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Zum Nachlesen und Nachsehen: der aktuelle Beitrag der Stadtbibliothek Graz über die Lesung Karen-Susan Fessels am 26. Februar – hier ansehen!

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Die Monatsbotin: Notizen aus dem vierten Stock // März 2015

Hier kommt die achtzehnte Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel – mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!

Wem sie gefällt: liebend gern weiterempfehlen! Und eine kurze Mail an kontakt@karen-susan-fessel.de, Stichwort: Bitte auf den Verteiler! schicken, und schon landet die Monatsbotin ab der nächsten Ausgabe pünktlich zum Monatsanfang im virtuellen Briefkasten!

Viel Spaß beim Lesen wünscht Karen-Susan Fessel!

 Was war?

Der kurze Monat Februar war recht gut ausgefüllt – vorrangig mit dem, was ich ja beruflich bekanntlich am liebsten mache: schreiben! Weitere sieben Kapitel des neuen Kinderbuches für LeserInnen ab 10 Jahren, das im kommenden Frühjahr im Kosmos-Verlag erscheinen wird, sind nun fertig, nur noch zwei fehlen – was bedeutet, dass ich das komplette Buch nicht erst, wie geplant, Ende Mai abgebe, sondern vermutlich schon Ende März. Und immer noch muss der Inhalt geheim bleiben, aber es wird darin fleißig getanzt und Verwirrung gestiftet. Und ein kleiner Hund mit großen Schlappohren kommt auch vor …

Insgesamt habe ich also im Februar neunzig Seiten in drei Wochen geschrieben, also rund dreißig Seiten pro Woche. Das ist für mich guter Durchschnitt, in der Regel rechne ich für die Arbeit an einem Buch mit 20 bis 30 Seiten die Woche, wobei ich 20 Seiten als Soll zähle, alles darüber als Plus. Lesereisen und andere Tätigkeiten wie Lektorate, Büroarbeit und Recherchen mit einberechnet, benötige ich je nach Umfang für ein Kinderbuch zwischen zwei und drei Monate, für ein Jugendbuch drei bis fünf und für ein Erwachsenenbuch ca. ein halbes bis gelegentlich über ein Jahr Schreibzeit. Hinzu kommt natürlich noch die Vorbereitungszeit, die oft mehrere Monate in Anspruch nimmt.

Mittlerweile habe ich den Bogen raus und kann ziemlich genau ausrechnen, wie lange ich für ein geplantes Buch brauchen werde. Und meistens – so auch jetzt – ist es dann fast ein wenig traurig, wenn ich dann schon wieder damit fertig bin. Die beiden Protagonisten aus „MuM“ (Arbeitstitel) habe ich nämlich in den letzten Wochen ziemlich liebgewonnen. Wenn das mal nicht nach einer Fortsetzung schreit …

Wie gesagt, drei Wochen habe ich geschrieben, um die letzte Woche dann endlich einmal wieder durch Österreich zu touren. Den Anfang machte Salzburg, wo ich zum ersten Mal überhaupt las, und dann gleich dreimal hintereinander: am 23. in der HOSI aus meinen letzten drei Büchern für Erwachsene, „Leise Töne“, „was du willst“ und „Bronko, meine Frau Mutter und ich“, am nächsten Morgen im Literaturhaus Salzburg erst aus „Steingesicht“, dann aus „Liebe macht anders“. Die vierzehn- bis sechzehnjährigen SchülerInnen waren interessiert bei der Sache und scheuten sich auch nicht, reichlich Fragen zu stellen; nicht zuletzt sicherlich auch ein Ergebnis der exzellenten Vorbereitung seitens des Literaturhauses in Zusammenarbeit mit der engagierten Sexualpädagogin Gabriele Rothuber.

Weiter ging es am selben Tag gleich nach Wien, wo ich abends in der Buchhandlung ChickLit „Bronko“ präsentierte; ein äußerst vergnüglicher Abend, wie eigentlich stets, wenn ich aus diesem meinem neuesten Werk vortrage – einer Tragikomödie, zu der sowohl meine eigene Frau Mutter als auch mein eigener Hund Luki die Vorbilder für die literarischen Hauptfiguren abgaben.

In Wien passierte es mir nach vielen Jahren das erste Mal wieder, dass ich selbst beim Vorlesen zu lachen anfing und mich nur schwerlich wieder beruhigen konnte. Das letzte Mal geschah das, als 2010 bei einer Berliner Lesung von „Leise Töne“ meine Schwester in der ersten Reihe Platz nahm und gleich bei den ersten Sätzen, die ich vortrug, einschlief. Den Rest der Lesung musste ich krampfhaft versuchen, an ihr vorbeizugucken, ein enorm schwieriges Unterfangen.

In Graz in der Stadtbücherei Nord lauschten dann am 26. Februar gleich an die neunzig Zuhörer den Kostproben aus den letzten drei Neuerscheinungen für Erwachsene. Das Buffet im Anschluss verdient eine Extraerwähnung: Bessere Schnittchen habe ich noch nie kredenzt bekommen! Diese Lesung, in Kooperation mit der Österreichischen Hochschule Graz veranstaltet, wird mir aber nicht nur deshalb in guter Erinnerung bleiben, sondern vor allem auch wegen des sehr bunt gemischten Publikums, das mich mit den zahlreichen Signierwünschen doch recht lange von erwähnten Buffet abhielt …

Am nächsten Tag ging es, wie schon am Vortag durch den Brückeneinsturz über der Bahnstrecke nach Graz bedingt, mit Schienenersatzverkehr und dem Zug dann weiter zur letzten Station meiner Reise, nach Innsbruck. Im AFLZ las ich zu vorgerückter Stunde vor erstaunlich munterem Publikum wiederum aus den drei letzten Neuerscheinungen für Erwachsene und fand mich dann erst nach Mitternacht in meinem Hotel ein, das ich schon frühmorgens wieder verlassen musste, um abermals den Zug zu besteigen. Überrascht stellte ich übrigens fest, dass ich unwissentlich genau dasselbe Hotelzimmer im selben Hotel schon einmal im Jahre 2007 gebucht hatte – das Hotel hat sich in der Zwischenzeit umbenannt. Guter Trick …

Nach zehn Stunden Fahrt, die ich trefflich zum Arbeiten nutzen konnte, erreichte ich dann pünktlich zum Monatsende wieder Berlin, wo schon die Satzfahnen zu meinem Ende des Jahres bei Kosmos erscheinenden neuen Jugendbuch mit dem Arbeitstitel „Spinner“ auf mich warteten.

Und was kommt? 

Zunächst einmal heißt es, die 228 Seiten Fahnen – eine Art Vordruck des endgültigen Buches – gründlich zu lesen und auf ihre inhaltliche und sprachliche Richtigkeit hin zu überprüfen. Fehler, die ich jetzt nicht entdecke, gehen dann so eventuell in Druck, sofern meine Lektorin oder eine der beiden Korrekturleser sie nicht noch bemerkt. Letztere sind übrigens hauptsächlich für das Erkennen von Rechtschreib- und Grammatikfehlern zuständig. Aber es heißt ja, es gäbe kein Buch über hundert Seiten ohne Druckfehler – einige gehen dennoch fast immer durch. Ich persönlich finde ja, das hat etwas sehr Menschliches und damit auch Sympathisches – sofern es eben nicht mehr als einige bleiben.

Danach wartet natürlich der Endspurt im Hinblick auf das neue Kinderbuch (übrigens mein fünftes für diese Altersgruppe) auf mich, und die ersten Onlineworkshops sind auch schon gebucht, allen voran der „Kreativ-Quickie“, der die Schreibwilligen mit zwei Schreibaufgaben pro Woche auf Trab halten wird (und mich natürlich auch!).

Davor aber werde ich mit Genuss eine Ehrentätigkeit ausüben: am 6. März in der Bezirkszentralbibliothek Tempelhof-Schöneberg als Jurymitglied für Bezirksentscheid zum “Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels” 2015.  Diese Aufgabe stimmt mich fast melancholisch – vor neunundreißig Jahren saß ich selbst als aufgeregte Sechstklässlerin vor der Jury des Kreises Emsland und trug, so gut ich konnte, aus „Momo“ vor. In der Schule noch siegreich, erreichte ich dann beim Kreisentscheid zwar nur den zweiten Platz, aber das Buch, das ich mir als Prämie aussuchen durfte, begeisterte mich schwer und steht immer noch in meinem Bücherregal: „Ole nennt mich Lise“ von Max Lundgren, eine sozialkritische Studie aus Schweden. Genau mein Geschmack! Ob ich auch deshalb selbst so gern über derartige Themen schreibe – und lese?

Am Monatsende geht es wieder zu einer Lesereise in ein südliches Nachbarland, diesmal in den Kanton Zug in der schönen Schweiz. Was besonders gut passt, denn in Zug spielt ja ein Großteil von „Bronko, meine Frau Mutter und ich“ – aber leider werde ich aus diesem Werk kein einziges Mal vortragen, denn die Lesereise richtet sich an SchülerInnen der Mittel- und Oberstufe. Gleich fünfzehnmal werde ich also die Gelegenheit haben, junge Zugerinnen und Zuger für (meine) Literatur zu begeistern. Das freut mich sehr, zumal ich schon das dritte Mal – nach 2007 und 2008 – vom Amt für gemeindliche Schulen eingeladen worden bin und meine vorherigen Aufenthalte in bester Erinnerung habe. Was sich ja schließlich auch in „Bronko“ literarisch niedergeschlagen hat!

 Einen schönen März wünscht Karen-Susan Fessel!

Öffentliche Termine im März: Alle Veranstaltungen in diesem Monat sind leider nicht öffentlich – aber in den Online-Workshops sind dafür noch Plätze frei! Informationen und Anmeldung unter www.karen-susan-fessel.de/seminare

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Brandneu: Online-Workshops mit Karen-Susan Fessel

Ja, endlich und brandneu: Online Schreiben mit Karen-Susan Fessel!
Schreibworkshops nach Maß und professionelle Schreibbegleitung
Forum- und Extra-Workshops für Gruppenmenschen und Individualisten.
Buchbar ab sofort!

Schreibworkshops nach Maß und professionelle Schreibbegleitung Forum- und Extra-Workshops für Gruppenmenschen und Individualisten Kreativ-Quickie: Schreib dich rein! Du willst Geschichten schreiben – und vielleicht auch mal ein ganzes Buch?
KAREN-SUSAN-FESSEL.DE
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Die Monatsbotin: Notizen aus dem vierten Stock // Februar 2015

Hier kommt die siebzehnte Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel – mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!

Wem sie gefällt: liebend gern weiterempfehlen! Wer aber versehentlich auf dem Verteiler gelandet ist oder schon viel zu viel zu lesen hat: Eine kurze Mail mit dem Hinweis „Keine weiteren Einsendungen gewünscht“ an kontakt@karen-susan-fessel.de – und schon herrscht gespenstische Ruhe im virtuellen Briefkasten …

Viel Spaß beim Lesen wünscht Karen-Susan Fessel!

Was war?

Und schon wieder ist ein ganzer Monat rum, dabei hatte das neue Jahr doch gerade erst angefangen … Und angefangen hat natürlich auch die Schreibarbeit. Die ersten zwei Kapitel des neuen Kinderbuches für LeserInnen ab 10, das im kommendem Frühjahr im Kosmos-Verlag erscheinen wird, sind geschrieben. Ende Mai ist Abgabe für das insgesamt elf Kapitel umfassende Werk. So viel kann ich verraten: Es kommen zwei sehr unterschiedliche Geschwister und ein kleiner Hund mit großen Schlappohren darin vor … und getanzt wird auch, aber höchst unterschiedlich und schräg …

Auch eins meiner beiden privaten Buchprojekte ist weiter gediehen, aber noch lange nicht fertig. Das andere wiederum wurde in den vergangenen Wochen gründlich überarbeitet. Kurzum: Im Januar war ich mit gleich drei Buchprojekten für alle meine drei Zielgruppen – Kinder, Jugendliche und Erwachsene befasst. Abwechslungsreicher geht’s kaum!

Dazu kam noch die Vorbereitung der Einkommenssteuererklärung für 2014; eine akribische Tätigkeit, die mir aus fein durchanalysierten Gründen stets viel Freude macht: Mit drei oder vier Jahren habe ich es geliebt, Tupperschüsseln verschiedener Größe ineinander zu stapeln, später genoss ich es, meine kleinen Gummitiere zu Familien zusammenzustellen und aus meiner umfangreichen Schlumpfsammlung Schulklassen zu bilden. Selbstverständlich hatten Gummitiere wie Schlümpfe auch Vor- und Zunamen, die ich heute noch aufsagen kann (ja, so habe ich mein gutes Namensgedächtnis trainiert!). Und heute sortiere ich eben bei Gelegenheit gern mal Quittungen. Besonders gern zu Jahresbeginn, um sozusagen klar Schiff zu machen – und dann auch zu wissen, was an Steuernachzahlung noch auf mich zukommt. Oder ob ich etwas zurückerstattet bekomme, was dann natürlich besonderen Grund zur Freude bietet (in diesem Jahr allerdings leider nicht!).

Und noch etwas hielt mich – und meine emsige Webmasterin Maike Brzakala – gut eine Woche auf Trab: die Vorbereitung der in der letzten Monatsbotin angekündigten Onlineworkshops. Die waren zwar ursprünglich für die Jahresmitte anvisiert, aber warum auf die lange Bank schieben, was gleich erledigt werden kann – und so ist die neue Website für die Onlineworkshops nun fertig und geht zeitgleich mit der neuen Monatsbotin online.

Los geht es mit den ersten Workshops zwar erst im März, buchbar sind sie aber ab sofort. Drei verschiedene Workshops stehen zur Wahl: der Kreativ-Quickie „Schreib dich rein!“, der Workshop „Mein Buch“ und der Workshop „Biografisches Schreiben“. Die beiden letzteren sind sowohl als Forums-Workshop – mit der Möglichkeit, sich im angeschlossenen internen Forum mit den anderen TeilnehmerInnen auszutauschen – wie auch als individuell konzipierbarer Extra-Workshop buchbar.

Die Idee, Online-Schreibworkshops anzubieten, wurde mir schon seit längerem angetragen und auch immer wieder nachgefragt. Erst in letzter Zeit habe ich mich mit dem Gedanken angefreundet, da ich am liebsten unmittelbar und von Angesicht zu Angesicht mit Menschen arbeite. Auch gefällt mir bei Schreibworkshops die Atmosphäre immer besonders, die unweigerlich im Laufe der Zeit entsteht, und die Gruppendynamiken sind für mich als Autorin, die vor allem Zwischenmenschliches thematisiert, natürlich auch ein gefundenes Fressen. Aber andererseits macht es mir auch großen Spaß, von zu Hause aus zu arbeiten und am heimischen Schreibtisch zu nachtschlafender Zeit Texte zu lektorieren – und auch mit meinen nunmehr 50 Jahren muss ich ja auch mit der Zeit gehen … Ich bin also gespannt, wie mir und den TeilnehmerInnen diese neue Form der Kommunikation gefallen wird!

Und was kommt? 

Natürlich werde ich im Februar fleißig weiter am Kinderbuch mit dem Arbeitstitel „MuM“ arbeiten (eine Abkürzung für zwei Namen, die ich noch nicht verraten möchte), aber es steht auch eine neue Lesereise ins Haus, diesmal ins Nachbarland Österreich. In Wien habe ich zwar fast jedes meiner neuen Bücher präsentiert, auch in Graz und Innsbruck war ich schon einige Male zu Gast, aber in Salzburg noch nie. Umso mehr freut mich, dass ich auf Einladung des Literaturhauses Salzburg und der Salzburger HOSI im dortigen Literaturhaus am 23. Februar „Bronko, meine Frau Mutter und ich“ präsentieren werde, dazu am nächsten Morgen vor je zwei 9. und 10. Schulklassen „Steingesicht“ und „Liebe macht Anders“. Danach geht es gleich weiter nach Wien, um am selben Abend in der Buchhandlung ChickLit ebenfalls „Bronko“ vorzustellen. Am 26. und 27. folgen Lesungen in der Grazer Stadtbibliothek Nord (in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat der ÖH Uni Graz) und dem AFLZ Innsbruck.

Viel Spaß im kurzen Monat Februar wünscht Karen-Susan Fessel

Öffentliche Termine im Februar: 23. Februar, Salzburg (A), Literaturhaus, Strubergasse 23, 19h: Lesung aus „Bronko, meine Frau Mutter und ich“ // 24. Februar, Wien (A), Buchhandlung ChickLit, Kleeblattgasse 10, A-1010 Wien, 19h:  Lesung aus „Bronko, meine Frau Mutter und ich“ // 26. Februar, Graz (A), Stadtbibliothek Nord, Theodor Körner Straße 59, 19h: „Mutige Texte“ – Lesung aus „Leise Töne“, „was du willst“ und „Bronko, meine Frau Mutter und ich“ // 27. Februar, Innsbruck, AFLZ, Liebeneggstraße 15, 6020 Innsbruck, 21h, Einlasse 20.30h: Lesung aus „Leise Töne“, „was du willst“ und „Bronko, meine Frau Mutter und ich“

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Die Monatsbotin: Notizen aus dem vierten Stock // Januar 2015

Hier kommt die sechzehnte Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel – mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!

Wem sie gefällt: liebend gern weiterempfehlen! Wer aber versehentlich auf dem Verteiler gelandet ist oder schon viel zu viel zu lesen hat: Eine kurze Mail mit dem Hinweis „Keine weiteren Einsendungen gewünscht“ an kontakt@karen-susan-fessel.de – und schon herrscht gespenstische Ruhe im virtuellen Briefkasten …

Viel Spaß beim Lesen wünscht Karen-Susan Fessel!

Was war?

So schnell geht es! Schon schreiben wir das Jahr 2015, und damit warten wieder neue Herausforderungen und Rätsel auf uns. Aber eins ist bereits gelöst: Die Preisrätselfrage aus der letzten Monatsbotin vom Dezember 2015! Anlässlich meines 50. Geburtstags am 15. Dezember – den ich mit genau 44 Gästen in der Berliner Marianne-Bar feierte, die auch ohne meine Gästeschar durchaus als abendliches Lokal für Berliner und BerlinbesucherInnen zu empfehlen ist – warf ich die Frage in die virtuelle Runde, wieviel Gramm ich bei meiner Geburt im schönen Lübeck wohl gewogen haben mochte?

Noch nie erhielt ich so viele Einsendungen zu einem meiner Preisrätsel, aber genau geraten hat dennoch niemand. Die Schätzungen reichten von 2850 Gramm (Danke schön, Deniz ;-)) bis hin zu 4300 Gramm, was gleich zweimal geraten wurde. Am dichtesten dran aber lag Margit K. aus Innsbruck mit geschätzten 4130 Gramm – 10 Gramm zuviel. Jawohl, ich wog genau 4120 Gramm bei meiner Geburt, aber meine Schwester übertrumpfte das im Jahr zuvor noch gewaltig: Nur fünfzig Gramm fehlten bei ihr zu einem Fünfkilobrocken. Unsere arme Mutter … Jedenfalls: Gratulation an die glückliche Gewinnerin, die sich nun hiermit ein Exemplar der Bücher “Bronko, meine Frau Mutter und ich”, “Ein Stern namens Mama” oder “Max in den Wolken” aussuchen darf!

Und sonst so? Ja, der Dezember ist mein Lieblingsmonat, in dem ich immer versuche, mir ein wenig Ruhe zu gönnen. Das klappte nur so einigermaßen, denn so richtig ruhig war es natürlich nicht, denn es wurde ja viel gefeiert – mein 50., Weihnachten, Silvester. Und vorher kam ich noch in den Genuss, in meiner Kreuzberger Lieblingsbrennpunktschule, der Lenau-Schule, zunächst eine Lesung für die Klasse 5a und dann noch einen zweitägigen Schreibworkshop für Schüler der 6. Klassen abzuhalten, die ihre entstandenen Texte und Kurztheaterstücke dann zu krönenden Abschluss auch einem größeren Publikum präsentieren durften.  Mit dem fallenden Vorhang war dann auch mein sehr ausgefülltes und ziemlich produktives Arbeitsjahr 2015 zu Ende …

Und was kommt? 

… aber das neue hat schon begonnen: Zwischen den Jahren habe ich die Zeit genutzt, meine anstehenden Projekte zu überdenken, zwei vage Ideen genauer zu konkretisieren und dazu wiederum dann je ein Exposé zu verfassen – eine Art Inhaltsangabe, die mir als Gedächtnisstütze und einem interessierten Verlag als Richtlinie für ein gemeinsames Projekt dienen kann.  Bislang aber liegen die beiden Exposés vorerst ausgedruckt und nur gelegentlich beachtet auf meinem Schreibtisch, zusammen mit einer Anzahl weiteren, da ich mich als nächstes meinem Buch Nr. 32 – ein Kinderbuch für junge Leser ab 9 mit hohem “Gender”-Faktor – widmen werde. Das steht für das Frühjahr 2016 auf dem Programm des Kosmos-Verlages, und ich freue mich schon auf die Arbeit daran! Zumal ich ja einen Neunjährigen auch zu Hause habe, der sich für die Themen im Buch sehr interessant – eins davon ist nämlich Tanzen …

Und da der Januar für mich ausnahmsweise einmal keine Arbeits- und Veranstaltungstermine, sondern außer Schreiben nur private Vergnügungen bereit hält – zum Beispiel eine private Studienreise nach Breslau, dem Geburtsort meiner Mutter, in Begleitung vier weiterer, mir sehr lieber Interessierter und eine Reise nach Bordesholm, wo meine Webmasterin ihren 50. nachfeiert – gerät diese Monatsbotin dann auch ausnahmsweise ein wenig kürzer als sonst. Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern einen guten Einstieg ins neue Jahr, viel Spaß beim Lesen und vor allem: Gesundheit, Abenteuer und Zufriedenheit!

Da man aber nie ohne Ausblick auf etwas Schönes schließen sollte, hier noch etwas zum Drauffreuen: ab spätestens Mitte 2015 werde ich Online-Schreibworkshops anbieten. Näheres dazu bald mehr!

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Die Monatsbotin: Notizen aus dem vierten Stock // Dezember 2014

Hier kommt die fünfzehnte Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel – mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!

Wem sie gefällt: liebend gern weiterempfehlen! Wer aber versehentlich auf dem Verteiler gelandet ist oder schon viel zu viel zu lesen hat: Eine kurze Mail mit dem Hinweis „Keine weiteren Einsendungen gewünscht“ an kontakt@karen-susan-fessel.de – und schon herrscht gespenstische Ruhe im virtuellen Briefkasten …

Viel Spaß beim Lesen wünscht Karen-Susan Fessel!

Was war?

Tja, und schwupps! ist das Jahr schon wieder fast herum. Ein Jahr voller Jubiläen: Vor zwanzig Jahren wurde mein erster Roman “Und abends mit Beleuchtung” im Tübinger konkursbuch Verlag veröffentlicht (eine eingehende Erinnerung ist seit heute auch auf dem Verlagsblog zu lesen). Seither sind genau 30 Bücher erschienen, aus denen ich insgesamt ca. 1500 Lesungen im In- und Ausland gehalten habe, dazu genau 77 Schreibworkshops.  Und die siebzigste Lesung in diesem Jahr liegt gerade hinter mir. Na, das ist doch was, oder?

Ein weiteres, höchst interessantes Jubiläum kommt aber noch: Am 15. Dezember werde ich knackige 50 Jahre alt. Das muss natürlich gefeiert werden – sowohl privat mit einer Feier, zu der ich wiederum ca. 50 Gäste geladen habe, als auch mit einem neuen Preisrätsel. Die Frage lautet:

Wieviel Gramm habe ich bei der Geburt gewogen?

Ja, nun muss geraten werden … Ein kleiner Hinweis: So richtig wenig auf die Waage gebracht habe ich noch nie!

Wer das genaue Gewicht errät, bekommt ein signiertes Exemplar eines der folgenden Bücher nach Wahl: “Bronko, meine Frau Mutter und ich”, “Ein Stern namens Mama” oder “Max in den Wolken”.

Und wenn es keiner errät, dann will ich mal nicht so sein und schicke ein signiertes Exemplar nach eigener Wahl an den- oder diejenige(n) mit der Schätzung, die am dichtesten dran liegt. Viel Spaß also beim Raten!

Und was war sonst noch los im November?

Einiges, vor allem zahlreiche Lesungen und Veranstaltungen. Den Anfang machte die schon in der letzten Monatsbotin erwähnte Lesung aus “Bronko, meine Frau Mutter und ich” am 2. November im Hamburger “Salon endlich”, dann ging es vom 10. bis zum 13. November wieder einmal zu den Kinder- und Jugendbuchwochen nach Schleswig-Holstein, diesmal zu Lesungen in den Stadtbüchereien und -Bibliotheken in Pinneberg, Lübeck, Bad Schwartau und Bad Segeberg. Im schwäbischen Eislingen las ich unmittelbar danach am 14. November auf Einladung des Kinder- und Jugendbüros in der Stadthalle vor knapp hundert Jugendlichen aus “Steingesicht”, “Max in den Wolken” und “Liebe macht Anders”, und zwar im Rahmen der „GO!“-Präventionswoche. Am selben Abend dann hielt ich meine letzte Erwachsenenlesung aus “Bronko” im Stuttgarter Frauenkulturzentrum Sarah e.V. – die fast durch einen Bombenfund vereitelt wurde. Nein, nicht das Frauenzentrum an sich war bedroht, aber vor dem Haus in der Johannesstraße wurde eine riesige Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg entdeckt. Gerade noch rechtzeitig vor Lesungsbeginn konnte sie entschärft werden. Zum Glück – allerdings wäre der Grund für die Absage der Lesung wiederum ja auch einmalig gewesen …

In der Woche danach hatte ich nochmals die Ehre, gleich neun fünfte und sechste Berliner Schulklassen aus den Bezirken Kreuzberg und Tempelhof mit Lesungen aus “Und wenn schon!” und co. erfreuen zu dürfen, danach ging es dann in die Schweiz, um im Kanton Zürich wiederum dreizehn Lesungen in verschiedenen Sekundarschulen zu halten.

Zum Schreiben kam ich natürlich in diesem Monat somit kaum – aber Buch Nr. 31 mit dem vorläufigen Arbeitstitel “Spinner” ist ja, wie bekanntlich, im Oktober in der Rohfassung fertig geworden, soeben vom Lektorat zurückgekommen …

Und was kommt? 

… und wird nun von mir in den nächsten Tagen überarbeitet werden, um dann zurück in den Kosmos-Verlag zu gehen, zum Endlektorat. Bis zur druckreifen Fassung wird es allerdings noch einige Zeit dauern, und auch der Umschlag ist noch in Arbeit, genau wie der endgültige Titel. Gepanter Erscheinungstermin: 2015!

An Veranstaltungen warten in diesem meinem Lieblingsmonat nun noch ein Schreibworkshop für Schüler der 6. Klassen und eine Lesung für die Klasse 5a der Kreuzberger Lenau-Schule auf mich, die auch mein lieber Stiefsohn besucht. Allerdings ist dieser erst in der vierten Klasse, zu seinem großen Ärger … Dafür darf er dann bei meinem 50. Geburtstag tüchtig mitfeiern.

Ja, und Buch Nr. 32 wartet auch schon auf mich, dazu sind meine beiden “privaten” Buchprojekte auch weiterhin in Arbeit. Aber alle drei werde ich erst im Januar wieder bzw. weiter in Angriff nehmen. Erstmal wird durchgeatmet und der Lieblingsmonat Dezember genossen! Und das heißt Lesen, herumkramen, hier und da etwas schreiben, u.a. mein tägliches Gedicht, Tagebuch, Weihnachtspost, spazierengehen, Freunde treffen, Geburtstag, Weihnachten und Silvester im Kreise meiner Lieben feiern … also volles Programm!

Einen schönen Dezember, eine friedliche und fröhliche Adventszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2015 wünscht Karen-Susan Fessel!

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Die Monatsbotin: Notizen aus dem vierten Stock // November 2014

Hier kommt die vierzehnte Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel – mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!

Wem sie gefällt: liebend gern weiterempfehlen! Wer aber versehentlich auf dem Verteiler gelandet ist oder schon viel zu viel zu lesen hat: Eine kurze Mail mit dem Hinweis „Keine weiteren Einsendungen gewünscht“ an kontakt@karen-susan-fessel.de – und schon herrscht gespenstische Ruhe im virtuellen Briefkasten …

Viel Spaß beim Lesen wünscht Karen-Susan Fessel!

Was war?

Selten kam die erste Antwort auf die Preisfrage in der Monatsbotin vom Oktober so schnell:  Nur vier Minuten brauchte Monika B. aus Berlin für die richtige Antwort –  Gotland spielt in meinen Büchern “Feuer im Kopf” und “Leise Töne” eine wichtige Rolle! Ein signiertes Exemplar von “Feuer im Kopf” ziert nun ihr Bücherregal, herzlichen Glückwunsch!
Und auch sonst war der Oktober ein temporeicher Monat. Nicht nur, dass ich in den ersten beiden Wochen einen wahren Endspurt hinlegte: “Spinner” (Arbeitstitel), mein neuer, im nächsten Sommer erscheinender Jugendroman für den Kosmos-Verlag, wurde genau rechtzeitig fertig. Nun liegt er bei der Lektorin, die sich hoffentlich mit Genuss über die 230 Seiten hermachen wird. Wie immer ist es auch ein bisschen schade, wenn ich ein Buch abgeben und damit auch hergeben muss, aber die Freude überwiegt natürlich bei weitem. Und Buch Nr. 32 wartet ja auch schon auf mich …

Unterbrochen habe ich die Schreibarbeit für eine ganz besondere Lesung aus “Bronko, meine Frau Mutter und ich“ im Mönchengladbacher Buchladen prolibri. Eingeladen hatte Leslie e.V., und nicht nur Luki, das lebendige Vorbild für Bronko, war wieder mit von der Partie, sondern ein spezieller Ehrengast: meine Frau Mutter! Die hatte, gemeinsam mit dem zahlreich erschienenen Lesepublikum, viel Spaß! Und wenn Leslie e.V. im kommenden Jahr einen Schreibworkshop mit mir veranstaltet, was gerade im Gespräch ist, dann wird meine Frau Mutter auch gern mit dabei sein.

Zurück in Berlin, ging es nach der Abgabe von “Spinner” gleich wieder auf Reisen: vom 13. bis zum 16. Oktober zunächst ins liebliche Geislingen an der Steige (auch eine Reise wert, gibt es dort doch eine mittelalterliche, hoch über der Stadt gelegene Burgruine und einen hübsch restaurierten historischen Stadtkern!), um gleich mehreren Schulklassen des Helfenstein-Gymnasiums und der Schubart-Realschule “Und wenn schon!” und Co. nahezubringen. Und je gut zwanzig Schülerinnen und Schüler kamen dann noch in den Genuss eines von mir geleiteten Schreibworkshops an den folgenden Tagen. Die entstandenen Texte können sich sehen lassen – und sind bald auch zu lesen, in einer Publikation der Stadtbücherei in der Mag, die zu diesen Veranstaltungen – und noch vielen weiteren mit anderen AutorInnen! – eingeladen hatte.

Durch die wunderbare bunte Herbstlandschaft kurvte ich zurück nach Berlin, um am kommenden Morgen ins Flugzeug nach Zürich zu steigen, wo fünf Frauen (aus gleich  drei Ländern!) sich vom 17. bis 19. Oktober zum Schreibworkshop “Mein Buch” zusammengefunden hatten. Vor allem die Strukturierung der geplanten oder in Arbeit befindlichen Texte stand auf dem Programm, eine anstrengende, aber fruchtbare Arbeit. Zu Schade, dass ich nichts über die Themen der Bücher verraten darf, nur soviel: Wenn nichts dazwischenkommt, wird der Büchermarkt demnächst um einige sehr spannende und brandaktuelle Werke bereichert …

Den Rest des Monats verbrachte ich mit Durchatmen, Akten und Unterlagen sortieren und einer kleinen Privatreise in die Niederlausitz, die Heimat der Sorben (und einer ganz besonderen, sehr attraktiven Dame). Und auch das Emsland stand wieder einmal auf dem Programm. Da ich mir aber auferlegt habe, nicht allzusehr und allzuoft von Land und Leuten zu schwärmen – immerhin schreibe ich hier ja keinen Reiseführer -, schweige ich nun still. Obwohl sowohl die Niederlausitz und das Emsland eben durchaus auch eine Reise wert sind …

Und Hamburg natürlich auch, wo ich gestern eine weitere Lesung im Salon Endlich hielt, aus “Bronko, meine Frau Mutter und ich”. Hier fiel mir dann endgültig auf, dass der Titel in Ankündigungen und auf Flyern recht oft durch ein zusätzliches Komma einen gänzlich anderen Sinn erhält: “Bronko, meine Frau, Mutter und ich” suggeriert schließlich vier Hauptpersonen statt, wie in Wirklichkeit, drei. Aber das wäre ein ganz anderes Buch, welches ich nicht zu schreiben gedenke. Hingegen arbeite ich zur Zeit schon an einem anderem, in dem aber eine der oben genannten Personen durchaus vorkommen wird. Welche, verrate ich zu einem späteren Zeitpunkt!

Und was kommt?

Nochmal mit Schwung volles Leseprogramm: Vom 10 bis zum 13. November bin ich wieder einmal zu den Kinder- und Jugendbuchwochen in Schleswig-Holstein zu Gast, diesmal zu Lesungen in den Stadtbüchereien und -Bibliotheken in Pinneberg, Lübeck, Bad Schwartau und Bad Segeberg. Danach geht es gleich weiter nach Eislingen (ja, genau, in der Nähe von Geislingen!), wo ich auf Einladung des Kinder- und Jugendbüros im Kästner-Gymnasium aus “Steingesicht” lesen werde, und zwar im Rahmen der „GO!“-Präventionswoche. Am selben Abend des 14. November bin ich dann wiederum mit “Bronko” in Stuttgart zu Gast, diesmal im Frauenkulturzentrum Sarah e.V. – und das wird dann auch meine letzte öffentliche Lesung in diesem Jahr sein. Also nicht verpassen, liebe Baden-Würtembergerinnen!

In der Woche darauf kommen dann noch mal die Berliner SchülerInnen dran – zunächst freue ich mich auf die 5. Klassen der Lenau-Schule in Kreuzberg, dann auf vier weitere Lesungen in den Stadtbüchereien Lichtenrade und Tempelhof. Und danach geht es nochmals vom 23. bis zum 29. November in die schöne Schweiz und damit in den Kanton Zürich – gleich vierzehn Schullesungen warten auf mich, unter anderem auch in Feuerthalen gleich beim Rheinfall. Und wenn ich dann am 29. November wieder ins Flugzeug nach Berlin steige, liegen dann insgesamt genau 70 Lesungen und 10 Workshops in diesem Jahr hinter mir. Keine schlechte Bilanz, die im übrigen gut zu den weiteren runden Jubiläen in diesem Jahr passt: Immerhin feiere ich dies Jahr mein zwanzigjähriges Berufs- (ja, 1994 erschien mein erster Roman “Und abends mit Beleuchtung!”) und im Dezember dann noch mein fünfzigjähriges Erdenjubiläum. Wenn das mal kein Grund zum Feiern ist!

Einen schönen November wünscht Karen-Susan Fessel!

Öffentlicher Termin im November: 14. November, Stuttgart, Sarah e.V., Johannesstr. 13, 20h: Lesung aus „Bronko, meine Frau Mutter und ich“

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Die Monatsbotin: Notizen aus dem vierten Stock // Oktober 2014

Hier kommt die dreizehnte Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel – mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!

Wem sie gefällt: liebend gern weiterempfehlen! Wer aber versehentlich auf dem Verteiler gelandet ist oder schon viel zu viel zu lesen hat: Eine kurze Mail mit dem Hinweis „Keine weiteren Einsendungen gewünscht“ an kontakt@karen-susan-fessel.de – und schon herrscht gespenstische Ruhe im virtuellen Briefkasten …

Viel Spaß beim Lesen wünscht Karen-Susan Fessel!

Was war?

Der September begann mit einer langersehnten, wunderschönen und dazu noch erholsamen Arbeitsreise in meine ausländische Lieblingsstadt Visby. Auf Gotland, der “Insel der Rosen und Ruinen” in der Ostsee gelegen, ist die alte Hafenstadt mit engen Verbindungen zu meiner Geburtsstadt Lübeck nicht nur das Ziel zahlreicher Kreuzfahrtschiffe, sondern auch vieler Schriftsteller und Übersetzer. Denn Visby beherbergt nicht nur zahlreiche Kirchenruinen und mittelalterliche Gebäude, sondern seit 1993 auch das “Baltic Centre for Writers and Translators” (BWCT), in dem Schriftsteller und Übersetzer vorrangig aus Ostseeanrainerstaaten bis zu einen Monat lang in Ruhe wohnen und arbeiten dürfen, einige als Stipendiaten verschiedener Programme. Von den elf Zimmern mit Dusche und WC bietet die Hälfte sogar einen unmittelbaren Blick auf die Ostsee, denn das “Författarcentrum” liegt hoch auf den Klippen und direkt vor der einzig erhaltenen Kirche der Stadt, der Domkirche St. Maria. Die anderen Zimmer blicken wiederum auf die vollständig erhaltene Stadtmauer aus hellem Kalkstein mit ihren fünfzig Türmen und Toren, die eine umwerfende mittelalterliche Stadtanlage mit über 200 Steinhäusern aus der Hansezeit umschließt – Unesco-Weltkulturerbe seit 1995; bereits seit 1805 bereits steht die gesamte Innenstadt unter Denkmalschutz.

Schon zum achten Mal seit 2002 hatte ich das Vergnügen, mich im liebevoll “Huset” genannten Författarcentrum aufzuhalten  – zwar nur eine Woche, aber die hatte es in sich: als alte Langschläferin stand ich jeden Morgen früh auf, um nur keinen kostbaren Moment zu verpassen, einmal sogar um 5.36h (!), schwang mich nach dem Frühstück aufs Fahrrad und radelte zwischen zwei und fünf Stunden über die Insel, um danach mehrere Stunden zu schreiben. Erst zum Sonnenuntergang, der sich trefflich von der Klippe vorm Haus beobachten lässt, wahlweise auch von der Ringmauer oder der Strandpromenade aus, verließ ich wieder mein minzgrün gestrichenes Zimmer, dessen Nordfenster aufs Meer und die nördliche Altstadt zeigte und dessen Ostfenster auf die Ringmauer. Auch ein Tagesausflug mit meinen Mitstipendiaten aus Spanien, Slowenien und Berlin sowie Lena, der überaus freundlichen und humorvollen Leiterin des Hauses, auf die vorgelagerte Insel Farö mit ihren weltweit einzigartigen Kalksteinrauten stand auf dem Programm. Das schöne am “Huset” ist übrigens auch, dass man ganz nach Gusto viel oder wenig Kontakt zu den anderen SchriftstellerInnen und ÜbersetzerInnen suchen kann – aber immer sitzt jemand in der großen Küche im Gemeinschaftshaus, mit dem sich plaudern oder kochen lässt – nachdem man natürlich erstmal die Sprache herausgefunden hat, in der man am besten kommuniziert. Man kann, aber man muss nicht – perfekt, finde ich!

Höchst beglückt, inspiriert und erholt stieg ich also acht Tage später wieder in das kleine Propellerflugzeug, das mich nach Stockholm brachte, von wo ich zurück nach Berlin flog – im Gepäck unzählige Notizen, Tagebuchseiten und knapp vierzig Seiten Rohfassung des gerade in Arbeit befindlichen Romans mit dem Arbeitstitel “Spinner”.

Und wer es jetzt noch nicht gemerkt hat: Gotland ist wirklich eine Reise wert! Wie schön, dass ich im nächsten Jahr wieder dort verweilen werde, für gleich zwei Wochen, diesmal aber nicht allein im “Huset”, sondern in zwei Ferienhäusern bei Tofta, begleitet gleich von mindestens sechs mir sehr lieben Menschen und einem sehr kleinen Hund …

So, genug geschwärmt. Aber die Schwärmerei bietet Anlass für das nächste Preisrätsel, das ja mal langsam wieder fällig ist. Die Preisfrage diesmal lautet:

Zwei meiner Bücher spielen großenteils auf Gotland. Welche sind es?

Wer die Preisfrage als Erste/r richtig beantwortet, erhält ein signiertes Exemplar eines dieser beiden Bücher und darf selbst auswählen, welches!

Na, ist das nicht verlockend? GewinnerInnen eines vormaligen Preisrätsels sind übrigens von der Teilnahme ausgeschlossen. Schließlich sollen alle mal drankommen dürfen!

Zurück in Berlin, ging es fleißig an die Arbeit, immerhin waren noch fast sechzig Seiten zu schreiben. Das gelang auch fast bis zum Monatsende – Seitenstand am 30. September: 204! Fast geschafft, ein paar Seiten Rohfassung fehlen noch, aber fristgerecht noch im Oktober wird das überarbeitete Manuskript dann an meine Lektorin im Kosmos-Verlag gehen.

Unterbrochen habe ich die Schreibarbeit jedoch noch einmal für einige Lesungen, das aber gern: Zunächst las ich am 19. September im Sonntags-Club aus “Bronko, meine Frau Mutter und ich“, und wieder einmal war Luki, das lebendige Vorbild für Bronko, hier auch mit von der Partie. Die Besucherinnenzahl ließ ein wenig zu wünschen übrig, lag es vielleicht an der Tatsache, dass wir in Berlin den letzten richtig warmen Sommerabend genießen durften?  Luki störte es jedenfalls nicht, er wurde ausgiebig gestreichelt und liebkost; desgleichen einige Tage später im Schnelldorfer Hotel, wohin ich ihn kurzerhand mitgenommen hatte – eigentlich als Notlösung, da in Berlin ein böser Virus wütete; aber Luki entpuppte sich wieder einmal als höchst angenehme Reisebegleitung. Von Schnelldorf (Bayern) aus ging es drei Tage zu Lesungen in die nahegelegene Hohenlohe (Baden-Württemberg): In Bühlertann, Schwäbisch Hall und Ilshofen las ich in den dortigen Schul(zentr)en aus verschiedenen Kinder- und Jugendbüchern vor SchülerInnen der Klassenstufen 5 bis 10. Ein höchst abwechslungsreiches Programm, das mir ungemein viel Spaß machte – wiederum mit viel Einsatz organisiert von einer sehr engagierten Lehrerin aus Bühlertann.

Ich bin immer wieder erstaunt und dankbar darüber, was manche Menschen mit ihrem Engagement in die Wege leiten können. Die meisten Lesungen kommen ja zustande, indem einzelne Schulen aus einem angebotenen Programm der Bibliotheksverbände auswählen oder für eine Lesewoche nach einem passenden Autor Ausschau halten. Aber es geht eben auch anders – wenn eine engagierte Lehrerin einfach Kontakt aufnimmt und dann ihr Schulkollegium überzeugt und dazu noch andere Schulen ins Boot holt. Danke dafür!

Und was kommt?

Erstmal der Endspurt: die Rohfassung von “Spinner” wird in diesen Tagen fertig, dann lasse ich sie eine gute Woche liegen, um sie danach zu überarbeiten und an meine Lektorin beim Kosmos-Verlag zu schicken. Und dann nehmen die Dinge ihren weiteren Verlauf, über den ich zu gegebener Zeit berichten werde!
Dazwischen aber steht noch eine Reihe von interessanten Veranstaltungen an: Am 7. Oktober lese ich auf Einladung von LesLie e.V. zunächst in der Buchhandlung “prolibri” in Mönchengladbach, wo ich bereits letztes Jahr mit “Leise Töne” zu Gast war. Danach warten vom 13. bis 16. Oktober in Geislingen an der Steige mehrere Lesungen und zwei ganztägige Schreibwerkstätten in der Schubart-Realschule und dem Helfenstein-Gymnasium, organisiert von der Stadtbücherei in der MAG, und unmittelbar danach geht es nach Zürich, wo ich vom 17. bis zum 19. Oktober letztmalig in diesem Jahr den Schreibworkshop “Mein Buch” für Frauen, die ein Buch in Planung oder Arbeit haben, anbiete. Noch sind Restplätze frei – Informationen dazu weiter unten.

Volles Programm also im Oktober, gefolgt vom Einstieg in das nächste Buch. Und auch meine beiden “Privatprojekte” warten auf mich – mehr dazu aber in der nächsten Monatsbotin.

Fürs Erste wünscht einen schönen restlichen Altweibersommer – soviele Spinnennetze wie in den letzten Tagen sah ich nie zuvor …! – herzlich, Karen-Susan Fessel!

Öffentliche Termine im Oktober:

7. Oktober, Mönchengladbach, Buchhandlung prolibri, Schillerstraße 22: Lesung aus „Bronko, meine Frau Mutter und ich“ /  17.  bis 19. Oktober, Zürich, Zentrum Karl der Große //  Informationen und Anmeldung unter www.karen-susan-fessel.de und kontakt@karen-susan-fessel.de

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Die Monatsbotin: Notizen aus dem vierten Stock // September 2014

Hier kommt die zwölfte Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel – mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!

Wem sie gefällt: liebend gern weiterempfehlen! Wer aber versehentlich auf dem Verteiler gelandet ist oder schon viel zu viel zu lesen hat: Eine kurze Mail mit dem Hinweis „Keine weiteren Einsendungen gewünscht“ an kontakt@karen-susan-fessel.de – und schon herrscht gespenstische Ruhe im virtuellen Briefkasten …

Viel Spaß beim Lesen wünscht Karen-Susan Fessel!

Was war?

Der August war beides: Ferien- und Arbeitsmonat zugleich. Der Einstieg begann bereits am 31. Juli mit meinem Schreibworkshop beim Treffen HIV-positiver und AIDS-kranker Frauen in der idyllischen Akademie Waldschlösschen. Bereits zum zehnten Mal war ich eingeladen, knapp zwanzig interessierte Frauen im Alter zwischen Ende Dreißig und Anfang Siebzig anzuleiten, ihre eigene(n) Geschichte(n) auf Papier zu bringen oder, wie zunehmend beliebter wird, ins Laptop. Ich persönlich finde es zwar immer besser, wenn die TeilnehmerInnen der Workshops sich der Mühe des handschriftlichen Arbeitens unterziehen, da das Aufschreiben – wie kürzlich ja auch wissenschaftlich bestätigt – auch etwas mit dem Text selbst macht. Aber sofern es die anderen Schreibenden nicht stört, ist das Tippen durchaus gestattet – und so kommen dann manchmal erstaunliche Textmengen zu Stande ….

Dann aber ging es ab in die Ferien, knapp 3000 Kilometer im Auto mit der Liebsten, Kind und Hund. Über das Emsland runter nach Oberperfuss bei Innsbruck, wo der Hund in lieben Händen verweilte, während wir weiter nach Rom und wieder zurück reisten. Nach insgesamt zehn Tagen waren wir zurück in … nein, leider nicht in Berlin, sondern im bayrischen Pegnitz, wo der Wagen dann doch liegenblieb. Aber das wäre dann eine Geschichte für sich, die gut ausging, wenn unter finanziellen Einbußen und viel Einsatz ….

Die nächste Reise wartete bereits: Am 22. August las ich in Braunschweig aus „Bronko, meine Frau Mutter und ich“, und der Hund war hier auch wieder mit dabei, als Ehrengast. A propos Einsatz: Die Lesung war eine privat organisierte, von der umtriebigen Braunschweigerin Susanne Klauke, die gleich noch eine Frauenparty mit anhängte. Vorher aber lauschten ca. fünfzig Zuhörerinnen interessiert, wenngleich von unzähligen Mücken geplagt, die das Glashaus am Dowesee bevölkerten. Und der Vortragenden die Knie so dermaßen zerstachen, dass sie heute noch jucken … Aber schön war es doch!
Weiter ging es nach Münster, wo der Verein LIVAS e.V. zu einer weiteren, gut besuchten Lesung aus „Bronko“ geladen hatte, und das im Rahmen Kulturwochen anlässlich des CSD. Auch hier wartete ein gut gelauntes Publikum, dazu eine große Hundedame, die freundlicherweise meinen eigenen Hund als Ehrengast vertrat …

In Berlin dann endete der Monat mit dem Workshop „Mein Buch“ – drei Damen und ein Herr arbeiteten über zweieinhalb Tage konzentriert an ihren Büchern; der Erfolg schlug sich nicht nur in zahlreichen geschriebenen und diskutierten Seiten nieder, sondern vor allem in gut ausgefeilten Strukturplänen, die ein gutes Fundament für die weitere Schreibarbeit zu Hause bilden können.

Aufmerksame LeserInnen werden es schon gemerkt haben: Zum eigenen Schreiben kam ich in diesem Monat so gut wie gar nicht. Bis auf ein paar Gedichte zum Hausgebrauch und den täglichen Tagebuchzeilen entstanden nur wenige Seiten, aber das wird sich bald ändern …

Und was kommt?

… denn morgen fliege ich zu einem einwöchigen Arbeitsaufenthalt nach Gotland, wo das Schriftsteller- und Übersetzerzentrum in Visby Autoren und Übersetzern aus Ostseeanrainerstaaten die Möglichkeit bietet, je nach Kapazität einige Tage bis maximal vier Wochen in einem wunderschönen Gebäude oben auf den Klippen unterzukommen und fleißig zu arbeiten. Zwölf Zimmer gibt es dort, und natürlich auch eine lange Warteliste. Umso größer meine Freude, eine Woche dort verbringen zu dürfen. Knapp ein halbes Dutzend Male hatte ich bereits die Gelegenheit, und viele Seiten sind dort entstanden – zudem bietet die wunderschöne „Insel der Rosen und Ruinen“ auch die Kulisse für zwei meiner Bücher: den Jugendroman „Feuer im Kopf“ (der von Schizophrenie bei Jugendlichen handelt) und meinen bisher umfangreichsten, 2010 erschienenen Roman „Leise Töne“.

Eine Woche ist zwar nicht lang, aber dennoch werde ich sicher ein gutes Stück mit „Spinner“, meinem aktuell in Arbeit befindlichen Roman für Jugendliche, weiterkommen. Und danach sicher auch; den Rest des Monats wird geschrieben – nur unterbrochen von einer weiteren Lesung aus „Bronko, meine Frau Mutter und ich“, diesmal sozusagen als Heimspiel im Berliner Sonntags-Club, dazu von einem knappen Dutzend Schullesungen in der Zeit vom 22. bis 24. September in verschiedenen Schulen der Hohenlohe. Wo das liegt? Im Süden – rund um die malerischen Städte Bühlertann, Ilshofen und Schwäbisch Hall.

Einen schönen Sommerausklang und Herbstbeginn wünscht Karen-Susan Fessel!

Öffentliche Termine im September:

19. September, Berlin, Sonntagsclub, Greifenhagener Straße 28: Lesung aus „Bronko, meine Frau Mutter und ich“ im Rahmen des Frauenfreitags

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Die Monatsbotin: Notizen aus dem vierten Stock // August 2014

Hier kommt die elfte Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel – mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!

Wem sie gefällt: liebend gern weiterempfehlen! Wer aber versehentlich auf dem Verteiler gelandet ist oder schon viel zu viel zu lesen hat: Eine kurze Mail mit dem Hinweis „Keine weiteren Einsendungen gewünscht“ an kontakt@karen-susan-fessel.de – und schon herrscht gespenstische Ruhe im virtuellen Briefkasten …

Viel Spaß beim Lesen wünscht Karen-Susan Fessel!

Was war?

Der Juli war ein richtiger Ausnahmemonat, und das nicht nur wegen der teilweise kaum zu ertragenden Hitzewelle: Ein lesungsfreier Monat liegt hinter mir, und so blieb endlich einmal viel Zeit zum Schreiben. Das gelang in meinem kühlen Nordzimmer mit der rauschenden Sommerbirke vorm Fenster ganz wunderbar, und so ist es kein Wunder, dass der zweite Jugendroman für den Kosmos-Verlag mit dem vorläufigen Arbeitstitel „Spinner“ nun um weitere gut fünfzig Seiten gediehen und damit zur Hälfte fertig ist. Natürlich in der Rohfassung, was wiederum bedeutet, dass der Roman dann am Ende noch einmal gründlich überarbeitet werden wird, bevor ich ihn spätestens Ende September an den Verlag ins Lektorat schicken werde.

Was die Seitenanzahl angeht, liege ich übrigens genau im Plan. Mir hilft dabei immer wieder, dass ich spätestens nach dem ersten Kapitel alle weiteren genau durchstrukturiere und dann immer wieder aktualisiere. Das grobe Inhaltsverzeichnis – Kapitelaufteilung und jedes Kapitel dann in Szenen unterteilt – hängt auf drei Seiten ausgedruckt über meinem Schreibtisch, immer also in Sichtweite. So manche Stunde verbringe ich dann auch damit, diese drei Seiten nachdenklich anzustarren und hie und da eine Veränderung handschriftlich einzufügen. Wenn die gekrickelten Neuerungen schließlich so viel Platz einnehmen, dass sie mich durcheinanderzubringen drohen, dann werden sie neu eingetippt und ausgedruckt und aufgehängt. Und dann beginnt das Ganze von vorn …

Aber unterwegs war ich natürlich auch: zum einen in privater Hinsicht, denn mein liebes Mütterchen wurde immerhin schon knackige 78, und das musste in meiner alten Heimatstadt Meppen natürlich gebührend gefeiert werden. In Sachen Schreibworkshops war ich allerdings natürlich auch auf Achse, und zwar gleich zweimal hintereinander in der wunderschön gelegenen Akademie Waldschlösschen in Reinhausen bei Göttingen. Vom 20. bis 24. Juli arbeiteten ein knappes Dutzend Männer und zwei Frauen konzentriert und mit viel Spaß daran, unter meiner Anleitung Kurzgeschichten und auch längere Texte zu erstellen, eine Woche später, vom 31. Juli bis zum 3. August, waren es dann gleich sechzehn Teilnehmerinnen, die sich im Rahmen des bundesweiten Treffens HIV-positiver und AIDS-kranker Frauen mit der eigenen Biografie schriftlich auseinandersetzen. Letzterer war bereits mein neunter Schreibworkshop in diesem Rahmen; in den vergangenen zehn Jahren sind unzählige bewegende, traurige und auch spannende und lustige Texte entstanden, die hoffentlich eines Tages auch in einem Sammelband veröffentlicht werden können. Kostproben daraus finden sich übrigens zum Teil in der von mir zusammengestellten und lektorierten Textsammlung „eben leben“ mit Berichten und Geschichten HIV-positiver Frauen, herausgegeben vom Frauengesundheitszentrum München und dort auch für 5 Euro ohne Versandkosten erhältlich: www.fgz-muc.de/fgz_shop/broschueren.php „Eben leben“ wurde 2010 mit dem Annemarie-Madison-Preis, der für engagierte Arbeit im Bereich HIV verliehen wird, ausgezeichnet.

Und was kommt?

Natürlich steht im August auch weiterhin Schreiben an, „Spinner“ soll schließlich bis Ende September fertig werden. Meine beiden privaten Buchprojekte hingegen liegen deswegen momentan auf Eis; sieht so aus, als ob meinem persönlichen Experiment, parallel mehrere Bücher zu schreiben, doch am Ende die Puste ausgeht. In der Tat erweist sich einfach nur, was ich vorher schon ahnte: Ich kann nur ein Buch auf einmal. Jedenfalls ab dem Moment, wo es an Fahrt aufgenommen hat. Keine bahnbrechende, eher eine alte Erkenntnis …

Ende des Monats allerdings startet auch schon die Lesesaison: Den Anfang macht am 22. August in Braunschweig eine Lesung aus „Bronko, meine Frau Mutter und ich“ im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Frauen unter Glas“ mit anschließender Frauenparty, drei Tage später bin ich – ebenfalls mit „Bronko“ – endlich wieder einmal nach längerer Pause in Münster zu Gast. Und wiederum vier Tage später startet am 29. August der letzte Wochenend-Romanworkshop in Berlin für dieses Jahr: bei „Mein Buch“ für Frauen, die ein eigenes Buch planen oder in Arbeit haben, sind noch letzte Plätze frei!

Öffentliche Termine im August:

22. August, Glashaus am Dowesee, Doweseeweg 3, Braunschweig, 19.30h,: Lesung aus „Bronko, meine Frau Mutter und ich“ mit anschließender Frauenparty, Informationen unter http://szene38.de/events/frauen-unter-glas/ //  25. August, Münster, Lockvogel, Neubrückenstr. 53-54, 20h: Lesung aus „Bronko, meine Frau Mutter und ich“; veranstaltet von LIVAS V // 29. bis 31. August: Berlin, Schreibatelier Rathjen:  Schreibworkshop“ Mein Buch” – für Frauen, die ein Buch in Planung oder Arbeit haben; Informationen und Anmeldung unter  www.karen-susan-fessel.de

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