Neues Kinderbuch erschienen!

Da ist es – kaum ausgepackt, schon wird es gelesen: „Hip-Hop, Hund und Herzgehüpfe“, WP_20160212_11_45_49_Pro[1]

gerade eben im Kosmos Verlag erschienen. Nicht nur für Mädchen ab 10!

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Die Monatsbotin Februar 2016 // Notizen aus dem vierten Stock

Hier kommt die neunundzwanzigste Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel – mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!

Wem sie gefällt: liebend gern weiterempfehlen:  Eine kurze Mail mit dem Hinweis „Monatsbotin gewünscht“ an kontakt@karen-susan-fessel.de – und schon liegt sie Monat für Monat im virtuellen Briefkasten ​…

 

Viel Spaß beim Lesen wünscht Karen-Susan Fessel!

Was war?

Wie der Dezember flog auch der Januar nur geradezu an mir vorbei. Als alte Statistikliebhaberin schrieb ich mir diesmal ganz genau auf, woran ich wie lange arbeitete – um festzustellen, dass ich meine für den Monat hoch gesteckten Ziele nicht ganz erreicht habe. Aber immerhin ist doch einiges geschafft: Als Erstes galt es, das Lektorat für das neue Buch der „Hundeflüstererin“ Maike Maja Nowak fertigzustellen. Spontan war ich anstelle der eigentlichen Lektorin, die Ende November in Mutterschutz ging, eingesprungen, und nun galt es, die versierte Autorin („Wanja und die wilden Hunde“) konzeptionell zu beraten und die am Ende gut 350 Seiten sorgfältig zu lektorieren. Das machte mir viel Spaß, und ich freue mich auf den 11. April – dann nämlich erscheint „Abenteuer Vertrauen“ im Mosaik Verlag.

Noch ein weiteres Lektorat galt es endgültig abzusegnen; mehr dazu im nächsten Monat, und natürlich nahmen auch die Online-Workshops einige Zeit in Anspruch. Neben dem Kreativ-Quickie läuft gerade der Workshop „Biografisches Schreiben“; ein weiterer Kreativ-Quickie ist in einen Kreativ-Langzeitworkshop mit fünfmonatiger Laufzeit verlängert; auch das ist also möglich!

Geschrieben habe ich zunächst – ein lustiger Zufall – ein Nachwort für die Lehrerhandreichung zur Neuausgabe von „Ein Stern namens Mama“ und ein Vorwort für die Neuausgabe von … ja, genau, von „Bilder von ihr“. Und das genau ist dann auch die Lösung für das Preisrätsel der Januar-Monatsbotin, das diesmal ein großes Echo fand. Am schnellsten lagen Alexandra B. aus Hannover, Susanne G. aus München und Heidi K. aus Berlin richtig: 1996 erstmalig veröffentlicht, wird der „Klassiker“ der Frauen- und Lesbenliteratur in diesem Frühling im Berliner Querverlag neu aufgelegt, mit neuem Cover, einem Vorwort der Autorin und einem Nachwort der Verlegerin. Und noch dazu als Taschenbuch und eBook zugleich – perfekt also für den Osterurlaub!

Weiterhin habe ich wie angekündigt die Arbeit an meinem privaten Buchprojekt für Erwachsene wieder aufgenommen. Fast ein Dreivierteljahr hat das Projekt zwischenzeitlich auf Eis gelegen, jetzt aber habe ich in diesem Monat knapp 20 Seiten verfasst, bis spätestens Ende Juni soll das Buch fertig sein.

Der Vertrag für das neue Kinderbuch ab 8 Jahren (Arbeitstitel: Frieda Fricke – unmöglich!) ist unterschrieben, voraussichtlich im nächsten Frühjahr wird es im Kosmos-Verlag erscheinen. Wann ich es schreibe? Noch in dieser ersten Jahreshälfte, also ebenfalls bis Ende Juni …

Und was kommt?

… womit ich ja schon wieder in der Zukunft angelangt bin. Aber erstmal schreiben wir nun Februar, und der beginnt mit einer Bildungsreise nach Krakau und Auschwitz. Zwar taten wir uns ein wenig schwer mit der Entscheidung, ins zunehmend in restriktive politische Verhältnisse zurückfallende Polen zu reisen, aber nachdem ich mich nun über ein Jahr lang intensiv noch einmal mit dem Nationalsozialismus und seinen katastrophalen Auswüchsen in Gestalt der Konzentrationslager befasst habe, muss die Fahrt einfach sein. Gemeinsam mit meinem guten Freund, dem Kunsthistoriker und Galeristen Stefan Rasche, der mich schon 2011 anlässlich meiner Recherchefahrt zum Grenzgänger-Stipendiums-Roman „Schattenblicke“ nach Serbien und im letzten Jahr nach Breslau begleitet hat, werde ich während der kommenden fünf Tage viele Eindrücke gewinnen. Aus Kostengründen ist unsere aus fünf mir sehr lieben Personen bestehende Breslau’sche Reisegruppe nun auf uns beide zusammengeschrumpft, aber nächstes Jahr geht es dann wieder in der Stammbesetzung in eine weitere europäische (ehemalige Kulturhaupt-)Stadt.

In der zweiten und vierten Februarwoche werde ich dann hoffentlich an die vierzig Seiten des o.e. Romans zu Papier bringen, dazwischen dann aber eine Lesereise nach Schleswig-Holstein unternehmen. Gleich vier Lesungen stehen an, zwei davon aus „Bronko, meine Frau Mutter und ich“, und zwar in den Stadtbüchereien Leck, Heide und Husum; in beiden letzteren trage ich zusätzlich an zwei Vormittagen aus „Liebe macht Anders“ und weiteren Titeln vor – das alles im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Westküste denkt queer“, einer Initiative äußerst engagierter Privatpersonen und Institutionen – u. a. dabei: pro Familia, die Gleichstellungsstelle der Stadt Heide und das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein. Dennoch hatte die Initiative mit tüchtig Gegenwind zu kämpfen: So war es nicht möglich, auch nur eine einzige Buchhandlung in den entsprechenden Städten für eine Lesung mit mir zu gewinnen. „So ein Publikum haben und wollen wir nicht“, lautete eine der Absagen, bei der den Veranstaltern und mir im Jahre 2015 dann doch die Ohren schlackerten. Gut, dass zumindest die Büchereien und Bibliotheken anders denken, und hoffen wir auf möglichst viel Publikum, um ein Zeichen zu setzen!

Einen anregenden Februar wünscht Karen-Susan Fessel!

Öffentliche Termine im Februar:  16. Februar, Leck, Gemeindebücherei, Hauptstr. 21, 25917 Leck, 19h: Lesung aus „Bronko, meine Frau Mutter und ich“  //  17. Februar, Stadtbücherei Heide, Himmelreichstr. 10, 25746 Heide, 11h: Lesung aus „Liebe macht Anders“ und anderen Büchern // 17. Februar, Stadtbücherei Heide, Himmelreichstr. 10, 25746 Heide, 18.30h: Lesung aus „Bronko, meine Frau Mutter und ich“ // 18. Februar, Stadtbibliothek Husum, Herzog-Adolf-Str. 25, 25813 Husum, 11h: Lesung aus „Liebe macht Anders“ und anderen Werken.

 

Onlineworkshops: Die nächsten Kreativ-Quickies starten am 29. Februar und am 4. April. Weitere Informationen und Anmeldung auch für die Workshops „Mein Buch“ und „Biografisches Schreiben“ sowie Einzelcoaching unter www.karen-susan-fessel.de/seminare

Ausgelesen: Sascha Mounk: Echt, du bist Jude? / Sascha Mounk, in den achtziger und neunziger Jahren in Deutschland aufgewachsener Sohn einer jüdischen Mutter, lebt heute in New York und fühlt sich erst dort nicht mehr als „anders“, nämlich als vorrangig durch seine jüdische Herkunft definiert. Gekonnt führt er seiner Leserschaft ihre Unfähigkeit, „normal“ mit ihren jüdischen Mitbürgern umzugehen, vor Augen. Das liest sich amüsant und treffend, aber als Mounk sich dann allzu weitschweifig über die politische Weltsituation auslässt und ausgedehnte Lösungsvorschläge unterbreitet, erlahmte mein zuvor reges Interesse doch deutlich. Hier wäre ein bisschen weniger Zeigefingermentalität dem Stoff gut bekommen. // Camilla Läckberg: Die Schneelöwin. / Als Schwedenfan lese ich Camilla Läckbergs nahe Göteborg angesiedelte Krimis eigentlich gern, aber langsam reicht es dann doch. Nicht nur die alberne Darstellung des Polizeichefs wird hier überstrapaziert, auch die spinnerte Handlung und ihre entnervende Lösung kommen mir geradezu an den Haaren herbeigezogen vor. Unglaubwürdig von vorne bis hinten; dass ich das Buch zu Ende gelesen habe, lag vorrangig an der immer noch lesenswerten Gestaltung der Hauptfigur und ihres Ehegatten. Ade, du spannende Krimireihe! // Verena Lueken: Alles zählt. / Wieder mal ein Tipp aus dem letztjährigen Harenberg Literaturkalender, der mir ein wunderbares Leseerlebnis beschert hat. Verena Luekens unter die Haut gehender Bericht über eine Krebserkrankung, von der die mittelalte Hauptperson bei einem Auslandsaufenthalt erwischt wird, hat mich wirklich gefesselt. Klug, bewegend, exakt formuliert. Ein Genuss. // Thomas Harding: Hanns und Rudolf. Der deutsche Jude und die Jagd nach dem Kommandanten von Auschwitz. / Die perfekte Reisevorbereitung für meine Fahrt nach Auschwitz – und ein gut zu lesender Roman, der zugleich die gesamte Geschichte des größten Vernichtungslagers der Nationalsozialisten komplett von hinten aufrollt. Auch wenn die Figur des in den dreißiger Jahren aus Deutschland gerade noch rechtzeitig emigrierten Hanns Alexander, der im Auftrag der britischen Militärregierung den untergetauchten Rudolf Höß aufspürt, ein wenig blass bleibt und manche Fragen dazu offen – dies glänzend recherchierte Werk bringt die gar nicht so weit zurückliegende Geschichte wieder ganz nah an die Leserschaft heran.

 

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Die Monatsbotin Januar 2016 // Notizen aus dem vierten Stock

Hier kommt die achtundzwanzigste Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel – mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!

Wem sie gefällt: liebend gern weiterempfehlen:  Eine kurze Mail mit dem Hinweis „Monatsbotin gewünscht“ an kontakt@karen-susan-fessel.de – und schon liegt sie Monat für Monat im virtuellen Briefkasten ​…

 

Viel Spaß beim Lesen wünscht Karen-Susan Fessel!

Was war?

Ein viel zu kurzer Monat Dezember – mein Lieblingsmonat ist in einem solchen Tempo an mir vorbeigezogen, dass ich mich nur staunend umdrehen kann. Wo ist der eigentlich so geruhsame Dezember bloß geblieben? Und all die Jahre dazu … denn ein weiterer Geburtstag liegt nun ebenfalls hinter mir, und nun habe ich tatsächlich die Phase erreicht, die meine liebe Frau Mutter immer „die Frau im unbestimmten Alter“ nennt. Ja, die Jugend ist wohl unweigerlich dahin, aber die jugendliche Frische und Tatkraft noch lange nicht! Eine Menge neuer Projekte stehen an, und so gelang es mir auch, noch im Dezember ein neues Exposé für ein geplantes Jugendbuch zu schreiben und dreißig schon vorhandene Textseiten dazu noch einmal zu überarbeiten. Sobald es Neues dazu zu vermelden gibt, werde ich berichten!

Die letzte Veranstaltung im letzten Jahr war zugleich die bestbesuchteste: an die zweihundert interessierte – und kritische – Zuhörer*Innen waren am 3. Dezember Literarische Colloquium in Berlin-Wannsee gekommen, um dem von mir moderierten Literarischen Salon der Antidiskriminierungsstelle des Bundes zum Thema „weiblich – männlich – fließend“ zu lauschen. Gleich drei Autoren – Thomas Meinecke, Aris Fioretis und Jayrome C. Robinet – traten an, um literarische und auch private Positionen zum obigen Thema zu erörtern. Das war interessant und anstrengend zugleich, nicht nur ob der Fülle an Texten und Themen, sondern auch wegen der teils aufgebrachten, teils nachdenklichen Einwürfe, die aus dem sehr gemischten Publikum eingebracht wurden. Dass Gendern und korrekter Sprachgebrauch heißdiskutierte Themen sind, war mir zwar schon vorher klar, aber die Heftigkeit, mit der sich darüber streiten lässt, hat mich auch an diesem Abend wieder überrascht. Diese Themen sind und bleiben eben spannend …

Zum weiteren Einlesen der Hörbücher fand ich dann leider doch keine Zeit, aber das hatte einen erfreulichen Grund: ebenjenes spannende Lektorat, das ich Ende November sozusagen als „Nofall“ übernahm. Erscheinen wird das Buch im April, und spätestens dann gibt es dazu auch noch mehr Informationen!
Und was kommt?

Zunächst einmal die Arbeit an meinem privaten Buchprojekt für Erwachsene, das ich zwischendurch fast ein Dreivierteljahr auf Eis gelegt habe. Mein grober Plan sieht für dies Jahr übrigens vor, dass ich mindestens drei, am liebsten aber gleich vier Bücher schreiben oder zumindest anfangen werde: jenes eben erwähnte, dann ein Kinderbuch, dessen Vertrag gerade in Arbeit ist (für Kinder ab 8 – und Kühe spielen dort eine heimliche Hauptrolle …), desweiteren ein Jugendbuch und dann höchstwahrscheinlich noch ein weiteres für Erwachsene. Was das angeht, bin ich noch nicht ganz entschieden, aber wozu dann auch immer ich mich entschließen werde, ich freue mich darauf!

Eigentlich rede ich nicht gern über meine Schreibpläne, aber warum immer an alten Gewohnheiten festhalten – vielleicht hilft mir die geäußerte Planvorgabe ja bei einer zügigen Umsetzung der Bücher? Wir werden sehen … Ich bin es ja gewohnt, dass ich nach Lesungen immer wieder gefragt werde, ob ich schon ein neues Buch in Arbeit habe. Ja, habe ich fast jedes Mal – und Ideen für neue Bücher sowieso. Im Moment stehen auf meiner Liste über meinem Schreibtisch genau zehn Buchideen. Drei davon sind allerdings schon über zehn Jahre alt. … aber immer noch brandaktuell. Und gut Ding will ja manchmal Weile haben!

Übrigens, eins meiner Bücher, das sogar vor zwanzig Jahren erstmals erschien und mit Sicherheit immer noch ebenfalls brandaktuell ist, wird in diesem Jahr zu meiner großen Freude wieder neu als Taschenbuch aufgelegt! Die ersten drei Leser*Innen, die erraten, um welchen Titel es sich handelt, bekommen von mir ein signiertes Exemplar der dann nicht mehr erhältlichen gebundenen Ausgabe. Und mal sehen, ob ich nicht zeitgleich mit dem Erscheinen das selbst eingesprochene Hörbuch dazu fertigbekomme! Das sind doch gute Aussichten für ein gelungenes neues Jahr, oder?

Ein gesundes und schönes Jahr 2016 und einen feinen Januar wünscht Karen-Susan Fessel!

Öffentliche Termine im Dezember:  stehen nicht an, aber Onlineworkshops: Der neue Kreativ-Quickie hat am 4. Januar begonnen, ein späterer Einstieg ist ebenfalls möglich. Und am 1. Februar startet der nächste! Weitere Informationen und Anmeldung auch für die Workshops „Mein Buch“ und „Biografisches Schreiben“ sowie Einzelcoaching unter www.karen-susan-fessel.de/seminare

Ausgelesen: Kirsten Jacobsen: Mankell über Mankell. Kurt Wallander und der Zustand der Welt./ Nach „Treibsand“, der tiefgehenden Autobiografie des kürzlich verstorbenen Autors und Theatermachers nun der Blick von außen: das Porträt aus der Feder der dänischen Journalistin liest sich lange nicht so eindringlich, zeigt aber ergänzend verschiedene Facetten Mankells auf, die vor allem seine Arbeitsweise genauer beleuchten. Den etwas aufgeblasenen Untertitel hätte der Verlag sich allerdings sparen können, heiße Luft ist nämlich nicht drin. // Lucie Adelsberger: Auschwitz. Ein Tatsachenbericht. / Lucie Adelsberger nur wenig jünger als ich heute und schon längst eine gestandene Fachärztin für Kinderheilkunde und Innere Medizin, als sie 1943 nach Auschwitz deportiert wird. Inmitten der grausamen Bedingungen arbeitet sie bis zur Befreiung als Ärztin, unter anderem im Zigeunerlager, bis deren Bewohner im Juli 1944 sämtlich vergast werden. Adelsbergers 1956 erstmals erschienenen Bericht zu lesen ist mir unglaublich schwergefallen; in keinem anderen autobiographischen Bericht zu Auschwitz waren die erlittenen Qualen deutlicher spürbar als in diesem: Beim Schreiben, so erklärt Adelsberger, habe es sie wieder „schrecklich hineingerissen“. 12 Jahre haben den Schrecken nicht gemildert, und das hat sich auch 60 Jahre später für die Leserschaft nicht geändert. Unbedingt empfehlenswert, allerdings nicht als Erstlektüre zum Thema, sondern für Leser mit Hintergrundwissen.  //  Carola Thimm mit Diana Müller: Mein Leben ohne mich. Wie ich 5 Jahre im Koma erlebte / Geht das, kann man vom Koma erzählen? Von außen ja, mit den Stimmen der Angehörigen, und damit beginnt dieser durchaus spannende Tatsachenbericht, bis die Hauptakteurin langsam wieder erwacht und selbst berichten kann. Thimm ist einer der seltenen Fälle, die nach mehreren Jahren im Wachkoma – ausgelöst durch ein geplatztes Aneurysma – wieder fast vollständig genesen. Ihre Geschichte ist klar und schnörkellos erzählt, vermeidet dennoch, allzusehr in die Tiefe zu gehen, spart kritische Fragen hinsichtlich der zwischenmenschlichen Beziehungsproblematiken aus und bleibt für meinen Geschmack dadurch ein wenig zu flach. Aber vielleicht ist das wiederum ein Spiegelbild der veränderten Gefühlslage der Protagonistin? Schade, dass ich das nicht erfahren werde. //  Leena Lehtolainen: Wer ohne Schande ist. / Könnte ein Titel von Barbara George sein, ist aber einer der vielgerühmten und höchst produktiven finnischen Autorin, und zwar ihr neuester. Ein paar Längen hat er ja, und so richtig aufregend ist er auch nicht, aber durchaus angenehm zu lesen. Zum Jahresabschluss hätte ich mir allerdings etwas mehr Spannung gewünscht, und eine ausgefeiltere Handlung – dafür ist Lehtolainen eigentlich bekannt –, dazu. Das Buch wirkt ein bisschen so, als wäre der Autorin die Puste ausgegangen, und irgendwie passt das dann doch wieder zum Jahresende. Auf also mit frischem Schwung ins neue Lesejahr 2016!

 

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Die Monatsbotin Dezember 2015 // Notizen aus dem vierten Stock

Hier kommt die siebenundzwanzigste Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel – mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!

Wem sie gefällt: liebend gern weiterempfehlen und/oder selbst abonnieren:  Eine kurze Mail mit dem Hinweis „Monatsbotin gewünscht“ an kontakt@karen-susan-fessel.de – und schon liegt sie Monat für Monat im virtuellen Briefkasten ​…

 

Viel Spaß beim Lesen wünscht Karen-Susan Fessel!

Was war?

Ein prall gefüllter Monat liegt hinter mir, der zunächst aber mit einem Misserfolg begann. Nein, nicht meinerseits, aber die geplante Zahnsanierung von Hund Luki, dem lebendigen Vorbild für die literarische Figur des Bronko aus meinem Roman „Bronko, meine Frau Mutter und ich“ gelang nicht. Die Narkose schlug bei Luki einfach nicht an, der kleine Hund blieb einfach wach und ließ nur eine äußerst eingeschränkte Zahnreinigung über sich ergehen. So reisten wir unverrichteter Dinge wieder zurück nach Berlin, wo ich dann am 11. November in der Kreuzberger Lenau-Schule gleich bei mir um die Ecke für die Fünftklässler aus „Und wenn schon!“ und anderen Werken las.

Fünftklässler waren auch am nächsten Vormittag bei zwei weiteren Lesungen in der Bezirkszentralbibliothek Tempelhof mein Publikum, und spontan sprang ich dort dann auch noch für eine erkrankte Kollegin zum Lesefest am selbigen Nachmittag ein. Um am nächsten Vormittag wiederum in der Stadtbücherei Lichtenrade für zwei sechste Klassen aus „Ein Stern namens Mama“ und „Achtung, Mädchen gesucht!“ vorzutragen.

Zwei Tage später ging es dann zu den Schleswig-Holsteiner Kinder- und Jugendbuchwochen: in den Stadtbüchereien Brunsbüttel und Neumünster las ich am 16. und 17. November für Viert-, Sechst- und Zehntklässler, um am 18. dann wiederum in der Realschule Maschstraße in Braunschweig dreimal vorzutragen und mit den Schülern zu diskutieren.

Nach einem kurzen Abstecher nach Berlin flog ich dann am 22. nach Zürich, um dort zum dreizehnten Mal auf Einladung des Volksschulamtes aus meinen Büchern für Kinder und Jugendliche in verschiedenen Schulen des Kantons zu lesen, diesmal besonders geballt: gleich fünfzehnmal in fünf Tagen!

Kaum zurück, ging es dann am 29. November in den Berliner Eisenherz-Buchladen, um beim Lesbischen Literatursalon als Stargast aus meinen Büchern zu lesen, dem Nähkästchen zu plaudern und kluge Fragen zu beantworten. Einen Buchtipp durfte ich dann auch noch anbringen: „Diffuses Licht“ des Hamburger Autors Olav Meyer-Sievers (siehe weiter unten in der Rubrik „Ausgelesen“).

Und dazwischen fand ich dann doch tatsächlich noch Zeit, mit dem Einlesen von „Bronko, meine Frau Mutter und ich“ zu beginnen, das spätestens im Februar dann als Download-Hörbuch zum Verkauf bereit sein soll. Und dazu begann ich mit einem sehr spannenden Lektorat, über das ich noch nicht allzuviel verraten kann. Nur soviel: Hundefans werden sich freuen …

Und was kommt?

Zu allererst morgen die letzte öffentliche Veranstaltung des Jahres: In den heiligen Hallen der Berliner Literaturwelt, dem Literarischen Colloquium in Berlin-Wannsee, moderiere ich ab 19h eine Veranstaltung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes zum Thema „weiblich – männlich – fließend“. Gleich drei Autoren – Aris Fioretis, Thomas Meinecke und Jayrome Robinet – treten an, um literarische und vielleicht auch private Positionen zum obigen Thema zu erörtern. Das lässt Spannendes erwarten, und wer dann im Publikum tapfer durchgehalten (und womöglich auch selbst kluge Fragen gestellt hat hat!) hat, wird mit einem akustischen Plattenteller vom auch als DJ bekannten Thomas Meinecke belohnt.

Und dann steht natürlich das weitere Einlesen der Hörbücher an, dazu das oben erwähnte Lektorat, das Anfang Januar abgeschlossen sein wird. Dazwischen werde ich knackige 51 Jahre alt, die Feiertage stehen an, und wenn dann noch ein wenig Zeit bleibt, werde ich mich noch vor Weihnachten zwei neuen Exposés für zwei Jugendbücher und meinem privaten, seit mehreren Monaten auf Eis gelegten Romanprojekt für Erwachsene widmen. Also, faule Zeiten sind nicht in Sicht …

Einen entspannten Dezember wünscht Karen-Susan Fessel!

Öffentliche Termine im Dezember:  3. Dezember, Literarisches Colloquium Berlin, Am Sandwerder 5, Wannsee, 19h: Der literarische Salon der ADS: weiblichmännlichfließend, Gäste: Thomas Meinecke, Aris Fioretos, Jayrome Robinet. Moderation: Karen-Susan Fessel

Onlineworkshops: Der nächste Kreativ-Quickie beginnt am 4. Januar, ein späterer Einstieg ist ebenfalls möglich! Weitere Informationen und Anmeldung auch für die Workshops „Mein Buch“ und „Biografisches Schreiben“ sowie Einzelcoaching unter www.karen-susan-fessel.de/seminare

Ausgelesen: Olav Meyer-Sievers: Diffuses Licht / Berührender Debütroman mit autobiographischen Zügen, der einen großen Bogen zwischen den Siebzigern und heute schlägt und einfühlsam von Verlust und Hoffnung erzählt. Von diesem Hamburger Autor, der erst in seinen Fünfzigern mit dem Schreiben begonnen hat, sind hoffentlich noch viele weitere Bücher zu erwarten. // Maike Maja Nowak: Wanja und die wilden Hunde. / Nicht nur ein Buch für Hundefreunde. Maike Maja Nowak, die „Hundeflüstererin“ mit eigener Fernsehserie, erzählt hier in klarer, weicher Sprache, wie sie auf den Hund kam. Und zwar auf den wilden Hund Wanja, der sich während ihres siebenjährigen Aufenthaltes in einem abgelegenen russischen Dort zu ihr gesellte. Neun weitere Hunde kamen nach und nach dazu, und so war die zivilisationsmüde junge Frau, die nach Ruhe und Einsamkeit gesucht hatte, auf einmal ganz und gar nicht mehr allein. Nowak beobachtet sehr genau das Wesen und Sozialverhalten ihrer Hundegruppe, die einem beim Lesen derart ans Herz wächst, dass der Abschied dann umso schwerer fällt. Ein erstaunlich anrührender dokumentarischer Roman, der lange nachhallt. // Solly Ganor: Das andere Leben. / Solly Ganor ist dreizehn Jahre alt, als deutsche Truppen 1941 in seine litauische Heimatstadt einfallen. Von diesem Tag an ist seine Kindheit vorbei, und eine grausame Odyssee beginnt – vom Ghetto Kaunas geht es in mehrere KZ, bis Ganor auf dem Todesmarsch aus dem KZ-Außenlager Landsberg fliehen kann und schließlich von einem japanisch-amerikanischen Soldaten gerettet wird. In Europa fasst der junge Mann nie mehr Fuß, wandert nach Israel aus und trifft 47 Jahre nach seiner Befreiung seinen Retter wieder. Erst dann findet er die Kraft, seine Geschichte aufzuschreiben. Bei der Lektüre dieses Buches habe ich (was bei mir fast nie vorkommt!) geweint; das Buch sollte Pflichtlektüre werden, und zwar nicht nur für SchülerInnen. // Götz Aly: Im Tunnel – Das kurze Leben der Marion Samuel 1931-1943 / Aly, Journalist Historiker und Autor zahlreicher hervorragend recherchierter Bücher zum Nationalsozialismus, erhielt 2003 den Marion-Samuel-Preis der Stiftung Erinnerung und machte sich erst danach daran, das nur elf Jahre währende Leben dieses – stellvertretend für all die namenlosen und vergessenen Opfer der systematischen Judenvernichtung ausgewählten – jüdischen Mädchens zu erforschen. Nur zwei Fotos existieren von Marion Samuel, mit seinem schmalen Buch hat Aly ihm ein einfühlsames Denkmal gesetzt. Noch über sechs Millionen weitere Lebensgeschichten wären es wert, ebenfalls erzählt zu werden; ich persönlich bin froh über jede einzelne, die ich lesen kann. //  Susanne Preusker: Sieben Stunden im April. / Ihre Geschichte hingegen machte Schlagzeilen: Die Gefängnispsychologin wurde 2009 von einem verurteilten Mörder an ihrem eigenen Arbeitsplatz als Geisel genommen und während ihres sieben Stunden dauernden Martyriums schwer misshandelt und immer wieder vergewaltigt. Danach war es ihr nicht mehr möglich, in ihrem Beruf zu arbeiten. Ihre Erfahrungen und Schlussfolgerungen präsentiert sie in diesem sehr persönlich, fast intim anmutenden Bericht, der wie ein gedämpfter Hilferuf wirkt. Am Ende kämpft sich die Autorin mit Mühe zurück in ein halbwegs normales Leben. Dieses Buch, so bleibt mein Eindruck, hat die Autorin ganz eindeutig für sich selbst geschrieben, und das ist völlig in Ordnung so. //  Clara Paul (Herausgeberin): Gedichte, die glücklich machen. / Und das machen sie wirklich, diese lustigen, komischen, irritierenden, seltsamen Gedichte von noch ganz jungen bis hin zu schon lange verstorbenen DichterInnen: eine Fundgrube für alle, die nur gelegentlich das unerschöpfliche Feld der Lyrik betreten. Gut ausgesucht!

 

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KAREN-SUSAN FESSEL AN DER TSS BAD HOFGASTEIN

Für alle, die nicht dabei sein konnten (… und das sind ja Millionen Fans!), hier ein kleiner Eindruck meiner Veranstaltungen an der Tourismusschule Bad Hofgastein in Österreich!

Vielen Dank an die SchülerInnen und an die engagierte Lehrerin Frau König!

 

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Die Monatsbotin November 2015 // Notizen aus dem vierten Stock

Hier kommt die sechsundzwanzigste Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel – mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!

Wem sie gefällt: liebend gern weiterempfehlen:  Eine kurze Mail mit dem Hinweis „Monatsbotin gewünscht“ an kontakt@karen-susan-fessel.de – und schon liegt sie Monat für Monat im virtuellen Briefkasten ​…

 

Viel Spaß beim Lesen wünscht Karen-Susan Fessel!

Was war?

Nach dem arbeitsintensiven September mit der punktgenauen Abgabe meines neuen Jugendbuches „Die fünfte Ecke“, das voraussichtlich im Januar 2017 im Oetinger-Taschenbuch-Verlag erscheinen wird, musste ich erstmal tief durchatmen. Einige äußerst arbeitsintensive Wochen lagen hinter mir und die Zeit der zahlreichen Lesereisen, wie immer im Herbst und November, rückte näher. Also verbrachte ich die ersten zwei Wochen des Oktobers– neben der recht vergnüglichen Arbeit mit den TeilnehmerInnen des diesmal ausnehmend gut gebuchten Online-Workshops „Kreativ-Quickie“ – in der Hauptsache mit beschaulichen, eher sinnenfreudigen Tätigkeiten, um mich mental ein wenig auf die kommenden Wochen vorzubereiten. Das klappte gut – und so startete ich Mitte Oktober frisch und munter in die neue Lesereisensaison, beginnend mit einer zehntägigen Österreichtournee.

Den Anfang machten am 16. Oktober zwei Lesungen bei den Linzer Kinder- und Jugendbuchtagen aus „Und wenn schon!“ und (Premiere!) „Was in den Schatten ruht“, meinem neuen Jugendroman, der im August im Kosmos-Verlag erschienen ist.  Die Premiere eines neuen Buches ist immer eine brenzlige Angelegenheit; gute Textstellen müssen ausgewählt werden, aber meist zeigt sich erst nach ein, zwei Lesungen, ob sie wirklich richtig geeignet sind.

Und so brauchte ich auch diesmal zwei Versuche, bis ich mich in dieser Hinsicht in mein eigenes Buch hineingetastet hatte: Erst bei den beiden folgenden Lesung drei Tage später in Bad Hofgastein fand ich die perfekten Stellen, um das Publikum auch wirklich mitzureißen und für die spannende Geschichte um Marla, Keno und die anderen Protagonisten, die an einem emsländischen Wassersportsee in Turbulenzen geraten, zu begeistern.

Am selben Ort, in der renommierten Tourismusschule Bad Hofgastein, hatte ich am nächsten Tag bei einem vierstündigen Workshop mit den Maturanten (dt.: Abiturienten) das Vergnügen, regionale Eigenheiten literarisch verpackt kennen zu lernen. Und dazwischen erkundete ich an meinen beiden freien Tagen noch den altehrwürdigen Kurort und per Standseilbahn auch seinen Hausberg, der Schlossalm, wo schon der erste Schnee unter meinen Winterschuhen knirschte …

Weiter ging es dann nach Voitsberg, der Heimat der Lippizanerpferde (wieder was gelernt!), wo ich für weitere 60 Jugendliche aus meinen Werken las und die fantastische Aussicht über diesen Teil der Steiermark vom nächsten Berg genoss, fachkundig informiert von den örtlichen Bibliothekarinnen.

Und auch in Graz, wo ich die nächsten drei Tage verweilte, erklomm ich einen weiteren Berg, den Schlossberg, diesmal allein und zu Fuß. 260 Stufen (zuhause in den vierten Stock sind es nur 98!). Und las, stets bestens betreut und begleitet, an verschiedenen Schulen und Bibliotheken der Stadt aus meinen Kinder- und Jugendbüchern, so dem Bundesrealgymnasium Körösi, der Medien-Handelsakademie und der Stadtbibliothek Nord.

Meine Österreich-Reise wird mir sehr gut in Erinnerung bleiben – zudem war es das erste Mal, dass ich in unserem südlichen Nachbarland aus meinen Kinder- und Jugendbüchern las; bislang war ich hier ausschließlich mit den Werken für Erwachsene unterwegs gewesen. Ich hoffe, es wird nicht dabei bleiben!

Eingefallen ist mir auf der Zugfahrt zwischen Linz und Bad Hofgastein übrigens auch das Thema für ein weiteres Erwachsenenbuch. Mein Notizbuch ist jetzt gut gefüllt, und ich freue mich schon jetzt auf die Umsetzung meiner Ideen ….

Und was kommt?

Erstmal aber stehen im November viele Veranstaltungen an. Aber erst ab der zweiten Woche; nicht aber, dass ich in der ersten Woche in Berlin bliebe – nein, eine private Reise zur Zahnsanierung wartet auf mich: jedoch nicht für mich und auch nicht etwa nach Polen, sondern Hund Luki hat einen Termin beim Tierarzt in Meppen, meiner alten Heimat. Zur Entschädigung wird er dann von seiner „Oma“ dort, meiner Frau Mutter, sicher gut verwöhnt!

Nach unserer Rückkehr nach Berlin mit hoffentlich strahlendem, aber sicher immer noch schiefem Hundegebiss werde ich am 11. November in der Kreuzberger Lenau-Schule in Berlin für die 5. Klassen lesen. Nahezu tragisch: Seit der ersten Klasse hat das Söhnchen darauf gewartet, dass ich endlich auch für ihn in seiner Schule vorlese, aber nun wird es wieder nichts, da er ja inzwischen auf der Staatlichen Ballettschule Berlin tanzt und lernt … Zumindest aber kommen seine ehemaligen KlassenkameradInnen in den Genuss, und Grüße ausrichten werde ich dann in beide Richtungen.

Danach lese ich am 12. und 13. November in den Berliner Stadtbüchereien Tempelhof und Lichtenrade, um am 15. November dann zu den Schleswig-Holsteiner Kinder- und Jugendbuchwochen aufzubrechen. Brunsbüttel, Neumünster, Lensahn lauten die diesjährigen Stätten meines Wirkens, vortragen und diskutieren mit den norddeutschen Kindern und Jugendlichen werde ich jeweils in den örtlichen Büchereien und logieren wie immer bei meiner lieben „älteren“ Freundin und Ziehtante M. im beschaulichen Ottendorf nahe Kiel …

… um unmittelbar im Anschluss darauf am 22. nach Zürich zu fliegen. Wie jedes Jahr seit 2003 lese ich dort eine Woche auf Einladung des Volksschulamtes aus meinen Büchern für Kinder und Jugendliche, in dieser Woche besonders geballt: gleich fünfzehnmal in fünf Tagen!

Und danach geht es gleich am 29. November um 15h in den Berliner Eisenherz-Buchladen, um beim Lesbischen Literatursalon als Stargast aus meinen Büchern zu lesen und dem Nähkästchen zu plaudern und kluge Fragen zu beantworten. Nur vier Tage später aber wartet schon die nächste Veranstaltung, auf der ich wiederum selbst kluge Fragen stellen werde: In den heiligen Hallen der Berliner Literaturwelt, dem Literarischen Colloquium am schönen Berliner Wannsee, moderiere ich zu meiner Freude eine Veranstaltung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes zum Thema „weiblich – männlich – fließend“. Gleich drei Autoren – Aris Fioretis, Thomas Meinecke und Jayrome Robinet – treten an, um literarische und vielleicht auch private Positionen zum obigen Thema zu erörtern. Das lässt Spannendes erwarten, und wer dann im Publikum tapfer durchgehalten hat (und womöglich auch selbst kluge Fragen gestellt hat!), wird mit einem akustischen Plattenteller vom auch als DJ bekannten Thomas Meinecke belohnt.

Zum Schreiben bleibt in diesem Monat sichtlich so gut wie keine freie Minute. Aber zum Lesen, denn das geht für mich ja seit Kindheit an immer … und damit wird es nach 25 Ausgaben endlich Zeit, eine Neuerung einzuführen: Ab jetzt gibt es am Ende jeder Monatsbotin mit der Rubrik „Ausgelesen“ eine kurze Übersicht über die von mir im jeweiligen Monat gelesenen Bücher, inkl. Kurzbesprechung.

Und wenn auch nur ein Fitzelchen Zeit bleibt, geht es endlich, endlich ans lange geplante und immer wieder verschobene Einlesen der Hörbücher, allen voran „Bronko, meine Frau Mutter und ich“…

Einen munteren November wünscht Karen-Susan Fessel!

Öffentliche Termine im November: Leider sind alle 26 Lesungen in diesem Monat nicht öffentlich! Aber die beiden literarischen Salons sehr wohl:  29. November, Berlin, Eisenherz Buchladen, Motzstraße 23, Schöneberg 15h: Lesbischer Literatursalon, Gast: Karen-Susan Fessel // 3. Dezember, Literarisches Colloquium Berlin, Am Sandwerder 5, Wannsee, 19h: Der literarische Salon: weiblichmännlichfließend, Moderation: Karen-Susan Fessel

Onlineworkshops: Der nächste Kreativ-Quickie beginnt am 4. November, ein späterer Einstieg ist ebenfalls möglich! Weitere Informationen und Anmeldung auch für die Workshops „Mein Buch“ und „Biografisches Schreiben“ sowie Einzelcoaching unter www.karen-susan-fessel.de/seminare

Ausgelesen: Anna Katharina Hahn: Kürzere Tage. / Höchst erfreuliche Neuentdeckung, die ich dem Harenberg Literaturkalender 2015 zu verdanken habe. Genaue Beobachtungen zweier Paare, die sich gut eingerichtet zu glauben haben; die Abgründe aber lauern direkt hinter der Tür.  // Gerhard Henschel: Abenteuerroman. / Das deutsche, aber ungleich bessere, weil weitaus weniger selbstverliebte Pendant zu Karl Ove Knausgårds selbstverliebter Lebensbeichte. Henschel besticht durch vergnügliche Reminiszenzen an die 80er, schreibt geistreich, hie und da eitel und zuweilen auch sehr sarkastisch, aber so amüsant, dass ich ihm auch die dauernde Meppen-Schelte verzeihen kann. Im Gegensatz zu mir kann Henschel der Stadt, in die wir beide mit einem Jahr Unterschied als vorpubertäre Kinder zogen und die wir, immer noch mit einem Jahr Unterschied, nach dem Abitur wieder verließen, nichts abgewinnen. Meines Wissens sind wir uns in Meppen nie begegnet, obwohl wir dieselbe Schule besuchten und nahe beieinander wohnten. Zumindest kann ich mich nicht an ihn erinnern. Aber vermutlich war auch ich nur eine von den vielen grässlich ignoranten jungen Meppener Frauen, die ihn schlichtweg nicht beachteten, wie er ausführlich in seinen Elegien beschreibt? // Göran Rosenberg: Ein kurzer Aufenthalt auf dem Weg von Auschwitz. / Vielfach prämierte Erinnerungsarbeit des Sohnes eines KZ-Überlebenden, der die Gräuel der Vergangenheit nicht abschütteln, noch überwinden konnte. Überzeugte mich nur teilweise; zu sehr stand der Sohn im Vordergrund, berührend dennoch der liebevolle Versuch, den verlorenen Vater zu erkennen und zu würdigen. // Tadeusz Sobolewicz: Aus der Hölle zurück. / In diesem Jahr habe ich mich als Lesende in der Hauptsache mit Literatur zur NS-Zeit befasst; dies Werk, ein nüchtern abgefasster, klarer Bericht eines zwölf Jahre währenden Martyriums in gleich sechs Konzentrationslagern, wird mir als eines der eindringlichsten Arbeiten in Erinnerung bleiben. Sobolewicz‘ Kraft hat nur – oder besser: genau – für dieses eine Buch gereicht, es wäre auch durch kein weiteres zu überrunden gewesen. Absolute Empfehlung! // Wendy Lower: Hitlers Helferinnen. / Schwach hingegen dieses nur mäßig gut recherchierte Werk, das mich mit nicht belegten Behauptungen und Allgemeinplätzen permanent ärgerte und schließlich dazu brachte, es nach knapp einhundert Seiten beiseite zu legen. Von „Hitlers Helferinnen“ weiß ich nach dieser Lektüre keinen Deut mehr als das, was ich schon vorher vermutete. // Henning Mankell: Treibsand. Was es bedeutet, Mensch zu sein. / Ach, schade – mit Henning Mankell ist ein interessanter Denker gegangen. In seinem wohl persönlichstem Werk, das zwar biographisch erzählt, dabei aber ganz uneitel und zurückhaltend daherkommt, spannt Mankell gekonnt den Bogen zwischen individuellen Ängsten –bei Mankell war im Januar 2014 eine schwere Krebserkrankung diagnostiziert worden – und allumfassenden philosophischen Betrachtungen des Wohls und Wehes der Menschheit. Mag sein, dass er ein bisschen zu sehr und zu oft auf dem Atommüll herumreitet, den wir unseren Nachfahren als einziges Erbe hinterlassen – mit diesem episodenhaft angelegtem Buch hat der weltberühmte und kürzlich verstorbene Krimi- und Kinderbuchautor sich mir auf berührende und auch tröstliche Weise ins Gedächtnis geschrieben.

 

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Die Monatsbotin Oktober 2015 // Notizen aus dem vierten Stock

Hier kommt die fünfundzwanzigste Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel – mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!

Wem sie gefällt: liebend gern weiterempfehlen:  Eine kurze Mail mit dem Hinweis „Monatsbotin gewünscht“ an kontakt@karen-susan-fessel.de – und schon liegt sie Monat für Monat im virtuellen Briefkasten ​…

 

Viel Spaß beim Lesen wünscht Karen-Susan Fessel!

Was war?

Ein eher ruhiger Monat liegt hinter mir, der zunächst mit einer Arbeit begann, die ich gar nicht mehr parat hatte: die letztmalige Überarbeitung von „Hiphop, Hund und Herzhüpfe“ für junge Leser ab 10, das im Januar im Kosmos-Verlag erscheinen wird. Ein letztes Mal vor Drucklegung befasste ich mich mit den fünf turbulenten Wochen im Leben von Milla und Mika, den ungleichen Zwillingen, die außer Tanzen und Hunden vor allem Flausen im Kopf haben … Das Buch gefällt mir nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch ausgesprochen gut, und ich bin sehr gespannt darauf, es dann endlich in den Händen zu halten.

Drei Lesungen damit im neuen Jahr sind auch schon fest abgemacht, und ich freue mich, nach längerer Zeit auch mal wieder ein neues Buch für diese Altersgruppe im Programm zu haben.

Dann aber kam der Endspurt von „Die fünfte Ecke“. Am 19. September stand die Rohfassung, mit 199 Seiten doch ein wenig länger, als ich vorausgesagt hatte. Dann lagerte das Werk zunächst eine Woche im Computer, während der ich meine liebe Mutter im heimischen Meppen besuchte und mich mit Fahrradtouren durch den vorherbstlichen Wald und ausgiebigen Mensch-ärgere-dich-nicht-Spielen erholte.

Nach meiner Rückkehr stand dann erstmal das 20jährige Verlagsjubiläum meines Berliner Stammverlages, des Querverlages, an, das meine Freundin und Verlagskollegin Manuela Kay und ich mit einem sketchartigen Programmbeitrag zu würdigen suchten, der auf ganz unterschiedliche Resonanz stieß.  Was den einen amüsiert, ärgert manchmal den anderen, aber insgesamt hatten alle 150 Gäste viel Spaß an diesem besonderen Abend – bleibt zu hoffen, dass Jim Baker und Ilona Bubeck, die beiden Seelen des Verlages, uns noch viele weitere Jahre mit ihrer engagierten Arbeit erfreuen werden!

Unmittelbar danach machte ich mich an die Überarbeitung der „fünften Ecke“ und schickte das fertige Werk punktgenau am 30. September an den Oetinger Taschenbuch-Verlag. Und hänge, wie nach jeder Abgabe, erstmal ein wenig in der Luft …

Und was kommt?

Aber natürlich gibt es auch bald wieder reichlich zu tun. Endlich wird es ans lange geplante und immer wieder verschobenen Einlesen der Hörbücher, allen voran „Bronko, meine Frau Mutter und ich“,  gehen. Die neuen Onlineworkshops stehen an, und eines meiner privaten Projekte, ein Erwachsenenwerk mit noch geheimem Inhalt, das schon 109 Seiten weit gediehen ist, will endlich weitergeschrieben werden. Und die nächste längere Lesereise steht ebenfalls im Oktober an: zehn Tage geht es für mich nach Österreich!

Zunächst werde ich am 16. Oktober bei den 21. Linzer Kinder- und Jugendbuchtagen in der dortigen Arbeiterkammer aus „Und wenn schon!“ für die Jüngeren und – Premiere! – aus „Was in den Schatten ruht“ für die Älteren vortragen. Weiter geht es nach Bad Hofgastein, wo ich am Sonntag, dem 18. In einer Matinee eine Werkschau präsentieren werde, um dann am Montag und Dienstag die SchülerInnen der Schule für Tourismus mit zwei Lesungen und einem Workshop zu erfreuen. Weiter geht es nach Voitsberg unweit von Graz und dann nach Graz selbst, um an vier Tagen in gleich sieben Lesungen aus meinen Kinder- und Jugendbüchern in verschiedenen Bibliotheken und Schulen vorzutragen. Es ist das erste Mal, dass ich in Österreich zu einer solch ausgedehnten Lesereise für Kinder und Jugendliche unterwegs bin, organisiert von der Grazer Stadtbibliothek, und ich freue mich schon sehr darauf!

Einen goldenen Oktober wünscht Karen-Susan Fessel!

Öffentliche Termine im Oktober: 16. Oktober, Linz (A), Arbeiterkammer, Volksgartenstr. 40, 9.30h und 10.45h: Lesungen aus „Und wenn schon!“ und „Was in den Schatten ruht“ // 18. Oktober, Bad Hofgastein (A), Grand Park Hotel, 10h: Matinee und Werkschau // 21. Oktober, Graz (A), Stadtbibliothek Nord, Theodor-Körner-Str., 16h: Lesung aus „Liebe macht Anders“

Onlineworkshops: Der nächsten Kreativ-Quickies beginnt am 2. Oktober, ein späterer Einstieg ist ebenfalls möglich! Weitere Informationen und Anmeldung auch für die Workshops „Mein Buch“ und „Biografisches Schreiben“ sowie Einzelcoaching unter www.karen-susan-fessel.de/seminare

 

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Blogbeitrag zum Jubiläum

Heute feiert der Berliner Querverlag, in dem ich zwölf Bücher veröffentlicht habe, sein zwanzigjähriges Jubiläum. Hier mein persönlicher Beitrag!

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„Was in den Schatten ruht“ – kommt gut an!

Hier die erste Besprechung von „Was in den Schatten ruht“ …  auf Christa Robbers‘ Portal kidsbestbooks. Viel Spaß beim Lesen!

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Die Monatsbotin September 2015 // Notizen aus dem vierten Stock

Hier kommt die vierundzwanzigste Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel – mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!

Wem sie gefällt: liebend gern weiterempfehlen und/oder selbst abonnieren!  Eine kurze Mail mit dem Hinweis „Monatsbotin gewünscht“ an kontakt@karen-susan-fessel.de – und schon liegt sie Monat für Monat im virtuellen Briefkasten ​…

Viel Spaß beim Lesen wünscht Karen-Susan Fessel!

Was war?

Endlich richtig Sommer – und nicht nur ein paar Tage! Wenn ich im Juli die eher kühlen Tage fleißig zum Schreiben nutzte, so waren es jetzt die heißen Tage in der ersten Augusthälfte, in denen ich in meinem angenehm temperierten Nordzimmer mein aktuelles Werk um weitere knapp vierzig Seiten voranbrachte. Das Jugendbuch mit dem vorläufigen Arbeitstitel „Die fünfte Ecke“, das im Sommer 2017 im Oetinger Taschenbuch Verlag erscheinen wird, ist in der Rohfassung nun fast fertig; noch ungefähr knapp zwanzig Seiten liegen noch vor mir. Insgeheim hatte ich ja damit geliebäugelt, den Roman noch vor meinem heißersehnten Gotland-Urlaub fertigzustellen, aber daraus wurde nichts. Und das lag nicht nur an der glühenden Hauptstadthitze, sondern an einem weiteren Kurztrip in die Heimat der Spreewaldgurke, die Niederlausitz. Wo ich mir prompt an der neueröffneten Wakeboardanlage in Halbendorf fast die Schulter ausrenkte. Solch eine rasante Kurve wie dort habe ich noch an keiner anderen Anlage mit meinen Wakeskiern bewerkstelligen müssen, aber beim zweiten Anlauf klappte es dann ganz ordentlich, und auch über die Kicker kam ich gut rüber. Und wer nun mein neuestes Buch „Was in den Schatten ruht“ (im Juli im Kosmos-Verlag erschienen) gelesen hat, der weiß auch genau, wovon ich spreche! Allen anderen sei das Werk wärmstens zum Nachlesen ans Herz gelegt.

Nach Seite 161 also stand dann der Gotland-Urlaub an, auf den ich mich seit einem Jahr gefreut habe – zu Recht! Schön war es auf der wunderbaren schwedischen Insel der Rosen und Ruinen, nur viel zu kurz! Am Sonntagabend um 20.05h machte in Rostock die aus Trelleborg kommende Fähre mit unserer aus sechs Erwachsenen, einer Jugendlichen, einem Knaben und einem Hund bestehenden, auf zwei vollgepackte, zusätzlich mit insgesamt fünf Fahrrädern beladenen Autos verteilte Reisegesellschaft fest. Alle Zweibeiner haben eine schöne Farbe und vom Wandern und Schwimmen straffe Beine und Arme bekommen, und sowohl das eifrig benutzte Doppelkopf- wie auch das Phase-10-Spiel wanderten noch im Fährhafen wegen endgültiger Zerfledderung in den Mülleimer.

Mein Laptop mit den 161 gespeicherten Seiten hatte ich übrigens auch dabei. Allerdings blieb er ausgeschaltet. Und nicht nur wegen angenehmen Sommerwetters!

Und was kommt?

Zunächst einmal natürlich steht der Endspurt von „Die fünfte Ecke“ an, den ich spätestens in der nächsten Woche hinter mich gebracht haben möchte. Mit gemischten Gefühlen, den die Arbeit an diesem Buch hat mir ganz besonders viel Freude gemacht. Zumal es – ein Novum – einen Handlungsstrang darin gibt, den ich entgegen meiner sonstigen Arbeitsweise nicht vorab skizziert und überdacht, sondern einfach mitlaufen lassen habe. Ein kluger Schachzug, finde ich, denn jetzt, so kurz vor dem Ende, weiß ich immer noch nicht genau, wie ich die losen Fäden zusammenführen werde. Was eine subtile Erhöhung der Spannung beim Schreiben bedeutet. Wenn sich das wieder einmal anbietet, werde ich gewiss ähnlich verfahren – auch beim einunddreißigsten Buch gibt es also immer noch wieder Überraschungen bei der Schreibarbeit zu erleben!

Öffentliche Termine stehen, wie im August, auch im September nicht an, aber eine besondere Festivität: das zwanzigjährige Jubiläum meines Berliner Stammverlages, des Querverlages, am 26. September. Nur zu gern erinnere ich mich immer wieder an den legendären Auftritt, den ich gemeinsam mit meinen Verlagskollegen und guten Freunden Manuela Kay und Axel Schock zum Zehnjährigen seinerzeit auf die Bühne brachte: „Lies ein Buch“, neu getextet zur Melodie von „Ti amo“. Und als Dreingabe dann mein Soloauftritt mit Dalia Lavis glorreicher Hymne „Wär ich ein Buch …“ Nun aber, da wir alle und der Verlag noch dazu um zehn Jahre gereift sind, steht wiederum ein Beitrag fürs Festprogramm an, diesmal ein Sketch mit einem von mir frisch geschriebenen Originaltext, den ich mit meiner Duettpartnerin noch in dieser Woche auswendig lernen und einüben werde. Leider ist die Party nicht öffentlich, aber vielleicht gibt es ja eine Videoaufnahme, die ich ggfs. später präsentieren kann … vorausgesetzt, der Text sitzt …

Und noch in diesem Monat werde ich endlich mit dem lange geplanten Einlesen der Hörbücher, allen voran „Bronko, meine Frau Mutter und ich“,  beginnen. Gleich nach Beendigung der Rohfassung von „Die fünfte Ecke“ geht es los damit. Und auch die Onlineworkshops stehen wieder an, die Sommerpause ist zu Ende. Anmeldungen sind jederzeit möglich!

Einen lässigen September wünscht Karen-Susan Fessel!

Onlineworkshops: Die nächsten Kreativ-Quickies beginnen am 1. September und am 2. Oktober! Weitere Informationen und Anmeldung auch für die Workshops „Mein Buch“ und „Biografisches Schreiben“ sowie Einzelcoaching unter www.karen-susan-fessel.de/seminare

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