Die Monatsbotin März 2022 // Notizen aus dem vierten Stock

Hier kommt die sechsundneunzigste Ausgabe der Monatsbotin von Karen-Susan Fessel – mit Notizen, Gedanken und Terminen vom Schreibtisch aus dem vierten Stock in Berlin-Kreuzberg!

Wem sie gefällt: liebend gern weiterempfehlen! Eine kurze Mail mit dem Hinweis „Monatsbotin gewünscht“ an kontakt@karen-susan-fessel.de – und schon liegt sie Monat für Monat im virtuellen Briefkasten … Wer lieber Ruhe wünscht, desgleichen!

Viel Spaß beim Lesen wünscht Karen-Susan Fessel!

Was war?

Ja, der Februar hatte es in sich. Leider legte mich gleich zu Beginn des Monats eine lästige Sehnenscheidenentzündung meiner rechten Hand lahm. Nein, es handelt sich nicht um das Karpaltunnelsyndrom, sondern um den sogenannten Hausfrauendaumen. Diesen Begriff finde ich allerdings dermaßen antiquiert, dass ich es kaum fassen kann – aber egal, Orthese drüber, Spritze rein und los – denn Lesung konnte ich zum Glück ja auch ohne Daumen halten, so am 18. Januar live vor den 8. Klassen des Berliner Rosa-Luxemburg-Gymnasiums und vorher vom 10. bis 14. Januar online für die Schüler*innen des Schweizer Kantons Zürich. Zwei dieser Lesungen allerdings mussten in die erste Märzwoche verschoben werden, da einige der Lehrkräfte positiv getestet wurden. Am 2./3. März also lese ich dann online für die dortigen Schüler*innen – und der geplante Schreibworkshop mit den 11.-Klässlern der Wilhelm-Bracke-Gesamtschule in Braunschweig musste auch leider verschoben werden – auf 9. März und steht damit unmittelbar bevor. Ich bin gespannt!

Ebenfalls verschoben werden musste der geplante Schreibworkshop „Biographisches Schreiben “im Bremer Gehörlosenzentrum; neuer Termin: 24. bis 26. Juni. Da ist es dann hoffentlich schön warm und Corona kann uns nichts mehr anhaben!

Corona zum Opfer gefallen ist zudem die neue Episode Nummer 6 unseres Podcasts „Butchfunk – Lässig. Lustig. Lesbisch.“, die nun erst am Donnerstag, dem 7. April veröffentlicht werden wird. …Wer sich die bisherigen fünf Folgen noch nicht zu Gemüte geführt hat, kann es sehr gern jetzt nachholen: Der Podcast ist zu hören auf vielen Plattformen , unter anderem auch hier auf Pink.Life. Und: Wem es gefällt, nicht vergessen, zu liken und zu abonnieren!

Umso mehr Zeit hatte ich dann aber für meine beiden zurzeit in Arbeit befindlichen Bücher, das Jugendbuch für den Querverlag und mein neues Ghostwriterprojekt. Und für noch ein sehr spannendes, ganz neues Projekt, das mich mit großer Freude erfüllt: das Reichenower Ruinenfestival „Zukunft Lesen“, für das der Verein Kulturschäferei e.V., in dem ich Mitglied bin, soeben eine voraussichtlich fast die Kosten deckende Förderung erhalten hat: »Und seitab liegt die Stadt« ist ein Projekt der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und des Literarischen Colloquiums Berlin und fördert bundesweit literaturbezogene Veranstaltungen für Erwachsene, Jugendliche und Kinder in Orten mit weniger als 20.000 Einwohnern im Rahmen des BKM-Förderprogramms »Kultur in ländlichen Räumen«. Die Mittel stammen aus dem Bundesprogramm »Ländliche Entwicklung« (BULE) des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Ziel ist es, die Literaturvermittlung zu stärken und möglichst vielen Menschen Möglichkeiten zu eröffnen, kulturelle und gesellschaftliche Debatten mitzugestalten. Für die literarische Planung zeichne ich in der Hauptsache verantwortlich und bin nun gerade mit Feuereifer dabei, die geplanten acht bis zehn Lesungen und zwei Workshops zu bestücken. Das ist eine Menge Arbeit, die sich mit Sicherheit lohnen wird! Die einzelnen geförderten 36 Projekte kann man hier nachlesen.

Und was kommt?

Zunächst die oben bereits erwähnten Online-Lesungen in der Schweiz, dazu dann noch vier weiter Live-Veranstaltungen, neben dem Braunschweiger Workshop- und Lesetag dann auch zwei Lesungen an der Astrid-Lindgren-Schule im brandenburgischen Falkenberg am 22. März und eine weitere Lesung für die 8. Klassen des Berliner Rosa-Luxemburg-Gymnasiums.

Und dann heißt es natürlich weiterschreiben … das ist ja schließlich meine Haupt- und Lieblingsbeschäftigung!

Und wer noch weiterlesen will: hier im Blog der Berliner Spreeautoren, dem Netzwerk professioneller Berliner AutorInnen und IllustratorInnen aus dem Bereich Kinder- und Jugendbuch, findet sich ab dem 7. März ein ausführliches Interview mit mir.

Einen frühlingshaften März wünscht Karen-Susan Fessel!

Online-Workshops: Der nächste Kreativ-Quickie startet am 3. März; Informationen und Anmeldung auch für die neuen Onlineworkshops „Mein Buch“ und „Biografisches Schreiben“ und das Einzelcoaching unter www.karen-susan-fessel.de/seminare

Ausgelesen: Dilek Güngör: Vater und ich. Verbrecher Verlag, Berlin 2021 / Ein schmales, gut zu lesendes Werk, das die leicht lakonisch-distanzierte Sicht der türkischstämmigen Autorin auf den schweigsamen Vater, der seine Kinderseele nur der kleinen Tochter zeigen konnte, genüsslich zelebriert. Die Mittdreißigerin Ipek, frisch von ihrem Freund getrennt, besucht ihren Vater, während die Mutter mit drei Freundinnen ein Wellnesswochenende verbringt – aber so richtig ins Gespräch kommen Vater und Tochter dennoch nicht. Immerhin aber schließt Ipek letztlich ihren Frieden damit – getreu der Maxime: Nimm hin, was du nicht ändern kannst. Am interessantesten für mich sind auf den 103 Seiten Ipeks Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Schüchternheit.

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