Die Monatsbotin Juli 2015 // Notizen aus dem vierten Stock

Hier kommt die zweiundzwanzigste Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel – mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!

Wem sie gefällt: liebend gern weiterempfehlen:  Eine kurze Mail mit dem Hinweis „Monatsbotin gewünscht“ an kontakt@karen-susan-fessel.de – und schon liegt sie Monat für Monat im virtuellen Briefkasten ​…

 

Viel Spaß beim Lesen wünscht Karen-Susan Fessel!

Was war?

Der Juni liegt nun hinter uns und mit ihm das viel zu kühle Wetter, das allerorten beklagt wurde, mir aber ganz gut zupass kam – schlechtes Wetter passt gut zum Schreiben am Schreibtisch, finde ich, und das machte ich im Juni ja auch vorrangig. Genau 62 Seiten (und damit zwei Seiten mehr, als ich mir vorgenommen hatte) meines neuen Jugendbuches mit dem vorläufigen Arbeitstitel „Die fünfte Ecke“ entstanden in den vergangenen Wochen, und damit liege ich gut im Plan. Spätestens im Oktober will ich damit fertig sein, erscheinen wird der Roman, der mir trotz seines heftigen Themas – Jugendgewalt – extrem viel Spaß macht, allerdings erst im Sommer 2017 – und zwar bei meinem früheren Stammverlag Oetinger, genauer gesagt: im Oetinger Taschenbuch Verlag.

Wer die letzte Monatsbotin aufmerksam gelesen hat, dem ist sicher aufgefallen, dass ebenfalls bei Oetinger Taschenbuch im Sommer 2016 die überarbeitete Neuausgabe meines ersten Kinderbuches „Ein Stern namens Mama“ erscheinen wird, gefolgt von „Und wenn schon!“ Beide Bücher werden jeweils mit umfangreichem Lehrmaterial neuaufgelegt, weitere Neuausgaben sind in Planung.

Begonnen hatte der Monat Juni zunächst allerdings mit zwei Lesungen in Wuppertal, wo ich auf Einladung der Gleichstellungsstelle und des Frauenzentrums urania am 1. Juni abends im Haus der Jugend vor nicht ganz so jugendlichem Publikum aus „Liebe macht Anders“ las, gefolgt von einer weiteren Lesung am nächsten Morgen in der Else-Lasker-Schüler-Gesamtschule vor gut 70 Acht- bis Zehntklässlern. Bis dahin war mir gar nicht bewusst gewesen, dass die charismatische Dichterin Else Lasker-Schüler, deren Bildnis seit längerem über meinem Schreibtisch hängt (man munkelt ja, ich habe ihr als junge Frau sehr ähnlich gesehen), aus Wuppertal stammte. Die Gelegenheit möchte ich aber nutzen, um mein Lieblingszitat vor ihr hier widerzugeben:

„Ich sah mich doch am Fenster sitzend dichten. Ich sah sehr angegriffen aus. Mein zweites Ich hockt viel zu viel zu Haus.“

Hach, klingt das nicht wahrhaft dichterisch?

Parallel zu der Arbeit an der „Fünften Ecke“ lief natürlich der „Kreativ-Quickie“ weiter, und zudem lag die erste lektorierte Fassung meines neuen Kinderbuchs mit dem vorläufigen Arbeitstitel „Gemischtes Doppel“ vor. Das bedeutete, dass ich mich mehrere Tage lang wieder in die turbulente Geschichte um die beiden sehr unterschiedlichen, tanzwütigen Zwillinge Milla und Mika vertiefte, die Anmerkungen meiner Lektorin einarbeitete und den gesamten Test noch einmal überarbeitete. Pünktlich zum ersten Juli schickte ich die neue Version wieder zurück – in einigen Wochen folgt dann der zweite Durchgang. Erscheinen wird der Kinderroman im Kosmos Verlag im Januar kommenden Jahres.

Die letzten Junitage allerdings verbrachte ich wieder einmal in der bei Göttingen gelegenen Akademie Waldschlösschen, wo ich im Rahmen des Bundesweiten Treffens für Frauen mit HIV und AIDS zum nunmehr zwölften Mal einen Schreibworkshop leitete, diesmal unter dem Titel „Mein Leben mit HIV“. Diese Arbeit ist mir seit Jahren ein besonderes Anliegen, und wieder einmal sind im Laufe der vier Tage zahlreiche spannende, traurige, interessante, lustige, vor allem aber berührende Texte entstanden, die das Leben mit einer immer noch stark stigmatisierten Infektion aus Innensicht beleuchten und damit dokumentieren.

Anschließend reiste ich gleich weiter nach Kassel, um dort im Rahmen des diesjährigen CSD in der Buchhandlung Vogt vor vorwiegend männlichem Publikum aus „Bronko, meine Frau Mutter und ich“ zu lesen. Eine Lesung mit Seltenheitswert, leider ohne Bronkos reales Vorbild, das mich dann in Berlin zuhause freudig wedelnd und mit schicker, kurzer Sommerfrisur erwartete!

Und was kommt?

Zunächst einmal hoffentlich trotz Poststreiks das mir zugedachte Paket mit den Belegexemplaren meines nächste Woche im Kosmos-Verlag erscheinenden Jugendromans „Was in den Schatten ruht“! Auf das Buch, das übrigens an einer Wasserskianlage im Emsland spielt – die Anlage in Schloss Dankern, an der ich liebend gern selbst Wasserski fahre, diente hier als Vorbild – und die Lesungen daraus freue ich mich schon jetzt sehr! Zumal ich am letzten Tag des Juni selbst zum ersten Mal wieder mit meinen schnittigen Wakeskiern aufs Wasser ging, für mich ein wahrhaft ultimatives Vergnügen!

So, und damit ist es mal wieder Zeit für eines der beliebten Preisrätsel! Die Frage lautet: Um meine wievielte Buchveröffentlichung handelt es sich bei „Was in den Schatten ruht“? Achtung: nur die Erstausgaben zählen (nicht etwa Neuauflagen oder Taschenbuchausgaben, schon gar nicht Übersetzungen)! Als Siegprämie winkt ein brandneues, signiertes Exemplar des Buches! Viel Spaß beim Raten!

Des weiteren wird „Die fünfte Ecke“ im heißen Monat Juli um mindestens fünfzig weitere Seiten gedeihen, noch dazu steht das Endlektorat von „Rosi und die Suffragetten“ an, des historischen Romans von Katharina Müller, der im Herbst im Querverlag erscheinen wird.

Und vom 22. bis zum 26. Juli werde ich erneut in die Akademie Waldschlösschen reisen, um zum vierten Mal bei der diesjährigen Sommerakademie einen Schreibworkshop zu leiten. Noch sind einige wenige Restplätze frei!

Abbitte muss ich allerdings allen jenen leisten, die nun schon längere Zeit auf die versprochenen Hörbücher, allen voran „Bronko, meine Frau Mutter und ich“, warten – ich habe es noch nicht geschafft, damit zu beginnen, sie einzulesen. Und nun wird es erst September werden, bis ich dazu komme. Und auch für die Online-Workshops und die Lesungen steht eine zweimonatige Sommerpause an. Aber dann geht es mit frischem Schwung weiter!

Einen schönen, heißen Juli wünscht Karen-Susan Fessel!

Öffentliche Termine im Juli:  23.-26. Juli, Akademie Waldschlösschen: Schreibworkshop im Rahmen der Sommerakademie; Anmeldung und Informationen hier!

Onlineworkshops: Der nächste Kreativ-Quickie beginnt am 1. September – Anmeldung bereits jetzt möglich! Weitere Informationen und Anmeldung auch für die Workshops „Mein Buch“ und „Biografisches Schreiben“ (nächster Termin für beide Workshops: Beginn 31. August) sowie Einzelcoaching unter www.karen-susan-fessel.de/seminare

 

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Die Monatsbotin Juni 2015 // Notizen aus dem vierten Stock

Hier kommt die einundzwanzigste Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel – mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!

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Viel Spaß beim Lesen wünscht Karen-Susan Fessel!

Was war?

Der Wonnemonat Mai ist zwar noch nicht ganz um, aber er hatte es in sich! Vor allem für meine jugendliche (Wahl-)Verwandtschaft, die allesamt in diesem Monat zu entscheidenden Prüfungen antreten musste: die ältere Nichte hat nun sämtliche Abiturprüfungen hinter sich, die jüngere den Mittleren Schulabschluss, und das neunjährige Stiefsöhnchen legte erfolgreich die gestrenge Prüfung für die Aufnahme in die Staatliche Ballettschule Berlin ab. Was bedeutet, dass er ab September dort als Fünftklässler zur Schule gehen wird, um parallel zur schulischen Ausbildung eine Berufsausbildung als Staatlich geprüfter Bühnentänzer zu absolvieren. Nebst einer ganzen Anzahl von Geburtstagen war das in diesem Monat ein weiterer Grund zum Feiern!

Ein weiterer Geburtstag steht übrigens im September an: mein Hausverlag für die Erwachsenenbücher, der Berliner Querverlag, wird zwanzig Jahre alt! Auf einem eigenen Blog, #quer20, gibt es schon vorab dazu einiges zu lesen und zu sehen, zum Beispiel eine Galerie meiner Pressefotos aus den vergangenen zwei Jahrzehnten ab Montag, dem 1. Juni. Jaja, wie die Zeit vergeht!

Ansonsten ließ das April-, ach nein, das Maiwetter zwar ein wenig zu wünschen übrig, doch zu tun war reichlich – dabei hielten mich zunächst zwei spannende Lektorate und ein nicht minder interessantes Coaching in Atem. Dabei ging es nicht um eigene Werke, sondern um die sehr unterschiedlichen Buchprojekte dreier sehr unterschiedlicher Autorinnen. Zwei davon sind Romane, von denen einer im Herbstprogramm des Querverlages erscheinen wird: „Rosie und die Suffragetten“ von Katharina Müller spielt in England am Vorabend des ersten Weltkrieges und erzählt die Geschichte der Suffragettenbewegung anhand eines höchst umtriebigen Dienstmädchens, das unversehens in die vorderste Reihe der Bewegung gerät. Katharina Müller hat bereits zwei weitere Bücher veröffentlicht; kennengelernt haben wir uns vor vielen Jahren in einem meiner ersten Schreibworkshops im Frauenbildungshaus Altenbücken. Für mich ist es natürlich eine besondere Freude, wenn eine Absolventin meiner Schreibworkshops dann tatsächlich zur Kollegin wird!

Auch das zweite Romanprojekt könnte diesen Weg nehmen – es ist vielversprechend und hat ein ungewöhnliches Thema, braucht aber noch eine Weile. Schreiben muss die Autorin es natürlich selbst, aber ab und zu werfe ich einen gründlichen Blick auf die Konzeption und Struktur des Werkes. Das – wie überhaupt das Lektorieren – macht mir ungemein viel Spaß und ist für mich zugleich lehrreich, arbeitsintensiv als auch erholsam – generell versuche ich immer zunächst, in der Arbeit mit fremden Texten die Stärken und Schwächen in der Konzeption herauszufiltern, danach geht es dann an die sprachliche und inhaltliche Arbeit.

Alle drei Phasen hat das soeben fertiggestellte Büchlein von Katrin Höfer aus Hermsdorf nun hinter sich: in ihren „FritzGlock – Fenstergeschichten“ erzählt sie die wechselhafte Geschichte eines erfolgreichen Familienbetriebes, der sich in fast hundert Jahren trotz aller Höhen und Tiefen seinen ganz eigenen Charme bewahrt hat.

Parallel zu allen drei Projekten liefen natürlich auch die Online-Workshops „Biografisches Schreiben“ und der „Kreativ-Quickie“ weiter. Und auch den im Juli beim Kosmos-Verlag erscheinende Jugendroman „Was in den Schatten ruht“ (früherer Arbeitstitel: „Spinner“) habe ich noch ein letztes Mal einer genauen Prüfung unterzogen, bevor er nun in Druck geht. Auf die Lesungen aus dem Roman, der übrigens an einer Wasserskianlage im Emsland spielt – die Anlage in Schloss Dankern, an der ich liebend gern selbst Wasserski fahre, diente hier als Vorbild – freue ich mich schon jetzt sehr!

Vorgelesen habe ich im Mai allerdings aus meinem zuletzt erschienen Jugendbuch „Schattenblicke“ bei der 15. Europäischen Kinder- und Jugendbuchmesse in Saarbrücken. Um gleich anschließend für ein paar Tage privat nach Rügen zu reisen … und danach sofort mit der Arbeit am nächsten Jugendbuch zu beginnen, das im Sommer 2017 erscheinen wird. Worum es geht und wo der Roman erscheinen wird, kann ich noch nicht verraten – dazu bald mehr!

Ein Jahr früher aber, das heißt, im Juli 2016, wird mein erstes Kinderbuch „Ein Stern namens Mama“, das als gebundene Ausgabe jetzt nach 16 Jahren nicht mehr aufgelegt wird, neu als Taschenbuch im Verlag Friedrich Oetinger erscheinen. Weitere Taschenbuchausgaben anderer Bücher, jeweils mit umfangreichem Lehrmaterial, sind bereits in Arbeit. Ich freue mich über die auf diese Weise neu aufgefrischte Beziehung zu meinem ersten Kinder- und Jugendbuchverlag, in dem von 1999 an insgesamt zwölf Bücher erschienen sind.

Ja, das klingt doch nach einem vollen Programm, nicht wahr? Und so wird man mir sicher verzeihen, dass ich immer noch nicht damit begonnen habe, die versprochenen Hörbücher, allen voran „Bronko, meine Frau Mutter und ich“, einzulesen. Im Juni aber werde ich zumindest das technische Equipment bekommen, und dann geht es hoffentlich los!

Und was kommt?

Zunächst einmal zwei Lesungen in Wuppertal: am 1. Juni lese ich auf Einladung der Gleichstellungsstelle und des Frauenzentrums urania um 18h im Haus der Jugend in Elberfeld, am 2. Juni morgens in der Else-Lasker-Gesamtschule aus „Liebe macht Anders“ und anderen Büchern.

Danach geht es mit Schwung an die Arbeit am neuen Jugendbuch, das im Monat Juni bis mindestens Seite 60 gedeihen soll. Damit ich dann am Ende des Monats entspannt zu meinem jährlichen Schreibworkshop beim Treffen HIV-positiver und AIDS-kranker Frauen in der Akademie Waldschlösschen bei Göttingen reisen kann – und höchstwahrscheinlich gleich anschließend weiter nach Kassel, um im dortigen CSD-Programm am 28. Juni aus „Bronko, meine FrauMutter und ich“ vorzutragen.

Einen sommerlichen Juni wünscht Karen-Susan Fessel!

Öffentliche Termine im Juni: 1. Juni, Wuppertal-Elberfeld, Haus der Jugend, Bergstraße, 50, 18h: Lesung aus „Liebe macht Anders“ und anderen Büchern // 25.-28. Juni, Akademie Waldschlösschen: Schreibworkshop im Rahmen des Treffens HIV-positiver und AIDS-kranker Frauen; Anmeldung und Informationen hier

Onlineworkshops: Der nächste Kreativ-Quickie beginnt am 5. Juni – Weitere Informationen und Anmeldung auch für die Workshops „Mein Buch“ und „Biografisches Schreiben“ sowie Einzelcoaching unter www.karen-susan-fessel.de/seminare

 

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Die Monatsbotin Mai 2015 // Notizen aus dem vierten Stock

Hier kommt die zwanzigste Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel – mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!

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Was war?

Der April liegt nun schon wieder in paar Tage zurück – und entpuppte sich wieder das sprichwörtliche Aprilwetter: voller Überraschungen, abwechslungsreich und zuweilen stürmisch …

Dafür sorgten zunächst die Onlineworkshops, alles voran der Kreativ-Quickie, dessen straffes Arbeitstempo – acht Aufgaben in vier Wochen – nicht nur die Teilnehmenden in Atem hielt, sondern auch mich. Kein Wunder, dass einige Male um Aufschub gebeten wurde. Aber heute habe ich dann die letzte und achte Aufgabe an die letzte Teilnehmerin losgeschickt und freue mich schon auf den nächsten Kreativ-Quickie im Juni.

Wie geplant, habe ich den Anfang meines nächsten geplanten Kinderbuchs mit dem Arbeitstitel „Frieda Fricke, unmöglich!“ geschrieben, eine wahre Herausforderung. Der Handlungsort – der alte Hof, auf dem Hauptperson Frieda lebt – , liegt übrigens direkt hinter dem schleswig-holsteinischen Elbdeich und hat damit aktuellen Bezug: Im nahegelegenen Örtchen Wewelsfleth war ich zweimal längere Zeit als Stipendiatin im Alfred-Döblin-Haus zu Gast. Und ebenjenes Haus war in vergangenen Zeiten das Wohnhaus des kürzlich verstorbenen Nobelpreisträgers Günter Grass, der es nach seinem Wegzug dem Berliner Senat schenkte. Seither werden dort förderungswürdige Berliner AutorInnen untergebracht und können sich in Ruhe der literarischen Arbeit widmen. Ich habe 1997 und 2001 insgesamt sehr produktive acht Monate dort verbracht und darüber gerade einen Text für eine von Thilo Bock und Peter Wawerzinek herausgegebene Anthologie verfasst, die in diesem Sommer erscheinen und sich dem Alfred-Döblin-Haus und seiner langjährigen Hausdame Hannelore Keyn widmen wird. Zu deren früherer Hilfskraft übrigens, Lore Rademann, habe ich immer noch Kontakt. Denn Lore wiederum wohnte früher genau dort, wo in Zukunft Frieda (9) für reichlich Wirbel sorgen wird … So schließen sich die Kreise!

Noch dazu sind in diesem Monat April mehrere weitere kürzere Texte entstanden, zum Beispiel für die Festschrift der seit 40 Jahren bestehenden Freiburger Buchhandlung Jos Fritz oder den Blog meines ersten Verlages, dem konkursbuch-Verlag. Darin geht es ab Mittwoch, dem 6. Mai um Tage- und Notizbücher, durchaus wichtige Konstanten im Leben einer Schriftstellerin!

Aus meinem inzwischen im Lektorat befindlichen, schon fertig geschriebenen neuen Kinderbuch mit dem Arbeitstitel „Gemischtes Doppel“ einen Auszug bei meinen beiden einzigen Lesungen im April in der Grundschule „Menschenskinder“ am 23. in Schönwalde-Glien vorzutragen, dazu reichte die Zeit leider nicht. Schließlich musste ich ja schon so viel aus „Ein Stern namens Mama“ und „Und wenn schon!“ vorlesen … Aber die nächsten beiden Lesungen dort im kommendem Jahr sind schon gebucht, und dann ist das „Gemischte Doppel“ ja auch schon beim Kosmos Verlag erschienen.

Zum  Einlesen von „Bronko, meine Frau Mutter und ich“ kam ich leider noch nicht – zum einen, weil das technische Equipment noch fehlt, zum anderen aus Zeitgründen. Denn in Arbeit habe ich gerade noch zwei recht umfangreiche Lektorate, die mir sehr viel Spaß machen, aber auch viel Zeit in Anspruch nehmen. Darüber nächstes Mal mehr!

Und auch erst nächstes Mal kann ich über meine weiteren zukünftigen Veröffentlichungen berichten, denn noch sind die Verträge in Arbeit. Eins aber ist sicher: Es gibt 2016 und 2017 auch wieder neue Bücher von mir zu lesen! Und dazu noch „alte“ Bücher in neuem Gewand … Wie gesagt, nächstes Mal mehr!

Und was kommt?

Der Wonnemonat Mai und damit diverse Geburtstage und Prüfungen im privaten Umfeld – und reichlich Arbeit dazu: schließlich läuft der Online-Workshop „Biografisches Schreiben“ weiter bis Ende Juli, und die beiden Lektorate werden auch noch weiterhin Zeit in Anspruch nehmen. Vor mir auf dem Tisch liegt auch der fertig lektorierte, im Juli beim Kosmos-Verlag erscheinende Jugendroman, den ich noch ein letzes Mal auf Unstimmigkeiten hin durchgehen werde. Und die Vorbereitungen für mein nächstes Jugendbuch, über das ich leider noch nichts verraten darf, stehen auch an.

Und damit ich in Bewegung bleibe, werde ich am 12. und 13. Mai nach Schwerin zu einem zweitägigen Schreibworkshop für Jugendliche fahren, und am 21. Mai gibt es dann auch wieder einmal Gelegenheit, mich öffentlich lesen zu hören, und zwar gleich zweimal bei der Europäischen Kinder- und Jugendbuchmesse in Saarbrücken … aus „Schattenblicke“. Ein seltenes Ereignis, also nichts wie hin ins Saarland!

Einen warmen Mai wünscht Karen-Susan Fessel!

Öffentliche Termine im Mai: 21. Mai, Saarbrücken, 11 und 15h, Schloss Saarbrücken: Lesung aus „Schattenblicke“, moderiert von Ruth Rousselange

Onlineschreibworkshops – freie Plätze und Termine unter www.karen-susan-fessel.de/seminare

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Herzlichen Glückwunsch: 40 Jahre jos fritz in Freiburg!

Eine kleine Hommage an eine ganz besondere Buchhandlung im Süden, die seit 40 Jahren gute Bücher anbietet — Glückwunsch an jos fritz in Freiburg!

 

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Die Monatsbotin April 2015 // Notizen aus dem vierten Stock

Hier kommt die neunzehnte Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel – mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!

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Viel Spaß beim Lesen wünscht Karen-Susan Fessel!

Was war?

Der März war ein sehr produktiver Monat – allen voran ausgefüllt mit der Arbeit am neuen Kinderbuch mit dem vorläufigen Arbeitstitel „Gemischtes Doppel“ (ja, wer aufgepasst hat, hat auch gemerkt, dass er sich verändert hat, der Arbeitstitel). Und wie in der letzten Monatsbotin anvisiert, habe ich das fertige Buch mit 154 Seiten Rohfassung dann vor einigen Tagen an meine Lektorin im Kosmos-Verlag geschickt. Geschafft! Und wieder bin ich ein wenig traurig, die beiden Hauptfiguren und ihren kleinen Nachbarshund mit den großen Schlappohren verabschieden zu müssen. Aber wer weiß, vielleicht gibt es ja ein Wiedersehen … und Wiederlesen, natürlich!
Jetzt wird es mindestens zweimal hin und her gehen mit dem Manuskript: Die Lektorin wird zunächst ihre Anmerkungen und Vorschläge machen, die ich wiederum einarbeite (oder auch ablehne), dann wird der gleiche Prozess noch einmal wiederholt. Danach prüfen zwei Korrektoren den Text auf Rechtschreibfehler, woraufhin ich das Manuskript erneut durchlesen und schließlich mit meiner Unterschrift als druckfertig genehmigen werde. Und dann dauert es eine Weile, bis es in Druck geht. Voraussichtlicher Erscheinungstermin: Frühjahr 2016. Umso größer wird dann die Freude sein, das Werk in der Hand zu halten.

Und zwischendurch wird auch noch von Verlagsseite der endgültige Titel und das Cover bestimmt, dazu werden die Werbetexte aufgesetzt, die dann in der Vorschau – ein Katalog, der die neuen Bücher ankündigt – zu lesen sind.

Und was war noch im Monat März? Vor allem allerhand Schrift- und Briefverkehr, der sich um zukünftige Werke bei verschiedenen Verlagen rankt. Das kostet gelegentlich einiges an Nerven und Verhandlungsgeschick, aber allmählich zeichnet sich ab, welche Bücher ich in den nächsten ein, zwei Jahren schreiben und wo veröffentlichen werde. Darüber aber hülle ich mich noch in Schweigen, bis alles unter Dach und Fach ist. In der nächsten Monatsbotin gibt es dazu dann sicher mehr zu berichten.

Apropos Verlage: Ich schreibe ja für verschiedene Verlage mit Sitz in mehreren Städten. Die Leipziger Messe bietet da immer eine gute Gelegenheit, sich kurz mit den verschiedenen Lektoren zu treffen und auch einmal die anderen Verlagsmitarbeiter kennen zu lernen. Und so machte ich am 12. März zusammen mit meiner geschätzten Kollegin Christine Fehér eine Tagestour zur Leipziger Messe, um dort auch noch weitere Kollegen zu treffen und diverse Termine wahrzunehmen. Ein paar sehr angenehme Überraschungsbegegnungen gab es gleich noch dazu! Tja, Leipzig ist immer eine Reise wert!

In der Woche zuvor hatte ich übrigens einen ganz speziellen Lieblingstermin in der Bezirkszentralbibliothek Tempelhof-Schöneberg als ehrenamtliches Jurymitglied für Bezirksentscheid zum „Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels“ der 6. Klassen. Eine schwierige Entscheidung, die hauchdünn ausfiel. Der Sieger muss sich nun als nächstes dem Landesentscheid stellen. Viel Glück, Moritz!

Und vorgelesen habe ich natürlich auch – diesmal gleich fünfzehn Mal vor SchülerInnen der fünften bis neunten Klassen im schweizerischen Kanton Zug, unter anderem in Baar, wo diese kleine Fotoreihe aufgenommen wurde. Eine bestens organisierte und dank des starken Franken auch recht einträgliche Lesereise, organisiert von einer höchst umtriebigen Bibliothekarin im Auftrag des Amtes für gemeindliche Schulen. Nur schade, dass ich nicht auch aus „Bronko,meine Frau Mutter und ich“ vorlesen konnte, meinem neuesten Erwachsenenroman, der ja in Zug spielt. So hoffe ich sehnsüchtig auf eine andere Gelegenheit dazu!

Und so ganz nebenbei habe ich in diesem sehr ausgefüllten Monat dann auch noch die Fahnen zum neuen Jugendbuch mit dem Arbeitstitel „Spinner“ gelesen, das Anfang 2016 im Kosmos-Verlag erscheint. Und die ersten Onlineworkshops sind ja auch gestartet – neben dem Workshop „Mein Buch“ war es vor allem der „Kreativ-Quickie“, der die Teilnehmerinnen und mich auf Trab hielt!

 

Und was kommt? 

 

Der nächste Kreativ-Quickie natürlich – direkt nach Ostern geht es los, Anmeldungen sind natürlich noch möglich, ebenso für die anderen Online-Schreibworkshops!

Ansonsten wartet der Anfang meines nächsten geplanten Kinderbuchs auf mich, in dem diesmal wieder ein kleines Mädchen die Hauptrolle spielen wird. Das wiederum sich im zarten Alter von 9 Jahren als Tierschützerin betätigen wird. Um welche Tiere es dabei geht? Um sehr große, sanfte mit weichen Lippen. Ja, genau, um Kühe! Über die ich als große Tierliebhaberin schon lange mal schreiben wollte!

Einen Auszug aus dem Werk werde ich dann vielleicht bei meiner einzigen Lesung im April vortragen: die Grundschüler der Schule „Menschenskinder“ in Schönwalde-Glien sind am 23. April nämlich genau im passenden Alter!

Und im April geht es auch endlich los mit dem Einlesen der Bücher als Hörbücher: den Anfang macht das neueste, nämlich „Bronko, meine Frau Mutter und ich“. Gottseidank ist die Erkältungssaison vorbei. Also werde ich frisch ans Werk gehen! Und vielleicht ist das erste Hörbuch dann schon im Mai zum Download zu haben. Ich werde berichten!

Schöne Ostern und einen frühlingshaften April wünscht Karen-Susan Fessel!

Öffentliche Termine im April: Die Lesung in diesem Monat ist leider nicht öffentlich – aber in den Online-Workshops sind dafür noch Plätze frei! Informationen und Anmeldung unter www.karen-susan-fessel.de/seminare

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Vier gelungene Lesungen – Bericht aus Baar (CH)

Gleich fünfzehn Lesungen hielt Karen-Susan Fessel in der letzten Märzwoche im schweizerischen Kanton Zug, darunter vier in Baar – hier der aktuelle Bericht mit Fotos!

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Fotogalerie aus Graz

Zum Nachlesen und Nachsehen: der aktuelle Beitrag der Stadtbibliothek Graz über die Lesung Karen-Susan Fessels am 26. Februar – hier ansehen!

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Die Monatsbotin: Notizen aus dem vierten Stock // März 2015

Hier kommt die achtzehnte Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel – mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!

Wem sie gefällt: liebend gern weiterempfehlen! Und eine kurze Mail an kontakt@karen-susan-fessel.de, Stichwort: Bitte auf den Verteiler! schicken, und schon landet die Monatsbotin ab der nächsten Ausgabe pünktlich zum Monatsanfang im virtuellen Briefkasten!

Viel Spaß beim Lesen wünscht Karen-Susan Fessel!

 Was war?

Der kurze Monat Februar war recht gut ausgefüllt – vorrangig mit dem, was ich ja beruflich bekanntlich am liebsten mache: schreiben! Weitere sieben Kapitel des neuen Kinderbuches für LeserInnen ab 10 Jahren, das im kommenden Frühjahr im Kosmos-Verlag erscheinen wird, sind nun fertig, nur noch zwei fehlen – was bedeutet, dass ich das komplette Buch nicht erst, wie geplant, Ende Mai abgebe, sondern vermutlich schon Ende März. Und immer noch muss der Inhalt geheim bleiben, aber es wird darin fleißig getanzt und Verwirrung gestiftet. Und ein kleiner Hund mit großen Schlappohren kommt auch vor …

Insgesamt habe ich also im Februar neunzig Seiten in drei Wochen geschrieben, also rund dreißig Seiten pro Woche. Das ist für mich guter Durchschnitt, in der Regel rechne ich für die Arbeit an einem Buch mit 20 bis 30 Seiten die Woche, wobei ich 20 Seiten als Soll zähle, alles darüber als Plus. Lesereisen und andere Tätigkeiten wie Lektorate, Büroarbeit und Recherchen mit einberechnet, benötige ich je nach Umfang für ein Kinderbuch zwischen zwei und drei Monate, für ein Jugendbuch drei bis fünf und für ein Erwachsenenbuch ca. ein halbes bis gelegentlich über ein Jahr Schreibzeit. Hinzu kommt natürlich noch die Vorbereitungszeit, die oft mehrere Monate in Anspruch nimmt.

Mittlerweile habe ich den Bogen raus und kann ziemlich genau ausrechnen, wie lange ich für ein geplantes Buch brauchen werde. Und meistens – so auch jetzt – ist es dann fast ein wenig traurig, wenn ich dann schon wieder damit fertig bin. Die beiden Protagonisten aus „MuM“ (Arbeitstitel) habe ich nämlich in den letzten Wochen ziemlich liebgewonnen. Wenn das mal nicht nach einer Fortsetzung schreit …

Wie gesagt, drei Wochen habe ich geschrieben, um die letzte Woche dann endlich einmal wieder durch Österreich zu touren. Den Anfang machte Salzburg, wo ich zum ersten Mal überhaupt las, und dann gleich dreimal hintereinander: am 23. in der HOSI aus meinen letzten drei Büchern für Erwachsene, „Leise Töne“, „was du willst“ und „Bronko, meine Frau Mutter und ich“, am nächsten Morgen im Literaturhaus Salzburg erst aus „Steingesicht“, dann aus „Liebe macht anders“. Die vierzehn- bis sechzehnjährigen SchülerInnen waren interessiert bei der Sache und scheuten sich auch nicht, reichlich Fragen zu stellen; nicht zuletzt sicherlich auch ein Ergebnis der exzellenten Vorbereitung seitens des Literaturhauses in Zusammenarbeit mit der engagierten Sexualpädagogin Gabriele Rothuber.

Weiter ging es am selben Tag gleich nach Wien, wo ich abends in der Buchhandlung ChickLit „Bronko“ präsentierte; ein äußerst vergnüglicher Abend, wie eigentlich stets, wenn ich aus diesem meinem neuesten Werk vortrage – einer Tragikomödie, zu der sowohl meine eigene Frau Mutter als auch mein eigener Hund Luki die Vorbilder für die literarischen Hauptfiguren abgaben.

In Wien passierte es mir nach vielen Jahren das erste Mal wieder, dass ich selbst beim Vorlesen zu lachen anfing und mich nur schwerlich wieder beruhigen konnte. Das letzte Mal geschah das, als 2010 bei einer Berliner Lesung von „Leise Töne“ meine Schwester in der ersten Reihe Platz nahm und gleich bei den ersten Sätzen, die ich vortrug, einschlief. Den Rest der Lesung musste ich krampfhaft versuchen, an ihr vorbeizugucken, ein enorm schwieriges Unterfangen.

In Graz in der Stadtbücherei Nord lauschten dann am 26. Februar gleich an die neunzig Zuhörer den Kostproben aus den letzten drei Neuerscheinungen für Erwachsene. Das Buffet im Anschluss verdient eine Extraerwähnung: Bessere Schnittchen habe ich noch nie kredenzt bekommen! Diese Lesung, in Kooperation mit der Österreichischen Hochschule Graz veranstaltet, wird mir aber nicht nur deshalb in guter Erinnerung bleiben, sondern vor allem auch wegen des sehr bunt gemischten Publikums, das mich mit den zahlreichen Signierwünschen doch recht lange von erwähnten Buffet abhielt …

Am nächsten Tag ging es, wie schon am Vortag durch den Brückeneinsturz über der Bahnstrecke nach Graz bedingt, mit Schienenersatzverkehr und dem Zug dann weiter zur letzten Station meiner Reise, nach Innsbruck. Im AFLZ las ich zu vorgerückter Stunde vor erstaunlich munterem Publikum wiederum aus den drei letzten Neuerscheinungen für Erwachsene und fand mich dann erst nach Mitternacht in meinem Hotel ein, das ich schon frühmorgens wieder verlassen musste, um abermals den Zug zu besteigen. Überrascht stellte ich übrigens fest, dass ich unwissentlich genau dasselbe Hotelzimmer im selben Hotel schon einmal im Jahre 2007 gebucht hatte – das Hotel hat sich in der Zwischenzeit umbenannt. Guter Trick …

Nach zehn Stunden Fahrt, die ich trefflich zum Arbeiten nutzen konnte, erreichte ich dann pünktlich zum Monatsende wieder Berlin, wo schon die Satzfahnen zu meinem Ende des Jahres bei Kosmos erscheinenden neuen Jugendbuch mit dem Arbeitstitel „Spinner“ auf mich warteten.

Und was kommt? 

Zunächst einmal heißt es, die 228 Seiten Fahnen – eine Art Vordruck des endgültigen Buches – gründlich zu lesen und auf ihre inhaltliche und sprachliche Richtigkeit hin zu überprüfen. Fehler, die ich jetzt nicht entdecke, gehen dann so eventuell in Druck, sofern meine Lektorin oder eine der beiden Korrekturleser sie nicht noch bemerkt. Letztere sind übrigens hauptsächlich für das Erkennen von Rechtschreib- und Grammatikfehlern zuständig. Aber es heißt ja, es gäbe kein Buch über hundert Seiten ohne Druckfehler – einige gehen dennoch fast immer durch. Ich persönlich finde ja, das hat etwas sehr Menschliches und damit auch Sympathisches – sofern es eben nicht mehr als einige bleiben.

Danach wartet natürlich der Endspurt im Hinblick auf das neue Kinderbuch (übrigens mein fünftes für diese Altersgruppe) auf mich, und die ersten Onlineworkshops sind auch schon gebucht, allen voran der „Kreativ-Quickie“, der die Schreibwilligen mit zwei Schreibaufgaben pro Woche auf Trab halten wird (und mich natürlich auch!).

Davor aber werde ich mit Genuss eine Ehrentätigkeit ausüben: am 6. März in der Bezirkszentralbibliothek Tempelhof-Schöneberg als Jurymitglied für Bezirksentscheid zum „Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels“ 2015.  Diese Aufgabe stimmt mich fast melancholisch – vor neunundreißig Jahren saß ich selbst als aufgeregte Sechstklässlerin vor der Jury des Kreises Emsland und trug, so gut ich konnte, aus „Momo“ vor. In der Schule noch siegreich, erreichte ich dann beim Kreisentscheid zwar nur den zweiten Platz, aber das Buch, das ich mir als Prämie aussuchen durfte, begeisterte mich schwer und steht immer noch in meinem Bücherregal: „Ole nennt mich Lise“ von Max Lundgren, eine sozialkritische Studie aus Schweden. Genau mein Geschmack! Ob ich auch deshalb selbst so gern über derartige Themen schreibe – und lese?

Am Monatsende geht es wieder zu einer Lesereise in ein südliches Nachbarland, diesmal in den Kanton Zug in der schönen Schweiz. Was besonders gut passt, denn in Zug spielt ja ein Großteil von „Bronko, meine Frau Mutter und ich“ – aber leider werde ich aus diesem Werk kein einziges Mal vortragen, denn die Lesereise richtet sich an SchülerInnen der Mittel- und Oberstufe. Gleich fünfzehnmal werde ich also die Gelegenheit haben, junge Zugerinnen und Zuger für (meine) Literatur zu begeistern. Das freut mich sehr, zumal ich schon das dritte Mal – nach 2007 und 2008 – vom Amt für gemeindliche Schulen eingeladen worden bin und meine vorherigen Aufenthalte in bester Erinnerung habe. Was sich ja schließlich auch in „Bronko“ literarisch niedergeschlagen hat!

 Einen schönen März wünscht Karen-Susan Fessel!

Öffentliche Termine im März: Alle Veranstaltungen in diesem Monat sind leider nicht öffentlich – aber in den Online-Workshops sind dafür noch Plätze frei! Informationen und Anmeldung unter www.karen-susan-fessel.de/seminare

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Brandneu: Online-Workshops mit Karen-Susan Fessel

Ja, endlich und brandneu: Online Schreiben mit Karen-Susan Fessel!
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Die Monatsbotin: Notizen aus dem vierten Stock // Februar 2015

Hier kommt die siebzehnte Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel – mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!

Wem sie gefällt: liebend gern weiterempfehlen! Wer aber versehentlich auf dem Verteiler gelandet ist oder schon viel zu viel zu lesen hat: Eine kurze Mail mit dem Hinweis „Keine weiteren Einsendungen gewünscht“ an kontakt@karen-susan-fessel.de – und schon herrscht gespenstische Ruhe im virtuellen Briefkasten …

Viel Spaß beim Lesen wünscht Karen-Susan Fessel!

Was war?

Und schon wieder ist ein ganzer Monat rum, dabei hatte das neue Jahr doch gerade erst angefangen … Und angefangen hat natürlich auch die Schreibarbeit. Die ersten zwei Kapitel des neuen Kinderbuches für LeserInnen ab 10, das im kommendem Frühjahr im Kosmos-Verlag erscheinen wird, sind geschrieben. Ende Mai ist Abgabe für das insgesamt elf Kapitel umfassende Werk. So viel kann ich verraten: Es kommen zwei sehr unterschiedliche Geschwister und ein kleiner Hund mit großen Schlappohren darin vor … und getanzt wird auch, aber höchst unterschiedlich und schräg …

Auch eins meiner beiden privaten Buchprojekte ist weiter gediehen, aber noch lange nicht fertig. Das andere wiederum wurde in den vergangenen Wochen gründlich überarbeitet. Kurzum: Im Januar war ich mit gleich drei Buchprojekten für alle meine drei Zielgruppen – Kinder, Jugendliche und Erwachsene befasst. Abwechslungsreicher geht’s kaum!

Dazu kam noch die Vorbereitung der Einkommenssteuererklärung für 2014; eine akribische Tätigkeit, die mir aus fein durchanalysierten Gründen stets viel Freude macht: Mit drei oder vier Jahren habe ich es geliebt, Tupperschüsseln verschiedener Größe ineinander zu stapeln, später genoss ich es, meine kleinen Gummitiere zu Familien zusammenzustellen und aus meiner umfangreichen Schlumpfsammlung Schulklassen zu bilden. Selbstverständlich hatten Gummitiere wie Schlümpfe auch Vor- und Zunamen, die ich heute noch aufsagen kann (ja, so habe ich mein gutes Namensgedächtnis trainiert!). Und heute sortiere ich eben bei Gelegenheit gern mal Quittungen. Besonders gern zu Jahresbeginn, um sozusagen klar Schiff zu machen – und dann auch zu wissen, was an Steuernachzahlung noch auf mich zukommt. Oder ob ich etwas zurückerstattet bekomme, was dann natürlich besonderen Grund zur Freude bietet (in diesem Jahr allerdings leider nicht!).

Und noch etwas hielt mich – und meine emsige Webmasterin Maike Brzakala – gut eine Woche auf Trab: die Vorbereitung der in der letzten Monatsbotin angekündigten Onlineworkshops. Die waren zwar ursprünglich für die Jahresmitte anvisiert, aber warum auf die lange Bank schieben, was gleich erledigt werden kann – und so ist die neue Website für die Onlineworkshops nun fertig und geht zeitgleich mit der neuen Monatsbotin online.

Los geht es mit den ersten Workshops zwar erst im März, buchbar sind sie aber ab sofort. Drei verschiedene Workshops stehen zur Wahl: der Kreativ-Quickie „Schreib dich rein!“, der Workshop „Mein Buch“ und der Workshop „Biografisches Schreiben“. Die beiden letzteren sind sowohl als Forums-Workshop – mit der Möglichkeit, sich im angeschlossenen internen Forum mit den anderen TeilnehmerInnen auszutauschen – wie auch als individuell konzipierbarer Extra-Workshop buchbar.

Die Idee, Online-Schreibworkshops anzubieten, wurde mir schon seit längerem angetragen und auch immer wieder nachgefragt. Erst in letzter Zeit habe ich mich mit dem Gedanken angefreundet, da ich am liebsten unmittelbar und von Angesicht zu Angesicht mit Menschen arbeite. Auch gefällt mir bei Schreibworkshops die Atmosphäre immer besonders, die unweigerlich im Laufe der Zeit entsteht, und die Gruppendynamiken sind für mich als Autorin, die vor allem Zwischenmenschliches thematisiert, natürlich auch ein gefundenes Fressen. Aber andererseits macht es mir auch großen Spaß, von zu Hause aus zu arbeiten und am heimischen Schreibtisch zu nachtschlafender Zeit Texte zu lektorieren – und auch mit meinen nunmehr 50 Jahren muss ich ja auch mit der Zeit gehen … Ich bin also gespannt, wie mir und den TeilnehmerInnen diese neue Form der Kommunikation gefallen wird!

Und was kommt? 

Natürlich werde ich im Februar fleißig weiter am Kinderbuch mit dem Arbeitstitel „MuM“ arbeiten (eine Abkürzung für zwei Namen, die ich noch nicht verraten möchte), aber es steht auch eine neue Lesereise ins Haus, diesmal ins Nachbarland Österreich. In Wien habe ich zwar fast jedes meiner neuen Bücher präsentiert, auch in Graz und Innsbruck war ich schon einige Male zu Gast, aber in Salzburg noch nie. Umso mehr freut mich, dass ich auf Einladung des Literaturhauses Salzburg und der Salzburger HOSI im dortigen Literaturhaus am 23. Februar „Bronko, meine Frau Mutter und ich“ präsentieren werde, dazu am nächsten Morgen vor je zwei 9. und 10. Schulklassen „Steingesicht“ und „Liebe macht Anders“. Danach geht es gleich weiter nach Wien, um am selben Abend in der Buchhandlung ChickLit ebenfalls „Bronko“ vorzustellen. Am 26. und 27. folgen Lesungen in der Grazer Stadtbibliothek Nord (in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat der ÖH Uni Graz) und dem AFLZ Innsbruck.

Viel Spaß im kurzen Monat Februar wünscht Karen-Susan Fessel

Öffentliche Termine im Februar: 23. Februar, Salzburg (A), Literaturhaus, Strubergasse 23, 19h: Lesung aus „Bronko, meine Frau Mutter und ich“ // 24. Februar, Wien (A), Buchhandlung ChickLit, Kleeblattgasse 10, A-1010 Wien, 19h:  Lesung aus „Bronko, meine Frau Mutter und ich“ // 26. Februar, Graz (A), Stadtbibliothek Nord, Theodor Körner Straße 59, 19h: „Mutige Texte“ – Lesung aus „Leise Töne“, „was du willst“ und „Bronko, meine Frau Mutter und ich“ // 27. Februar, Innsbruck, AFLZ, Liebeneggstraße 15, 6020 Innsbruck, 21h, Einlasse 20.30h: Lesung aus „Leise Töne“, „was du willst“ und „Bronko, meine Frau Mutter und ich“

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