Die Monatsbotin August 2022 // Notizen aus dem vierten Stock

Hier kommt die hundertste Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel – mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!

Wem sie gefällt: liebend gern weiterempfehlen! Eine kurze Mail mit dem Hinweis „Monatsbotin gewünscht“ an kontakt@karen-susan-fessel.de – und schon liegt sie Monat für Monat im virtuellen Briefkasten … Wer lieber Ruhe wünscht, desgleichen!

Viel Spaß beim Lesen wünscht Karen-Susan Fessel!

Was war?

Die beiden ersten Sommermonate hatten es in sich – vor allem mit positiven Nachrichten. Allen voran erreichte mich die überaus erfreuliche Mitteilung, dass der Deutsche Literaturfonds e.V. mich mit einem zehnmonatigen Stipendium bedacht hat, um meinen bereits in Arbeit befindlichen Jugendroman in Ruhe zu Ende schreiben zu können. Das hat mich sehr beglückt, ich musste in der Tat ein bisschen in meinem Arbeitszimmer umhertanzen und jubeln.

Genau passend dazu habe ich Ende Juni mein Co-Autorinnen-Buchprojekt in Rohfassung fertigstellen können und mich kurz danach an meiner aktuellen Neuerscheinung, dem Jugendbuch „Blindfisch „,

Blindfisch (ab 13, Verlag Friedrich Oetinger 2022)erschienen im Verlag Friedrich Oetinger, erfreuen können.

„Blindfisch“ ist mein 44. Buch und erzählt die Geschichte von Lon, 16 und am seltenen Usher-Syndrom erkrankt, das zum einen eine fortschreitende Schwerhörigkeit mit sich bringt, zum anderen in den meisten Fällen auch noch eine sich zusehends verschlechternde Sehfähigkeit, die zur völligen Erblindung führen kann. Das sich zunehmend verengende Gesichtsfeld wird zu einer echten Herausforderung, denn Lon erzählt niemandem davon, selbst der Mutter oder dem Arzt nicht. Und auch Nelly und Oscar, Lons Freunde, ahnen nichts.  Auf dem Weg in die Dunkelheit sehnt sich Lon nur nach einem: Liebe. Und schwankt dabei gehörig hin und her … im körperlichen wie übertragenen Sinne.

Ich selbst schwanke auch: Soll ich die Monatsbotin nach nunmehr 100 Ausgaben in dieser Variante beibehalten, oder wäre eine zweimonatliche Ausgabe attraktiver? Was sagt denn meine Leserschaft dazu, gibt es von dieser Seite vielleicht auch andere Vorschläge und Ideen? Unter allen Zuschriften, die mir dazu bis zum 15. August per Mail an kontakt@karen-susan-fessel.de zugehen, verlose ich drei signierte Exemplare von „Blindfisch“!

Mitmachen können dabei natürlich auch die insgesamt 20 Teilnehmer*innen der diesjährigen Sommerakademie im Waldschlösschen bei Göttingen, mit denen ich vom 24. bis zum 31. mit viel Spaß, Vergnügen und Ideenreichtum beim Schreibworkshop zusammengearbeitet habe, zum nunmehr 12. Mal!

Und was kommt?

Und natürlich gingen und gehen auch die Vorbereitungen für das von mir ins Leben gerufene und kuratierte „Ruinenfestival Reichenow: Zukunft lesen„, das am letzten Berlin-Brandenburger Ferienwochenende vom 18. bis zum 21. August im märkisch-oderländischen  Reichenow stattfinden und im Rahmen von „Und seitab liegt die Stadt“ – ein Projekt der Beauftragten der Bundesregierung von Kultur und Medien (Förderprogramm „Kultur in ländlichen Räumen“) und des Literarischen Colloquiums Berlin gefördert wird.  Das bunte Programm aus acht Lesungen und zwei Workshops richtet sich an alle Altersgruppen und will nicht nur Literatur aufs Land holen, sondern zum Zuhören und Mitreden anregen. Namhafte Kinder- und Jugendbuchautor*innen wie Anne Maar, Salah Naoura, Heike Brandt und Daniel Höra laden zur Auseinandersetzung mit Glück und Pech, Waffenhandel und braunen Sekten ein. Die Lyrikerin Marion Poschmann und der Autor und Kulturjournalist Alexander Osang präsentieren ihre Sicht auf Stadt, Land, Menschen und Natur, während Lutz van Dijk und Ibrahim Ndiaye den Blick über Europa hinaus auf ferne Länder richten. Ein Theaterworkshop der örtlichen Theatermacherin Janina Sasse lädt Jugendliche zum Mitmachen ein, während die Reichenower Schreibgruppe zum Biografischen Schreiben animieren möchte. Den Abschluss des Festivals gestalten eine Reihe von örtlichen Profi- wie auch Amateurautor*innen. Moderiert werden die Tage von Inga Selck, Moritz von Rappard, Manuela Kay und mir selbst, die dem ganzen mit Spannung entgegensieht. 

Wer also vom 18. bis 21. August nochmal so richtig in Kultur und Literatur schwelgen möchte, ist in Reichenow herzlich willkommen!

Einen entspannten August wünscht Karen-Susan Fessel!

Online-Workshops: Der nächste Kreativ-Quickie startet am  3. Oktober; Informationen und Anmeldung auch für die neuen Onlineworkshops „Mein Buch“ und „Biografisches Schreiben“ und das Einzelcoaching unter www.karen-susan-fessel.de/seminare

Ausgelesen: Helene Flood Aakvaag: Die Psychologin. btb, München 2022 / Saras Mann ist verschwunden. Sigurds letzter Anruf sollte sie beruhigen, aber nach und nach stellt sich heraus, dass er offenbar gelogen hat – statt mit Freunden in den Bergen zu einem Ausflug ist er offenbar ist seine eigene, abgelegene Hütte gefahren.  Und nicht nur das – Sara fühlt sich zusehends mehr bedroht. Jemand geht nachts in ihrem Haus ein und aus, und die Angst beginnt, zu einem alltäglichen Begleiter zu werden. Floods vielfach prämiertes Thrillerdebüt zeichnet sich durch eine geschickt konstruierte Handlung mit Tiefgang aus, was es zu einer idealen Ferienlektüre macht.

 

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