachsene, Jugendliche und Kinder in Orten mit weniger als 20.000 Einwohnern im Rahmen des BKM-Förderprogramms »Kultur in ländlichen Räumen«. Die Mittel stammen aus dem Bundesprogramm »Ländliche Entwicklung« (BULE) des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Ziel ist es, die Literaturvermittlung zu stärken und möglichst vielen Menschen Möglichkeiten zu eröffnen, kulturelle und gesellschaftliche Debatten mitzugestalten. Für die literarische Planung zeichne ich in der Hauptsache verantwortlich und bin nun gerade mit Feuereifer dabei, die geplanten acht bis zehn Lesungen und zwei Workshops zu bestücken. Das ist eine Menge Arbeit, die sich mit Sicherheit lohnen wird! Die einzelnen geförderten 36 Projekte kann man hier nachlesen.

Und was kommt?

Zunächst die oben bereits erwähnten Online-Lesungen in der Schweiz, dazu dann noch vier weiter Live-Veranstaltungen, neben dem Braunschweiger Workshop- und Lesetag dann auch zwei Lesungen an der Astrid-Lindgren-Schule im brandenburgischen Falkenberg am 22. März und eine weitere Lesung für die 8. Klassen des Berliner Rosa-Luxemburg-Gymnasiums.

Und dann heißt es natürlich weiterschreiben … das ist ja schließlich meine Haupt- und Lieblingsbeschäftigung!

Und wer noch weiterlesen will: hier im Blog der Berliner Spreeautoren, dem Netzwerk professioneller Berliner AutorInnen und IllustratorInnen aus dem Bereich Kinder- und Jugendbuch, findet sich ab dem 7. März ein ausführliches Interview mit mir.

Einen frühlingshaften März wünscht Karen-Susan Fessel!

Online-Workshops: Der nächste Kreativ-Quickie startet am 3. März; Informationen und Anmeldung auch für die neuen Onlineworkshops „Mein Buch“ und „Biografisches Schreiben“ und das Einzelcoaching unter www.karen-susan-fessel.de/seminare

Ausgelesen: Dilek Güngör: Vater und ich. Verbrecher Verlag, Berlin 2021 / Ein schmales, gut zu lesendes Werk, das die leicht lakonisch-distanzierte Sicht der türkischstämmigen Autorin auf den schweigsamen Vater, der seine Kinderseele nur der kleinen Tochter zeigen konnte, genüsslich zelebriert. Die Mittdreißigerin Ipek, frisch von ihrem Freund getrennt, besucht ihren Vater, während die Mutter mit drei Freundinnen ein Wellnesswochenende verbringt – aber so richtig ins Gespräch kommen Vater und Tochter dennoch nicht. Immerhin aber schließt Ipek letztlich ihren Frieden damit – getreu der Maxime: Nimm hin, was du nicht ändern kannst. Am interessantesten für mich sind auf den 103 Seiten Ipeks Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Schüchternheit.